Welche Temperatur verträgt das Radieschen im Gewächshaus im Frühling?

Die Aussaat von Radieschen im Gewächshaus scheint auf den ersten Blick nicht mit Risiken verbunden zu sein. Selbst wenn das Gewächshaus unbeheizt ist. Aber Hitze kann ebenso schaden wie Kälte. Und obwohl Radieschen in der Rangliste der Genügsamkeit stets die oberen Plätze belegen, bedeutet das keineswegs, dass man einige Faktoren vernachlässigen kann. Welche Grenzen kann das Radieschen also aushalten?

Der Agronom Wassili Jakowlew antwortet:

— Radieschen sind eine ziemlich kältebeständige Kultur und heute haben Gärtner eine ausreichende Anzahl von Sorten und Hybriden zur Verfügung, die Wunder der Abhärtung bewirken können. Aber das bedeutet nicht, dass ihre Möglichkeiten unbegrenzt sind.

Radieschen können bei Temperaturen von +1 bis +3 °C keimen, dies gilt jedoch nicht für alle Sorten. Eine Erhöhung um 1 Grad (+2 bis +4) erweitert das keimfähige Sortiment erheblich, aber wenn das Wetter niedrigere Temperaturen aufweist, sind die Hoffnungen auf eine gute Keimung sehr gering.

In einem unbeheizten Gewächshaus können Radieschensämlinge – ohne Abdeckung – Frost bis zu – 1-2 °C aushalten. Wenn die Sämlinge abgedeckt sind, überleben die meisten auch bei -3-4 °C. Aber mehr – wohl kaum.

Siehe auch:
Aussaat von kälteresistentem Gemüse im März. Persönliche Erfahrung einer Agronomin

Nun zur Überhitzung. Radieschen fühlen sich dabei äußerst unwohl. In der Regel reagiert die Pflanze darauf mit Verkleinerung oder gar fehlenden Wurzeln und bildet einen hohen Stiel. Dies betrifft einen Temperaturbereich von +24 °C bis 30 °C. Wenn die Temperatur im Gewächshaus noch höher ist, verkümmern die Radieschen selbst bei ausreichender Bewässerung. Daher ist es wichtig, ein Gleichgewicht zu wahren, damit die lobenswerte Kältebeständigkeit nicht zum Nachteil der Radieschen wird.

Übrigens gelten die genannten Temperaturen auch für Radieschen, die im Freiland wachsen, denken Sie daran.

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