Die meisten Besitzer von Gartengrundstücken geben für ihre Datschen zwei- bis dreimal so viel Geld aus wie eigentlich nötig, teilte der Vorsitzende des Verbandes der Datscha-Besitzer der Region Moskau, Abgeordneter der Staatsduma Nikita Tschaplin, mit.
«Die Datscha soll Freude bringen, keine finanziellen Probleme, — sagt Tschaplin. — Wenn man die Ausgaben vernünftig angeht, kann man das gesparte Geld für einen komfortablen Urlaub oder die Verbesserung der Infrastruktur des Grundstücks verwenden.»
Fünf Regeln für vernünftige Datscha-Ausgaben von Nikita Tschaplin
1. Boden: Zahlen Sie nicht zu viel für 'angereicherte' Erde.
Viele Datscha-Besitzer kaufen sofort teure fertige Erdmischungen, obwohl man ein Vielfaches sparen kann. Statt der 'Premium'-Erde für 5 € nehmen Sie normale Erde (derselbe Beutel kostet 1 €) und fügen Sie einen Universaldünger hinzu, z. B. Nitroammophoska (0,50 € pro Tube, genug für 200 Liter Lösung). Am Ende belaufen sich die Kosten auf 1,50 € statt 5 €. Der Effekt ist der gleiche.
2. Schädlingsbekämpfungsmittel: Konzentrate sind günstiger als Sprays.
Fertige Aerosole gegen Kartoffelkäfer oder Blattläuse sind teuer (ab 3 € pro Flasche) und halten nicht lange. Viel günstiger ist es, ein Insektizid-Konzentrat für 2 € zu kaufen und in Wasser zu verdünnen. Ein Beutel reicht für 100–200 Liter Arbeitslösung – Sie können den gesamten Garten mehrmals pro Saison behandeln. Ersparnis: mindestens 10 €.
3. Gewächshäuser: Folie oder Polycarbonat.
Bei begrenztem Budget verwenden Sie besser verstärkte Folie (20–30 € pro Rolle). Bei sorgfältiger Nutzung hält sie zwei bis drei Saisons. Polycarbonat ist zwar haltbarer, kostet aber mehr als 150 € für ein Gewächshaus. Das ergibt eine Ersparnis von 120 €. Diesen Betrag können Sie für Setzlinge oder ein Tropfbewässerungssystem ausgeben.
4. Setzlinge: Jagen Sie nicht den 'Edelsorten' hinterher.
Stecklinge von Apfelbäumen oder Johannisbeeren kann man bei Nachbarn auf der Datscha oft kostenlos bekommen, Setzlinge guter Sorten in bewährten Betrieben findet man für 3–5 € pro Stück. In einer solchen Situation einfach 10–15 € für denselben Setzling in 'Edel'-Baumschulen auszugeben, ist reine Geldverschwendung.
5. Werkzeug: Nicht immer ist professionell gleich besser.
Eine Kettensäge für 300 € wird im Forstbetrieb benötigt, nicht von einem Hobbygärtner auf einem 600 m² großen Grundstück. Stattdessen kann man die einfachste elektrische Säge für 50 € nehmen. Auch ein teurer Motorhacke ist bei diesem Arbeitsvolumen überflüssig, ein Handgrubber für 15 € reicht aus. Die eingesparten 200–250 € ermöglichen den Kauf von hochwertigem Saatgut, die Einrichtung eines Bewässerungssystems oder die Zubereitung eines schönen Grilltisches für die Feier.