Vorsitzender des Moskauer Gärtnerverbandes, Agronom Andrej Tumanow half zu klären, welche automatischen Bewässerungssysteme es gibt, für wen sie geeignet sind und ob man ohne hohe Kosten Ergebnisse erzielen kann.
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Intelligente Systeme: bequem, aber teuer
Solche Anlagen ermöglichen tatsächlich eine vollständige Kontrolle der Bewässerung, ohne die Wohnung verlassen zu müssen. Aber der Preis — Zehntausende, wenn nicht sogar Hunderttausende Euro.
«Für den vollwertigen Betrieb eines solchen Systems wird eine stabile Wasserquelle (Wasserleitung oder Brunnen), die Verlegung von Rohren und Schläuchen auf dem Grundstück, ein Controller mit Stromversorgung und Einstellung, oft — eine Internetverbindung benötigt», — warnt der Experte.
Das macht solche Systeme eher für große Betriebe oder «Luxus-Datschen» rentabel. Für den gewöhnlichen Datscha-Besitzer mit ein paar Beeten erscheinen solche Ausgaben ungerechtfertigt.
Arten der automatischen Bewässerung
Allerdings, wenn Sie sich für ein solches System entschieden haben, dann achten Sie auf seine Art.
- Regenbewässerung. Diese Bewässerungsmethode ist besonders beliebt aufgrund ihrer Ähnlichkeit mit natürlichem Niederschlag. Auf dem Grundstück wird ein Rohrsystem mit Sprinklern verlegt, die das Wasser in feinen Strahlen versprühen. Solche «Fontänen» befeuchten den Boden gleichmäßig und sanft, ohne die Blätter oder Stängel der Pflanzen zu beschädigen.
Das System wird normalerweise in Reihen verlegt, mit der Berechnung, dass sich die Bewässerungszonen gegenseitig überlappen. Das ist besonders praktisch für Rasenflächen und Flächen mit dichter Vegetation.
Zu den Nachteilen: erfordert eine komplexe und präzise Einstellung. Schwer umsetzbar auf Grundstücken mit unebenem Gelände oder dichter Bepflanzung.
- Tropfbewässerung. Dies ist eine der schonendsten Methoden der automatischen Bewässerung. Das System besteht aus Rohren mit Tropfschlauchstreifen oder Öffnungen, durch die das Wasser punktgenau direkt in die Wurzelzone gelangt. Das Wasser kann sowohl aus der zentralen Wasserleitung als auch aus einem auf dem Grundstück installierten Behälter zugeführt werden.
Die Methode ist ideal für Bäume, Sträucher und Pflanzen mit tiefem Wurzelsystem.
- Unterirdische Bewässerung. Eine solche automatische Bewässerung wird unter der Erde installiert und führt das Wasser direkt in die durchwurzelte Schicht zu. Das System besteht aus Rohren mit kleinen Öffnungen, durch die das Wasser langsam und in kleinen Portionen zugeführt wird.
Diese Lösung ist ideal für Grundstücke mit eingeschränkter Wasserversorgung, da sie den Wasserverbrauch erheblich senkt. Allerdings ist die Installation des Systems — ein arbeitsintensiver und kostspieliger Prozess, im Falle einer Störung muss der Boden zur Reparatur geöffnet werden.
- Versenkregner. Es handelt sich um Geräte, die unsichtbar bis zum Einschalten sind. Sie «tauchen auf» aus dem Boden während der Bewässerung und ziehen sich danach automatisch zurück.
Die Sprinkler werden an die allgemeine Wasserversorgung angeschlossen und automatisch nach einem festgelegten Zeitplan gesteuert. Diese Art der automatischen Bewässerung ist besonders beliebt auf Zierrasenflächen und in der Landschaftsgestaltung. Sie haben die höchsten Kosten für Ausrüstung und Montage und erfordern ein durchdachtes System für Wasserleitung und Druckkontrolle.
«In der Tat begnügen sich die meisten Gärtner mit der bewährten Klassik: einem Fass mit sonnenerwärmtem Wasser und einem Schlauch. Wenn es eine Hauptwasserleitung gibt — gut. Wenn nicht — hilft Regen- oder vorher aufgefangenes Wasser», — fasst der Gärtner zusammen.
Methoden zur Feuchtigkeitserhaltung
Wenn Sie nicht bereit sind, viel Geld für die automatische Bewässerung auszugeben, so gibt es Möglichkeiten, die Feuchtigkeit in dem Boden zu halten.
Lockern. Eine der wirksamsten und dabei kostenlosen Methoden, Feuchtigkeit zu bewahren — ist das Lockern des Bodens nach Regen oder Bewässerung.
Warum ist das wichtig?
Erstens wirkt die sich nach dem Gießen bildende Bodenkruste wie ein Verdunster. Sie beginnt schnell, Feuchtigkeit zu entziehen. Folglich verliert ungelockerter Boden schneller Feuchtigkeit, besonders in der Hitze. Zweitens zerstört das Lockern diese Kruste und schafft eine Luftschicht, die die Verdunstung verlangsamt. Dieser Vorgang wird «trockenes Gießen» genannt.
Für dieses «Gießen» kann man Rechen, Hacken, Handkultivatoren — alles, was gerade zur Hand ist, verwenden. Darüber hinaus hilft das Lockern gleichzeitig, sich von einjährigen Unkräutern zu befreien.
Mulch. Eine weitere wirksame und zugängliche Methode — das Mulchen. Mulch — ist ein lockeres Material, mit dem die Bodenoberfläche bedeckt wird. Es lässt den Boden nicht überhitzen, verhindert die Verdunstung von Feuchtigkeit, schützt die Pflanzenwurzeln und unterdrückt das Unkrautwachstum.
Für das Mulchen eignen sich Kompost, Torf, Sägemehl, Stroh, gemähtes Gras, Baumrinde (dekorativ oder gewöhnlich), sogar alte Zeitungen oder Pappe.