nicht weniger, die Praxis zeigt: Der Winter kann sogar eine geeignetere Zeit für den Hausgarten sein, als es auf den ersten Blick scheint. Der Agronom Pawel Laguta teilte mit uns die Geheimnisse des Gurkenanbaus in der Wohnung.
«Tatsächlich können sich Pflanzen auch bei Mangel an natürlichem Licht entwickeln und Ertrag bringen, wenn man ihnen eine minimal komfortable Umgebung schafft, — erzählt der Experte. — Denn in Wohnungen und Häusern wird im Winter eine stabile Temperatur aufrechterhalten, meistens im Bereich von +20…+22°C. Für Gurken sind das nahezu ideale Bedingungen».
Um Gurken anzubauen, muss man die richtigen Sorten auswählen. «Hervorragende Ernteergebnisse auf der Fensterbank zeigen bei mir die Hybriden: Berendei F1, Dynamit F1 und Sosulja F1, — sagt der Agronom. — Bei richtiger Pflege kann man von einer Pflanze bis zu zwei Kilogramm Früchte mit einer Länge von etwa 14–20 cm ernten. Die ersten Gurken erscheinen bereits nach 50–55 Tagen nach der Pflanzung».
Ein zusätzlicher Vorteil der Sorten — die Fähigkeit, auch bei Temperaturen von +18…+20 °C stabil Früchte zu tragen, was für den Winteranbau besonders wichtig ist.
«Ich verwende keine Zusatzbeleuchtung. Aber mein Fenster ist natürlich groß genug und hell. Außerdem ist es ja nicht immer bewölkt im Winter? Schon eine Stunde direktes Sonnenlicht am Tag tut der Gurke gut, — meint Laguta. — Wenn man im Herbst zwei bis drei Pflanzen auf der Fensterbank setzt, kann man im Winter tatsächlich bis zu sechs Kilogramm frische Gurken ernten. Am Ende kann man ohne komplizierte Technik und spezielle Lampen ein beeindruckendes Ergebnis erzielen: den ganzen Winter über knackige, aromatische Gurken direkt auf der Küchenfensterbank erhalten».