Kann man Bananen im Moskauer Umland anbauen? erkundigte man sich bei der pädagogischen Organisatorin des Zentrums für ökologische Bildung des Moskauer Pionierpalastes, Olga Schimkowitsch, die sich um die Pflanzen kümmert, darunter auch um die Bananen, im Botanischen Garten.
«Bananen kann man auf der Datscha anbauen, aber nur im Wintergarten, Orangerie oder Gewächshaus und in geschützter Erde. Es gab Fälle, in denen sie im Freiland angebaut wurden, aber das waren experimentelle Varianten. Sobald die Fröste beginnen, stirbt der gesamte oberirdische Teil ab.
Ich würde vorschlagen, Zwergsorten von Bananen in Betracht zu ziehen. Derzeit ist die Japanische Banane beliebt, ihr Name — Banane Basio. Sie ist niedrigwüchsig, bis zu zweieinhalb Meter hoch und recht widerstandsfähig für unsere Bedingungen», — erzählt die Expertin.
Ihren Worten zufolge sollte die Temperatur beim Anbau dieser Art bei etwa 20 Grad liegen.
Beim Pflanzen wird auf den Boden des Topfes eine zwei bis drei Zentimeter dicke Schicht Drainage gelegt, die aus Blähton oder Holzkohle bestehen kann. Die Erde wird aus Torf, Sand und Gartenerde (Laub- oder Rasenerde gemischt mit Kompost) zu gleichen Teilen hergestellt.
Bananen sind anspruchslos, benötigen aber ausreichend reichliches Gießen. Wie erkennt man, dass die Pflanze Wasser braucht? Wenn die Erde bis zu einer Tiefe von zwei Zentimetern ausgetrocknet ist, dann ist es Zeit.
Außerdem muss man ihnen ausreichend Sonnenlicht bieten oder spezielle Lampen verwenden.
Neben der Japanischen Banane können in Gewächshäusern, Wintergärten und Orangerien die Spitzbanane (Musa acuminata) und die Fruchtbanane (Musa balbisiana) angebaut werden.
«Viele denken, dass die Banane — eine Palme ist, aber das ist natürlich nicht so. Sie ist kein Baum und hat nichts mit Palmen zu tun, sie sieht nur äußerlich ähnlich aus, weil sie einen hohen Stamm und ausladende Blätter hat. Die Banane — ist eine krautige Pflanze, die ein Rhizom unter der Erde und einen großen oberirdischen Spross hat. Sie bringt Blüten hervor, dann Früchte, und dann stirbt diese gesamte riesige Pflanze ab, und nur der unterirdische Teil bleibt übrig. Aus ihm beginnt sich ein neuer Spross zu entwickeln», — erklärt Olga Schimkowitsch.