Obwohl die Heimat der Euphorbia das sonnige Afrika ist, gedeiht diese Pflanze auch in den Tropen, der Tundra und in Wüsten. Wolfsmilch ist in fast jedem Haushalt zu finden. Diese Pflanze ist pflegeleicht und hat eine große Anzahl von Arten, die sich völlig voneinander unterscheiden.
Inhaltsverzeichnis:
- Pflanzung und Pflege
- Vermehrung
- Vielfalt der Arten
- Heilende Eigenschaften der Euphorbia
Inhaltsverzeichnis:
Pflanzung und Pflege
Euphorbia ist eine recht pflegeleichte Pflanze. Sie bevorzugt sandige Böden, die für Sukkulenten und Kakteen geeignet sind. Das optimale Verhältnis von Sand, Laub- und Rasenerde für Wolfsmilch beträgt 2/2/3. Auch eine Mischung aus Sand, Rasenerde und Torf in gleichen Anteilen ist geeignet. Drainage ist erforderlich. Das Umtopfen der Euphorbia erfolgt im Frühling. Wird die Pflanze zu einer anderen Jahreszeit gekauft, sollte man nicht umtopfen. Junge Pflanzen können jährlich umgetopft werden, ausgewachsene alle 2-3 Jahre. Die Düngung der Wolfsmilch erfolgt höchstens einmal im Monat und nur in der warmen Jahreszeit. Für die Nährstoffversorgung eignen sich Mineraldünger für Sukkulenten oder Kakteen. Die Düngerkonzentration muss um die Hälfte reduziert werden.
Euphorbia ist eine sonnenliebende Pflanze und mag keine Zugluft. Im Sommer können die Pflanzen ins Freie oder auf den Balkon gestellt werden. Wolfsmilch verträgt einen Temperaturabfall auf bis zu +8 °C sehr gut. Es gibt Sorten, die direktes Sonnenlicht bevorzugen, und andere, die Halbschatten mögen. Wenn man Wolfsmilch richtig platziert, erfreut sie mit einem prächtigen Aussehen. Sonnenliebende Sorten können auch im Schatten existieren, aber der Lichtmangel wirkt sich auf die Blattfarbe aus. Im Sommer können die Pflanzen an die frische Luft gebracht werden.
Euphorbia kann im Sommer einmal pro Woche gegossen werden, im Winter einmal im Monat. Diese Pflanze mag keine überschüssige Feuchtigkeit und neigt zur Fäulnis des Wurzelsystems. Wenn die Erde ausgetrocknet ist, wird die Feuchtigkeit allmählich wiederhergestellt; eine plötzliche reichliche Bewässerung wirkt sich negativ auf den Zustand der Wolfsmilch aus. Die meisten Wolfsmilch-Arten sind widerstandsfähig gegen Krankheiten und ziehen keine Schädlinge an. Von den Parasiten kann Wolfsmilch Schmierläuse anziehen. Wenn dies geschieht, sollte die Pflanze mit einem Insektizid behandelt werden.
Vermehrung
Euphorbia vermehrt sich recht leicht. Am häufigsten erfolgt die Vermehrung durch Stecklinge, aber es gibt Arten (z. B. die weißaderige), die sich gut aus Samen ziehen lassen. Auch kugelförmige Arten der Euphorbia werden durch Samen vermehrt.
- Vermehrung durch Samen. Die Samen der Wolfsmilch befinden sich in einer Kapsel, die reift und aufplatzt. Um die Samen zu sammeln, wird ein Stoffbeutel über die Kapsel gestülpt. Nach dem Sammeln werden die Samen auf Papier getrocknet. Für die Keimung wird eine Sand-Torf-Mischung benötigt. Die Pflanzen werden in einzelne Töpfe gesät. Um junge Triebe nicht Infektionen auszusetzen, muss die Erde desinfiziert sein und die Euphorbia sollte nicht zusammen mit anderen Pflanzen ausgesät werden. Der Topf wird bis zum Auflaufen der Keimlinge an einen dunklen Ort gestellt.
- Vermehrung durch Stecklinge. Für die Vermehrung durch Stecklinge eignen sich gesunde Triebe. Der untere Teil des Zweigs wird von Blättern befreit, vom Saft gereinigt, mit einem Tuch trocken gewischt, die Schnittstelle in Asche getaucht und ein paar Tage lang getrocknet. Anschließend wird er in feuchte Erde gepflanzt. Der Topf wird fern von direkter Sonneneinstrahlung gehalten.
Alle Arten von Wolfsmilch lassen sich leicht vermehren, man muss nur die richtige Methode wählen.
Vielfalt der Arten
Die Gattung Euphorbia umfasst etwa 800 Arten. Darunter gibt es wilde und heimische Pflanzen. Die heimischen werden in Freiland- und Zimmerkulturen unterteilt. Die Formen und das äußere Erscheinungsbild der Pflanzen sind so vielfältig, dass man an ihrer Verwandtschaft zweifeln könnte. Arten der Wolfsmilch:
- Dreikantige Wolfsmilch. Dies ist eine der häufigsten Arten. Pflegeleichtigkeit und Anspruchslosigkeit haben sie zu einem häufigen Gast nicht nur in Wohnräumen, sondern auch in öffentlichen Einrichtungen gemacht. Die Triebe der Dreikantigen Wolfsmilch sind fleischig, dick und haben an den Kanten Höckerchen. Die Farbe ist dunkelgrün. Diese Art wächst sehr schnell und kann innerhalb von 4–5 Jahren die Decke erreichen.
- Poinsettie. Diese Art wird auch als Schönste bezeichnet. Diese Wolfsmilch hat sehr schöne Blätter. Die unteren sind grün, und die Blätter an den Blütenständen können rosa, weiß oder rot sein. Die Pflanze blüht Ende Dezember mit kleinen Blüten. Nach der Blüte wirft die Poinsettie ihre Blätter ab und verliert für mehrere Monate ihre Attraktivität. Diese Art ist sehr pflegeintensiv.
- Harz-Wolfsmilch. Diese Wolfsmilch ähnelt äußerlich einem Kaktus. Sie sieht aus wie ein Busch aus dichten Trieben. Die Zweige sind fleischig, grün und haben vier Kanten. An jeder Kante befinden sich kleine Dornen. Eine recht anspruchslose Art.
- Euphorbia milii. Diese Wolfsmilch ähnelt einem Minibusch. Die Zweige sind nicht so fleischig, haben einen grauen Farbton und tragen violette Dornen. Die Blätter sind grün und länglich. Sie blüht mit kleinen, leuchtenden Blüten. Junge Pflanzen sehen sehr hübsch aus, während ausgewachsene eher kahle Zweige haben und mehr einem Dornenbusch ähneln.
- Weißaderige Wolfsmilch. Sie hat einen fleischigen Stamm, an dessen Ende sich ein Blattbüschel befindet. Die Blätter sind groß, länglich und haben weiße Adern. Diese Art blüht oft und kann sich selbst aussäen.
- Großhorn-Wolfsmilch. Sie hat einen dicken, dreikantigen Stamm mit riesigen, paarigen Dornen. Sehr oft wird diese Art für einen Kaktus gehalten. An den Zweigen können kleine Blätter vorkommen, die die Pflanze jedoch schnell abwirft. Die Großhorn-Wolfsmilch blüht mit kleinen gelben Blüten.
- Milch-Wolfsmilch. Sie hat dichte, vierrippige, grüne Zweige. Auf den Rippen befindet sich ein weißer Belag in Form von Streifen und kleine, paarige Dornen. Blätter erscheinen, entwickeln sich aber nicht und trocknen sofort ein.
- Euphorbia tirucalli. Sie hat glatte, grüne, zylindrische Zweige. Die Zweigdicke beträgt bis zu 7 mm. Die Blätter sind hellgrün, gerade und fallen ab. Die Blattlänge beträgt bis zu 12 mm.
- Vielstachelige Wolfsmilch. Sie hat stark verzweigte Triebe. Die Zweige sind vierrippig, hellgrün mit braunem Rand. An älteren Zweigabschnitten sind die Rippen verschwommen. Entlang aller Rippen befinden sich paarige graue Dornen.
- Die bupleurumblättrige Wolfsmilch hat kräftige Stämme, die einen Durchmesser von bis zu 7 cm erreichen. Die Höhe der Wolfsmilch beträgt bis zu 25 cm. Die Stämme sind mit Höckern bedeckt und ähneln äußerlich einem Tannenzapfen. Am Ende des Stammes befindet sich ein Büschel dünner, langer Blättchen.
Heilende Eigenschaften der Wolfsmilch

Über die heilenden und kosmetischen Eigenschaften der Wolfsmilch wusste man bereits in der Antike. Sie wird auch heute noch erfolgreich zur Behandlung verschiedener Leiden eingesetzt. Nicht nur die Blätter und der Saft der Pflanze sind nützlich, sondern auch ihre Wurzeln und Stängel. Aus der Wolfsmilch werden Aufgüsse, Abkochungen und Ölauszüge hergestellt. Diese Pflanze hat eine sehr starke antibakterielle und antimikrobielle Wirkung. Bei Hautkrankheiten bereitet man Bäder aus einem Sud der Wolfsmilch zu. Diese sind hervorragend gegen Warzen, Flechten, Ekzeme und heilen Wunden und Geschwüre. Für den Sud benötigt man 1 Liter Wasser und 1 Esslöffel zerkleinerte Blätter. Der Sud wird 2 Minuten lang gekocht, zieht gelassen und als Bad verwendet. Bei Magen-, Leberproblemen und Verstopfung hilft ein Aufguss aus der Wolfsmilchwurzel. 5 g werden mit 0,5 l kochendem Wasser übergossen und über Nacht in einer Thermoskanne ziehen gelassen. Man nimmt dreimal täglich 30 g des Aufgusses eine halbe Stunde vor den Mahlzeiten ein.
Alkoholische Tinkturen werden als allgemeines Stärkungsmittel verwendet. 1 Teil des Rohmaterials wird mit 30 Teilen Wodka übergossen und 10 Tage an einem dunklen Ort aufbewahrt. Dann wird abgeseiht und nach einem Schema getrunken: Beginnend mit 1 Tropfen täglich steigert man sich bis auf 30 Tropfen und dann wieder zurück.
In der Kosmetik wird die Wolfsmilch zur Beseitigung von Sommersprossen, Pigmentflecken und zur Aufhellung der Haut verwendet. Es wird nicht empfohlen, die Wolfsmilch ohne Rücksprache mit einem Arzt anzuwenden. Euphorbia gehört zu den Giftpflanzen, und eine Überdosierung kann zu Vergiftungen führen. Die Nichteinhaltung der Mengenverhältnisse bei der äußerlichen Anwendung kann zu Hautreizungen oder Hautentzündungen führen. Es darf nicht zugelassen werden, dass der Milchsaft mit den Schleimhäuten in Kontakt kommt. Die Wolfsmilch ist eine wunderbare Pflanze, die Räume jeder Art schmücken kann. Sie eignet sich hervorragend für heiße Südfenster. Aber man sollte ihre Giftigkeit nicht vergessen und äußerst vorsichtig sein, besonders wenn Kinder im Haus sind. Video über die beliebte Zimmerpflanze Wolfsmilch: