Ende November — die Zeit, in der der erste Frost kommt und die Koniferen in den Ruhezustand übergehen. Die richtige Vorbereitung auf den Winter in diesen Tagen bestimmt maßgeblich, wie der Baum die kalte Jahreszeit übersteht und den Frühling begrüßt.
Inhaltsverzeichnis:
Tiefe Bewässerung
Bevor der Boden endgültig gefriert, sorgen Sie für eine tiefe Bewässerung. Koniferen benötigen Feuchtigkeit, damit die Wurzeln im Winter nicht austrocknen. Führen Sie die Bewässerung an warmen, frostfreien Tagen durch: wässern Sie den Wurzelbereich, damit das Wasser bis in die Tiefe der Wurzeln vordringt. Wenn der Boden bereits mit Eis bedeckt ist, ist das Gießen zwecklos — das Wasser dringt nicht ein und kann sogar schaden. Bei Containern können Sie etwas länger gießen, aber vermeiden Sie Staunässe.
Wurzelschutz
Der Boden unter Koniferen sollte nicht aufreißen. Wenn nach Frost Risse entstehen — werden diese mit Schnee oder trockenem Mulch abgedeckt. In Regionen mit schneearmen Wintern verwendet man eine Mischung aus Nadeln und Rinde.
Verzicht auf Düngung und Vorsicht beim Schnitt
Ende November sollte man keine Düngung mehr durchführen. Höchstens kann man Dolomitmehl in die Baumscheibe der Konifere einbringen, und zwar in einer Menge von 700 g bis 1 kg pro ausgewachsener Pflanze. Auch den Schnitt verschieben Sie: Schnittwunden heilen im Spätherbst langsamer und erhöhen das Fäulnisrisiko. Entfernen Sie nur offensichtlich kranke oder abgebrochene Äste.
Schutz vor Wind und Sonne
Im Winter verlieren Koniferen Feuchtigkeit, und bei starkem Wind oder greller Sonne (insbesondere auf der Süd- und Westseite) kann dies zu Austrocknung führen. Zum Schutz können Sie temporäre Windsichtschirme aus Jute oder Agrotextil installieren, besonders bei jungen Setzlingen. Es gibt auch Mittel, die die Verdunstung verringern; diese müssen streng nach Anleitung und spätestens einige Wochen vor anhaltendem Frost angewendet werden.
Kronenform
Wenn der Nadelbaum eine dichte kegelförmige Krone gebildet hat, drückt nasser Schnee sie schnell herunter, setzt sich in der Mitte fest und spreizt die Äste. Im Dezember wird geprüft, ob sich Risse gebildet haben. Bei Bedarf werden die Äste mit breiten Wicklungen von Bindfaden von oben nach unten zusammengebunden, ohne sie zu straffen. Ziel ist es, die Form zu bewahren und kein starres Gerüst zu schaffen.
Schutz vor Schnee und Eis
Schwere Schneedecke und Eis können Äste brechen. Bei hohen und dekorativ geformten Nadelbäumen sollten Sie die Äste vorsichtig mit Bindfaden (nicht zu fest) zu einem «Kegel» zusammenbinden – das verringert das Risiko von Brüchen unter der Schneelast. Nach einem Schneefall blasen oder schütteln Sie Schneehaufen vorsichtig von unten nach oben ab, um die Äste nicht zu brechen. Schlagen Sie niemals auf die Äste – das beschädigt das Holzgewebe.
Schutz junger Stämme vor Nagetieren und Sonnenbrand
Mäuse und Hasen beschädigen auf der Suche nach Rinde und Trieben im Winter leicht junge Pflanzen. Setzen Sie auf die Stämme Kunststoff- oder Metallgitter/-kappen mit einer Höhe von 50–100 cm. Zum Schutz vor der Frühjahrssonne (Sonnenbrand) wird die Südseite des Stammes mit hellem Material umwickelt oder es werden Schilde angebracht.
Besonderheiten der Pflege von Nadelbäumen im Container
Nadelbäume im Topf benötigen besonderen Schutz: Der Topf gefriert schneller als der Boden, was die Wurzeln schädigen kann. Bringen Sie die Container in einen unbeheizten, aber geschützten Raum (Garage, Veranda) oder umgeben Sie sie mit Isolierung (Luftpolsterfolie). Wenn möglich, vergraben Sie die Töpfe an Ort und Stelle oder in einem Graben, um Temperaturschwankungen zu verringern.
Kurze Checkliste vor dem Frost
- Gießen Sie die Pflanzen reichlich, aber ohne sie zu überfluten, bevor der Boden gefriert.
- Verteilen Sie eine 5–10 cm dicke Schicht Mulch um die Wurzeln.
- Düngen Sie nicht und nehmen Sie keine großen Rückschnitte vor.
- Schützen Sie junge Stämme vor Nagetieren und Sonnenbrand.
- Binden Sie die Äste großer Exemplare zum Schutz vor Schnee zusammen.
- Isolieren Sie Nadelbäume im Container oder bringen Sie sie an einen geschützten Ort.
Wenn Sie rechtzeitig und sorgsam handeln, überstehen Ihre Nadelbäume die ersten Fröste und treten ruhig in die Winterperiode ein.