Die Heimat der Chrysanthemen ist Ostchina, die Koreanische Halbinsel und Japan. Zahlreiche Sorten sind in Kultur verbreitet und stellen komplexe Gartenhybriden dar.
Die Stängel der Blüten sind im unteren Teil halbverholzt, meist reich verzweigt und bilden kompakte kugelförmige, säulenförmige oder ausladende Büsche. Die Blätter sind wechselständig, einfach, länglich-eiförmig, gelappt oder gekerbt am Rand, kahl, meist dunkelgrün, dekorativ und duften spezifisch. Das Wurzelsystem ist faserig.
Die Pflanzen bilden mehr oder weniger reichlich Wurzelausläufer, die ausläuferartige Triebe darstellen. Der Blütenstand ist ein Köpfchen aus zahlreichen Röhren- und Zungenblüten unterschiedlicher Färbung mit einem Durchmesser von bis zu 10 cm.
Nach der Blütenstandsform werden sie in Gruppen eingeteilt: Einfachblühende — der Blütenstand ist flach, die Zungenblüten in 1-5 Reihen, die Röhrenblüten bilden eine mittlere Scheibe; Halbgefüllte — der Blütenstand ist flach, die Scheibe ist von 6 oder mehr Reihen Blüten umgeben; Gefüllt-flache — der Blütenstand ist flach, besteht aus Zungenblüten, die Scheibe tritt nicht hervor; Gefüllt-pomponförmige — der Blütenstand ist kugelförmig oder halbkugelförmig.
Die Sorten unterscheiden sich auch in der Wuchsintensität und Blütezeit. Die Blüte ist in der Regel reichlich, an einer Pflanze entwickeln sich 200 bis 1500 Blütenstände. Chrysanthemen benötigen einen offenen Standort, mäßige Feuchtigkeit und nährstoffreiche Böden. Der Boden muss bereits im Herbst für die Pflanzung vorbereitet werden.
Beim Umgraben werden pro m2 2-3 kg Mist und 30-40 g Superphosphat eingearbeitet. Kali- und Stickstoffdünger werden während der Vegetationsperiode als Beigaben in den Boden eingebracht. In der ersten Zeit nach dem Pflanzen benötigen die Pflanzen reichlich Wasser. Nach dem Anwachsen wird die Bewässerung reduziert. Die weitere Pflege der Chrysanthemen besteht aus Düngen, Lockern des Bodens und Unkrautbekämpfung.
Die erste Düngung erfolgt zu Beginn der Knospenbildung. 30-40 g Superphosphat und 20-30 g Ammoniumnitrat pro m2 werden gleichmäßig auf der Bodenoberfläche verteilt, durch Lockern eingearbeitet und bewässert. Während der intensiven Wachstums- und Knospenentwicklungsphase werden zwei weitere Düngungen durchgeführt, wobei 35 g Superphosphat, 20 g Kalisalz und 30 g Ammoniumnitrat pro m2 ausgebracht werden.
Kleinblütige Hybrid-Chrysanthemen überwintern bei uns ohne Schutz. Allerdings wirken sich manche Winter mit häufigen Tauwetterperioden, gefolgt von Frösten unter -15, -20 °C, schädlich auf die Chrysanthemen aus. Nach der Überwinterung im März-April werden die alten Stängel möglichst tief abgeschnitten, ohne Stümpfe über der Bodenoberfläche zu hinterlassen, und von der Fläche entfernt. In die Zwischenräume werden Superphosphat und verrotteter Mist eingebracht.
Ohne Umpflanzen und Erneuerung behalten Chrysanthemen bei richtiger Pflege 2-3 Jahre lang ihre hohe dekorative Qualität. Werden sie länger nicht umgepflanzt, wuchern die Büsche, die Blütezeit verschiebt sich nach hinten und die Blütenstände werden kleiner.
Chrysanthemen können recht vielseitig verwendet werden. Sie eignen sich im Herbst hervorragend als Schnittblumen, da sie reich blühen und eine große Vielfalt an Formen und Farben der Blütenstände bieten. Für Garten- und Parkanlagen eignen sie sich zur Gestaltung von großen und kleinen Gruppen sowie Blumenbeeten. Niedrig wachsende Chrysanthemensorten eignen sich gut als Beetumrandung. Gruppierungen aus verschiedenen Chrysanthemensorten mit harmonischen Farbkombinationen vor einem Rasenhintergrund sind ebenfalls reizvoll. Es wird empfohlen, sie auf Lichtungen mit guter räumlicher Übersicht zu platzieren. Späte Sorten können als Topfpflanzen verwendet werden.