Geißblatt: Anbau und Pflege im Freiland

Inhaltsverzeichnis:

Geißblatt – Pflanzung und Pflege im Freiland

Moderne Gärtner bauen aktiv zwei Arten von Geißblatt an – das Garten-Geißblatt und das essbare Geißblatt – nicht nur als Zierpflanzen, sondern auch als heilende und nützliche Pflanzen dank ihrer schmackhaften, essbaren Beeren. Dabei umfasst die Gattung mehr als 200 Geißblatt-Arten, die sich in ihren Blütenständen, Früchten (die sowohl essbar als auch giftig sein können), der Form der Blattspreiten und anderen Merkmalen unterscheiden.

Der lateinische Name des Geißblatts – Lonicera – wurde der Pflanze zu Ehren des mittelalterlichen deutschen Botanikers und Arztes Adam Lonitzer gegeben.

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Anemone – Pflanzung und Pflege im Freiland

In der Wildnis wächst Geißblatt im Himalaya, in Ostasien. Man kann es auch in Gebieten der nördlichen Hemisphäre antreffen.

Botanische Beschreibung des Geißblatts

Geißblatt (Lonicera) ist ein mehrjähriger, aufrechter, kriechender oder kletternder Strauch aus der Familie der Geißblattgewächse. Die Sträucher erreichen eine Höhe von etwa 1 Meter.

Die Blüten des Geißblatts sind groß. Sie können weiß, rosa, cremefarben, gelblich oder blau sein. Meist sitzen die Blüten paarweise in den Blattachseln oder an den Enden der Triebe in köpfchenförmigen Blütenständen. Die Blütenkelche sind schwach entwickelt, aus ihnen tritt eine unregelmäßige Röhrenkrone hervor, die am Ende in fünf Lappen geteilt ist. Darin befinden sich fünf Staubblätter und ein langer Griffel. Die Blüten verströmen einen angenehmen Duft und sind bienenfreundlich.

Die Früchte sind beerenartig, rot, orange, blau oder schwarz gefärbt. Sie sitzen paarweise an den Zweigen. Sehr oft kann man beobachten, dass sie miteinander verwachsen sind. Bei den essbaren Arten sind die Beeren dunkelblau und von unterschiedlicher Form.

Beliebte Arten und Sorten

Bei einigen Arten sind die oberen Blätter miteinander verwachsen; es gibt auch Arten, bei denen alle Blätter verwachsen sind, sodass sie eine gemeinsame Blattspreite oder einen breiten Rand bilden, durch den das Ende des Zweiges mit den Blüten hindurchtritt.

Blaues Geißblatt (Lonicera Caerulea)

Diese Art des Geißblatts ist im Unterwuchs von Bergregionen sowie in Mooren zu finden. Der Strauch ist ausladend, mit dichter Krone; die Triebe sind braunrot. Die Blattspreiten sind länglich-lanzettlich, an der Basis rundlich, die Spitze ist stumpf. Die Blätter sind etwa 8 cm lang. Der Strauch ist eine ausgezeichnete Bienenweide. Die Art ist frosthart und schattentolerant.

Die Frucht des Blauen Geißblatts ist eine dunkelblaue Beere; jede Beere enthält 8 Samen. Die Beeren gelten als heilkräftig.

Es hat folgende Zierformen:

* Zierlich buntes Geißblatt – dünne, rote Triebe; längliche Blätter;

* Essbares Geißblatt – aufrechter Strauch mit braunen Trieben. Die Blätter sind von unterschiedlicher Größe und Form. Die Blütenfarbe ist gelb-weiß oder gelb. Die Beeren sind schwarz mit bläulichem Reif und erinnern geschmacklich an Blaubeeren. Wird hauptsächlich als Obstpflanze angebaut.

Wohlriechendes Geißblatt (Lonicera Caprifolium)

Ein sommergrüner Kletterstrauch, der bis zu 6 Meter hoch wird. Junge Zweige sind hellgrün, manchmal mit einem violetten Schimmer. Alte Triebe sind braun. Die Blätter sind breit elliptisch, gegenständig, 4–10 cm lang. Die Blüten sind gelblich-weiß, außen rötlich überhaucht. Sie stehen in Quirlen. Blütezeit: Mai–Juli. Die Früchte sind rot oder orange, ungenießbar.

Wird als Zierpflanze für die vertikale Begrünung angebaut.

Kletterndes Geißblatt (Lonicera Periclymenum)

In der Wildnis kommt diese Art in den südlichen Regionen Europas vor. Schon der Name deutet darauf hin, dass der Strauch dieser Art kletternd ist und bis zu 5 Meter hoch wird. Die Blätter sind sehr variabel. Die Blüten stehen in dichten köpfchenförmigen Blütenständen, innen sind sie weiß, außen haben sie eine karminrote Krone. Blütezeit: Juli–August. Blüte und Fruchtbildung beginnen ab einem Alter von drei Jahren.

* Goldene Heckenkirsche – der Name bezieht sich darauf, dass die jungen Blätter eine goldene Farbe haben;

* Späte Heckenkirsche – die Strauchhöhe beträgt etwa 3 Meter; die einjährigen Triebe sind kahl oder schwach behaart, an der Spitze haben sie eine gelbe oder rote Farbe. Die Blätter sind eiförmig, oben sind sie dunkelgrün, unten blaugrau.

Die Art hat beliebte Sorten:

„Belgica“ – zeichnet sich durch originelle Blüten aus: zunächst weiß mit roten Streifen, dann gelb; „Graham Thomas“ – nach der Blüte werden die weißen Blüten gelb; „Serotina“ – die Blüten sind außen purpurfarben und innen cremeweiß; „Minister“ – die Blütenknospen sind dunkelrosa, die geöffneten Blüten sind weiß-rosa und gehen allmählich in Creme über.

Japanische Heckenkirsche (Lonicera Japonica)

Eine schnell wachsende Art, die viele Ableger bildet. Sie beginnt im Juni zu blühen. Die Blüte ist reichhaltig. Die weißen Blüten haben einen purpurnen Farbton. Der Duft der Blüten ist angenehm.

Die Japanische Heckenkirsche ist wärmeliebend, wächst in mittleren Breiten nur an offenen, sonnigen Standorten, blüht aber selbst bei guter Pflege nicht jedes Jahr.

Sie hat eine dekorative Form „Aureoreticulata“, die als Zimmerpflanze kultiviert werden kann.

Pflanzung der Heckenkirsche im Freiland

Heckenkirschen können von Frühjahr bis Herbst im Freiland gepflanzt werden. Allerdings sollte man beachten, dass eine Pflanzung im Mai/Juni nicht empfohlen wird, da zu dieser Zeit das intensive Triebwachstum der Pflanze beginnt. Die Frühjahrspflanzung erfolgt vor dem Knospenaustrieb, und da dieser bei der Heckenkirsche sehr früh einsetzt, pflanzt man sie am besten im zeitigen Frühjahr. Die optimale Zeit für die Pflanzung von Heckenkirschen ist Ende September bis Mitte Oktober.

Standort für den Anbau

Der ideale Standort für den Anbau von Heckenkirschen ist ein niedrig gelegener, sumpfiger, gut beleuchteter Platz, der vor Zugluft und Wind geschützt ist, zum Beispiel neben Sträuchern oder in der Nähe eines Zauns.

Bodenzusammensetzung

Die Heckenkirsche bevorzugt nährstoffreichen, sandigen Lehm- oder Lehmboden. Ist der Boden arm, sollte er durch Zugabe von organischem Dünger angereichert werden. Ist der Boden hingegen stark sauer, muss Kalk oder Dolomitmehl eingearbeitet werden.

Vorbereitung der Setzlinge für die Pflanzung

Bevor man mit dem Einpflanzen der Setzlinge beginnt, müssen sie sorgfältig untersucht werden; beschädigte Stängel und Wurzeln sind vorsichtig zu entfernen. Wenn die Wurzeln übermäßig lang sind, sollten sie gekürzt werden (optimale Wurzellänge: 30 cm).

Wie bereite ich die Pflanzlöcher vor?

Die Größe der Pflanzlöcher hängt nicht von der Art oder Sorte der Honigbeere ab, für alle ist sie gleich – 40x40x40 cm. Der Abstand zwischen den Pflanzlöchern kann jedoch unterschiedlich sein – 1-2 Meter, je nach Sorte der Honigbeere.

Es wird empfohlen, die aus den Pflanzlöchern ausgehobene Erde mit Humus oder verrottetem Mist (etwa 10-12 kg) zu mischen sowie 300 g Holzasche, 30 g Kaliumsulfat und 100 g Doppelsuperphosphat hinzuzufügen. Die so entstandene Erdmischung wird hügelförmig in die Löcher geschüttet.

Pflanzung der Setzlinge

Der Setzling wird auf den Erdhügel im Loch gesetzt, die Wurzeln werden vorsichtig ausgebreitet, danach wird das Loch mit lockerer Erde gefüllt. Sehr wichtig ist, dass der Wurzelhals in einer Tiefe von 3-5 cm im Boden liegt. Die Erde wird oben leicht angedrückt und mit Wasser übergossen (ein Eimer Wasser pro Pflanze). Wenn das Wasser eingesickert ist, sollte die Erde mit einer Mulchschicht bedeckt werden, wofür Torf oder Humus verwendet werden können.

Pflege der Honigbeere

Die Pflege der Honigbeere ist nicht kompliziert. Sie unterscheidet sich kaum von der Pflege anderer Gartenpflanzen. Die Hauptsache ist, rechtzeitig zu gießen, bei Bedarf zu düngen, den Schnitt durchzuführen und vor Krankheiten und Schädlingen zu schützen. Ein kleiner Unterschied: In den ersten drei Jahren nach der Pflanzung sollten die Sträucher jeden Frühling angehäufelt werden. Für diese Aufmerksamkeit dankt der Strauch mit schöner Blüte und reicher Ernte.

Bewässerung

Die Honigbeere sollte mäßig gegossen werden, aber in der heißen Jahreszeit sowie Ende Mai bis Anfang Juni benötigen die Sträucher reichlich Wasser. Bei feuchtem, regnerischem Wetter reichen 3-4 Bewässerungen während der Vegetationsperiode (1 Eimer Wasser pro Strauch).

Boden lockern

Nach dem Gießen oder einem Regen muss der Boden gelockert werden. Die Lockerung sollte nicht tief sein – etwa 7-8 cm, da das Wurzelsystem der Honigbeere flach ist. Zusammen mit dem Lockern werden Unkräuter entfernt. Ist der Boden mit einer Mulchschicht bedeckt, entfällt die Notwendigkeit des häufigen Lockerns.

Düngung

In den ersten zwei Wachstumsjahren benötigt die Honigbeere keine Düngung, danach alle 2 Jahre. Als Dünger verwendet man am besten organische Stoffe. Die Düngung erfolgt im Spätherbst. Pro Quadratmeter werden 5 kg Humus + 100 g Holzasche + 40 g Doppelsuperphosphat in den Boden eingearbeitet. Auch jeden Frühling, bevor die Knospen erwachen, wird der Boden mit Ammoniumnitrat gedüngt (Richtwert: 15 g Dünger pro Quadratmeter).

Die Sträucher können auch mit einer Lösung aus Wasser und Harnstoff gedüngt werden (auf einen Eimer Wasser kommt 1 gehäufter Esslöffel Harnstoff). Die dritte Düngung erfolgt nach der Beerenernte: Dazu wird eine Lösung von Nitroammophoska oder Nitrophoska verwendet (25-30 g Dünger auf 1 Eimer Wasser) oder eine Lösung aus Jauche (1:4), die in 10 Litern Wasser verdünnt wird.

Schnitt der Sträucher

In den ersten 3 Wachstumsjahren benötigt die Lonicera keinen Schnitt. In den folgenden Jahren, wenn die Triebe normal wachsen und der Busch nicht zu dicht ist, ist ein Schnitt ebenfalls nicht erforderlich. In der Regel benötigen Büsche ab einem Alter von 7 Jahren einen Schnitt. Wenn der Busch übermäßig dicht geworden ist, werden einige der Nulltriebe, die direkt aus dem Boden wachsen, entfernt. Außerdem werden alle beschädigten Triebe abgeschnitten. Es wird auch empfohlen, den Busch auszulichten, damit Sonnenlicht in die Mitte des Busches gelangt.

Achtung! Beim Schneiden ist zu beachten, dass die Beeren an kräftigen einjährigen Zweigen wachsen. Wenn die Triebe des laufenden Jahres stark beschnitten werden, kann der Ertrag erheblich sinken.

Krankheiten und Schädlinge

Obwohl die Lonicera recht widerstandsfähig gegen Krankheiten und Schädlinge ist, kann sie gelegentlich von rötlich-olivfarbener Fleckenkrankheit, Mehltau, Tuberkularose (Zweigsterben), Zweigschwärzung und sehr selten von Mosaik-Ringfleckenkrankheit und Blattsprenkelung befallen werden. Zur Behandlung dieser Pilzkrankheiten sollten Fungizide eingesetzt werden.

Was die Schädlinge betrifft, so können nach Angaben von Wissenschaftlern unter ungünstigen Bedingungen etwa 37 Schädlinge auf der Lonicera auftreten, darunter die Lonicera-Blattlaus, die Gipfel-Lonicera-Blattlaus, die Lonicera-Fichten-Blattlaus, die Lonicera-Minierfliege, die Gestreifte Lonicera-Blattwespe, die Akazien-, Apfel-Komma- und Weiden-Schildlaus, der Rosenwickler, die Lonicera-Miniermotte und die Lonicera-Milbe. Geeignete Insektizide helfen, die Pflanze zu schützen.

Lonicera

Lonicera (Lonicera) ist die Typusgattung der Familie der Heckenkirschengewächse (Caprifoliaceae). Sie umfasst etwa 200 verschiedene Arten, die als kriechende, kletternde und aufrechte Sträucher vorkommen. Den lateinischen Namen erhielt die Pflanze zu Ehren des deutschen Wissenschaftlers Adam Lonicer, während Carl von Linné sie 'Caprifol' nannte. In jenen Jahren wurde die Duft-Heckenkirsche (Lonicera caprifolium) häufig in europäischen Gärten kultiviert. In der Natur ist Lonicera auf der Nordhalbkugel verbreitet, jedoch kommen die meisten Arten im Himalaya und in Ostasien vor. Heute wird in Gärten meist die Garten-Lonicera angebaut, die als Zierpflanze dient und gleichzeitig sehr schmackhafte und gesunde Beeren hervorbringt. Kletternde Lonicera-Arten wurden in der Regel zur vertikalen Begrünung verwendet.

Eigenschaften der Lonicera

Lonicera wird von Gärtnern bereits seit langer Zeit neben anderen beliebten Gartenkulturen wie Himbeere, Johannisbeere und Stachelbeere angebaut. Am beliebtesten sind zwei Arten der Garten-Lonicera, nämlich die Blaue Lonicera (Lonicera caerulea) und die Essbare Lonicera (Lonicera edulis), sowie eine große Anzahl von Sorten, die aus diesen beiden Arten hervorgegangen sind.

Die essbare Heckenkirsche (lat. Lonicera edulis) ist ein sommergrüner, aufrecht wachsender Strauch, der eine Höhe von maximal 100 Zentimetern erreicht. Die dünnen, jungen, grünen Stängel sind an der Oberfläche behaart und weisen an einigen Stellen einen violetten Schimmer auf. Die kahlen, älteren Stängel können einen Durchmesser von bis zu 30 mm erreichen; sie sind mit einer bräunlich-gelben Rinde bedeckt, die sich in schmalen Streifen ablöst. Die üppige Krone ist kugelförmig. Die länglich-lanzettlichen Blattspreiten werden etwa 7 Zentimeter lang und haben runde Nebenblätter. Die Oberfläche der jungen Blätter und Stängel ist dicht behaart. Ältere Blattspreiten sind vollständig kahl oder teilweise behaart. In den Blattachseln befinden sich paarweise angeordnete, blassgelbe, trichterförmige Blüten. Die Blütezeit beginnt im Mai oder in den ersten Juni-Tagen. Die Länge der dunkelblauen Früchte beträgt 0,9–1,2 cm, und ihre Oberfläche ist mit einem bläulichen Reif überzogen. Bei verschiedenen Sorten kann die Fruchtform elliptisch, rund oder zylindrisch sein. Das Fruchtfleisch der Beeren ist violett-rot. Die kleinen, dunkelbraunen Samen erreichen eine Länge von 0,2 cm.

Die blaue Heckenkirsche (lat. Lonicera caerulea) ist ein sommergrünes Holzgewächs, dessen Höhe zwischen 200 und 250 cm variiert. Die Krone ist kompakt, die leicht gebogenen Stängel sind aufrecht. Die braune Rinde hat einen rötlichen oder gräulichen Farbton und löst sich in Streifen vom Stamm. Die gegenständig angeordneten, fast sitzenden, elliptischen Blattspreiten werden bis zu 60 mm lang und 30 mm breit. Die Blütenstände befinden sich in den Achseln der unteren Blattpaare und bestehen aus gelblichen, regelmäßigen, glockenförmigen Blüten. Die Frucht ist eine duftende, längliche Beere von ellipsenförmiger Gestalt und dunkelblauer Farbe, deren Oberfläche mit einem bläulichen Reif überzogen ist. Der Geschmack der Früchte ist süß, leicht bitter, ähnelt etwas der Heidelbeere. Diese Pflanze wächst schnell und kann bis zu 80 Jahre leben und Früchte tragen. Die Sorten dieser Heckenkirsche sind selbstunfruchtbar. Daher müssen auf einem Gartengrundstück mehrere Sträucher dieser Pflanze verschiedener Sorten gepflanzt werden, um eine Ernte zu erzielen. In diesem Fall können die bestäubenden Insekten die Heckenkirsche kreuzbestäuben. Es gibt Regionen, in denen die Heckenkirsche als sehr wichtige Bienenweide gilt.

Pflanzung der Heckenkirsche im Freiland

Wann pflanzen?

Die Heckenkirsche können Sie im Frühling, Sommer und Herbst pflanzen. Im Mai und Juni wird davon jedoch abgeraten, da in diesen Monaten das stärkste Triebwachstum der Pflanze stattfindet. Wenn eine Frühjahrspflanzung geplant ist, sollten Sie bedenken, dass dieser Vorgang vor dem Aufbrechen der Knospen durchgeführt werden muss, und Sie müssen beachten, dass die Heckenkirsche früh erwacht. Erfahrene Gärtner empfehlen, diese Pflanze im Herbst zu pflanzen, genauer gesagt von den letzten Septembertagen bis zur zweiten Oktoberhälfte.

Zunächst muss ein geeigneter Standort für diese Pflanze gefunden werden, und der Boden muss allen Anforderungen dieser Kultur entsprechen. Dann sind die Pflanzlöcher und das Pflanzmaterial vorzubereiten. Ein idealer Standort für die Pflanzung von Heckenkirschen ist ein gut beleuchteter, sumpfiger, niedrig gelegener Platz, der vor Windböen geschützt ist. Dieser Platz kann in der Nähe eines Zauns oder neben anderen Sträuchern liegen. Am besten eignet sich nährstoffreicher Boden, der sandig-lehmig oder lehmig sein sollte. Ist der Boden arm, kann dies durch die Zugabe von organischem Dünger behoben werden. Ist der Boden zu sauer, sollten Sie Kreide oder Dolomitmehl einarbeiten.

Unmittelbar vor der Pflanzung im Freiland ist das Pflanzmaterial sorgfältig zu untersuchen. Dabei sind alle abgebrochenen Stängel und Wurzeln zu entfernen. Zu lange Wurzeln werden auf 0,3 m gekürzt.

Wie pflanzen Sie Heckenkirschen?

Für die Pflanzung jeder Art von Heckenkirsche sind Gruben von 0,4 x 0,4 x 0,4 m vorzubereiten. Je nach Art und Sorte der Pflanze sollte ein Abstand von 100–200 Zentimetern zwischen den Gruben eingehalten werden. Beim Ausheben der Grube ist die obere nährstoffreiche Erdschicht zur Seite zu legen; sie wird mit 10–12 Kilogramm verrottetem Mist oder Kompost, 0,3 Kilogramm Holzasche, 100 Gramm Doppelsuperphosphat und 30 Gramm Kaliumsulfat vermischt. Die resultierende Erdmischung ist in die vorbereitete Grube so zu schütten, dass ein Hügel entsteht, auf den der Setzling gesetzt wird. Nachdem die Wurzeln sorgfältig ausgebreitet wurden, ist die Grube mit lockerer Erde zu füllen. Nach Abschluss der Pflanzung sollte der Wurzelhals der Pflanze in einer Tiefe von 30 bis 50 mm im Boden liegen. Die Erde um den Strauch wird festgedrückt und ein Rand angelegt, dabei ist ein Abstand von 0,3 m zur Pflanze einzuhalten. Unter den Strauch sind 10 Liter Wasser zu gießen. Sobald die Flüssigkeit in den Boden eingezogen ist, ist die Oberfläche mit einer Mulchschicht (Torf, Kompost oder trockene Erde) zu bedecken.

Pflege der Heckenkirschen

Beim Pflanzen und Anbauen von Geißblatt gibt es nichts Kompliziertes. Sie pflegen diese Pflanze genauso wie die meisten anderen Gartenkulturen, nämlich: Sie müssen sie rechtzeitig gießen, jäten, düngen, schneiden, den Boden lockern und gegen Krankheiten und Schädlinge besprühen. Dabei ist zu beachten: Je besser die Pflege, desto reicher die Ernte und desto attraktiver das Aussehen der Pflanze. Nachdem der Setzling ins Freiland gepflanzt wurde, müssen Sie ihn in den ersten 3 Jahren nur im Frühjahr hoch anhäufeln sowie für rechtzeitiges Gießen, Jäten und Lockern des Bodens sorgen. Wenn Sie die Bodenoberfläche um die Sträucher mit einer Mulchschicht bedecken, reduziert sich die Anzahl dieser Arbeiten erheblich. Junge Sträucher benötigen keinen Schnitt. Geißblatt benötigt mäßiges Gießen. In Trockenperioden, insbesondere in den letzten Wochen des Frühlings und den ersten des Sommers, müssen Sie die Pflanze jedoch reichlich gießen, denn wenn sie unter Wassermangel leidet, kann die Qualität der Früchte merklich nachlassen, da sie einen bitteren Geschmack entwickeln. Falls es in der Saison keine übermäßig heißen Tage gibt und es regelmäßig regnet, müssen Sie das Geißblatt nur 3 bis 4 Mal während der Vegetationsperiode gießen. Pro Gießvorgang gießen Sie einen Eimer Wasser pro Pflanze. Nachdem die Pflanze gegossen wurde oder es geregnet hat, müssen Sie die Bodenoberfläche um das Geißblatt lockern und dabei alle Unkräuter entfernen. Lockern Sie den Boden nur flach, etwa 7–8 cm tief, da das Wurzelsystem dieser Pflanze oberflächlich ist. Wenn der Boden gemulcht ist, können Sie das Lockern seltener und direkt durch die Mulchschicht vornehmen.

Womit düngen Sie Geißblatt?

Das im Freiland gepflanzte Geißblatt benötigt in den ersten zwei Jahren keine Düngung. Dann beginnen Sie, die Pflanze alle zwei Jahre zu düngen, wobei organisches Material empfohlen wird. Die Düngung erfolgt im Spätherbst: Pro Quadratmeter Fläche werden 100 g Holzasche, 5 kg Kompost und 40 g Doppelsuperphosphat in den Boden eingearbeitet. Jedes Frühjahr, bevor die Knospen aufbrechen, düngen Sie die Sträucher mit Ammoniumnitrat (15 g pro Quadratmeter), das Sie in den Boden einbringen, oder Sie gießen pro Pflanze eine Mischung aus 10 Litern Wasser und 1 Esslöffel Harnstoff. Nach der Ernte aller Früchte erfolgt die dritte Düngung mit einer Lösung von Nitroammophoska oder Nitrophoska (25 bis 30 g pro 10 Liter Wasser) oder mit einer Lösung aus Jauche (1:4), die in 10 Litern Wasser verdünnt wird.

Fruchtbildung bei Geißblatt

Auf welche Zeit fällt die Reifung der Früchte der Heckenkirsche? Die Blüte und Fruchtbildung dieser Pflanze setzt recht früh ein, so erfolgt die Reifung der Früchte in den letzten Junitagen oder den ersten Julitagen. Bei vielen Sorten fallen die reifen Beeren recht schnell vom Strauch, daher muss die Ernte rechtzeitig erfolgen, da sonst ein Großteil verloren geht. Die Früchte sollten geerntet werden, nachdem sie eine dunkelblaue Farbe angenommen haben. Falls die Sorte in Ihrem Garten nicht abfällt, können Sie nach der Reifung der Beeren noch etwa 7 Tage warten. Wenn jedoch ein schnelles Abfallen beobachtet wird, empfiehlt es sich, die Ernte wie folgt durchzuführen: Dazu wird unter dem Strauch eine Folie oder ein Tuch ausgebreitet, auf das die Beeren geschüttelt werden. Auf diese Weise können Sie nur die reifen Früchte sammeln. Die zarten Beeren können sehr leicht verletzt werden, daher werden sie in kleine Behälter mit einer nicht zu dicken Schicht gefüllt. Selbst im Kühlschrank sind die Früchte nicht lange haltbar, daher sollten sie so schnell wie möglich eingefroren und im Gefrierschrank gelagert werden. Aus solchen Früchten kann man Marmelade zubereiten oder sie im Mixer zerkleinern und mit Zucker im Verhältnis 1:1 (Lagerung im Kühlschrank) oder 1:1,25 (Lagerung bei Raumtemperatur) vermischen. Die mit Zucker vermischten pürierten Beeren gelten als hervorragende Vitaminquelle und werden bei der Behandlung von Erkältungen eingesetzt. Dabei wird empfohlen, diese Mischung mit Erdbeeren oder Himbeeren zu kombinieren. Außerdem wird die Heckenkirsche zur Herstellung von hausgemachten Weinen und Likören verwendet.

Siehe auch:
Die Zimmerpflanze Zamioculcas: Pflege zu Hause

Umpflanzung der Heckenkirsche

Es ist recht aufwendig, eine ausgewachsene Pflanze umzupflanzen. Zunächst sollte sie umgegraben werden, wobei die Grenzen des Wurzelsystems vorher bestimmt werden. Dann muss der Strauch aus der Erde entnommen und an einen neuen Standort gebracht werden, wo er anschließend eingepflanzt wird. Die Heckenkirsche verträgt das Umpflanzen sehr gut. Welcher Zeitpunkt ist am besten geeignet, um diese Beerenkultur umzupflanzen? Dieser Vorgang wird im Sommer direkt nach der Ernte empfohlen. In diesem Fall hat die Heckenkirsche genügend Zeit, sich am neuen Standort gut einzugewöhnen. Welche Pflege benötigt die umgepflanzte Pflanze? Nach diesem Vorgang sollte die Heckenkirsche, wie jede andere Pflanze auch, reichlich gegossen werden.

Heckenkirsche nach der Fruchtbildung

Wenn alle Früchte geerntet sind, muss die Heckenkirsche gedüngt werden. Der Strauch benötigt zudem rechtzeitiges Gießen und einen Rückschnitt der Triebe, die seine Form beeinträchtigen. Außerdem sollten die Sträucher bei Bedarf gegen Krankheiten und Schädlinge behandelt werden. Die Heckenkirsche liefert nicht nur sehr schmackhafte und unglaublich gesunde Beeren, sondern ist auch eine äußerst dekorative Pflanze. Die Pflanze wird jedoch nur dann gut fruchten und eindrucksvoll aussehen, wenn sie richtig gepflegt wird. Beachten Sie die Anbautechnik dieser Kultur und beobachten Sie die äußeren Veränderungen des Strauches, damit Sie jedes auftretende Problem schnell beheben können.

Anbau der essbaren Heckenkirsche – Pflanzung und Pflege im Freiland

Eines Sommers besuchte ich Bekannte, die sich auf den Anbau von essbarer Heckenkirsche spezialisiert haben. Ich war beeindruckt, mit welcher Liebe und Begeisterung sie über neue und bereits beliebte Sorten dieses wunderbaren Strauches berichteten und diese zeigten. Offenbar kann die Heckenkirsche nicht nur dekorative Zwecke erfüllen, sondern auch gute Erträge an Beeren liefern, die sich durch ihre Einzigartigkeit auszeichnen.

Wie kann man essbare Heckenkirsche im eigenen Garten anbauen und die maximale Anzahl an Früchten ernten? Diese Informationen haben mir die befreundeten Gärtner mitgeteilt und damit erneut bewiesen, dass in einer Pflanze mehrere wertvolle Eigenschaften erfolgreich vereint sein können.

Einige allgemeine Begriffe zur essbaren Heckenkirsche

In der Natur gibt es mehr als zweihundert Varietäten dieser Pflanze. Darunter gibt es aufrecht wachsende Straucharten. Es gibt kriechende oder rankende Sorten sowie solche, die wie Lianen Stützen umwinden können. Am häufigsten ist die Heckenkirsche in Ostasien oder im Himalaya-Gebirge anzutreffen. Unsere Hobbygärtner interessieren sich hauptsächlich für die Arten, die süße und saftige Beeren hervorbringen, aber auch die fruchttragende Heckenkirsche kann das Grundstück schmücken und sehr repräsentativ aussehen.

Diese Kombination von Nutzen und Schönheit der Pflanze weckt echtes Interesse und setzt sie bei wahren Gärtnern an die Spitze der Rangliste.

Unter den zahlreichen Sorten der Heckenkirsche heben sich besonders drei Arten hervor: die kamtschatkische, die altaische und die eigentliche essbare; gerade sie sind bei russischen Hobbygärtnern erfolgreich. Die Früchte dieser Pflanzen haben eine dunkelblaue, manchmal fast schwarze Farbe, schmecken aber süßlich mit einer ausgeprägten Säure.

Die essbare Heckenkirsche ist sehr winterhart und verträgt Temperaturen bis zu -45 Grad. Eine Besonderheit der Pflanze ist, dass sie selbst bei Spätfrösten kaum leidet und ihre Knospen nicht abwirft. In blühendem Zustand kann sie einen Temperaturabfall bis zu -8 Grad erfolgreich überstehen.

Was die ungenießbaren Arten betrifft, so haben ihre Beeren eine rote oder gelbe Farbe, und man sollte sie auf keinen Fall probieren. Andernfalls kann es zu schwerwiegenden Störungen des Magen-Darm-Trakts kommen.

Wie pflanzt man Geißblatt richtig?

Obwohl das Geißblatt unangenehme Überraschungen der Natur wie Kälteeinbrüche aushält, ist es eine extrem wärmeliebende Pflanze, die die Sonne sehr mag. Daher sollte der Standort für seine Pflanzung gut von der Sonne beschienen sein, auch wenn das Geißblatt Schatten verträgt, aber in diesem Fall wird es deutlich weniger Beeren geben.

Es ist zu beachten, dass hohes Grundwasser der Pflanze unangenehm ist; die Wurzeln sollten nicht im Wasser stehen, da dies zum Absterben der Pflanze führt. Die allgemeine Luftfeuchtigkeit hat jedoch keinen Einfluss auf den Ertrag; die Sträucher werden sowohl in trockenen Gebieten als auch in Regionen mit starken Regenfällen erfolgreich Früchte tragen.

Es ist besser, den Boden vor dem Pflanzen zu düngen und die notwendigen Nährstoffe zuzuführen. Falls nötig, sollte der Boden durch Zugabe von basischem Material oder Dolomitmehl entsäuert werden. Geißblatt bevorzugt neutralen oder leicht sauren Boden.

Wenn Sie eine gute Ernte erzielen möchten, pflanzen Sie gleich mehrere Setzlinge. Sie werden sich nicht in die Quere kommen, da die Wurzeln des Geißblatts eine Pfahlwurzelform haben und nicht faserig sind. Die Wurzel dringt in beträchtliche Tiefe vor und findet Wasser und Nahrung, ohne die anderen Pflanzen zu stören.

Vermehrung des Geißblatts

Die Vermehrung erfolgt auf zwei Arten: durch Setzlinge sowie durch Samen oder Stecklinge.

Pflanzung von Setzlingen

Man sollte den jungen Austrieb vom Mutterstrauch trennen und sie einzeln in vorbereitete Erde pflanzen. Diese Maßnahmen werden im Herbst, etwa im September, durchgeführt, damit die Setzlinge gut vor dem Einsetzen der Kälte Wurzeln schlagen können.

  • Das Loch muss 50 x 50 cm groß und mindestens 40 cm tief ausgehoben werden.
  • Es wird mit einer Mischung aus Asche, Humus und Superphosphat gefüllt.
  • Der Boden muss sich setzen, daher lässt man das Loch eine Woche lang in Ruhe.
  • Vor dem Pflanzen des Setzlings wird ein Eimer Wasser in das Loch gegossen, dann wird der Setzling eingesetzt.
  • Die Erde sollte festgetreten und noch einmal gewässert werden.

Versuchen Sie vor dem Pflanzen die Wurzeln zu entwirren und beim Pflanzen Lufteinschlüsse zu vermeiden. Es ist gut, wenn in einer Reihe gleich mehrere Sorten gepflanzt werden, dann können die Pflanzen gut bestäubt werden und die Fruchtqualität verbessern. Zwischen benachbarten Sträuchern sollte ein Abstand von mindestens zwei Metern eingehalten werden.

Wenn Sie einen Setzling im Frühjahr pflanzen, verwenden Sie die Methode des Umsetzens der Pflanze aus dem Behälter zusammen mit dem Erdballen.

Vermehrung durch Samen

Das Geißblatt hat recht kleine Samen. Sie werden im Herbst oder im Spätsommer ausgesät. Der Boden wird vorbereitet, gelockert und gedüngt. Die Samen werden gleichmäßig auf der Bodenoberfläche verteilt und leicht mit Flusssand bedeckt. Auf die Pflanzungen wird Filterpapier gelegt. Erfahrene Gärtner lassen das Saatgut vor der Aussaat keimen. Dieser Prozess besteht aus mehreren Schritten:

  • Die Samen werden einen Monat lang stratifiziert, indem sie zunächst in den Kühlschrank gelegt werden.
  • Danach müssen sie auf ein befeuchtetes Tuch ausgelegt werden.
  • Decken Sie die Oberseite mit einer Plastikfolie ab, um einen Treibhauseffekt zu erzeugen.
  • Nach etwa zwei Wochen keimen die Samen.
  • Sie werden in vorbereitete Erde gepflanzt, die aus Torf, Sand und Gartenerde besteht.
  • Der Behälter wird mit Glas oder einer Tüte abgedeckt und mit Mull oder Papier beschattet.
  • Die Pflanzungen sollten regelmäßig gelüftet werden.
  • Im Frühjahr, im April, wenn die Pflanzen vier echte Blätter haben, werden sie pikiert und ebenfalls beschattet.
  • Das Auspflanzen ins Freiland erfolgt im September.

Stecklinge

Für diese Methode eignen sich einjährige Triebe. Sie werden während der Fruchtbildung mit einer Größe von nicht mehr als 12 cm abgeschnitten. Anschließend werden die Stecklinge mit einem Wachstumsstimulator behandelt und in lockere Erde aus Torf und Rasenerde gepflanzt. Am besten führen Sie dies in einem Gewächshaus durch.

Der Boden sollte ständig feucht gehalten werden. Die Heckenkirsche wurzelt recht gut, von einem Strauch kann man eine große Anzahl von Stecklingen erhalten, die bereits im Herbst zu vollwertigen Setzlingen werden. Denken Sie daran: Die Hauptbedingung für eine erfolgreiche Bewurzelung ist die Bodenfeuchtigkeit. Andernfalls trocknen die Stecklinge bei Feuchtigkeitsmangel schnell aus und sterben ab.

Wenn Sie kein Gewächshaus haben, müssen Sie über den gepflanzten Stecklingen ein provisorisches Frühbeet aus Vliesstoff oder Lutrasil errichten. Die Abdeckung verhindert, dass die Sonnenstrahlen die Erde schnell austrocknen, und schafft ein bestimmtes Temperaturregime ohne starke Schwankungen. Entfernen Sie die Abdeckung erst im Herbst, und zwar erst dann, wenn die Umpflanzung der bewurzelten Stecklinge beginnt.

Die Pflanze kann auch durch Absenker vermehrt werden. Diese Methode ist am effektivsten. Sie müssen nur einen Trieb zum Boden hin biegen und ihn mit Erde bedecken, nachdem Sie ihn mit einer Gabel fixiert haben. Im Herbst werden die Absenker bei ausreichender Feuchtigkeit eigene Wurzeln entwickeln und zu einem vollwertigen jungen Setzling werden.

Die Heckenkirsche gehört zu den langlebigen Pflanzen. Sie kann etwa 20 Jahre lang an einem Ort wachsen und Früchte tragen. Sie verträgt das Umpflanzen gut, daher können Sie sie bedenken an einen neuen Standort umsetzen.

Wie pflegen Sie die essbare Heckenkirsche

Damit Ihre Sträucher gut fruchten und Ihnen jährlich ihr volles Potenzial geben, müssen sie sorgfältig gepflegt werden. Sorgen Sie dafür, dass die Pflanze rechtzeitig Wasser erhält. Pro Strauch sollten Sie ein bis eineinhalb Eimer Wasser gießen. Ist der Sommer trocken, muss die Wassermenge verdoppelt werden.

Wenn die Pflanze drei Jahre alt wird, kann ein Prozess des Ablösens der Rinde beginnen. Dabei wird der nackte Stamm sichtbar. Erschrecken Sie nicht und geraten Sie nicht in Panik. Dieses Phänomen ist ganz typisch und es sind keine Maßnahmen von Ihnen erforderlich. Nach einiger Zeit erneuert sich die Rinde und die Heckenkirsche nimmt ihr vorheriges Aussehen wieder an.

Entsäuern Sie den Boden, wenn er einen erhöhten Säuregehalt aufweist. Hier hilft Holzasche, von der mindestens ein Liter pro Strauch benötigt wird. Die Asche wird in einem Eimer Wasser aufgelöst, die Lösung wird angesetzt und die Pflanzen werden damit gegossen.

Zur Vorbeugung gegen Krankheiten und Schädlinge sollten Sie spezielle Präparate verwenden. Untersuchen Sie die Sträucher und besprühen Sie sie bei den ersten Symptomen, aber wenn es nicht nötig ist, können Sie darauf verzichten.

Die Düngung der Pflanzen ist eine wichtige Maßnahme, die zweimal im Jahr durchgeführt wird. Das erste Mal düngen Sie die Pflanzen im Frühjahr, dann wird Salpeter (15 g pro Quadratmeter Erde) ausgebracht. Das zweite Mal, im Herbst, werden Bestandteile wie Asche (100 g), doppeltes Superphosphat (40 g) und Kompost (5 kg) benötigt.

Jährlich sollte die Heckenkirsche verjüngt werden, indem Sie alte und kranke Triebe abschneiden. Junge Setzlinge benötigen eine Kronenformung.

Lockern und Mulchen hilft, das Keimen von Unkraut zu vermeiden und schützt die Pflanze vor dem Eindringen von Schädlingen. Zudem wird die für die Ernährung notwendige Feuchtigkeit im Boden gehalten. Den Baumstammbereich können Sie mit Torf, verrottetem Mist oder Sägemehl mulchen.

Heckenkirsche

Heckenkirsche ist eine Gattung mehrjähriger laubabwerfender, kletternder, dekorativer und sogar immergrüner Pflanzen, die in der gemäßigten Zone der Nordhalbkugel vorkommt und über 200 Arten umfasst. Verschiedene Unterfamilien dieser Gattung sind durch Bäume, Sträucher, Lianen und sogar Kräuter vertreten, und da es nicht möglich ist, alle auf einmal zu beschreiben, werden wir in unserem Beitrag über fruchttragende Sträucher sprechen, die ihren Besitzern schmackhafte und gesunde Beeren schenken und mit ihrer Anwesenheit die Hauslandschaft malerisch bereichern. Die Heckenkirsche ist anspruchslos, frosthart und wird auch bei unerfahrenen Gärtnern gewissenhaft das Vitamin-Gleichgewicht aufrechterhalten. Nehmen Sie sich das Handbuch zur richtigen Pflege dieser wertvollen Pflanze.

Empfohlene fruchttragende Sorten

Nimfa, Morena, Lakomka, Sinjaja Ptiza, Amfora, Isbrannica, Silginka, Goluboje Wereteno, Altair, Delfin, Soluschka, Gschelka.

Anbaubedingungen

Standort. Die Heckenkirsche benötigt einen offenen, sonnigen Standort, geschützt vor kalten Winden. Die Pflanze mag keine Erhöhungen, Halbschatten und einen hohen Grundwasserspiegel. Da die Heckenkirsche eine Bestäubung benötigt, planen Sie vor dem Pflanzen eine Komposition aus 2-3-4 Sträuchern für eine bessere Fruchtbildung, wobei es wünschenswert ist, dass es verschiedene Sorten sind.

Boden. Die Heckenkirsche bevorzugt einen neutralen, fruchtbaren, drainierten Lehm-/Sandboden. Eine selbst hergestellte Bodenmischung enthält einjährigen Kompost (2,5 Eimer pro m²), grobkörnigen Sand (3 Eimer pro m²), Asche (1/4 Eimer pro m²), neutralisierten Torf von PETER PEAT der Linie AGRO (1 Eimer pro m²), Superphosphat (15 g/m²) und Kalk zur Bodenentsäuerung (400 g/m²). Sie können sich das Leben jedoch erheblich erleichtern und die ausgewogene, gebrauchsfertige Erde PETER PEAT „Gartenerde“ der Linie HOBBY verwenden.

Pflanzung im Freiland

Für die Pflanzung benötigen Sie einen 2-3 Jahre alten Setzling mit einer Höhe von mindestens 35 cm, einem gut entwickelten Wurzelsystem, lebenden (nicht vertrockneten) Trieben und ungeöffneten Knospen. Nehmen Sie die Pflanze vor dem Kauf in einem Fachgeschäft vorsichtig aus dem Topf und untersuchen Sie das Wurzelsystem: Je größer und verzweigter es ist, desto besser.

Mitte April, 5-6 Tage vor der Pflanzung, heben Sie Gruben mit einer Tiefe von 0,5 m und einem Durchmesser von 45 cm aus. Der Abstand zwischen den Gruben beträgt 1,5-2 m, in den Reihenabständen 3-3,5 m. Legen Sie auf den Boden jeder Grube eine Drainage aus feinem Schotter. Gießen Sie die Töpfe mit den Heckenkirschensetzlingen mit abgestandenem Wasser, setzen Sie dann den Setzling mittig in die Grube, füllen Sie mit Erde auf und wässern Sie. Mulchen Sie den Boden um den Setzling mit neutralisiertem Torf PETER PEAT der Linie AGRO. Nach der Pflanzung sollten die Wurzelhälse 4-5 cm unter der Erdoberfläche liegen. Die erste Ernte der Heckenkirschenbeeren können Sie im dritten Jahr nach der Pflanzung einfahren.

Bewässerung. Die Pflanze muss ausreichend 1-2 Mal pro Woche gegossen werden, jedoch reichlich, so dass der Boden bis zu einer Tiefe von 0,5 cm mit Wasser durchtränkt wird. Eine häufige, leichte Bewässerung ist nicht vorteilhaft. In Regenperioden und nach der ersten Septemberhälfte gießen Sie gar nicht. Frisch gepflanzte und umgepflanzte Pflanzen gießen Sie hingegen mäßig 2-3 Mal pro Woche mit 2 Eimern pro Strauch.

Düngung. Die im Freiland gepflanzte Heckenkirsche benötigt in den ersten 2 Jahren keine Düngung. Danach wird die Pflanze alle 2 Jahre gedüngt. Die Düngung erfolgt im Herbst, dazu werden 100 g Holzasche, 5 kg Kompost und 40 g Doppelsuperphosphat pro Quadratmeter Fläche in den Boden eingebracht. Vor dem Austrieb der Knospen im Frühjahr werden die Pflanzen mit Ammoniumnitrat gedüngt (15 g pro Quadratmeter). Darüber hinaus ist es für das aktive Wachstum der Heckenkirsche nicht verkehrt, sie mit Wurzel- und Blattdüngern SchGU PP „Schiwaja sila. Dlja plodowych i jagodnych kultur“ (gemäß den Anwendungshinweisen auf der Verpackung) zu verwöhnen.

Lockern. Lockern Sie nach dem Gießen den Boden nicht tiefer als 2-3 cm, da das Wurzelsystem der Heckenkirsche flach ist und leicht beschädigt werden kann. Jäten Sie Unkraut im Umkreis von 50 cm um die Pflanzen und erneuern Sie einmal im Monat die Mulchschicht.

Schnitt der Heckenkirsche. Die beste Zeit für den Schnitt ist April (vor dem Austrieb) und Oktober. Schneiden Sie gebrochene/welke/kranke Triebe knapp unterhalb der Schadstelle ab. Lassen Sie bei einem großen Strauch nicht mehr als 15 alte Triebe stehen, und wenn der Strauch alt ist, schneiden Sie Mitte April alle (!) Triebe auf eine Höhe von 35-40 cm über dem Boden zurück.

Winterschutz. Ende November binden Sie junge Heckenkirschensträucher (1-2 Jahre) mit Bindfaden zusammen und decken sie mit Vliesstoff ab. Isolieren Sie die Baumscheiben mit Tannenzweigen oder neutralisiertem Torf PETER PEAT der Linie AGRO. Ausgewachsene Heckenkirschen sind frosthart und benötigen keinen Winterschutz.

Vermehrung

Vermehrung durch Stecklinge. Mitte Juni schneiden Sie von einer erwachsenen Pflanze halbverholzte Stecklinge von 10-12 cm Länge ab, sodass jeder 3 Knospen und eine Ferse – ein 2 cm großes Stück verholzter Rinde – hat, und tauchen Sie sie für 24 Stunden in ein Gefäß mit flüssigem Huminstoffdünger PETER PEAT «Lebendige Kraft: zum Einweichen von Samen». Anschließend stecken Sie sie in einem leichten Winkel 4 cm tief in einen Behälter mit Drainagelöchern, der mit einer Erdmischung aus Sand und neutralisiertem Torf (3:1) gefüllt ist. Oder verwenden Sie einfach die Erde PETER PEAT «Gartenerde» der Linie HOBBY. Gießen und besprühen Sie die Stecklinge mit warmem Wasser, bedecken Sie sie mit einer durchsichtigen Folie und stellen Sie den Behälter an einen warmen Ort (+24 °C). Bewässern Sie die Stecklinge mäßig und düngen Sie sie wöchentlich mit flüssigem Huminstoffdünger PETER PEAT «Lebendige Kraft: Universal». Die Stecklinge sollten nach 4 Wochen vollständig bewurzelt sein.

Vermehrung durch Absenker. Mitte April graben Sie unter einem geneigten Trieb ein 15 cm tiefes und 20 cm langes Loch. Füllen Sie den Boden mit Drainage, biegen Sie den Geißblatt-Trieb und fixieren Sie ihn an zwei Stellen 10 cm unter der Erdoberfläche. Bedecken Sie ihn mit Erde und gießen Sie ihn. Das Ende des Triebs (ca. 10-15 cm) fixieren Sie mit einem Pflock senkrecht. Gießen Sie mit flüssigem Huminstoffdünger PETER PEAT «Lebendige Kraft: zum Einweichen von Samen». Nach einem Jahr erhalten Sie einen bewurzelten Geißblatt-Setzling.

Pflanzung und Pflege von Geißblatt im Freiland

Geißblatt besitzt viele heilende Eigenschaften, da es eine große Menge an notwendigen Vitaminen, Mineralstoffen und anderen ebenso nützlichen Substanzen enthält. Es wird empfohlen, es bei Vitaminmangel, besonders nach einem langen Winter, zur Senkung des Blutdrucks zu konsumieren.

Beschreibung und Verwendung der Früchte des Geißblatts

Das Geißblatt ist ein frostresistenter Strauch, der bis zu eineinhalb Meter hoch werden kann. Er wächst recht langsam, die Triebe sind rötlich, die Blätter klein, länglich-oval, die Blütenstände weiß und duften angenehm, sie sitzen an den Zweigspitzen. Der Strauch beginnt einige Jahre nach der Pflanzung Früchte zu tragen; die Beeren sind blau und schmecken süß-sauer.

Blühender Geißblattstrauch

In freier Wildbahn ist es im Fernen Osten und auf den Kurilen zu finden.

Die Früchte werden zur Herstellung von Marmelade und Konfitüre verwendet, Blätter, Zweige, Rinde und Beeren werden für die Herstellung von Arzneimitteln genutzt. Es sind über 50 Arten dieser Pflanze bekannt, die sich durch ihre Langlebigkeit auszeichnet und im gesamten Gebiet Russlands verbreitet ist.

Rezept für Geißblattmarmelade

Vorbereitung des Standorts und Auswahl der Setzlinge

Bevor Sie den Strauch pflanzen, müssen Sie den richtigen Standort auswählen:

  1. Der Boden sollte nährstoffreich sein, dieser muss vor der Pflanzung vorbereitet werden.
  2. Bevor Sie das Grundstück umgraben, sollten Sie es düngen mit verrottetem Mist und etwas Holzasche.
  3. Die Gruben werden in einem Abstand von mindestens zwei Metern voneinander und nicht tiefer als einen halben Meter ausgehoben.
  4. Wenn das Grundwasser nah an der Bodenoberfläche liegt, ist eine Drainage erforderlich, in anderen Fällen ist sie nicht notwendig.
  5. Vor dem Pflanzen müssen Sie Mineraldünger ausbringen, je nach Bodenbeschaffenheit, die mit der Erde vermischt und auf den Boden der vorbereiteten Grube gegeben werden.

Beim Umgraben des Grundstücks müssen Sie Mist und Holzasche hinzufügen.

Beim Kauf von Setzlingen sollten Sie das Wurzelsystem genau untersuchen, es sollte nicht abgebrochen oder beschnitten sein. Am besten wählen Sie kräftige, niedrige Setzlinge mit wenigen Trieben; sie haben eine gute Anwuchsrate und sterben garantiert nicht ab. Für eine bessere Fremdbestäubung und eine gute Ernte empfiehlt es sich, mehrere verschiedene Sorten der Heckenkirsche zu pflanzen, allerdings unter der Voraussetzung gleichzeitiger Blüte.

Setzlinge der Heckenkirsche

Pflanzung und Pflege

Die Pflanze kann im frühen Frühling oder Herbst gepflanzt werden, wobei der Herbst weitaus besser ist. Da die Vegetationsperiode recht früh beginnt, sind September und Anfang Oktober die optimalen Zeitpunkte.

Nachdem die Pflanzlöcher vorbereitet sind, müssen Sie sie gut mit Wasser wässern, dann den Setzling einsetzen, die Wurzeln gut ausbreiten und mit fruchtbarer Erde bedecken. Die Erde wird verdichtet, nochmals gewässert und zum Schutz der Feuchtigkeit mit Torf oder Humus gemulcht. Vor dem Pflanzen müssen Sie in die Mitte des Lochs einen Pfahl schlagen, an den Sie später den Strauch binden, damit er nicht durch Schnee oder Wind umknickt.

Video über das richtige Pflanzen eines Heckenkirschenstrauchs

>Nach dem Pflanzen müssen Sie in den folgenden Tagen die Bodenfeuchtigkeit überwachen, das Gießen erfolgt mit einer Gießkanne. Die Pflege der Heckenkirsche besteht hauptsächlich im Entfernen von Unkraut und Auflockern des Bodens, aber dies muss sehr vorsichtig geschehen, da das Wurzelsystem nahe der Oberfläche liegt und beschädigt werden kann. Diese Maßnahmen dienen der Verbesserung der Sauerstoffzufuhr zu den Wurzeln und deren Wachstum.

Nach dem Pflanzen der Heckenkirsche ist reichliches Gießen erforderlich.

Im ersten Jahr nach dem Pflanzen des Strauchs ist keine Düngung erforderlich, aber unter jede Pflanze sollte Kompost oder Humus gegeben werden.

Während des Anbaus der Heckenkirsche müssen jede Saison mindestens drei Düngungen durchgeführt werden:

  • Frühjahrsdüngung, für die Fruchtreife;
  • Sommmerdüngung, zur Erholung des Strauchs nach der Beerenernte;
  • Herbstdüngung, Vorbereitung auf die lange Winterperiode.

Wenn dieser Vorgang bei Regenwetter durchgeführt wird, können Sie trockene Mineraldünger verwenden, bei Trockenheit hingegen flüssige Dünger.

Vermehrung und Anbau

Dafür werden mehrere Methoden verwendet: Stecklinge, Teilung des Busches und Absenker.

Absenker

Die Vermehrung durch Wurzelabsenker ist recht schwierig, da es bei der Heckenkirsche sehr wenige gibt, aber bei Bedarf kann man sie vorsichtig ausgraben und umpflanzen. Ein solcher Vorgang wird im Herbst durchgeführt.

Die Vermehrung der Heckenkirsche durch Wurzelabsenker wird selten angewendet

Teilung des Busches

Durch Teilung des Busches wird ebenfalls im Herbst vermehrt, und dies muss so schnell wie möglich erfolgen, damit das Wurzelsystem nicht austrocknet. Daher werden die Pflanzlöcher im Voraus vorbereitet.

Bei der Vermehrung durch Teilung des Busches wird der ausgewachsene Busch in gleich große Teile geteilt.

Stecklingsvermehrung

Die Vermehrung durch Stecklinge erfordert keine zusätzlichen Kenntnisse. Sie werden nach der Fruchternte von den Triebspitzen geschnitten und an einem schattigen Ort eingegraben. Zu Beginn des Herbstes haben sie gute Wurzeln gebildet und können in vorbereitete Löcher für das dauerhafte Wachstum gepflanzt werden.

Video zur Vermehrung der Heckenkirsche durch Stecklinge

>Frisch geerntete Beeren sind nicht für eine lange Lagerung geeignet, daher müssen sie fast sofort nach der Ernte verarbeitet werden, getrocknet, zu Marmelade gekocht, manche machen einen hervorragenden Wein daraus.

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2 Kommentare

Auf unserem Gartengrundstück wachsen drei Heckenkirschensträucher. Einer trägt Früchte, die anderen sind noch klein. Ich liebe diese Beere trotz ihres bitteren Geschmacks. Es ist unwahrscheinlich, dass daraus Marmelade wird, obwohl man es versuchen könnte, aus Ebereschen wird ja auch gekocht. Ich weiß, dass es Heckenkirschen gibt, die nicht bitter und sogar süß sind. Bei meiner Großmutter im Garten wuchs so eine, als ich klein war. Nur wo soll man so ein Sträuchlein auftreiben? Wahrscheinlich muss man in Baumschulen suchen.

Ein sehr interessanter Strauch mit ungewöhnlich schmeckenden Beeren. Marmelade aus Heckenkirschenbeeren mag ich nicht, aber gegen die Zugabe von Handvoll Beeren in Kompott hatte ich nie etwas einzuwenden. In Bezug auf die Pflege ist es eine sehr anspruchslose Pflanze, aber wenn möglich dünge ich die Sträucher mit organischem Material.

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