Wir setzen auf Schwarz. Wie man essbaren Holunder nicht mit giftigem verwechselt

Grundlegende Holunderarten

Als am weitesten verbreitet gelten der schwarze Holunder und der rote Holunder. Der schwarze Holunder (Sambucus nigra) — dies ist genau die Art, die in der Küche und Kräutermedizin weit verbreitet ist. Seine Früchte sind essbar und besitzen zahlreiche nützliche Eigenschaften. Sie können zur Herstellung von Marmelade, Sirupen und Tinkturen verwendet werden.

Der rote Holunder (Sambucus racemosa) enthält giftige Verbindungen und ist nicht zum Verzehr geeignet. Die Früchte des roten Holunders können Erbrechen, Durchfall und andere unangenehme Symptome hervorrufen, wenn man sie in großen Mengen isst. Die Blätter und die Rinde dieser Pflanze sind ebenfalls giftig.

Äußere Unterschiede zwischen essbarem und giftigem Holunder

Diese beiden Arten zu unterscheiden ist eigentlich einfach. Der schwarze Holunder hat dunkle, fast schwarze Beeren, die in dichten, schirmartigen Blütenständen sitzen. Sie haben einen charakteristischen süßlichen Geschmack und können bei richtiger Verarbeitung zur Zubereitung verwendet werden. Es ist wichtig zu bedenken, dass die Früchte des schwarzen Holunders erst nach einer Hitzebehandlung essbar werden, da sie in frischem Zustand leichte Magenbeschwerden verursachen können.

Der rote Holunder hingegen hat leuchtend rote Beeren, die weniger ansprechend aussehen und einen säuerlicheren Geschmack haben. Diese Beeren wachsen in lockeren Blütenständen, und ihre Farbe kontrastiert mit den dunklen Beeren des schwarzen Holunders. Wenn Sie bemerken, dass die Früchte einen roten oder orangefarbenen Farbton haben, ist es am besten, sie zu meiden und gar nicht zu probieren. Es lohnt sich auch, auf die Größe und Form der Beeren zu achten: bei schwarzem Holunder sind die Früchte größer und sind runder, während beim roten Holunder sie klein und länglicher sind.

«Ja, viele Gärtner schreckt diese Verwandtschaft des schwarzen Holunders ab, — betont Andrei Tumanow. — Aber beispielsweise sind auch beim Geißblatt fast alle Verwandten giftig.»

Ernte und Verarbeitung von Holunder

Wählen Sie Holunder, der in sauberen Ökosystemen wächst, fern von Straßen und Industriegebieten. Dies hilft, die Anreicherung schädlicher Stoffe in den Beeren zu vermeiden. Sammeln Sie die Früchte bei klarem, sonnigem Wetter, wenn sie voll ausgereift sind und die charakteristische kräftige Farbe angenommen haben. «Die Beeren des Holunders sind im reifen Zustand essbar. Im unreifen Zustand — ungenießbar. Denken Sie an Tomaten. Grüne unreife Tomaten sind übrigens auch giftig.», — erinnert Andrei Tumanow.

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Nach dem Sammeln der Beeren ist es wichtig, sie richtig zu verarbeiten. Schwarzen Holunder kann man für Marmeladen, Kompotte und Säfte verwenden. „Abgesehen davon, dass Holunder der Marmelade oder dem Kompott einen interessanten Geschmack verleiht, verändert er auch die Farbe zu einem edlen Granatrot“, sagt der Experte.

Vor der Zubereitung müssen alle Zweige und Blätter entfernt werden, da sie giftige Substanzen enthalten können. Die Beeren müssen gründlich gewaschen und abgekocht werden, was hilft, schädliche Verbindungen abzubauen. Noch einmal zur Erinnerung: Der Verzehr von frischen schwarzen Holunderbeeren ohne vorherige Hitzebehandlung kann abführende Wirkungen hervorrufen, daher ist es am besten, sie nach der Zubereitung zu verwenden.

Nützliche Eigenschaften von Holunder

Schwarzer Holunder ist eine Quelle für die Vitamine C und A und besitzt immunmodulierende und entzündungshemmende Eigenschaften. Aus seinen Früchten werden verschiedene Tinkturen und Abkochungen zubereitet, die bei Erkältungen, Grippe und anderen Krankheiten helfen.

Nutzen von Holunder im Garten

Schwarzer Holunder ist ein sehr anspruchsloser Zierstrauch. Er wächst praktisch ohne jede Pflege.

„Man kann einfach schwarzen Holunder pflanzen, aber man kann auch nach einigen interessanten Sorten suchen. Es gibt sie in vielen verschiedenen Formen und Farben. Grüne, rötliche und sogar dunkelburgunderrote“, erzählt Tumanow. „Fliegen, Mücken und andere Stechmücken mögen Holunder nicht. Deshalb wird dieser Strauch oft irgendwo in der Nähe der Toilette gepflanzt. Natürlich ist das kein radikales Mittel, aber es nützt. Übrigens verwenden Gärtner manchmal Zweige und Blätter des Holunders als Insektizid und Akarizid – also gegen schädliche Insekten und Milben. Auch keine radikale Lösung, aber einen Versuch wert. In der Regel wird schwarzer Holunder durch Stecklinge vermehrt. Sie bewurzeln leicht. Daher sollten Sie sich nicht die Mühe machen, ihn irgendwo zu kaufen: Wenn Sie einen schönen Holunder sehen, schneiden Sie ein Steckchen ab.“

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