Äpfel verrotten vor den Augen. Ein Agronom nannte die fünf schrecklichsten Krankheiten von Apfelbäumen.

1. Schorf

Wie sieht es aus:

  • auf den Blättern erscheinen dunkelgrüne oder braune Flecken mit samtiger, rissiger Oberfläche, die sich schnell ausbreiten;
  • die Früchte werden mit einer rauen, schorfigen Kruste überzogen und verlieren ihr Handelsaussehen;
  • bei starkem Befall — vor­zeitiger Blattfall.

Wann tritt es auf: im Frühling oder Sommer, besonders nach Regenfällen.

Schrittweise Behandlung:

  1. In der Phase «Grüner Kegel» (Knospenschwellen) — Behandlung mit Fungiziden: «Chorus», «Flox», «Horton», «Plantenol Neo» und anderen analogen (2 g/10 l).
  2. Nach 10–14 Tagen — «Skor» oder «Rajok» auf das junge Laub (2 ml/10 l).
  3. Nach der Blüte — «Luna Transquility» oder «Signum» (in der Phase der Fruchtansätze).
  4. In der zweiten Sommerhälfte (besonders wenn es draußen feucht und kühl ist) — «Profit Gold» oder «Delan».
  5. Um die Sanierung des Gartens zu gewährleisten, muss man im Herbst das gesamte Laub entfernen, unbedingt den Baumstreifen umgraben — und den Garten in diesem sauberen Zustand für den Winter belassen.

Tipp: Pflanzen Sie Apfelbäume nicht in Senken und schattigen Lagen — dort ist Schorf am aktivsten.

2. Mehltau

Die Pilzkrankheit Mehltau zeigt sich in Form von weißem, mehligem Belag auf Blättern, Stielen und Früchten. Der weiße Belag schwächt den Baum stark.

Wie sieht es aus:

  • in frühen Stadien erscheint auf dem Baum ein weißer oder gräulicher Belag (der mit der Zeit nachdunkelt) — auf Blättern, Fruchtansätzen, Triebspitzen;
  • die Blätter rollen sich bootsförmig ein, die Triebe — kurz und schwach;
  • bei starkem Befall — verformen sich die Früchte, Blätter fallen ab, das Baumwachstum kommt zum Stillstand.

Wann tritt es auf:

Von Mai bis Juli, besonders bei heißem und trockenem Wetter.

Schrittweise Behandlung:

  1. Vor dem Knospenaufbruch — Spritzen mit einem Kontaktfungizid auf Schwefelbasis, z.B. «Thiovit Jet», «Cumulus DF», «Microthiol Special», «Vitashans», «Serpen», «Thioros» (40 g/10 l).
  2. Bei den ersten Symptomen muss die Pflanze mit Fungiziden auf Basis von Penconazol behandelt werden, z.B. «Almaz 100», «Skor», «Thiofen-Extra», «Topaz» (2 ml/10 l), und dann nach zehn Tagen wiederholen.
  3. Im Juni wenden Sie «Falcon» oder «Flint Star» an (Breitband­präparate).
  4. Entfernen Sie alle befallenen Triebe und verbrennen Sie sie, geben Sie sie in keinem Fall in den Kompost.
  5. Stärken Sie die Immunität des Baumes — dafür ist eine Blattdüngung mit Monokaliumphosphat (10 g/10 l) wichtig.

Tipp: Echter Mehltau liebt dichte Pflanzungen und Schatten — formen Sie eine offene Krone des Apfelbaums, indem Sie ihn beschneiden, und vermeiden Sie schattige Bereiche.

3. Bakterien­brand

Bakterienbrand, auch Bakteriose der Obstbäume, ist gefährlich, weil er sich blitzschnell ausbreitet, besonders bei warmem und feuchtem Wetter. Der Erreger — das Bakterium Erwinia amylovora — wird leicht durch Regentropfen, Insekten und Gartenscheren übertragen.

Wie sieht es aus:

  • junge Triebe und Blätter schwärzen vor Ihren Augen;
  • Blüten werden braun und vertrocknen, bleiben dabei am Baum;
  • Spitzen der Zweige kräuseln sich, als wären sie versengt, und bilden einen «Hirtenstab»;
  • bei feuchtem Wetter — Absonderung einer trüben, klebrigen Flüssigkeit am Stamm.

Wann tritt es auf:

Im Frühling und Sommer, bei warmem, feuchtem Wetter.

Schrittweise Behandlung:

  1. Beim Erkennen der ersten Krankheitszeichen ist es wichtig, die befallenen Triebe sofort mindestens 20–30 cm unterhalb der sichtbaren Symp­tome abzuschneiden.
  2. Beim Beschneiden des Baumes ist es wichtig, die Gartenschere nach jedem Schnitt zu desinfizieren (Alkohol, 5%ige Chlorhexidinlösung).
  3. Besprühen Sie den ganzen Baum mit einem Antibiotikum gegen Bakterien und Pilze — «Fitolawin-300» (20 ml/10 l Wasser) oder Alternativen, darunter: «Prewikur Energie», «Skor», «Ridomil Gold MZ», «Switsch».
  4. Nach zehn Tagen — ist eine erneute Behandlung mit demselben Präparat oder «Kassun» (Kasumin) erforderlich.
  5. In der Blütephase wird empfohlen, die Biopräparate «Gamair», «Alirin-B» und andere anzuwenden.
  6. Im Herbst muss ein vollständiger sanitärer Schnitt des Baumes durchgeführt werden, sowie das Weißen und die Entfernung von Pflanzenresten.
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Tipp: Stark befallene Äste können oft nicht gerettet werden. Schneiden Sie sie ohne Bedauern ab — das ist Ihre Chance, die Pflanze zu retten. Gleichzeitig verjüngen Sie den Baum.

4. Moniliose

Zuerst erscheint auf dem Apfel einfach ein brauner Fleck. Aber buchstäblich innerhalb eines Tages vergrößert er sich, und die Frucht wird mit charakteristischen grauen Sporenringen bedeckt. Dies ist die Pilzkrankheit Moniliose (Monilinia fructigena), oder Fruchtfäule, die in ein paar Wochen die gesamte Ernte verderben kann. Der Pilz gelangt durch Mikrorisse oder Insektenstiche in die Frucht.

Wie sieht es aus:

  • braune, faulende Flecken auf den Äpfeln, die sich schnell vergrößern;
  • auf der Oberfläche — graue Sporenringe (das wichtigste Unterscheidungsmerkmal);
  • «Mumien» vertrockneter Äpfel bleiben im Herbst am Baum hängen;
  • Stiel und Zweig können zu faulen beginnen — es besteht die Gefahr des Übergangs auf das Holz.

Wann tritt es auf:

Von Juli bis September, nach Regenfällen.

Schrittweise Behandlung:

  1. Bei den ersten Anzeichen sollte die Pflanze mit einem Fungizid behandelt werden: «Chorus» (3 g/10 l), «Floks», «Chorton», «Plantenol Neo» oder ähnlichen Mitteln. Besonders wichtig ist die Behandlung der Fruchtknoten.
  2. Nach 10–12 Tagen erfolgt eine erneute Behandlung mit einem anderen Fungizid — «Svitsch» oder «Teldor».
  3. Im August sollte der Apfelbaum mit Fungiziden der neuen Generation behandelt werden — sie wirken systemisch und dringen ins Innere ein. Dazu gehören «Kabrio Top», «Piramed» und andere.
  4. Es ist wichtig, alle befallenen Früchte zu entfernen und zu verbrennen — lagern Sie sie nicht im Kompost.
  5. Nach der Ernte sollte eine vorbeugende Spritzung mit «Profit Gold» oder «Delan» durchgeführt werden.

Tipp: lassen Sie die Früchte nicht durch übermäßige Feuchtigkeit aufplatzen — die Bewässerung sollte regulierbar sein.

5. Schwarzer Krebs

Dies ist keine Krankheit der Blätter oder Früchte, sondern eine Schädigung der Rinde, der Skelettäste und sogar des Stammes. Der Erreger des schwarzen Krebses, auch «Antons Feuer» genannt, ist der Pilz Sphaeropsis malorum, dessen Sporen in abgefallenen Blättern, Früchten und Rindenfalten überwintern und bis zu zwei Jahre lebensfähig bleiben. Wenn die Krankheit nicht gestoppt wird, stirbt der Baum innerhalb weniger Saisons ab.

Wie sieht es aus:

  • schwarze, runde, eingedrückte Flecken auf der Rinde;
  • die Rinde reißt, löst sich schicht­weise ab, das Holz wird schwarz;
  • Blätter und Früchte trocknen direkt am Baum ein;
  • tritt häufiger an alten oder geschwächten Bäumen auf.

Wann tritt es auf:

Manchmal entwickelt sich die Krankheit über Jahre, der Höhepunkt ist im Frühjahr und Herbst.

Schrittweise Behandlung:

  1. Entfernen Sie die befallene Rinde mit einem Messer und erfassen Sie dabei 1 cm gesunde Rinde.
  2. Behandeln Sie die freigelegte Stelle mit einer 3%igen Kupfersulfatlösung.
  3. Nach dem Trocknen mit der Paste «RanNet» oder dem Gartenbalsam «Schiwiza» abdecken.
  4. Im Frühjahr — Behandlung des Stammes mit «Kuproksat» oder «Oksichom».
  5. Entfernen Sie Äste mit starkem Holznekrose — sie erholen sich nicht.

Tipp: verletzen Sie den Stamm nicht, versiegeln Sie Schnittwunden und Frostschäden sofort, schützen Sie ihn vor Nagetieren.

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