Rückfrost gehört zu den schlimmsten Feinden des Gärtners. Er kann sogar zu Beginn des Sommers zu Ihnen kommen. Um Ihre Pflanzungen zu schützen, müssen Sie sich rechtzeitig auf plötzliche Temperaturschwankungen vorbereiten.
Allgemeine Grundsätze
Am häufigsten leiden Gemüsesetzlinge — Paprika, Auberginen usw. unter Frost im späten Frühling. Dill, Petersilie, Zwiebeln und anderes Grünzeug können Temperaturen bis -8 Grad überstehen. Diese Pflanzen sind resistent gegen Rückfrost und benötigen keinen Schutz vor Frühlingskälteeinbrüchen. Besondere Pflege benötigen Steinobst und andere wärmeliebende Kulturen. Am besten pflanzt man sie auf erhöhten und sonnigen Standorten im Garten.
Rechtzeitiges Mulchen der Pflanzungen ermöglicht es den Pflanzen, Temperaturschwankungen schmerzfrei zu überstehen. Geeignet sind Stroh, trockenes Gras oder Kompost. Der Mulch sollte direkt nach dem abendlichen Gießen ausgelegt werden, um die Feuchtigkeit im Boden zu halten. Besonders gut wirkt sich das Mulchen mit organischem Material auf die Entwicklung von Gemüsepflanzen aus. Ebenso wichtig ist das Anhäufeln junger Pflanzungen, um den Frühlingsschwankungen standzuhalten (die Erdschichthöhe sollte etwa 7–10 cm betragen).
Beregnung hilft, Pflanzen vor den Folgen von Rückfrost zu schützen. Die Bewässerung der Kulturen erfolgt am besten mit einem automatischen Bewässerungssystem, aber man kann auch einen speziellen Schlauchaufsatz verwenden. Die rechtzeitige Ausbringung von Kalium-Phosphor-Düngern stärkt ebenfalls die Immunität der Pflanzen und erhöht ihre Widerstandsfähigkeit. Dabei sollten flüssige Komplexdünger verwendet werden.
Zu den nicht ganz so beliebten und eher fragwürdigen Methoden zur Bekämpfung von Frühlingsfrösten gehört die sogenannte Räucherung. Mit dieser Methode kann die Temperatur im Garten um einige Grad erhöht werden.
Gleichzeitig ist das Unterhalten glimmender Feuer ziemlich schwierig und unsicher. Außerdem werden Ihre Nachbarn sich kaum über den beißenden Rauchgeruch freuen.
Pflanzen, die unter Rückfrost gelitten haben, benötigen Rehabilitation. Für eine bessere Wirkung können spezielle Präparate zur Stressminderung eingesetzt werden. Mittel für die Erste Hilfe bei Pflanzen sind in jedem Gartencenter erhältlich. Dabei ist zu bedenken, dass besonders wärmeliebende Kulturen wie Auberginen trotzdem nicht überleben können.
Abdeckmaterialien
Das einfachste und am weitesten verbreitete Abdeckmaterial für Pflanzungen ist die Polyethylenfolie. Gärtner schätzen sie für ihre Praktikabilität und den erschwinglichen Preis. Sie schützt die Pflanzen vor starken Temperaturschwankungen und anhaltenden Niederschlägen. Polyethylen hält die Wärme gut und ermöglicht den Pflanzen, die benötigte Menge Sonnenlicht zu erhalten.
Allerdings hat dieses beliebte Material einige wesentliche Nachteile. Agrofaser lässt im Gegensatz zu Polyethylenfolie dank ihrer porösen Struktur hervorragend Luft durch und versorgt die Pflanzen mit Feuchtigkeit.
Das weiße Vliesmaterial schützt die Pflanzen vor direkter Sonneneinstrahlung, anhaltender Trockenheit sowie vor Frühlingsfrösten. Schwarzes wird zum Mulchen des Bodens verwendet und erleichtert die Pflege der Pflanzungen.