Gründüngung. Die sechs besten Gründünger: Wie man sie richtig auswählt und aussät

Der Herbst — keine Zeit für leere Beete. Nach der Ernte muss der Boden vor Winderosion geschützt und seine Fruchtbarkeit wiederhergestellt werden. Und die besten Helfer dabei — Gründünger, oder wie sie oft genannt werden, «Gründünger». Dies ist die effektivste und umweltfreundlichste Methode, um die Grundlage für die Ernte des kommenden Jahres zu schaffen.

Wozu benötigt man Gründünger?

«Die richtige Herbstbegrünung verhindert das Auswaschen von Nährstoffen aus der Wurzelzone, verbessert die Bodenstruktur, erhöht die Wasser- und Luftdurchlässigkeit, aktiviert die Bodenmikrobiota, erhöht den Humusgehalt», berichtet die Cheftechnologin der OOO „SelchosTrest“ Jelena Ignatjewa. — Viele Gründünger geben Alkaloide und andere biologisch aktive Substanzen in den Boden ab, die Krankheitserreger unterdrücken und Schädlinge abwehren. Die grüne Decke schützt den Boden zuverlässig vor der zerstörerischen Kraft der Herbstregen und Winterwinde und verhindert das Auswaschen und Ausblasen der fruchtbaren Schicht.

Wann säen?

«Das optimalste „Fenster“ für die Aussaat von Gründünger ist Ende August und September, wenn bis zum Einsetzen stabiler Fröste etwa anderthalb bis zwei Monate verbleiben. In dieser Zeit schaffen es die Gründünger, eine kräftige grüne Masse und ein gut entwickeltes Wurzelsystem zu bilden», — betont Jelena Ignatjewa.

Welche Gründünger sollte man bevorzugen?

Die Wahl der Gründüngungspflanze hängt davon ab, welches Problem auf dem Grundstück zuerst gelöst werden muss. Hier sind — nach Meinung unserer Experten — die sechs besten Gründünger.

1. Weißer Senf: Verbesserung der Bodenstruktur, Bekämpfung von Krankheiten und Schädlingen.

Weißer Senf — der absolute Spitzenreiter unter den Gründüngern. Er zeichnet sich durch Kältebeständigkeit und schnelles Wachstum aus. Er unterdrückt effektiv Unkräuter, pathogene Mikroflora, Drahtwürmer und Nematoden. Das Wurzelsystem des weißen Senfs lockert selbst schwere Böden hervorragend auf.

Dies ist ein geeigneter Vorgänger für die meisten Gemüsesorten, außer Kohlgewächsen (sie haben gemeinsame Krankheiten und Schädlinge). Senf wird vor der Blüte gemäht und dann als Mulch liegen gelassen oder zur schnellen Verrottung flach in den Boden eingearbeitet.

2. Roggen: Wird ebenfalls zur Verbesserung der Bodenstruktur sowie zum Schutz vor Unkraut und Frühjahrserosion benötigt.

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Diese Gründüngung eignet sich ideal für die Aussaat unter Tomaten, Kartoffeln und Möhren. Dank seines tiefen Wurzelsystems lockert Roggen den Boden effektiv auf und erhöht seine Wasserhaltefähigkeit – was besonders bei Feuchtigkeitsmangel wichtig ist. Er unterdrückt auch das Unkrautwachstum, indem er eine dichte grüne Decke bildet, die den Boden vor Erosion und Nährstoffverlust schützt. Der Einsatz dieser Kultur in der Fruchtfolge hilft nicht nur, den Ertrag zu steigern, sondern auch die Bodengesundheit langfristig zu erhalten.

3. Phacelia: Bodenlockerung.

Das faserige Wurzelsystem der Gründüngungspflanze lockert den Boden bis zu 30 Zentimeter tief auf. Phacelia hat keine Angst vor Frost und bildet schnell grüne Masse.

4. Wicke und Erbse: Anreicherung des Bodens mit Stickstoff.

Diese Kulturen haben wie alle Hülsenfrüchte die einzigartige Fähigkeit, Stickstoff aus der Luft aufzunehmen und im Boden anzureichern. Oft werden sie in Mischung mit Hafer oder Gerste ausgesät. Hülsenfrüchtige Gründüngung sollte vor stickstoffliebenden Kulturen ausgesät werden – Gurken, Zucchini, Kürbisse, Kartoffeln, Kohl, Erdbeeren.

5. Sudangras (Sorghum sudanense): Konkurrenz für Unkräuter, wodurch deren Wachstum und Ausbreitung reduziert wird.

Gründüngung, die schnell nachwächst, sehr viel grüne Masse liefert und Quecke verdrängt.

6. Spezielle Gründüngungsmischungen: Für maximale Ergebnisse

Mischungen sind verschiedene Kombinationen von Hülsenfrüchten, Getreiden und Kreuzblütlern, die umfassend wirken und die biologische Aktivität des Bodens erhöhen.

Wie säen Sie Gründüngung richtig?

Gründüngung sollte gleich nach der Ernte ausgesät werden. «Wichtig ist, das Gießen nicht zu vergessen, damit sie schnell aufgehen und stark werden können. Ein paar Wochen vor den ersten Frösten sollte die grüne Masse gemäht oder in die Erde eingearbeitet werden, so werden die Pflanzen zu natürlichem Dünger», weist Larisa Mikkallef, außerordentliche Professorin der Finanzuniversität und Hobbygärtnerin, hin. «Erfahrene Gärtner empfehlen, Hülsenfrüchte oder deren Mischungen für leichte und arme Böden zu wählen, und Getreide und Kreuzblütler für schwerere. Ideale Optionen für den Spätherbst bleiben weißer Senf, Hafer, Roggen und Wicke. Diese Pflanzen haben keine Angst vor Kälte, wachsen schnell und bereiten den Boden zuverlässig auf die neue Saison vor.»

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