Viele Gärtner bereiten vor dem Winter Setzlinge für die Pflanzung mittels der Methode des «Einschlagens» vor. Das heißt, sie schlagen Stecklinge fruchttragender Bäume ein. Diese müssen regelmäßig kontrolliert und bewässert werden, selbst im ersten Wintermonat.
Auch zu Beginn des Winters sollte man die für die Winterveredelung vorgesehenen Obstsämlinge vorbereiten. Wir graben sie aus, ohne den Erdballen zu zerstören, waschen die Erde vorsichtig ab und versuchen, die feinen Saugwurzeln nicht zu beschädigen. Danach binden wir die Sämlinge zu Bündeln und lagern sie im Keller in feuchtem Sand. Vergessen Sie nicht, jedes vorbereitete Sämlingsbündel zu beschriften und die Sortenbezeichnung anzugeben.
Auch im ersten Wintermonat können ausgewachsene Großbäume gepflanzt werden. Genauer gesagt, bereits wachsende Bäume an einen anderen Ort umsetzen, falls dies erforderlich ist. Der Dezember gilt als ideale Zeit für ihre Anwurzelung, da die Vegetationsprozesse in den Pflanzen zu dieser Zeit verlangsamt sind.
Die Zeit für die Winterstecklingsvermehrung von Nadelgehölzen kommt ebenfalls im Dezember. Man kann dies auf das Frühjahr verschieben, aber im Winter hat man mehr freie Zeit und das Ergebnis ist erfolgreicher.
Im Winter werden Gärten von Nagetieren heimgesucht – Hunger macht erfinderisch, wie man im Volksmund sagt. Junge Gartenbäume werden zu einer leckeren Mahlzeit für sie. Die Stämme von Jungpflanzen und jungen Sträuchern sollten besser vor den Angriffen der Schädlinge geschützt werden, indem man sie mit Dachpappe, Zeitungen, alten Strumpfhosen und Ähnlichem umwickelt. Heute sind im Handel Gartenbandagen und Netze erhältlich, die sich für solche Zwecke eignen.
Jedes Material ist geeignet, Hauptsache man nimmt keins, das stark nass wird und lange zum Trocknen braucht, damit die Bäumchen weniger Schaden nehmen. Danach wickeln wir die Stämme weiter oben ein. Dies geschieht für den Fall, dass ungebetene Gäste hochwüchsig sind oder sich auf die Hinterbeine stellen können. Erfahrene Gärtner empfehlen einen guten Trick: den Schnee, den wir an die Bäume schaufeln, festzutreten und mit Wasser zu begießen. In diesem Fall können die Nagetiere aufgrund der Eisschicht nicht an die Stämme herankommen.