Glockenblume 'Tasse mit Untertasse': Anbau aus Samen

Glockenblume 'Tasse mit Untertasse'

Längst vorbei sind die Zeiten, in denen die Glockenblume 'Tasse mit Untertasse' nur in der Natur zu finden war; seit vielen Jahren wird diese Pflanze aktiv als dekorative Gartenblume angebaut. Landschaftsarchitekten setzen Glockenblumen geschickt zur Dekoration von Beeten, Rasenflächen sowie Blumentöpfen auf Balkonen und Terrassen ein.

Als Kulturpflanze ist die am weitesten verbreitete Art die Glockenblume (Campanula medium). Sie wird als Zweijährige gezogen. Die Glockenblume hat einen aufrechten Stängel mit einer Höhe von bis zu einem Meter. Der Stängel ist dicht mit harten Härchen bedeckt. Von besonderem Wert sind die Blüten der Pflanze. Sie haben eine außergewöhnlich schöne Form, ähnlich einem Kelch. Je nach Sorte können die Blüten gefüllt oder einfach sein. Die Farbe der Glockenblumen hängt ebenfalls von der Sorte ab. Sie können kristallweiß, zartrosa, hellblau oder dunkelviolett sein.

Die Blütezeit dieser Art dauert von Juni bis September, was für Gärtner ein großer Vorteil ist.

Diese Art ist durch mehrere Sorten vertreten, aber die größte Beliebtheit genießt die Sorte Glockenblume (Campanula medium) 'Tasse mit Untertasse'.

Beschreibung der Sorte

Die Glockenblume ist eine außergewöhnlich schöne Gartenpflanze. Sie gehört zu den zweijährigen Arten. Sie wird bis zu achtzig Zentimeter hoch. Sie blüht mit wunderschönen Blüten, die in ihrer Struktur an ein Kelchglas mit umgeschlagenen Rändern und einer Untertasse aus feinstem Porzellan erinnern. In einem Blütenstand können sich bis zu fünfzig Blüten versammeln. Ihr Durchmesser beträgt bis zu acht Zentimeter. Die Farbpalette ist breit. Es gibt Exemplare mit weißen, blauen und violetten Glockenblüten.

Diese Sorte blüht während der gesamten Sommermonate und sogar Anfang September, bei günstigen natürlichen Bedingungen.

Der Anbau von Glockenblumen im Garten hat einige Besonderheiten, die wir mit großer Freude im Artikel hervorheben.

Anbau

Die Glockenblume ist nicht nur eine exquisite Blume, sondern auch eine anspruchsvolle Gartenpflanze. Um ihre Schönheit in vollen Zügen genießen zu können, müssen die Wachstumsbedingungen beachtet und die richtige Pflege sichergestellt werden.

Die Blumen sollten auf gut beleuchtete Beete gepflanzt werden, aber es ist darauf zu achten, dass die Glockenblume während der Sommerhitze in den Mittagsstunden leicht vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt wird.

Die Blumen benötigen einen leichten und nährstoffreichen Boden. Sauren Boden verträgt die Pflanze nicht. Vor dem Pflanzen sollten die Beete umgegraben, etwas trockener Kalk hinzugefügt, gut vermischt und mit Humus und Torf gedüngt werden.

Glockenblumen benötigen feuchten Boden, daher müssen sie gegossen werden, besonders im Sommer, und danach sollte die Erde um die Pflanzen gelockert werden. Es ist jedoch zu beachten, dass das Gießen mäßig sein sollte, da übermäßige Feuchtigkeit den Wurzeln schadet. Es kann sich Fäulnis bilden und die Blume stirbt ab.

Zweijährige Glockenblumen werden im Herbst zurückgeschnitten und für den Winter mit einer dicken Schicht Torf oder Laub abgedeckt.

Mit Beginn des Frühlings wird die Abdeckung entfernt und die Sträucher werden mit Ammoniumnitrat gedüngt. Während der Knospenbildung sollten dem Boden zusätzlich Mineraldünger zugegeben werden.

Wie man Glockenblumen aus Samen zieht

Die Aufzucht aus Samen ist die häufigste Vermehrungsmethode dieser Blumen. Dies kann auf zwei Arten erfolgen:

  • Aussaat der Samen direkt ins Freiland;
  • Anzucht von Setzlingen.

Da die Pflanze zu den Zweijährigen gehört, ermöglicht die Aussaat der Samen ins Freiland im nächsten Sommer eine schöne Blüte.

Daher ist im Gartenbau die zweite Methode vorzuziehen.

Zunächst sind bestimmte Vorbereitungsarbeiten erforderlich:

  • Auswahl der Pflanzgefäße;
  • Vorbereitung der Erde.

Für die Aussaat können Kunststoffbehälter oder kleine Holzkisten verwendet werden. Diese sollten mit Wasserablauflöchern versehen sein.

Für die Erde nimmt man sechs Teile Rasenerde, drei Teile verrottete Blätter und einen Teil Flusssand. Alle Bestandteile werden bis zur gleichmäßigen Vermischung verrührt.

Die vorbereitete Erde wird in die Pflanzgefäße gefüllt und gewässert. Nun kann mit der Aussaat begonnen werden. Beachten Sie, dass die Anzucht der Setzlinge im Oktober bis November beginnen sollte, damit die Pflanze genügend Zeit hat, sich zu entwickeln und im Sommer reichlich zu blühen.

Die Samen werden auf die Erdoberfläche gesät, leicht angedrückt und von oben mit feinem gesiebtem Sand bestreut.

Anschließend werden die Saatkisten mit Glas oder Folie abgedeckt. Nun ein wichtiger Punkt: Die Samen sollten in einem dunklen, gut belüfteten und warmen Raum keimen. Die optimale Lufttemperatur beträgt zwanzig Grad. Zur Verdunkelung kann die Folie oder das Glas von oben mit einem dunklen Tuch abgedeckt werden. Die Samen werden regelmäßig mit einer Sprühflasche angefeuchtet.

Die ersten Keimlinge werden in etwa zwei Wochen erscheinen. Dann können Sie das dunkle Tuch entfernen oder die Kisten an einen hellen Ort stellen. Wenn die Setzlinge die ersten Blätter zeigen und auf drei Zentimeter herangewachsen sind, müssen sie pikiert und in andere Behälter mit einem Abstand von fünfzehn Zentimetern zueinander umgesetzt werden. Nach diesem Vorgang werden die Setzlinge für zehn Tage an einen dunklen Ort gestellt, unter diesen Bedingungen wurzeln sie besser.

Während der gesamten Aufzucht der Setzlinge benötigen sie Pflege. Die Jungpflanzen werden mit einer Sprühflasche gegossen.

Sobald warmes Wetter einsetzt und die Zeit der Nachtfröste vorbei ist, werden die Glockenblumen-Setzlinge ins Freiland auf Beete und Rasenflächen gepflanzt. Zeitlich gesehen ist dies Mitte bis Ende Mai. Bei richtiger Pflege können Sie im Juni das Erscheinen der ersten Knospen bemerken.

Die Setzlinge werden in einem Abstand von dreißig Zentimetern zueinander gepflanzt.

Vermehrung der Glockenblume durch Stecklinge

Glockenblumen können auch durch Stecklinge vermehrt werden. Im zweiten Lebensjahr der Pflanze im Frühjahr, nach der Bildung der Stängel, wählt man einen guten und gesunden Trieb aus und schneidet einen Steckling so ab, dass er mindestens drei Knoten (Internodien) aufweist. Die Blätter des Stecklings müssen entfernt werden, damit sie keine Kräfte rauben. Der Steckling wird in gut angefeuchtete Erde ins Freiland gepflanzt, so dass zwei Knoten über der Oberfläche bleiben. Der Steckling wird mit einem Einmachglas oder einer abgeschnittenen Plastikflasche abgedeckt.

Wie Sie sehen, ist es nicht so schwierig, eine Glockenblume zu züchten, und wenn man die Pflanz- und Pflegeregeln beachtet, bereitet selbst eine so anspruchsvolle Pflanze nicht viel Mühe. Die Glockenblume wird eine wahre Zierde für jeden Garten sein.

Glockenblume 'Tasse mit Untertasse': Anzucht aus Samen

Einfache Glockenblumen findet man in Steppen, auf Felsen oder in Wiesen. Es gibt etwa 300 Pflanzenarten. Die glockenförmige Blüte wird bis zu 7 cm lang und sieht aus wie eine doppelte Schale mit nach außen gebogenen Rändern. Dank der reichen Farbpalette (weiß-blau, rosa, violett) lassen sich malerische, schmucke Kompositionen auf Beeten gestalten.

Arten und Sorten

Nach den Wuchsperioden kann man die Blumen in Stauden, einjährige und zweijährige unterteilen. Die Pflanzen erreichen unterschiedliche Höhen und werden daher in folgende Arten unterteilt:

  • Niedrige haben Stängel mit einer Höhe von 6-20 cm. Beliebte Sorten: Chamisso, Ortana, Margaritkolitny, Spiralnolisty;
  • Mittelhohe werden nicht höher als 1 m. Die besten Sorten: Rubra, Beautiful Trust, Alba Nana;
  • Hohe können über 1 m hoch werden. Am häufigsten werden die Sorten Exmouth, Snowdrift, Bernice angebaut.

Aufgrund ihres schönen dekorativen Aussehens erfreuen sich die mittelhohen Blumen Campanula Medium großer Beliebtheit. Ein charakteristisches Merkmal der Pflanze ist ihre Fähigkeit zur natürlichen Erneuerung. Obwohl die Pflanze zu den Zweijährigen zählt, wird sie als Staude kultiviert. Besonders beliebt bei Gärtnern ist die Sorte 'Tschaschka s bljudzem'. Ihren Namen verdankt die Pflanze der Blütenform, die an feines Geschirr erinnert. An einem Stiel können sich etwa 50 Blüten entfalten.

Blumen aus Samen ziehen

Diese Methode ermöglicht es, die dekorativen Blumen im Garten einfach und schnell zu vermehren. Am besten gedeihen die Pflanzen auf neutralen, schwach alkalischen Böden. Die Blumen entwickeln sich auf sauren Böden schlecht. Daher werden Lehmböden mit Humus und Kompost in einer Menge von fünfzehn Kilogramm pro Quadratmeter Fläche 'verdünnt'. Bei lehmigen Böden werden pro Quadratmeter bereits 19 Kilogramm Humus eingebracht.

Für ein volles Wachstum benötigen die Glockenblumen gut beleuchtete Standorte, obwohl sie sich auch an schattigen Plätzen gut entwickeln. Die Glockenblume 'Tschaschka s bljudzem' gedeiht hervorragend unter Zäunen, wo die Bodenfeuchtigkeit gut erhalten bleibt. Daher wird sie oft an Ost- oder Westmauern gepflanzt. Die Blumen vertragen jedoch keine Staunässe, und an sehr feuchten Standorten verfaulen die Glockenblumen einfach.

Schritte der Anzucht von Setzlingen

Für eine schnelle Keimung der Samen wird Rasenerde, Sand und Humus im Verhältnis 6:1:3 gemischt. Die Erdmischung sollte locker und leicht feucht sein.

  1. Ende März werden die kleinen Samen in feuchte Erde gesät. Das Saatgut muss nicht mit Erde bedeckt werden, es kann leicht mit Sand bestreut werden.
  2. Das Gefäß mit den Samen wird mit Wasser besprüht, mit Folie oder Glas abgedeckt und an einen warmen, dunklen Ort gestellt (Lufttemperatur etwa 20 °C). Es ist zu beachten, dass die Samen bei Licht möglicherweise nicht keimen. Deshalb wird das Glas oder die Folie mit dunklem Papier oder einem dichten, dunklen Material abgedeckt.
  3. Das Saatgut keimt nach 2–3 Wochen. Die Abdeckung wird entfernt und das Gefäß an einen gut beleuchteten Ort gestellt. Direkte Sonneneinstrahlung auf die Keimlinge sollte jedoch vermieden werden.

Die Pflege der Sämlinge besteht aus regelmäßigem Besprühen des Bodens und vorsichtigem Lockern um die Sämlinge herum. Die Erde sollte gegossen werden, wenn ihre obere Schicht getrocknet ist.

Sobald die ersten Blättchen an den Keimlingen erscheinen (etwa nach 3–3,5 Wochen), werden die Glockenblumen 'Tschaschka s bljudzem' pikiert – in einzelne Gefäße umgesetzt. Man kann die Pflanzen auch einfach in eine große Kiste umsetzen (der Abstand zwischen den Keimlingen sollte mindestens 10 cm betragen). Nach weiteren zwei Wochen wird eine flüssige Düngung verabreicht. Es wird empfohlen, Gießen und Düngen zu kombinieren.

Bei der Anzucht von Glockenblumen aus Setzlingen kann man sich bereits im laufenden Jahr an den dekorativen Blütenständen in Form von Tassen mit Untertassen erfreuen.

Aussaat von Samen ins Freiland

Eine verbreitete Methode zur Vermehrung von Glockenblumen ist die Aussaat des Pflanzenmaterials direkt im Gartenbeet. Dies kann sowohl im Frühjahr als auch im Herbst erfolgen.

In den letzten Oktobertagen werden die Samen an einem windgeschützten Standort ausgesät. Nur kräftige Samen können überwintern, sodass im Frühjahr robuste Keimlinge erscheinen. Bereits Ende April bis Anfang Mai können die Setzlinge an ihren endgültigen Standort (Beete, Rabatten) gepflanzt werden.

Bei einer Frühjahrsaussaat werden die Samen vorher stratifiziert (etwa zwei Monate vor der Pflanzung). Dazu werden sie etwa eine Stunde in einer Kaliumpermanganatlösung eingelegt. Anschließend wird das Saatgut abgespült und auf ein feuchtes Tuch gelegt. Damit das Tuch nicht schnell austrocknet, wird es zusammen mit den Samen in einen Plastikbeutel gegeben und in den Kühlschrank gelegt. Ab der zweiten Maihälfte kann das Saatgut ins Freiland ausgesät werden.

Bei dieser Vermehrungsmethode der Glockenblumen ist zu beachten, dass die Pflanzen im ersten Jahr alle Kraft in die Ausbildung eines kräftigen Wurzelsystems und die Entwicklung von Blattrosetten stecken. Daher ist eine Blüte erst im zweiten Jahr zu erwarten, wenn Triebe mit Blütenansätzen erscheinen.

Damit die Blumen optimal wachsen, werden sie in einem Abstand von mindestens 30 cm zueinander gepflanzt. Um die Bodenfeuchtigkeit zu erhalten, wird die Erde zwischen den Glockenblumen gemulcht.

Pflanzenpflege

Video: Wie man Glockenblumen anbaut und pflegt

>Die Beliebtheit der Glockenblumen erklärt sich nicht nur durch ihr malerisches, schmuckes Aussehen. Diese Pflanzen sind recht anspruchslos und benötigen daher nur minimale Pflege. Es reicht aus, regelmäßig Unkraut zu jäten, den Boden zu mulchen und die Pflanzen zu gießen. Bei trockenem Wetter ist besondere Aufmerksamkeit auf das Gießen zu legen, da Glockenblumen sehr negativ auf Trockenheit reagieren. Die Knospen werden klein oder die Glockenblumen 'Tasse mit Untertasse' können sogar ganz aufhören zu blühen. Bei der Düngung ist es wichtig, die Wachstumsphasen der Blumen zu berücksichtigen:

  • Im zeitigen Frühjahr werden stickstoffhaltige Mineraldünger ausgebracht, die das Wachstum der grünen Masse anregen und eine frühere Blüte begünstigen;
  • In den ersten Junitagen bilden sich die Knospen, daher werden Phosphorzusätze oder Komplexmischungen verwendet;
  • Um die Pflanzen auf die Überwinterung vorzubereiten, werden im Spätherbst Kaliumdünger ausgebracht. Diese Zusätze erhöhen auch die Frostbeständigkeit der Blumen.

Um die Blütezeit zu verlängern, wird empfohlen, verwelkte Blütenstände rechtzeitig zu entfernen. Wenn eine eigenständige weitere Vermehrung und Umpflanzung der Blumen geplant ist, wird im Herbst Saatgut gesammelt.

Da Glockenblumen negative Temperaturen gut vertragen, ist eine spezielle Abdeckung der Pflanzungen nicht erforderlich. Man kann die Blumen an den letzten Herbsttagen leicht mit trockenem Laub abdecken. Zuvor wird der oberirdische Teil der Pflanzen bodennah abgeschnitten.

Besonderheiten der Samenernte

Die Samen der Glockenblumen reifen in kleinen Kapseln heran. Um hochwertiges Saatgut zu gewinnen, lässt man die Kapseln an den Pflanzen. Man erntet die bräunlichen Kapseln Ende August oder Anfang September, bevor sie platzen.

Damit die Kapseln gut trocknen, legt man sie in einem trockenen, gut belüfteten Raum aus (auch unter einem Dach möglich). Die Samen der Glockenblumen sind sehr klein (1 g enthält etwa 5000 Stück), sie werden vorsichtig von den Kapselresten gereinigt. Wenn kein Umpflanzen geplant ist, kann man auf das gezielte Sammeln der Samen verzichten. Die Kapseln trocknen, platzen und die Samen fallen auf den offenen Boden. Die Glockenblume „Tasse mit Unterteller“ kann etwa fünf Jahre an einem Standort wachsen.

Krankheiten und Schädlinge

Die Blumen sind resistent gegen Krankheiten und werden kaum von Schädlingen befallen. Eine Ausbreitung von Krankheiten kann nur durch langjährigen Anbau der Glockenblumen am selben Standort verursacht werden. Dies erklärt sich dadurch, dass sich im Boden bestimmte schädliche Mikroorganismen ansammeln können. Wenn kein regelmäßiges Umpflanzen der Glockenblumen geplant ist, sollte der Boden gelegentlich mit speziellen Präparaten behandelt werden (schwache Fundazol-Lösung).

Hält langanhaltendes Regenwetter an, können Schnecken die Glockenblumenpflanzungen schädigen. Der Schaden durch Schnecken zeigt sich in Verletzungen an Blättern und Stängeln. Zudem können sie bestimmte Pilzkrankheiten übertragen. Bekämpfungsmethoden: Besprühen der Pflanzen mit einem Aufguss aus scharfem Pfeffer, Bestreuen des Bodens mit Superphosphat-Granulat.

Mit den dekorativen Blumen lassen sich nicht nur Gartenbeete und -flächen, sondern auch Balkone und Loggien farbenfroh schmücken. Die großen Blüten sehen sowohl einzeln als auch in Blumenbeeten originell aus. Schnittglockenblumen wirken in Sträußen ungewöhnlich und bleiben lange frisch. Dank ihres anspruchslosen Wesens ist der Anbau der Glockenblume „Tasse mit Unterteller“ auch für Anfänger in der Pflanzenpflege machbar.

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Anbau der Glockenblume „Tasse und Unterteller“ aus Samen

Viele glauben, dass die Glockenblume eine Wildpflanze ist, aber das ist nicht ganz richtig. Es gibt bestimmte Sorten, die in der Blumenzucht zur Begrünung von Beeten und Rasenflächen verwendet werden, und sie wird auch in Blumentöpfen gezogen. Am häufigsten ziehen Gärtner die Mittelmeer-Glockenblume oder Campanula medium L. Ihre Geschichte begann bereits im 16. Jahrhundert im Süden Westeuropas und in Asien.

Beschreibung der Glockenblume

Es ist eine zweijährige Pflanze, die aufgrund ihrer natürlichen Verjüngung oft als mehrjährig angebaut wird. Sie erreicht eine Höhe von einem Meter, der Stängel ist aufrecht und steif. Die Blüten haben die Form von umgekehrten Kelchgläsern oder Glocken mit nach außen gebogenen Rändern. Sie können glatt oder gefüllt sein und erreichen eine Länge von 7 cm. Die Glockenblume hat verschiedene Farben: Weiß-, Blau-, Hellblau-, Violett- und Rosatöne.

Die Blütezeit erstreckt sich von Frühsommer bis September. Bei Anzucht aus Setzlingen blüht die Glockenblume im selben Jahr; wenn man direkt in die Erde sät, muss man bis zum nächsten Jahr warten: Im ersten Jahr bilden sich eine entwickelte Wurzel und eine Blattrosette, im zweiten Jahr wächst ein blütentragender Trieb. Schnittblumen halten sich bis zu 7–10 Tage.

Die Samen erscheinen von August bis September. Sie sind recht klein und leicht: Auf 1 Gramm kommen bis zu 4.500 Samen. Viele Gärtner praktizieren die Selbstaussaat: Die abfallenden Samen wurzeln im Boden und lassen die nächste Generation wachsen. So muss das Beet nicht jedes Jahr erneuert werden.

Es gibt mehrere Sorten der Mittelmeer-Glockenblume, die in Russland erfolgreich angebaut werden:

  1. Großblütige;
  2. Gefüllte – die Krone besteht aus mehreren miteinander verwachsenen Reihen;
  3. Kronenförmige – Krone und Kelch haben dieselbe Farbe;
  4. Buntblättrige – zeichnet sich durch eine Vielfalt an Farbtönen aus: Die Blätter haben rote, gelbe und grüne Färbungen, die Blüten sind meist hellblau und blau.

Zu den beliebtesten Sorten gehören «Kapeleka», «Tschaschka s Bljudzem», «Wanilnyje Oblaka», «Rosowyj Grammofon», «Malinowyj Swon» und andere.

Besonderheiten des Anbaus

Für die richtige Pflege der Glockenblume sind einige einfache Regeln zu beachten:

  1. Die Glockenblume bevorzugt einen gut feuchten und sonnigen Standort, verträgt Kühle gut, mag aber weder starke Hitze noch strengen Frost und verträgt auch keine übermäßige Feuchtigkeit.
  2. Die Pflanze bevorzugt einen lockeren und nährstoffreichen Boden mit neutralem pH-Wert. Die Erde sollte gut feucht sein, aber man sollte es nicht übertreiben, sonst verfaulen die Samen. Die Blüten gehen auf Lehm- oder tonigen Böden nicht auf, da diese zu schwer sind.
  3. Bei Trockenheit ist mäßiges Gießen notwendig, außerdem muss regelmäßig der Boden gelockert und die verblühten Blüten abgeschnitten werden.
  4. Es wird empfohlen, den Boden vor der Pflanzung mit verrottetem Mist, Laubhumus oder Rasenerde zu düngen. Frischer Mist ist nicht geeignet: Er kann die Entwicklung von Pilzkrankheiten verursachen.
  5. Bei zweijähriger Zucht von Glockenblumen müssen im ersten Jahr die Blätter nahe der Erde abgeschnitten und mit einer Schicht Laub oder Torf (ca. 10–12 cm) zum Schutz bedeckt werden. Im folgenden Jahr werden Stickstoffdünger (Ammoniumnitrat oder Harnstoff) in den Boden eingebracht, und wenn die Knospen zu erscheinen beginnen, wird zusätzlich mit Mineralien gedüngt.

Anzucht aus Samen

Der einfachste Weg, Glockenblumen zu pflanzen, ist, sie direkt ins Freiland zu setzen, dann erscheinen die Blüten jedoch erst im nächsten Jahr. Die meisten Gärtner ziehen es vor, Setzlinge zu züchten, die später auf die Beete umgesetzt werden.

  1. Für die Aufzucht der Setzlinge werden kleine Frühbeete oder Anzuchtkästen benötigt. Diese werden mit einer Mischung aus 6 Teilen Rasenerde, 3 Teilen Laub und 1 Teil Sand gefüllt. Die Mischung muss gründlich durchmischt werden, damit die Erde klumpenfrei ist. Vor dem Einpflanzen der Glockenblume wird sie gegossen.
  2. Die Samen werden Ende Oktober oder von März bis April ausgesät, um noch im selben Jahr Blüten zu erhalten. Ein späterer Beginn verhindert ihre Ausbildung. Dabei können gesammelte Samen von den Blüten des Vorjahres verwendet werden. Diese müssen auf der Oberfläche ausgestreut werden, ohne sie zu bedecken, und leicht angedrückt oder mit feinem Sand bestreut werden.
  3. Anschließend werden die Setzlinge mit Zellophan abgedeckt, um einen Treibhauseffekt zu erzielen, und an einen dunklen Ort gestellt oder mit einem Tuch beschattet. Dieser Schritt ist unbedingt erforderlich: Im Gegensatz zu anderen Blumen wachsen Glockenblumen nicht im Licht. Dabei ist eine Frischluftzufuhr und eine Temperatur von mindestens +20 Grad erforderlich.
  4. Nach etwa zwei Wochen beginnen die ersten Keimlinge zu erscheinen. Sie müssen regelmäßig mit einer Sprühflasche befeuchtet werden; das dunkle Tuch kann dann entfernt werden.
  5. In den nächsten zwei Wochen werden die Keimlinge allmählich wachsen und stärker werden. Erst danach können sie pikiert werden.
  6. Die Keimlinge werden im Abstand von 10–15 cm pikiert und anschließend für weitere 7–10 Tage wieder in die Dunkelheit gestellt, um endgültig anzuwurzeln.
  7. Die Glockenblumen werden im Frühsommer zusammen mit der Erde, in der sie zuvor gewachsen sind, ins Freiland gepflanzt. Der Abstand zwischen den Pflanzen sollte mindestens 30 cm betragen. Zum Schutz vor Wind können die erwachsenen Pflanzen an ausreichend hohe Pflöcke gebunden werden.
Siehe auch:
Kartoffelanbau in Säcken

Wenn die Samen Anfang Mai ausgesät werden, müssen sie erst Ende August ins Freiland umgepflanzt werden.

Stecklingsvermehrung

Eine der Vermehrungsmethoden der Glockenblumen ist die Stecklingsvermehrung. Die Stecklinge werden im zweiten Frühjahr geschnitten. Der Steckling mit abgeschnittenen Blättern wird in feuchte Erde gesetzt, sodass zwei Internodien an der Oberfläche bleiben. Anschließend wird er ebenfalls mit Folie abgedeckt, um einen Treibhauseffekt zu erzeugen.

Besonderheiten einiger Glockenblumenarten

Im Folgenden finden Sie kurze Beschreibungen einiger Arten der Mittelglockenblume, die auf Gartengrundstücken anzutreffen sind.

  1. Karpaten-Glockenblume. Diese anspruchslose, niedrige Pflanze verträgt Hitze und Trockenheit hervorragend, erfordert aber regelmäßiges Jäten des Bodens. Sie blüht den ganzen Sommer über reichlich. Um die Blüte zu fördern, wird empfohlen, regelmäßig verblühte Triebe zurückzuschneiden und welke Blüten zu entfernen. Vor der Winterkälte muss der Stiel vollständig abgeschnitten werden. Zu den Nachteilen der Sorte gehört die Kurzlebigkeit: Alle 2–3 Jahre stirbt die Pflanze vollständig ab, sodass das Beet neu besät werden muss.
  2. Pfirsichblättrige Glockenblume. Die Sorte verträgt Sonne und Schatten gut, kann sogar auf Lehmböden wachsen, erfordert aber regelmäßiges Lockern. Wie die Karpaten-Sorte stirbt sie nach 2–3 Jahren ab und benötigt regelmäßige Erneuerung. Sie vermehrt sich durch Samen, Stecklinge oder Wurzeln.
  3. Kopfige Glockenblume. Trotz der geringen Wuchshöhe (die Blume wird 50–60 cm hoch) ist diese mehrjährige Art anspruchslos. Sie verträgt Trockenheit, Schatten und nährstoffarme Böden hervorragend, erfordert regelmäßiges Lockern und eine Erneuerung alle 3–5 Jahre. Sorten-Glockenblumen vermehren sich durch Stecklinge, wilde durch Samen.
  4. Punktierte Glockenblume. Die Pflanze wird bis zu 70 cm hoch, liebt Schatten und Feuchtigkeit. Natürliche Sorten füllen schnell jeden freien Raum aus. Um sie einzugrenzen, müssen kleine Begrenzungen verwendet werden. Die Blüte erfolgt im Frühsommer, danach geht die Glockenblume in die Ruhephase. Sie lässt sich fast zu jeder Jahreszeit anpflanzen.

Fazit

Die Glockenblume ist eine kapriziöse Pflanze, die eine echte Zierde für das Grundstück oder einen Blumenstrauß sein kann. Sie macht sich gut in einem Beet mit mehrjährigen Pflanzen oder auch alleinstehend.

Glockenblume 'Tasse mit Untertasse' – Anzucht aus Samen

Glockenblume «Tasse mit Untertasse»

Ich habe dieses Thema in der letzten Saison eröffnet. Die Samen dieser Glockenblume wurden im Sommer 2007 ausgesät. Sie sind gleichmäßig aufgegangen. Ich musste sie im ganzen Garten verteilen und habe auch viele an Freundinnen verschenkt. Den ganzen letzten Sommer über warteten ich und diejenigen, denen ich die Setzlinge geschenkt hatte, auf die Blüte. Vergeblich. Es wuchsen große, hübsche Rosetten, die ich erneut verteilen und bei Nachbarn unterbringen musste, da es sehr viele Pflanzen gab (es war nur ein Samentütchen). Diesen Frühling kamen alle grün unter dem Schnee hervor. Dann begannen die alten Blätter abzusterben und neue erschienen. Die Rosetten begannen zu wachsen, aber nicht in die Breite, sondern in die Höhe. Es entstand ein ganzer «Wald», übersät mit Knospen, meterhohe «Monster», von denen jeder bis zu 10 Triebe hat. Jetzt beginnt dieser ganze «Bestand» zu blühen. Die Blüten sind groß und effektvoll. Die meisten sind dunkelviolett, es gibt zartblaue, noch keine rosa, aber ich denke, es werden auch ein paar rosa sein. Allerdings ist bisher keine «Tasse mit Untertasse» zu sehen. Die Glockenblumen sind groß, aber keine «Untertässchen», nur «Becher». Allerdings sehr effektvoll. Wenn mehr Blüten aufgeblüht sind, werde ich unbedingt fotografieren.

Ich warte sehnsüchtig auf meine «Tassen mit Untertasse», aber sie sind noch nicht aufgeblüht, es stehen auch Monster mit riesigen Knospen da. Und dieses Jahr blühen sie und dann Schluss? Wegwerfen? Kann man sie irgendwie vermehren, außer durch Aussaat?

TSH, bei mir haben sie sich lange selbst ausgesät.

Julitschka, ich habe 2006 gesät, es wuchs eine Rosette, 2007 gab es wilde Blüte und Wald von denselben blauen «Monstern», die rosa wie auf der Tüte waren leider nicht da, wie bei Ihnen ähnelten sie eher «Bechern», «Untertassen» habe ich nicht beobachtet. Im Jahr 2008, wie zu erwarten (als zweijährig angegeben), verschwanden sie, aber gegen Ende der Sommerperiode erschien viel Selbstaussaat. In diesem Jahr gibt es auch welche und sie entwickeln sich, allerdings habe ich noch nicht verstanden, ob sie Rosetten bilden oder dieses Jahr blühen werden, eher Ersteres.

Das ist meine liebste Glockenblume, aber auf meinem Sandboden blüht sie erst im 3. Jahr. Man wartet sich zu Tode. Und wenn keine «Untertasse» da ist, dann ist es eine Sortenverwechslung – «Mittlere Glockenblume». Es gibt auch eine gefüllte Form. Ich würde sagen, relativ gefüllt.

Julitschka, auch ich habe diese Glockenblume im Jahr 2007 gesät. Und ich habe diese «Monster» über Setzlinge gezogen. Die Geschichte verlief wie bei allen, die geschrieben haben; es gab jedoch keine rosa oder weißen Blüten wie auf dem Bild. Auch Selbstaussaat habe ich nicht beobachtet, ebenso keine «Untertassen». Die Büsche waren äußerst unordentlich und fielen in alle Richtungen auseinander. In diesem Jahr ist, zu meiner Überraschung, ein kleiner Busch ausgetrieben. Aber ich bin unsicher, ob er blühen wird.

Vor etwa 5 Jahren habe ich diese Glockenblume direkt an Ort und Stelle gesät. Jetzt erinnere ich mich, dass man sofort die «Untertasse» sehen konnte. Sie blühten super wie auf dem Bild, aber leider haben sie sich nicht ausgesät. Offenbar haben Sie eine Fehlsortierung.

<100995> hier habe ich ein Foto gefunden.

Ich habe dieses Jahr auch die «Tasse mit Untertasse» gesät, aber etwas spät, die Keimlinge sind noch nicht erschienen. Ich frage mich, ob bis zum Winter noch normale Rosetten erscheinen werden?

Ich habe auch gesät, und im zweiten Jahr blühten prächtige, entzückende, wundervolle Tassen mit Untertassen. Es gab viel Selbstaussaat, aber sie haben schlecht überwintert und sind eingegangen.


Wie auf den Fotos zu sehen, werden die «Untertässchen» nur bei den rosa Glockenblumen beobachtet, und es gibt viel weniger davon als die lila. Dagegen gibt es bei den lila gefüllte Blüten, d.h. statt einer «Untertasse» zwei «Becher», einer im anderen. Aber insgesamt bin ich mit dem Ergebnis zufrieden. Allerdings musste ich 2 Saisons warten. Dafür sieht es jetzt im Garten ziemlich effektvoll aus :-)

Julitschka, die rosa sind prächtig! Und welche Samen haben Sie gesät?

Lutschik, das Tütchen wurde vorletzten Sommer im Geschäft gekauft. Leider erinnere ich mich nicht an den Firmennamen. Aber von der großen Anzahl von Büschen waren nur wenige so rosa. Ich habe noch mehr Fotos gemacht. Morgen fahre ich zur Datscha und werde versuchen, die eindrucksvollsten hochzuladen. Allerdings lassen sich die Fotos vom Datscha-Computer sehr schlecht hochladen, und ich habe die Kamera nicht nach Moskau mitgebracht, da ich nur für einen Tag hier bin und ganz andere Dinge zu erledigen habe.

Hat niemand versucht, diese Glockenblumen zu stecken? Ich möchte, dass Blaues und Weißes getrennt wachsen, aber in den Samen ist immer eine Mischung.

Meine Glockenblumen sind erblüht, von etwa 10 Pflanzen hatten 3 gefüllte Blüten, die anderen einfache kelchförmige Blüten. Die mit gefüllten Blüten sind sehr schön, aber sie sehen nicht wie auf dem Bild aus, als ob eine Glockenblume in der anderen wäre, sehr groß. Sie sind absolut nicht schnittfest, die Triebe sind sehr zerbrechlich – das heißt, wenn man sie berührt, brechen sie sofort an der Wurzel ab. Ich habe versucht, diese Bruchstücke zu stecken – es hat nicht geklappt. Die Knospen an der Pflanze sind sehr zahlreich, aber wenn am Sonntagmorgen eine Blüte aufgeblüht war, waren es abends bereits 7. Ich weiß nicht, wie lange die Blüten an der Pflanze halten, wenn sie zudem schnell verblühen, dann werde ich mich definitiv nicht mehr mit ihnen abgeben.

Bei mir blühten sie im zweiten Jahr, die Büsche waren sehr kräftig, ich habe alle angebunden. Es gab blaue, weiße und rosa. Jetzt habe ich nur ein Foto gefunden <63682>. Wenn ich noch mehr finde, werde ich sie hochladen – ich hatte sie extra fotografiert, um die Größe mit anderen Blüten zu vergleichen.

TSH, ich werde trotzdem säen!:) Ich war sehr beeindruckt von den rosa von Julitschka🙂
Und wenn man die Knospen von zwei Pflanzen mit einem Mullbeutel abdeckt, auf das Aufblühen der Blüten wartet, sie mit einem Pinsel bestäubt und die Samen sammelt. Glauben Sie, dass das funktioniert?

Lutschik 🙂 Ich will nicht vom Säen abraten! Aber ich hatte so viel Mühe mit ihnen, letztes Jahr zu Hause für die Anzucht gesät, sehr viele sind aufgegangen, dann bin ich mit ihnen auf der Datscha herumgelaufen, im Herbst umgepflanzt (deshalb haben viele wahrscheinlich nicht überwintert), die Blumen haben mir natürlich gefallen, aber meiner Meinung nach ist das Ergebnis bescheiden, hier sind Fotos <101454> und weiter, sie sind alle unterschiedlich. Vergleicht man sie mit Lilien, die bei mir ohne Pflege von selbst wachsen, so habe ich sehr viel Arbeit in die Glockenblumen gesteckt.

TSH, ich habe es mit der «Fummelei» einfacher — gesät, die Schale nach draußen gestellt, im Frühling vereinzelt:) So habe ich die milchblütigen gesät. Schon groß:) Aber Lilien gibt es nicht in blau und lila! Aber ehrlich gesagt, ich sehne mich nach Margeriten und Glockenblumen:)

Ich habe schon vor längerer Zeit 'Tasse und Untertasse' angebaut. Sie blühten wie auf dem Foto auf der Tüte in verschiedenen Farben. Nur die Blüte war SEHR schnell vorbei, etwas mehr als eine Woche. Aus diesem Grund baue ich sie nicht mehr an.

Kommen wir zurück zu den Glockenblumen! Ohne Zweifel sind sie in dieser Saison in meinem Garten ein Hit. Letztes Jahr «brannten» die Mohnblumen, jetzt schmückt sich der Garten mit Glockenblumen. Es sieht sehr effektvoll aus, wenn es viele sind. Vor dem Grün macht sich die lila Farbe gut. Bei den «Untertassen» gibt es wenige Büsche, aber dafür viele gefüllte. Die lila Farbe ist in mehreren Schattierungen vorhanden, von dunkel bis zart-kühl-fliederfarben, es gibt rosa, weiße und zart-blaue Farben. Die Nachbarn sind begeistert. Ich habe sehr viele Fotos gemacht, aber alles lädt sehr langsam. Das ist anstrengend. Ich muss ständig hingehen und die verblühten Blüten abzupfen, sonst sieht es sofort schrecklich ungepflegt aus. Die Hochblätter sind ziemlich stachelig, es gibt sehr viele Büsche, daher ist dieser Prozess nicht sehr angenehm. Dafür verströmt das Beet abends einen so zarten Duft. Ich weiß nicht, ob ich Samen sammeln kann, aber ich werde es versuchen. Dafür habe ich einige junge Rosetten bemerkt, die dieses Jahr noch nicht blühen. Also werden sie nächstes Jahr blühen:-))) Bald werden meine restlichen Mohnblumen aufblühen, und sie sind im selben Beet. Wenn die Glockenblumen noch, zumindest teilweise, erhalten bleiben, wäre das einfach super.

Mittlere Glockenblume (Campanula medium). Beschreibung. Foto. Anzucht aus Samen

Während wir exotische Blumen bewundern, schenken wir unser Herz den bescheidenen und anspruchslosen «Perlen» der mittelrussischen Natur — den Glockenblumen, Margeriten, Maiglöckchen, Vergissmeinnicht. Ihre Kultursorten und -formen lassen wir in unseren Gärten einziehen. Die Mittlere Glockenblume ist eine von ihnen.
Eine zweijährige Pflanze zeichnet sich durch eine einfache Pflege aus und erfreut mit langer und üppiger Blüte. Sie vermehrt sich durch Samen, seltener durch Stecklinge. Je nach gewünschter Blütezeit beginnt man mit der Anzucht der Mittelgroßen Glockenblume aus Samen im Frühjahr oder Sommer. Im ersten Fall tritt die Blüte im Jahr der Aussaat ein. Der Prozess wird jedoch durch die Notwendigkeit erschwert, die Setzlinge bis zum Eintreffen warmer Tage im Haus zu halten. Die Anzucht der Mittelgroßen Glockenblume aus Samen im Sommer ist einfacher, da man dazu Anzuchtbeete im Freiland nutzen kann. In diesem Fall erfolgt die Blüte erst im zweiten Jahr. Ihre spektakuläre und lang anhaltende Blüte ist die investierte Zeit und Mühe wert. Foto: Mittelgroße Glockenblume ‚Alba‘.

MITTELGROSSE GLOCKENBLUME (Campanula medium). BESCHREIBUNG

Die Mittelgroße Glockenblume ist eine von 300 Arten der Gattung Campanula. Die krautige zweijährige Pflanze wächst wild an felsigen Hängen in der gemäßigten Zone Europas, im Kaukasus, in Sibirien, kommt in Asien vor und ist in Amerika eingebürgert. Ihre schönen Blüten haben die Menschen nicht unberührt gelassen; seit 1578 wird die Mittelgroße Glockenblume in Gärten beider Hemisphären kultiviert. Sie verträgt sowohl warmes als auch kühles Klima, Hitze und Frost sind für sie ungünstig. Sie liebt feuchten Boden, verträgt jedoch keine feuchte Luft.
Pflanzen mit einer Höhe von 50–100 cm werden meist als zweijährige Blumen kultiviert. Im ersten Jahr der Anzucht aus Samen bildet sich eine Blattrosette, im zweiten ein aufrechter, kräftiger Stängel, der mit feinen, harten Haaren bedeckt ist. Der Stängel verzweigt sich und hat bei Pflanzen mit violetten und blauen Blütenkronen einen burgunderroten Schimmer, bei Pflanzen mit weißen und hellrosa Blüten ist er grün.
Die großen lanzettlichen Grundblätter, bis zu 15 cm lang, sind grün, in einer Rosette angeordnet und haben einen lang gezähnten Rand. Am Stängel sitzen wechselständig spärliche kleine, schmale, sitzende Blättchen; je höher am Stängel, desto kleiner.
Die großen Blüten erreichen eine Länge und einen Durchmesser von 6–7 cm, sie sitzen über die gesamte Stängellänge verteilt und öffnen sich nacheinander, sodass die Blütezeit von Juni bis August bis zu 2 Monate dauert.
Die glockenförmigen oder kelchförmigen Blüten sind blau, violett, rosa oder weiß. Die 5 Blütenblätter sind am Rand elegant nach außen gebogen. Die Pflanze ist selbstbestäubend, aber Bienen, Hummeln und Schmetterlinge sind teilweise an der Bestäubung beteiligt. Sie gilt als gute Honigpflanze, aus ihr wird besonders süßer Honig gewonnen.
Die Samen reifen Ende August bis September. Die kleinen, bräunlichen Samen sammeln sich in einer Kapselfrucht. Wenn sie sich selbst aussäen, geben sie neuen Pflanzen Leben, sodass es manchmal scheint, als sei die Mittelgroße Glockenblume gar keine Zweijährige – wächst sie doch mehrere Jahre am selben Ort! Dieser Eindruck täuscht. Ein Beet mit Selbstaussaat ist jedoch nicht so farbenfroh wie eines, das die aus Samen von sorgsamer Gärtnerhand gezogene Mittelgroße Glockenblume schmückt.

MITTELGROSSE GLOCKENBLUME. ANZUCHT AUS SAMEN IN ZWEIJÄHRIGER KULTUR

Um im zweiten Jahr eine blühende Pflanze zu erhalten, sollte die Aussaat im Sommer von Mai bis Juni erfolgen, in Ausnahmefällen auch im Juli. Die Samen können direkt ins Freiland gesät werden. Bei der Aussaat auf Beeten können die Keimlinge jedoch von Unkraut überwuchert werden. Daher ist es besser, einen Anzuchtbehälter oder eine gewöhnliche Plastikverpackungsschale zu verwenden und darin Setzlinge zu ziehen. In den Boden müssen unbedingt Löcher für den Wasserabfluss gebohrt werden. Der Behälter wird mit Gartenerde gefüllt, diese wird verdichtet und mit einer Sprühflasche befeuchtet (Foto →). Es kann auch gekaufte Erde für Blumenkulturen verwendet werden.

Die Samen werden gleichmäßig auf der Substratoberfläche verteilt. Anschließend werden sie mit einer dünnen Schicht Sand bedeckt (Foto). Man besprüht sie mit Wasser und bedeckt sie mit Vlies oder einem anderen Vliesstoff (Foto). Dieser verhindert die Wasserverdunstung und lässt gleichzeitig Luft an die Samen.

Der Behälter mit den Aussaten wird an einen geeigneten Ort gestellt, z. B. auf eine helle Terrasse des Gartens oder in den Halbschatten von Sträuchern, jedoch nicht in direktes Sonnenlicht. Der Zustand der Aussaat wird täglich überprüft und bei Bedarf befeuchtet.

Nach 10 Tagen erscheinen die Keimlinge, gleichmäßig und kräftig (Foto). Das Vlies wird entfernt und die Keimlinge werden wie andere Blumen gepflegt: gießen, Unkraut entfernen. Besonders wichtig ist die Bodenfeuchtigkeit in der ersten Zeit nach der Keimung. Junge Triebe können ohne Feuchtigkeit austrocknen. Wenn für die Aussaat der Marien-Glockenblume nährstoffarmer Boden verwendet wurde, werden die Pflanzen alle 10 Tage mit einem löslichen Volldünger in den für Setzlinge empfohlenen Mengen gedüngt. Sämlinge mit 3 echten Blättern können ins Freiland gepflanzt werden.

Die Anzucht der Setzlinge erfolgt auf einem Anzuchtbeet. Der Boden wird vorher umgegraben und mit Kompost sowie mineralischem Dünger oder Asche angereichert (die Glockenblume mag keine sauren Böden, und Asche senkt zudem den Säuregehalt des Bodens). Das Beet sollte erhöht sein, damit die Setzlinge bei Regen nicht nass werden und im Winter nicht faulen. Die Marien-Glockenblume wird mit einem Abstand von 10 cm in der Reihe und 20 cm zwischen den Reihen auf das Anzuchtbeet gesetzt (Foto). Auf dem Beet bleiben die Pflanzen bis zum Frühjahr überwintern. Man kann die herangewachsenen Setzlinge jedoch im August an ihren endgültigen Standort umpflanzen, später sollte man dies nicht tun, da die Pflanzen dann schlecht anwurzeln.

Die Pflege der Marien-Glockenblume ist traditionell: Gießen, Lockern, Unkrautbekämpfung, bei schlechtem Wachstum werden zwei Düngungen pro Monat mit einem gelösten Nährstoffkomplex empfohlen. Die Marien-Glockenblume übersteht den Winter ohne Schutz (Region Moskau). Es ist jedoch sicherer, die Pflanzungen mit Torf, Laub zu mulchen oder mit Tannenzweigen abzudecken.

MARIEN-GLOCKENBLUME: PFLANZUNG UND PFLEGE

Im Frühjahr wird die Marien-Glockenblume mit einem feuchten Erdballen an den vorgesehenen Standort umgepflanzt. Dies kann eine Gruppe vor dem Hintergrund eines Rasens, ein Blumenbeet, eine Einfassung oder ein Behälter sein. In naturnahen Gärten wird die Marien-Glockenblume zwischen Sträuchern oder in kleinen Gruppen auf Lichtungen gepflanzt. Schwach entwickelte Rosetten können auf dem Anzuchtbeet belassen werden. Sie werden höchstwahrscheinlich erst im nächsten Jahr blühen.

Für die Pflanzung der Mittleren Glockenblume wählen Sie einen sonnigen oder halbschattigen Standort, der vor Wind geschützt ist, der die hohen Blüten umknicken könnte. Staunässe im Boden und arme Erdreiche sollten vermieden werden. Saure Böden werden vorher gekalkt. Auf fruchtbaren Böden gelingen die Blüten besonders leuchtend und groß. Bei der Bodenvorbereitung wird die Zugabe von Kompost oder Humus empfohlen (1–2 Eimer pro Quadratmeter).

Durch das Jäten von Unkraut und das Gießen des austrocknenden Bodens schaffen wir die notwendigen Bedingungen für das Wachstum und die Blüte der Mittleren Glockenblume. Feuchtigkeitsmangel beeinträchtigt die dekorative Wirkung ihrer Blüten und kann die Blüte ganz unterbrechen. Eine Düngung mit einem gelösten Volldünger fördert sie hingegen. Um die hohen Blütenstände vor Wind und Regen zu schützen, werden die Stängel an Stäbe gebunden. Zur Verlängerung der Blütezeit entfernt man die verblühten Knospen.

Die Mittlere Glockenblume kann nicht nur den Garten oder Balkon schmücken, sondern auch als gutes Material für Blumensträuße und floristische Arrangements dienen. Die Pflanze hält sich gut in der Vase (bis zu 10–15 Tage) und wird oft genau zu diesem Zweck angebaut. Sträuße aus der Mittleren Glockenblume symbolisieren Beständigkeit, Glaube und Dankbarkeit.

* Manchmal wird die Mittlere Glockenblume direkt am endgültigen Standort ausgesät. In diesem Fall werden die Sämlinge ausgedünnt, wobei die gleichen Abstände wie bei der Pflanzung von Jungpflanzen eingehalten werden.

MITTELGROẞE GLOCKENBLUME. ANZUCHT AUS SAMEN ALS EINJÄHRIGE KULTUR

Wenn man im März mit der Anzucht aus Samen beginnt, blüht die Mittlere Glockenblume noch im selben Jahr. Die Technologie ist ähnlich wie oben beschrieben, mit dem Unterschied, dass die notwendigen Wachstumsbedingungen zunächst in der Wohnung geschaffen werden müssen. Für die Keimung der Samen der Mittleren Glockenblume ist eine Temperatur von +18–20 °C erforderlich. Die Jungpflanzen werden im Alter von 50–60 Tagen im Mai in den Garten gesetzt.

Auf dem Foto: Mittlere Glockenblume, Mischung. Pflanzen im Beet und im Rabatten.

STECKLINGSVERMEHRUNG

Gelegentlich wird die Vermehrung der Mittleren Glockenblume durch Stecklinge praktiziert. Diese werden im Frühjahr des zweiten Anbaujahres geschnitten. Die Bewurzelungsmethode ist Standard: Der Steckling mit einem oder zwei Knoten und beschnittenen Blättern wird in feuchte Erde mit Sandzusatz gesteckt, zwei weitere Knoten bleiben über der Bodenoberfläche; man hält ihn in einer feuchten, warmen Umgebung unter Folie oder einem Glas mit leichtem Luftzutritt.

MITTELGROẞE GLOCKENBLUME: SORTEN

Die auf dem Samenmarkt erhältlichen Sorten unterscheiden sich in Wuchshöhe, Blütenfarbe und Füllung. Gefüllte Blüten haben eine doppelte Krone, die bei manchen Sorten an eine Tasse mit Untertasse erinnert. Nach dieser Assoziation ist eine der Sorten benannt. Der Grad der Ausbreitung des Kelches und die Zerteilt der Blütenblätter variieren je nach Sorte und Gartenform. Trotzdem erkennen Sie die Mittlere Glockenblume immer. Ihre Sorten: „Tropfen“, „Tasse mit Untertasse“, „Gefüllt“, „Musikdose“, „Fröhliches Geläut“, „Cottage“, „Himbeerläuten“, „Chelsea“, „Vanillewolken“, „Snezhanna“, „Rosa Grammophon“, „Carminrose“. Oft werden die Samen unter der allgemeinen Bezeichnung „Mittlere Glockenblume“ verkauft.

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