Nicht alles ist Gold. Wie man das Auftreten der Goldnematode im Garten vermeidet.

Quarantäne wurde in den Oblasten Kurgan, Tjumen und Nischni Nowgorod sowie in Burjatien — aufgrund der Entdeckung von Herden der Goldnematode, die Hektar Boden befallen hat. Diese Plage kann die gesamte Ernte vernichten. Wie Sie sich auf Ihrem Grundstück gegen die Goldnematode absichern können, erklärte der Vorsitzende des Moskauer Gartenbauverbandes, Agronom Andrei Tumanow.

Warum gerade die Goldnematode?

Die Goldnematode — ist ein kleiner parasitischer Wurm, meistens durchsichtig, der mit bloßem Auge nicht sichtbar ist. Sie befällt die Wurzeln von Pflanzen der Familie der Nachtschattengewächse, wie Kartoffeln und Tomaten. Die Goldnematode bildet Zysten — das sind goldfarbene (daher der Name) Hüllen, in denen entweder Larven oder Eier erhalten bleiben.

«Die Nematode wird auch zystenbildend genannt. Die Zysten helfen der Nematode, den Winter, Trockenheit und andere negative natürliche Faktoren zu überleben», — sagt Andrei Tumanow. Diese Eigenschaft macht den Parasiten äußerst widerstandsfähig.

Die Goldnematode trat in Südamerika auf, in Europa erschien sie zu Beginn des XX. Jahrhunderts — zusammen mit importierten Kartoffeln.

Wie erkennt man sie?

Das Hauptproblem bei der Nematode — liegt in der Schwierigkeit, sie zu entdecken. Die kleinen und durchsichtigen Zysten bemerkt nicht jeder. Es gibt jedoch auch andere Anzeichen, die eine Infektion erkennen lassen. Kartoffelsträucher, die von der Goldnematode befallen sind, sind stark geschwächt: die Blätter verfaulen, die Bildung von Stolonen (an den Stolonen bildet sich die Frucht) erfolgt langsam, die Kartoffelfrucht selbst ist erbsengroß.

«Die Goldnematode schlägt richtig zu! Sie kann bis zu 80% der Ernte vernichten und dazu noch das gesamte Grundstück infizieren», — erläutert Tumanow. Die Behandlung des Bodens gegen die Nematode ist äußerst schwierig. In den USA werden beispielsweise Technologien zur Bekämpfung der Nematode mit Magnetfeldern und Elektrizität getestet. Eine wissenschaftliche Begründung für diese Methode gibt es bisher nicht.

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Vorbeugende Maßnahmen

Laut Andrei Tumanow tritt die Nematode bei denjenigen Gärtnern auf, die die Sicherheitsregeln missachten.

Die wichtigste und wirksamste landwirtschaftliche Maßnahme im Kampf gegen die Goldnematode ist der Fruchtwechsel. Die Grundidee des Fruchtwechsels besteht darin, anstelle von Kartoffeln Pflanzen anzubauen, die keine Wirte für die Nematode sind, wodurch der Lebenszyklus des Parasiten unterbrochen und seine Anzahl im Boden verringert wird. „Die Nematode liebt Nachtschattengewächse, aber Hülsenfrüchte kann sie zum Beispiel nicht ausstehen“, erklärt Tumanow.

Unser Experte rät außerdem, besonders nematodenresistente Kartoffelsorten zu verwenden. Es gibt viele – über 150. Bei Hobbygärtnern sind Schukowski früh und Fresko am beliebtesten. Fortgeschrittene Landwirte pflanzen die Sorte Picasso.

„Es ist sehr wichtig, nur geprüftes Material zu pflanzen: Holen Sie sich keine Erde auf Ihr Grundstück, die Sie im Internet bestellt haben“, ruft Andrei Tumanow aus. „Dafür haben Sie bezahlt und als Zugabe noch die Nematode mitgebracht. Dasselbe gilt für Mist. Das zu kaufen und einzubringen ist einfach gefährlich – und es stellt sich heraus, dass oft die Gärtner selbst für die Verbreitung der Nematode sorgen.“

Laut Andrei Tumanow ist es sinnlos, bereits befallene Kartoffeln gegen die Nematode zu behandeln. Ein Nematodenbefall ist ein irreversibler Prozess. Man kann sie nur noch wegwerfen. „Natürlich gibt es spezielle Präparate, genauer gesagt eine ganze Gruppe – Nematizide. Es gibt auch Biologika – Präparate auf Basis von Nematophagen, die die Nematode fressen“, erklärt der Experte. Aber das bringt den Kartoffeln ihr marktfähiges Aussehen und ihre Qualität nicht zurück.

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