Die Erholung im Garten wird weniger erholsam, wenn Insekten angreifen: von lästigen Mücken und Fliegen bis zu Ameisen und Kartoffelkäfern. Man darf das Grundstück nicht mit Pestiziden überschwemmen, sonst wird das Ökosystem gestört. Am besten eignen sich preiswerte und bewährte Hausmittel.
Inhaltsverzeichnis:
Gegen Mücken
Am häufigsten verwenden Gärtner Vanillin aus dem Backbedarf. Sie mischen es mit Cremes und tragen es auf unbedeckte Hautstellen auf.
Blutsauger und Mücken vertragen den Geruch von ätherischen Ölen nicht. Besonders von Eukalyptus, Lavendel, Zeder und Nelke. Ein paar Tropfen auf die Haut genügen.
Auch zerkleinerte getrocknete Kamille und Minze helfen. Man kann zum Beispiel mehrere Teller im Raum aufstellen oder sie in einem Leinensäckchen bei sich tragen. Nach dem gleichen Schema verwenden manche frischen Knoblauch.
Als Spray hilft ein Sud aus Tomatenblättern, Wermut, Quecke, in Wasser verdünntes Vanillin oder Baldriantinktur.
Mücken vertragen beißenden Wacholder-, Fichten- und Kiefernrauch nicht.
Gegen Fliegen
Klebebänder — sind eine der häufigsten Methoden zur Bekämpfung von Fliegen. Die Bänder können im Laden gekauft oder selbst aus Haushaltsgegenständen hergestellt werden:
- Lösen Sie in heißem Wasser etwa 30 Gramm Rizinusöl und ebenso viel Kolophonium auf, fügen Sie etwas Süßes hinzu, um Fliegen anzulocken (Honig, Zucker, Sirup);
- Tragen Sie die abgekühlte Lösung auf Papierbänder oder Papiertücher auf und legen Sie sie im Raum aus.
Der scharfe Geruch von Essig hilft, Fliegen zu vertreiben. Man kann damit Oberflächen im Haus befeuchten oder auf Kleidung sprühen. Vermeiden Sie den Kontakt mit unbedeckten Körperstellen.
Manche stellen selbstgemachte Fallen gegen Fliegen und andere Insekten her, zum Beispiel gegen Wespen:
- Schneiden Sie bei einer 1,5-Liter-Plastikflasche den Hals ab;
- Gießen Sie auf den Boden des unteren Teils süßen Sirup, Limonade, Kwas oder Zuckerwasser;
- Drehen Sie das abgeschnittene Teil um und stecken Sie es als Trichter zurück in die Flasche;
- Stellen Sie die Falle an einen Ort, an dem sich viele Insekten aufhalten.
Wenn Fliegen einen bestimmten Bereich für sich beansprucht haben, empfehlen Gärtner außerdem, dort Zweige von Rosmarin oder Rainfarn auszulegen.
Das Abbrennen von Insektenspiralen oder das Einschalten von Verdampfern muss unbedingt unter Beachtung der Sicherheitsvorschriften erfolgen.
Gegen Ameisen
Ameisen können nicht nur den Garten, sondern auch das Haus befallen. Wie die Volkserfahrung gezeigt hat, haben die Insekten große Angst vor Senf. Daher gilt Senfpulver als eines der preiswerten Mittel zur Bekämpfung. Damit bestreut man die Fugen zwischen Boden und Wänden (manchmal wird der Senf mit Natron verdünnt) im Haus. Draußen wird trockener Senf zwischen den Beeten ausgestreut. Auch können die Pflanzungen mit einem Aufguss aus Wasser und trockenem Senf behandelt werden.
Auch um die Pflanzen verstreuter Zimt, Anisblätter, gehacktes Petersilien- oder Tomatenkraut hilft, die Insekten zu vertreiben.
Borsäure lähmt die Schädlinge. Mit dem Pulver bestreut man den Ameisenhaufen oder stellt Fallen daneben auf, indem man die Säure mit Wasser und Zucker mischt.
Noch eine Möglichkeit ist eine Hefemischung mit Marmelade (man kann letztjährige, kandierte verwenden). Vor solch einer "Leckerei" fliehen die Insekten.
Salz (auf den Ameisenhaufen gestreut), Essig (über alle sichtbaren Eingänge gegossen) sowie kaltes oder heißes Wasser (zum Übergießen der Ameisenhaufen) helfen, die Insekten zu vertreiben.
Gegen den Kartoffelkäfer
Statt Insektiziden verdünnen findige Leute trockenen Senf, Essig und geriebene Haushaltsseife in Wasser (manche fügen Schöllkrautsaft hinzu). Mit der Mischung werden die Kartoffelblätter morgens und abends besprüht, jedoch nur bei beständigem Trockenwetter und nicht während der Blütezeit.
Für das Besprühen verwendet man auch Zwiebelaufguss, Wermutabkochung oder einfach in Wasser gelösten trockenen Senf. Der starke Geruch vertreibt die Insekten.
Holzasche (mit der die Sträucher bestreut werden) oder Aschelösung hilft, die Ernte zu retten.
Gewöhnliche Holzspäne und Sägespäne, die um die Kartoffeln herum verstreut werden, schrecken den Schädling ab und verhindern, dass Unkraut im Beet sprießt.