Besonderheiten des Gurkenanbaus am Spalier

Gurken werden in vielen Regionen im Freiland an Spalieren angebaut. Diese Methode ist sehr effektiv, da sie einen Ertrag von 40-70 t/ha an Früchten liefert. Der Anbau von Gurken am Spalier bietet eine Reihe von Vorteilen:

  • Die Pflanzen werden besser belüftet und die täglichen Temperaturschwankungen sind geringer;
  • Es bilden sich fast keine Wassertropfen auf der Unterseite der Blätter; die Keimungsbedingungen für Peronosporasporen verschlechtern sich; während der Ernte werden die Pflanzen deutlich weniger verletzt. Reife Gurken sind leichter und schneller zu ernten;
  • Die Pflanzen leiden weniger unter Peronospora, wodurch die Fruchtperiode verlängert wird und der Ertrag steigt.

Auswahl und Vorbereitung des Standorts für den Gurkenanbau am Spalier

Zu diesem Zweck werden fruchtbare Böden und die besten Vorfruchtkulturen ausgewählt. Das Gelände sollte eben sein, mit einem leichten Gefälle in eine Richtung, um eine Bewässerung in Furchen zu ermöglichen. Zur winterlichen Grundbodenbearbeitung werden 100 t/ha organische Düngemittel sowie mineralische Düngemittel in Höhe von 3 dt/ha Stickstoff und Phosphor und 5 dt/ha Kalium ausgebracht.

Die Pflugtiefe beträgt 27-30 cm, anschließend wird die Fläche mit Planiergeräten diagonal in drei Spuren eingeebnet. Im Frühjahr wird das Feld mit Mitteleggen geeggt. Bei dieser Herbstbodenbearbeitung entfällt die Notwendigkeit einer frühen Frühlingskultivierung. Aber zum Zeitpunkt der Aussaat der Gurkensamen (Ende April bis Anfang Mai) erscheinen Unkrautkeimlinge auf der Fläche, und um diese zu bekämpfen, wird der Boden mit einer Radtschenko-Egge bearbeitet.

Aufstellen des Spaliers

Dann wird das Feld für die Aufstellung der Pfosten abgesteckt. Die Reihenabstände betragen 180 cm. In der Reihe werden die Pfosten im Abstand von 6 m zueinander aufgestellt. Das Feld selbst sollte rechteckig sein, und die Länge der Reihe — nicht mehr als 100 m.

Die Pfosten werden mit einem Hydrobohrer gesetzt. Besser ist es, metallische Weinbergspfähle zu verwenden, die 4-5 mal günstiger sind als Stahlbetonpfähle. Nach dem Aufstellen der Pfosten wird der Boden in den sechs Meter breiten Reihenzwischenräumen quer zu den Pfostenreihen mit einem Grubber mit Eggen gelockert.

Vor der Aussaat der Gurkensamen wird an den Pfosten ein Draht mit einem Durchmesser von 2,5-3 mm befestigt. Die erste Drahtreihe wird in einem Abstand von 15 cm über der Oberfläche angebracht, die zweite in einem Abstand von etwa 70-80 cm von der ersten und die dritte — in einer Höhe von 160-170 cm über der Bodenoberfläche.

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Gurkenanbau auf der Fensterbank

Nach dem Spannen des Drahtes wird eine Kultivierung in den Reihenzwischenräumen zwischen den Spalieren durchgeführt. Dazu wird ein Kultivatorbalken verwendet, der auf beiden Seiten auf eine Breite von 140 cm verkürzt ist. Dieser Teil des Kultivators wird an einen Traktor gehängt, drei Kultivatorsektionen werden angebracht, mit doppelseitigen Scharen ausgerüstet und Mitteleggen angehängt. Das mit dieser Einheit bearbeitete Feld ist bereit für die manuelle Aussaat mit der Markiervorrichtung.

Gurken pflanzen

Der Marker wird entlang der Spalierlinie gesetzt und im Boden werden im Abstand von 12 cm zueinander Pflanzlöcher gemacht. Dann werden in jedes Loch 250-300 ml Wasser gegossen, ein Samen ausgesät, mit Erde bedeckt und leicht angedrückt. Natürlich wird auf dem Gemüsebeet und auf kleinen Flächen die Markierung für Spaliere zum Gurkenanbau von Hand vorgenommen.

Um die benötigte Pflanzenanzahl auf der Fläche zu gewährleisten, wird noch eine weitere Reihe in der Mitte zwischen den Reihen gesät, aber die Pflanzlöcher werden im Abstand von 18 cm zueinander gesetzt und diese Reihe wird nicht angebunden. Bei diesem Aussaatplan ergibt sich ein Bestand von 77.062 Pflanzen pro Hektar. Der Samenverbrauch beträgt 2,2 kg/ha.

Beim Anbau am Spalier erfolgt die Pflanzenbildung je nach den biologischen Eigenschaften der Sorte. Mit Beginn der Bildung von Seitentrieben werden diese so eingekürzt, dass eine moderate vegetative Masse und Fruchtlast an den Pflanzen verbleibt.
An den Pflanzen der mittleren Reihe werden keine Maßnahmen durchgeführt, lediglich das Laub wird so ausgelegt, dass es während der Behandlungen und der Ernte nicht zertreten wird.

Ernte

Die erste Ernte beginnt 52-55 Tage nach der Aussaat. In den ersten 6-8 Tagen werden die Früchte jeden zweiten Tag geerntet, während der Massenfruchtperiode täglich. Der Ertrag von Gurken bei der Spalier-Methode beträgt im Durchschnitt mehr als 460 dt/ha, bei der herkömmlichen Technologie 172 dt/ha. Die Rentabilität ist leicht zu berechnen.

Bei der Spalier-Methode mit Pflanzung von Setzlingen treten die Gurken in der zweiten Junidekade in die Fruchtbildung ein, d.h. 20-25 Tage früher als bei der Aussaat von Samen.

Gurken werden morgens geerntet, solange sie noch nicht warm sind, da sie sonst schlechter gelagert werden können.

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