Radieschen zählt zu den Kulturen, die sich durchaus für die Ernte auf der Fensterbank während des gesamten Winters eignen, jedoch ist seine Beliebtheit bei Hobbygärtnern in dieser Hinsicht nicht so hoch. Viele haben negative Erfahrungen gemacht: Meist werden Radieschen entweder zu kleine — im Vergleich zur Sortenbeschreibung — Knollen zugeschrieben oder es gibt überhaupt keine Ernte, da die Pflanze in den Schoss geht. Was ist los? Ich habe mich mit dieser Frage an einen Experten gewandt.
Der Agronom Pjotr Sinkowski antwortet:
— Ja, tatsächlich passieren mit Radieschen — bei aller unbestreitbaren Anspruchslosigkeit — oft solche Peinlichkeiten. Die Antwort auf die Fragen liegt jedoch genau in diesen negativen Ergebnissen. Die Hauptsache — die Sortenauswahl.
Für den Anbau auf der Fensterbank eignet sich bei weitem nicht jede Sorte. Selbst solche, die im zeitigen Frühjahr unter viel extremeren Bedingungen eine hervorragende Ernte liefern. Für Zimmergärten werden erstens Sorten mit einer sehr kurzen Reifezeit benötigt, zweitens mit hoher Widerstandsfähigkeit gegen Lichtmangel — selbst künstliche Zusatzbeleuchtung hilft hier nicht.
Die oben genannten Eigenschaften besitzen heute folgende Sorten: Champion, Husar, Französisches Frühstück, Sarja, Damenlaune, Kwarta, Frühe Rote. Meine absolute Lieblingssorte, die mich bisher noch nie im Stich gelassen hat, — 16 Tage. Nun, was die 16 Tage betrifft (im Sinne von der Aussaat bis zur Ernte), ist das natürlich etwas übertrieben, aber der Realität sehr nahe.