Was tun, wenn die Wintersaaten im Garten nicht aufgegangen sind?

Winteraussaaten von Karotten, Rüben und einigen anderen Gemüsesorten sind bei russischen Hobbygärtnern sehr beliebt. Erstens spart dies erheblich Zeit in der Hochsaison der Aussaat, sodass man sich auf eine größere Anzahl von Kulturen konzentrieren kann, die man anbauen möchte. Zweitens eignet sich die Karotte, eine zweijährige Kultur, die im Frühjahr ausgesät wird, nur für den Verzehr im selben Jahr, während die Wintersaat lange gelagert werden kann. Aber nach allen Anzeichen ist es bereits Zeit, dass sie erscheinen, und sie sind immer noch nicht da. In der Zwischenzeit vergeht die kostbare Zeit. Wie soll man in einer solchen Situation vorgehen? Wir fragen einen Experten.

Antwortet der Agronom:

— Es ist unnötig, sofort den Kopf zu verlieren und sich eilig mit der Neuaussaat zu befassen. Machen Sie sich keine Eile. Versuchen Sie zunächst, sich mit den vorhandenen Ressourcen auseinanderzusetzen. Es kann natürlich viele Gründe dafür geben, dass die Wintersaat nicht geklappt hat.

Die häufigste ist die Qualität der Samen. Es ist gut möglich, dass Sie keine vorherige Kalibrierung durchgeführt haben, um leere Samen auszusortieren. Ebenso wahrscheinlich ist, dass Sie den Aussaatzeitpunkt verpasst haben oder etwas mit dem Boden, seiner Zusammensetzung, nicht stimmt.

Auch Verstöße — ob bewusst oder unbewusst — bei der Saattiefe sind nicht auszuschließen: Im Herbst muss man die Samen nicht nur in größerer Menge säen (etwa 30 % über der Norm), sondern auch tiefer einbringen als bei Frühjahrsaussaaten.

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Kurz gesagt, es kann viele Gründe für das Scheitern geben, aber Sie können sie jetzt nicht genau bestimmen. Daher müssen Sie sich von vornherein einreden, dass es keine Fehler gab, und einige zuverlässige Methoden zur Stimulierung des Auflaufens ausprobieren.

Lockern Sie zunächst vorsichtig das Beet der Wintersaat. Vorsichtig, aber gründlich — es wird vermutet, dass den potenziellen Keimlingen schlichtweg Sauerstoff fehlt. Parallel dazu können Sie kleine Mengen Torf und Sand einbringen — es ist durchaus möglich, dass dies in Kombination das Erscheinen der gewünschten Sämlinge begünstigt.

Eine weitere stimulierende Maßnahme ist eine außerplanmäßige zusätzliche (aber nicht zu üppige) Grunddüngung mit Basiselementen. Die größte Wirkung wird erfahrungsgemäß mit verdünntem Hühnermist oder granuliertem Harnstoff erzielt. Diese Düngemittel sollten zwischen den Reihen ausgebracht werden.

Auch die Möglichkeit einer Unterkühlung sollte ausgeschlossen werden. Versuchen Sie, das Beet leicht mit Wasser von Raumtemperatur zu gießen und es für einige Zeit mit Folie abzudecken, um einen Treibhauseffekt zu erzeugen.

In der Regel haben alle aufgeführten Maßnahmen — bei ansonsten gleichen Ausgangsbedingungen — eine positive Wirkung, und die Wintersaaten kommen zum Vorschein, was später die erwartete Ernte bringt. Und nur wenn sie keine Wirkung gezeigt haben, muss man zur Neuaussaat übergehen. Aber nicht früher.

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