Fritillarien werden immer der "hohe Flug" des Gärtners sein. Selbst das Vorhandensein der einfachsten Fritillarien im Garten ist ein Zeichen von gewisser Fortgeschrittenheit, denn ihre exquisite und ungewöhnliche Schönheit erfordert ständige Pflege.
Normalerweise beginnt die Bekanntschaft mit Fritillarien a und endet oft mit der Kaiserkrone. Das ist umso bedauerlicher, als sie eigentlich ein ziemlich untypischer und für uns nicht gerade bequemer Vertreter der Gattung ist, die etwa 180 Arten umfasst, die in gemäßigten Klimazonen der nördlichen Hemisphäre wachsen.
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Fotogalerie der Fritillarien-Arten
Geheimnisse des Erfolgs beim Anbau von Fritillarien
- Die geeignete Zeit zum Umpflanzen von Fritillarien ist die Ruheperiode im Sommer und Herbst. Die Zwiebeln haben keine Deckschuppen, sie trocknen schnell aus, daher ist es besser, sie nicht lange zu lagern, sondern möglichst sofort einzupflanzen.
- Bei der Auswahl der Zwiebeln im Geschäft muss man unbedingt sicherstellen, dass sie normalen Turgor haben und keine Anzeichen von Fäulnis aufweisen.
- Fritillarien werden standardmäßig gepflanzt – in der Tiefe von drei Zwiebelgrößen, mit Erde bedeckt, gegossen.
- Die Platzierung der Pflanzen im Garten hängt von den Anforderungen der Art und ihrer Anpassungsfähigkeit ab. Sie sollten an einem sonnigen und trockenen Ort gepflanzt werden. Nach dem jährlichen Ausgraben der Fritillarien bleibt Platz, der am einfachsten mit Sommerblumen bepflanzt wird.

Vermehrung der Fritillarien
Vermehrung der Fritillarien durch Tochterzwiebeln
Viele Fritillarien-Arten bilden keine Ersatzzwiebeln, sondern an der Mutterzwiebel winzige Tochterzwiebeln, die von Sammlern als „Laich“ bezeichnet werden. Der Laich ist meist streichholzkopfgroß und kann nicht selbstständig durch den Boden keimen. Solche Arten werden jedes Jahr nach dem Absterben der oberirdischen Teile ausgegraben, die Tochterzwiebeln abgelesen und deutlich flacher eingepflanzt als die ausgewachsene Zwiebel. Daraus entwickelt sich in 3–4 Jahren eine neue Pflanze. „Laichen“ tun die Fritillarien: Goldgelbe (F. aurea), Bithynische (F. bithynica), Dickblättrige (F. crassifolia), Breitblättrige (F. latifolia), Gelbe (F. lutea), Pinards (F. pinardii), Russische (F. ruthenica) und andere.


Pflanzung der Tochterzwiebeln von Fritillarien.
Vermehrung von Fritillarien durch Samen
Für Arten, die keine Kindel bilden (Korolkowia), bleibt nur die Aussaat von Samen oder das Hoffen auf Selbstaussaat. Bei mir sät sich zum Beispiel die gelbe Fritillarie reichlich selbst aus. Aber besser ist es, nicht auf den Zufall zu vertrauen. Die Samen der Fritillarien sammeln wir, wenn die Samenkapseln vertrocknen und aufplatzen, und säen sie möglichst sofort in Töpfe in einer Tiefe von 1–2 Samengrößen. Für den Winter werden die Töpfe mit den Aussaaten in den Boden eingegraben und im Garten belassen. Die Sämlinge erscheinen im Frühjahr – es sind dünne Röhrchen. Ein paar Jahre können sie im selben Topf heranwachsen, wenn man ihn nur in der Erde belässt. Danach können größere Zwiebeln ins Freiland gesetzt werden. Die Aussaat kann man nutzen, wenn man nicht zum Ausgraben des Laichs kommt. Zu den vorwiegend durch Samen vermehrten Fritillarien gehören die der Sektion Rhinopetalum: F. bucharica (F. bucharica), F. stenanthera (F. stenanthera). Sie sind außerordentlich schön, erfordern aber zwingend jährliches Ausgraben und Trocknen der Zwiebeln jeden Sommer. Dies kann man durch Anbau in Töpfen erreichen, indem man den Topf aus der Erde nimmt und bis September an einen trockenen Ort stellt. Sie überwintern problemlos und teilen sich nur selten.


Samen der Fritillarien.
Vermehrung von Fritillarien durch Schuppen
Kamtschatka-Fritillarie (F. camschatcensis) aus der Sektion Lilorhiza – eine äußerst anspruchslose Art mit fast schwarzen Blüten. Sie kann ungewöhnlich vermehrt werden, wie manche Lilien – durch Schuppen. Ihre Zwiebel ist nicht ganz, sondern besteht aus leicht abbrechenden Schuppen, die man einfach abtrennen und neben der Mutterpflanze einpflanzen kann – und nach einigen Jahren wachsen daraus vollwertige Fritillarien.