Wenn Sie bei Ihren Zimmerpflanzen vergilbte Blätter bemerkt haben, ist dies keine Diagnose, sondern ein Signal. Meistens reagiert die Pflanze auf diese Weise auf Pflegefehler. Im Frühling tritt das Problem besonders häufig auf: mehr Licht, häufigeres Gießen, das Wachstum beginnt — und plötzlich verlieren die unteren Blätter ihre Farbe. Der Agronom hat die typischen Fehler aufgelistet, die zu vergilbten Blättern von Pflanzen auf der Fensterbank führen.
Inhaltsverzeichnis:
Überwässerung — die häufigste Ursache
Wenn die Erde lange nass bleibt — fehlt den Wurzeln Sauerstoff. Die Nährstoffe werden schlechter aufgenommen, und die Blätter beginnen gleichmäßig zu vergilben, meist von unten. In fortgeschrittenen Fällen treten Welke und ein muffiger Geruch aus dem Topf auf. Die Lösung — weniger gießen, das Substrat vollständig austrocknen lassen. Bei Wurzelfäule kann die Pflanze nur noch durch Umtopfen mit Beschneiden der beschädigten Wurzeln und lockerer Erde gerettet werden.
Austrocknung und trockene Luft
Wenn die Erde regelmäßig zu einem harten Klumpen austrocknet, verlieren die Blätter zuerst ihre Spannkraft, dann vergilben sie an den Rändern. Das Gießwasser kann an den Wänden entlanglaufen, ohne die Mitte zu durchfeuchten. Im Frühling wird die Situation durch die trockene Heizungsluft verschlimmert — das Blatt verdunstet Feuchtigkeit schneller, als die Wurzeln sie aufnehmen.
In solchen Fällen ist manchmal nicht das Besprühen, sondern ein temporäres Minigewächshaus effektiver. Die Pflanze kann teilweise von der trockenen Luft isoliert werden — zum Beispiel durch Abdecken mit einer durchsichtigen Tüte oder durch Abtrennen des Fensterbereichs mit Folie. Im Inneren entsteht eine erhöhte Luftfeuchtigkeit durch die Verdunstung der Pflanze selbst. Wichtig ist nur, die Abdeckung leicht für die Belüftung zu öffnen, damit sich kein «Treibhaus» bildet. Der Übergang zurück in die Raumluft sollte allmählich erfolgen, sonst können die Blätter austrocknen.
Nährstoffmangel
Bei Stickstoffmangel vergilben die alten Blätter. Bei Eisenmangel werden die jungen Blätter heller, während die Adern grün bleiben — das ist Chlorose. Im Frühling beginnt man vorsichtig mit der Düngung: im März — eine halbe Dosis alle 10–14 Tage (Fertika Lux, Bona Forte — für Grünpflanzen, Pokon — für grüne Pflanzen; Fertika — für Blütenpflanzen, Bona Forte — für Blütenpflanzen). Ab April wechselt man zum Standardrhythmus — alle 7–10 Tage. Bei Chlorose gibt man Eisenpräparate (Ferovit, Eisenchelat) hinzu.
Auch die Sonne kann «verbrennen»
Nach dem Winter sind die Blätter empfindlich gegenüber einem plötzlichen Anstieg des Lichts. An Südfenstern sind Verbrennungen möglich — helle Flecken, die dann vergilben. Helfen können eine allmähliche Anpassung und eine leichte Beschattung.
Die Hauptregel ist einfach: Überprüfen Sie zuerst die Bodenfeuchtigkeit und die Haltungsbedingungen, und nehmen Sie erst dann Änderungen vor. In den meisten Fällen ist die Gelbfärbung — eine Reaktion auf die Pflege, die leicht korrigiert werden kann.