Innerhalb des geschlossenen Raums des Gewächshauses entsteht ein besonderes Mikroklima, das für das Pflanzenwachstum und eine gute Ernte günstig ist. Ein robustes und zuverlässiges Gewächshaus in Hausform ermöglicht das Pflanzen verschiedener Sorten und Hybriden, auch hochwachsender. Um Tomaten im geschlossenen Boden richtig zu gießen, sollten die wichtigsten Faktoren berücksichtigt werden, die die Gesundheit und den Ertrag der Pflanzen beeinflussen.
Inhaltsverzeichnis:
Wie oft müssen Tomaten gegossen werden
Feuchtigkeitsliebende Tomaten sind sehr empfindlich gegenüber zu viel Wasser. Die Boden- und Luftfeuchtigkeit im Gewächshaus aus Polycarbonat wird künstlich reguliert, daher besteht die Gefahr von Fehlern beim Gießen. Eine falsche Bewässerungsroutine führt zu Pilzkrankheiten und Fäulnis des Wurzelsystems. Feuchtigkeitsmangel führt zu Wachstumsverzögerung und Welken der Blätter. Die Organisation optimaler Feuchtigkeitsbedingungen hilft, eine gute Ernte kräftiger Pflanzen und süßer Früchte zu erzielen.
Wie oft die Pflanzen im Gewächshaus gegossen werden sollten, hängt von folgenden Faktoren ab:
- Im Gewächshaus ist es bei sonnigem Wetter sehr heiß, daher sind effektive Belüftung und qualitativ hochwertige Bewässerung erforderlich;
- Bei bewölktem und kühlem Wetter wird die Bewässerungshäufigkeit reduziert;
- Die Normen und die Häufigkeit der Bewässerung werden unter Berücksichtigung des Wachstumsstadiums der Setzlinge festgelegt.
Beim Umpflanzen der Setzlinge werden in das Pflanzloch bis zu 4 Liter Wasser gegossen. Eingewurzelte Tomaten werden nach 8-10 Tagen gegossen, wenn sich das Wurzelsystem vollständig angepasst hat. Danach wird 2 Mal pro Woche mit 2 Litern gegossen, an heißen Tagen bis zu 3 Liter.
Während der Blütezeit wird einmal pro Woche mit einer Gesamtmenge von bis zu 5 Litern pro Busch gegossen. Während der Fruchtbildung wird die Bewässerungshäufigkeit auf 2 Mal pro Woche erhöht, die Nennmenge beträgt bis zu 5 Liter pro Pflanze.
Mit zunehmender Reife der Früchte werden die Büsche nicht übermäßig bewässert, da die Tomaten sonst aufplatzen und geschmacklos werden. Die Bewässerungshäufigkeit wird auf 1 Mal pro Woche reduziert, pro Busch werden bis zu 3 Liter Wasser ausgegossen.
Methoden zum Gießen von Tomaten
Erfahrene Gärtner verwenden verschiedene Methoden zum Gießen von Tomaten, berücksichtigen die Durchschnittstemperatur, die Sorten und die Anzahl der Pflanzen sowie die Abmessungen des Gewächshauses. Durch einen ganzheitlichen Ansatz wird der Tomatenertrag gesteigert.
Tropfbewässerung
Die universelle Methode der Tropfbewässerung eignet sich für Gewächshäuser jeder Größe. Zu den Vorteilen gehören das direkte Eindringen der Wassertropfen unter die Wurzel der Pflanze, die Erhöhung der Luftfeuchtigkeit im Gewächshaus und die Möglichkeit der Bewässerung unabhängig von der Tageszeit.
Bewässerung mit dem Schlauch
Die Verwendung eines Gartenschlauchs ermöglicht es, das Wasser direkt unter die Wurzel der Pflanze zu leiten und die Blätter zu vermeiden. Das Wasser sollte vorzugsweise aus einem Behälter, z. B. einem auf einer Erhöhung stehenden Fass, entnommen werden. Nachdem es sich in der Sonne auf eine angenehme Temperatur erwärmt hat, wird abends durch Schwerkraft unter jeden Busch gegossen.
Bewässerung mit Trichtern und Flaschen
Eine einfache und kostengünstige Methode mit Plastikflaschen oder Trichtern vermeidet oberflächliche Bewässerung, da die Feuchtigkeit tief in den Boden eindringt. Diese Methode wird gewählt, wenn eine Tropfbewässerung nicht installiert werden kann oder bei seltener Bewässerung.
Ein Trichter besteht aus einer Plastikflasche mit abgeschnittenem Boden. In den Flaschenhals wird ein Rohr gesteckt, durch das die Feuchtigkeit unter den Strauch geleitet wird. Die Bewässerung mit einer Plastikflasche ahmt die Tropfbewässerung nach: Im Behälter werden viele kleine Löcher gemacht und dieser mit dem Hals nach oben in die Erde eingegraben. Das Wasser in den Flaschen sollte warm sein, der durchschnittliche Verbrauch bei dieser Methode beträgt 5 Liter pro Strauch.