Nur keine Kreide. Ein solches Tünchen der Bäume wird im Winter nicht durch Niederschläge abgewaschen.
Gärtner streiten oft — ob man Bäume im Herbst weißen sollte oder es besser im Frühjahr zu tun. Die Agronomin Irina Radischewskaja ist überzeugt, dass die Pflanzen gerade nach der Vegetationsperiode diesen Vorgang benötigen, daher sollten die Stämme im September oder Oktober behandelt werden.
Dies liegt daran, dass die schwerwiegendsten Verbrennungen die Bäume nicht im Frühling, sondern im Februar und März erleiden. Tagsüber erwärmt die helle Sonne die Rinde, nachts kühlt es abrupt ab. Infolgedessen wird die Rinde regelrecht aufgerissen, der Baum beginnt zu leiden.
Aber dabei ist es wichtig, ein Mittel zu wählen, das im Winter nicht von Schnee oder Regen abgewaschen wird, denn sonst hat es keinerlei Wirkung.
Unserer Expertin zufolge sollte man besser keine Gartenfarben auf Kreidebasis verwenden, da sie schnell abgewaschen werden. Das heißt wenn man die Bäume im Herbst streicht, bleibt im Dezember nichts mehr auf den Stämmen. Sie haben dann umsonst gearbeitet.
Nehmen Sie am besten eine beliebige weiße Farbe für Innenarbeiten. Hauptsache, sie ist hell, so reflektiert sie die Sonnenstrahlen. Ideal ist eine Farbe auf Basis von Acrylemulsionen.
Reinigen Sie vor dem Vorgang die Rinde der Bäume von Moosen, Flechten, abgestorbenen Stellen und Schädlingen. Nehmen Sie dann einen Pinsel und streichen Sie bis zum Ansatz der ersten Skelettäste. Und bestreichen Sie unbedingt deren Astgabeln, da dies bei allen Pflanzen die Schwachstelle ist.
Übrigens müssen auch junge Bäume unbedingt gestrichen werden, da die Sonnenstrahlen auch sie im Winter nicht verschonen.
Führen Sie das Tünchen unbedingt an einem sonnigen und klaren Tag durch. Und achten Sie darauf, dass laut Wettervorhersage auch in den nächsten zwei Tagen kein Niederschlag fällt.