Kann man auf der Fensterbank in einer Wohnung normale Gurken anbauen?

Eine ziemlich große Anzahl von Datscha-Besitzern versucht im Winter — aus verschiedenen Gründen — einen Minigarten nicht nur zum Vergnügen und zur Anpflanzung eines Minimums an Vitaminen, sondern für echte Erträge anzulegen. Dafür versuchen sie, das Sortiment der Kulturen maximal zu diversifizieren. Oft fällt die Wahl auch auf Gurken. Sie auf der Fensterbank anzubauen ist prinzipiell jedem möglich, aber man muss die Möglichkeiten und Folgen abwägen.

Der Agronom antwortet:

— Bevor man mit dem Gurkenanbau beginnt, sollte man dreimal überlegen: Lohnt sich das überhaupt? Denn Gurken sind Kletterpflanzen, also benötigen sie Stützen (in Form von Schnur), da man sie in der Wohnung nicht «horizontal» wachsen lassen kann. Die Folge davon ist, dass die Gurken nach kurzer Zeit alle anderen potenziellen Nachbarn vom Fensterbrett vertreiben. Und für einen einigermaßen ordentlichen Ertrag wird ihnen ein einzelnes Fenster eindeutig nicht ausreichen. Und man steht vor der Wahl: sich nur mit Gurken zu beschäftigen oder doch zu versuchen, die Artenvielfalt seines Minigartens zu bereichern.

Aber falls ein solches Problem für Sie nicht besteht, dann können Gurken Ihnen auch in der Zimmer-Variante durchaus nützlich sein.

Für den Anfang zu den Sorten und Hybriden. Hier gibt es bestimmte Einschränkungen. Für den Zimmeranbau sollte man selbstbestäubende und schattentolerante bevorzugen. In diese Kategorien fallen die allseits bekannten Hybriden Sosulja F1, Berendei F1, Komnatnyj F1, Machaon F1 und eine Reihe anderer. Von den Sorten ist nach meiner Meinung — Rytowa konkurrenzlos.

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Gleich zu Beginn sollte man sich über den Belüftungsprozess Gedanken machen. Gurken vertragen Kälte und Zugluft recht schlecht, das heißt, das einfache Öffnen des Fensters ist nicht geeignet: wünschenswert ist, dass die frische Luft durch den Nebenraum gelangt, nachdem sie sich erwärmt hat, bevor sie das Fenster mit den Gurken erreicht.

Die Bodenmischung für Gurken ist Standard: Torf, Humus, Rasenerde zu gleichen Teilen. Man kann, falls vorhanden, Holzasche hinzufügen. Die Samen für die Zimmeraussaat sollte man vor dem Einbringen in die Erde zunächst keimen lassen: eine Schicht Mull mit warmem Wasser anfeuchten, die Samen darauflegen und mit einer weiteren Schicht feuchten Mull bedecken. Nach 2–3 Tagen kann man säen. In einen Behälter säen Sie paarweise, im Abstand von mindestens 2 cm voneinander. Die Samen müssen 1–2 cm tief in die Erde eingebracht werden, nicht tiefer. Dann alles mit Folie abdecken und warm stellen. Wenn die Keimlinge erscheinen, nehmen wir die Folie ab und stellen die Behälter auf das Fensterbrett. Wenn die Pflanzen die ersten echten Blätter haben, vereinzeln Sie die Sämlinge, indem Sie die schwachen aussortieren.

Weiterhin alles wie gewohnt: regelmäßiges Gießen, einmal pro Woche Düngung mit einem Volldünger. Sobald sich Ranken bilden, geben Sie ihnen sofort eine Stütze. Vergessen Sie nicht, sobald die Gurken mehr als 12 Blätter haben, die Spitze zu pinzieren und rechtzeitig die Seitentriebe zu entfernen.

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