Schnee, wie von allen Agrarexperten anerkannt, — ist die nützlichste und universellste Abdeckung für Gemüsebeete, Obstbäume und Sträucher. Aber natürlich gibt es eine Reihe wichtiger Nuancen, bei deren Beachtung Sie die Schutzeigenschaften des Schnees verbessern oder im Gegenteil seine Schicht rechtzeitig reduzieren können, falls ein solcher Bedarf entsteht. Alle Feinheiten besprechen wir mit einem Experten.
Antwortet Agronom Peter Sinkowski:
— Der Durchschnittswert der optimalen Schneedeckendicke, wie von Praktikern berechnet, beträgt 80 Zentimeter. Bei diesem Parameter erreicht die schädliche kalte Luft nicht den Boden und erst recht nicht die Pflanzenwurzeln. Aber das ist im Idealfall. Das Existenzminimum für den Beginn des Winters beträgt mindestens 35 Zentimeter. Mit zunehmender Kälte sollte man sich mit diesem Minimum nicht mehr zufriedengeben: Die Schneeschicht sollte etwa 60 Zentimeter betragen. Und das erwähnte Ideal ist bereits in der Endphase der Winterperiode sehr nützlich zu halten.
Aber nicht nur die Dicke ist wichtig. Wichtig ist auch die Struktur dieser Schneedecke: Abhängig davon können Gärtner die Größe der Schicht anpassen, die die Sicherheit gewährleistet. Nehmen wir an, der Schnee ist überwiegend leicht und flauschig, man kann daraus keinen Schneeball formen. Die Dicke einer solchen Schneeschicht sollte um 30–40 Zentimeter größer sein. Wenn der Schnee dichter ist (er lässt sich zu einem nicht zerfallenden, schweren Schneeball formen), dann sollte man sich an die oben genannte Durchschnittsnorm halten. Schwerer, nasser, grobkörniger Schnee – die Abdeckschicht sollte um 20–30 Zentimeter reduziert werden.
Auch die Kulturpflanze selbst spielt eine Rolle. Denken Sie daran: Kirschen, Pflaumen, Aroniabeeren mögen keinen Schneeüberschuss im Baumstammbereich. Deshalb sollte man ihnen keine zusätzlichen Mengen zugeben und darauf achten, dass die vorhandene Schneedecke nicht zu dicht ist. Jedoch ist eine Schneeschicht von einem Meter bis ein Meter dreißig im Baumstammbereich von Apfelbäumen und Sanddorn nur von Vorteil. Himbeeren, Johannisbeeren, Stachelbeeren sollten besser vollständig mit Schnee bedeckt werden. Dabei haben sie keine große Angst vor Tauwetter, da ihre Ruhephase ziemlich lang ist. Wenn jedoch Wärme abrupt in Kälte übergeht und von starkem Wind begleitet wird, ist es besser, ihnen Schnee bis zur vollständigen Bedeckung dazuzugeben – das ist zuverlässiger.