Gärtnern auf der Fensterbank bringt viele positive Aspekte mit sich. Neben der frischesten Ernte trägt es zum psychologischen Wohlbefinden bei, schafft eine positive Atmosphäre in der Wohnung und so weiter. Und welcher Spielraum für Experimente! Aber genau in diesem Aspekt, so sagen Experten, ist es sinnvoll, den Eifer etwas zu zügeln. Und warum.
Der Agronom Pjotr Sinkowski antwortet:
— Versuchen, auf städtischen Quadratmetern einen Garten in vollem Umfang nachzubilden, ist natürlich möglich, aber lohnt sich das? Im Prinzip können Sie auf der Fensterbank auch Karotten, Gurken, Tomaten und Paprika anbauen, aber der Aufwand wird zwar geringer sein als in der Saison im Garten, aber dennoch beträchtlich. Und das Ergebnis wird nicht immer erfreulich sein. Um sich (und anderen) die Stimmung nicht durch Misserfolge zu verderben, ist es daher sinnvoll, sich auf das zu beschränken, was hundertprozentigen Erfolg garantiert.
In der Reihenfolge der zunehmenden Schwierigkeit des Anbaus ergibt sich folgende Top-Liste: Frühlingszwiebeln (für das Grün), Blattsalate, glatte Petersilie, Dill, Koriander, Basilikum, Schnittlauch, Bohnen, Erbsen und… Erdbeeren.
Wie die Erfahrung zeigt, lässt sich diese Beere in der Zimmerkultur leicht anbauen und fühlt sich wohl. Man kann Samen aussäen oder Setzlinge pflanzen. «Hausgemachte» Erdbeeren sind pflegeleichter – Hauptsache richtig gießen (weder austrocknen lassen noch übergießen). Dabei sind die Chancen auf eine Ernte viel größer als bei dem Versuch, Gurken oder Tomaten auf der Fensterbank anzubauen.