Muss man Sträucher freigraben, wenn sie 'bis über den Kopf' mit Schnee bedeckt sind?

Die starken Schneefälle in diesem Dezember haben zusammen mit der Zufriedenheit über den lange nicht mehr erlebten richtigen Winter bei manchen Gärtnern große Besorgnis ausgelöst – es ist einfach zu viel Schnee auf ihre Grundstücke gefallen. Viele Sträucher – sowohl Beerensträucher als auch Ziersträucher – wurden buchstäblich unter einer Schneelawine begraben. Muss man sie in solchen Fällen befreien oder nicht?

Der Agronom Pjotr Sinkowski antwortet:

— In diesem Fall haben Gärtner zwei Handlungsmöglichkeiten, und beide hängen vollständig von den vorherrschenden Wetterbedingungen ab. Wenn die Fröste anhaltend sind und in absehbarer Zukunft nicht durch Tauwetter abgelöst werden oder im Gegenteil eine Verstärkung bevorsteht, dann muss die vollständige Schneedecke nicht gestört werden. Man kann sich nur freuen: Die Natur hat die Schutzarbeit für Sie übernommen. Denn bei weniger Schnee müssten Sie ihn selbst höher auf die meisten frühlingsblühenden Sträucher aufwerfen. Denn sie haben bereits seit der letzten Saison Blütenknospen gebildet, und diese mögen Kälte nicht besonders. Frostharte halten stand. Nicht frostharte Sträucher leiden und benötigen Schneeschutz. Daher ist eine durchgehende Schneedecke sehr nützlich für alle Arten von Johannisbeeren, Stachelbeeren, jungen Himbeeren, sowie für Heckenkirschen, Berberitzen, Spieren, Forsythien, Mahonien und viele andere.

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Aber das war die erste Option. Die zweite Option: Das Tauwetter steht unmittelbar bevor, der Temperaturanstieg nicht nur auf Null, sondern auf leicht positive Werte. Dann ist es besser, die Überschüsse zu beseitigen, aber nachdem die Kälte zurückkehrt, die Schneedecke sofort wieder in vollem Umfang herzustellen. Andernfalls wird das Temperaturungleichgewicht die bereits erwähnten Blütenknospen zerstören, und folglich kann man einen erheblichen Teil der Ernte verlieren. Daher müssen Sie einen Ausflug zur Datsche machen und Ihren Schützlingen helfen.

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