Informationsartikel über die dekorative Pflanze aus der Familie der Doldenblütler, die Große Astrantie. Beschreibung der Blüte, Standortwahl für die Pflanzung. Vermehrungsmethoden der Großen Astrantie, Pflanzung und Pflege.
Die Pflanze mit dem schönen Sternnamen Astrantie aus der Familie der Doldenblütler mag zwar an Schönheit der edlen Rose unterlegen sein, aber sie hat dennoch ihre Verehrer. Sonst hätte sie sich nicht in allen europäischen Gärten etabliert, wo sie Anfang des 16. Jahrhunderts erschien.
Diese Beliebtheit bezieht sich auf mehrere Arten, darunter auch die Große Astrantie oder Große Sternkugel. Diese ausdauernde, üppig blühende Staude zeichnet sich durch ihre Anspruchslosigkeit aus. Die Staude wird denen gefallen, die in ihrem Garten gerne Bereiche mit natürlicher Landschaft gestalten. Wir werden erfahren, wo die Große Astrantie gern wächst, wie sie sich vermehrt, sowie die Besonderheiten des Anbaus und der Pflege.
Inhaltsverzeichnis:
Kurzbeschreibung der Großen Astrantie, Standortwahl für sie im Garten
Astrantien oder Sternkugeln haben noch einen weiteren Namen. Die Schweden nennen sie «Töchter Linnés», da genau dieser Botaniker die Beschreibung anfertigte und der Pflanze den Namen gab. Die Große Astrantie kann man als Schwester des gewöhnlichen Dills bezeichnen, der es vergönnt war, als Stern in der Familie der Doldenblütler geboren zu werden.
In freier Wildbahn kommt sie in westlichen Regionen Europas vor. Sie bevorzugt Mischwälder und offene Waldränder. Die Pflanze ist mehrjährig, hat ein gut entwickeltes Rhizom und Stängel mit einer Höhe von bis zu 0,7 m. Die Blätter sind schön, handförmig und haben 3 bis 7 Lappen.
Sie bilden eine schöne Rosette am Wurzelhals. Die Blüten sind klein, weiß — rosa, mit angenehmem Duft. Sie sind in Blütenständen — Dolden — angeordnet. Unterhalb der Dolde befindet sich eine Hülle, die von der Form her einem Sternchen ähnelt. Dank der lange nicht abfallenden Hülle behält die Pflanze lange ihre Dekorativität. Frisch wird sie für Schnittblumensträuße verwendet, und getrocknet hilft sie Floristen bei der Erstellung von Trockengestecken.
Die besten Sorten
Heutzutage werden Gartenbereiche modern, die natürlich aussehen, wie eine Ecke des Waldes oder einer Wiese. Dazu kann man sowohl die wildwachsende Große Astrantie als auch ihre Kultursorten pflanzen:
- Rubra — eine niedrige, bis 0,4 m hohe Sorte mit rosa Blüten und rosa Hülle; versamt sich selbst, wie die Wildpflanze
- Moira Reid — Blüten und Hülle weiß, die Spitzen der Hülle grün
- Snowstar — Blüten weiß, die Hülle ebenfalls weiß, aber mit sichtbaren grünen Adern
- Clarette — Blüten und Hülle purpurfarben
Standortwahl für die Pflanzung
Die ganze Schönheit der Blütenstände der Astrantie zeigt sich bei guter Sonneneinstrahlung, jedoch sollte man sie nicht in praller Sonne pflanzen. Eine leichte seitliche Beschattung ist akzeptabel. Wenn die Pflanze unter einer lichten Krone einiger Bäume gepflanzt wird, verliert sie kaum an Zierwert.
Jeder Garten- oder Ackerboden, der eine gewisse Menge an Humus und anderen Nährstoffen enthält, ist geeignet. Am besten ist ein fruchtbarer lehmiger oder sandig-lehmiger Boden mit mäßiger Feuchtigkeit. Wenn der Boden arm ist, kann die Zugabe von Humus, Rasenerde und Sand die Situation verbessern.
Wie pflanzt man die Große Astrantie?
Vor dem Pflanzen der Astrantie ist es wichtig zu wissen, dass die Pflanze bis zu sieben Jahre an einem Standort wachsen kann und nicht sehr gut auf häufige Umpflanzungen reagiert. Daher ist es wünschenswert, sie sofort am endgültigen Platz zu pflanzen. Wenn im Garten bereits ein kleiner Busch dieser Blume vorhanden ist, können junge Büsche als Pflanzmaterial verwendet werden.
Sie erscheinen im Frühjahr durch Selbstaussaat. Auch kann ein ausgewachsener Busch zur Vermehrung durch Teilung oder durch Rhizomstücke verwendet werden. Astrantien werden auch durch Direktsaat in den Boden gezogen. Normalerweise geschieht dies vor dem Winter. Samen und Rhizome können selbst gesammelt oder im Handel erworben werden.
Aussaat
Eine besondere Bodenvorbereitung ist nicht erforderlich; es reicht aus, ihn auf eine Tiefe von mehr als 15 — 20 cm umzugraben. Die Aussaat der Samen ist im Herbst wünschenswert, sie benötigen eine lange natürliche Stratifikation. Für die Aussaat eine Rinne von 1,5 cm Tiefe ziehen. Samen aussäen. Die Rinne mit Erde bedecken. Die Schicht sollte nicht dicker als 0,5 cm sein. Die Pflanzung mit einer Mulchschicht aus Torf abdecken.
Wenn die Samen Ende des Winters gekauft werden konnten, sollte die Astrantie sofort ausgesät werden, nachdem der Boden 15 cm tief aufgetaut ist. Bei günstigem Frühlingswetter erscheinen die Keimlinge an der Oberfläche. Im Alter von drei — vier Wochen müssen sie ausgedünnt werden. Bei der Samenvermehrung blüht die Pflanze meist im dritten oder sogar vierten Jahr.
Video, wie die Astrantie aussieht:
Vermehrung durch Rhizome
Wenn das Pflanzmaterial selbst gesammelt wird, können die Rhizomstücke sowohl im Frühjahr, vor dem Austrieb der oberirdischen Teile, als auch im Herbst gepflanzt werden. Dazu reicht es aus, Pflanzlöcher im Abstand von 10 — 15 cm zu machen und die Rhizomstücke hineinzulegen. Wässern und mit Erde bedecken. Wenn ein Rhizomstück Ende des Winters oder Anfang des Frühlings gekauft wurde, kann es zu Hause vorgezogen werden.
Dazu eignet sich ein kleiner Topf mit nährstoffreicher Erde. Im Frühsommer kann der gewonnene Sämling an den endgültigen Standort umgepflanzt werden.
Obwohl die Pflanze recht widerstandsfähig gegen Temperaturabfälle ist, sollte man dennoch besser abwarten, bis stabile positive Temperaturen herrschen, und erst dann die Setzlinge umpflanzen. Solche Setzlinge blühen im zweiten oder dritten Jahr.
Teilung des Busches
Für diesen Zweck eignen sich ausgewachsene Sträucher im Alter von 5 bis 7 Jahren. Das Teilen und Umpflanzen an einen neuen Standort kann entweder im Frühjahr oder im Herbst erfolgen. Die Teilungen blühen nach einem Jahr. Vegetative Vermehrungsmethoden eignen sich besser für Hybrid- und seltene Sortenpflanzen.
Pflege der Astrantie
Nach dem Pflanzen junger Pflanzen ist es wichtig, sie ausreichend mit Feuchtigkeit zu versorgen und Unkraut rechtzeitig zu entfernen. Im Sommer sollten die blühenden Pflanzen alle 6 bis 7 Tage gegossen werden, wenn es keinen natürlichen Niederschlag gibt. Bei extremer Trockenheit kann die Blütezeit drastisch verkürzt werden.

Ein rechtzeitiger Rückschnitt der verblühten Blütenstände verlängert die Blütezeit. Vor dem Wintereinbruch sollten alle oberirdischen Pflanzenteile abgeschnitten werden. Bei drohendem starkem Frost können die Pflanzstellen mit Kompost oder Humus gemulcht werden.
Es ist wichtig zu wissen, dass die Große Astrantie nicht nur eine anspruchslose, aber sehr dekorative Pflanze im Garten ist, sondern auch in der Volksmedizin verwendet werden kann. Wenn der Körper bei verschiedenen Vergiftungen gereinigt werden muss, kann aus den Wurzeln und anderen Teilen der Pflanze ein Sud zubereitet werden, der dabei hilft.