Unter erfahrenen Gärtnern herrscht die Meinung, dass man eine so wichtige Frage wie die Vermessung des Grundstücks im Winter besser nicht angehen sollte. Die Wetterbedingungen, so heißt es, könnten die Genauigkeit dieses Prozesses beeinträchtigen (die Schneedecke verzerrt das Gelände visuell), was wiederum zu Streitigkeiten und Gerichtsverfahren führen kann. Aber stimmt das wirklich?
Antwortet Katasteringenieur Sergei Bucharow:
— Die Wetterbedingungen sowie die Jahreszeit haben keinerlei Einfluss auf die Möglichkeit der Durchführung der Vermessung und die Genauigkeit ihrer Ergebnisse. Tatsache ist, dass diese Art von Katasterarbeiten keine Koordinierung von Stromleitungen, Rohrleitungen, Gasleitungen sowie Höhenmarkierungen im Lageplan des Grundstücks erfordert. Ebenso wenig stört der Winter die Klärung der Grenzen — sie erfordert die Ermittlung der Koordinaten des Grundstücks, dem bereits eine Katasternummer zugewiesen wurde, d. h. die Vermessung dieses Grundstücks wurde bereits durchgeführt.
Allerdings möchten wir die Gärtner auf Folgendes aufmerksam machen. Die Vermessung sollte nur geprüften Organisationen mit entsprechendem Zertifikat anvertraut werden, da nur dies die Aktualität und Funktionsfähigkeit der bei der Vermessung verwendeten geodätischen Geräte gewährleistet. Bei der Verwendung veralteter Geräte sind tatsächlich Fehler möglich, aber sie sind auch zu jeder anderen Jahreszeit möglich.