Je nach Aussaatzeitpunkt können Stiefmütterchen fast zu jeder Zeit blühen – ihrer Natur nach sind sie äußerst anpassungsfähig.
Lange Zeit wurden Stiefmütterchen als klassische Zweijährige angebaut, aber man kann sie auch als Einjährige und sogar als mehrjährige Pflanzen kultivieren.
Inhaltsverzeichnis:
Lesen Sie mehr:
Stiefmütterchen als Einjährige
Damit Stiefmütterchen im ersten Jahr blühen, sät man sie Ende Februar bis Anfang März aus. Für die Anzucht verwendet man eine leicht saure Erde mit einem pH-Wert von 5,5–6 (fertige Erde ist möglich). Die Samen werden in Rillen gesät und mit einer 4–5 mm dicken Erdschicht bedeckt. Bei optimaler Temperatur (+17…+20 °C) erscheinen die Keimlinge nach 4–7 Tagen. Die Erde wird mäßig feucht gehalten: übermäßige Feuchtigkeit führt zu Schäden durch die "Schwarze Bein"-Krankheit.

Stiefmütterchen-Setzlinge
Eine Woche nach dem Auflaufen der Keimlinge wird die Temperatur auf +13…+17 °C gesenkt und sie werden mit Stickstoff- und Kaliumdünger (etwa 11,5 g/l) versorgt. Danach düngt man einmal pro Woche mit einem komplexen schnell löslichen Dünger mit einem ungefähren Verhältnis von Stickstoff : Phosphor : Kalium (20 : 10 : 20).
Die Sämlinge werden im Zweiblattstadium in Kassetten mit einem Zelldurchmesser von 6–7 cm pikiert, die Temperatur wird auf +10…+13 °C gesenkt und weiterhin wöchentlich mit komplexen Düngemitteln mit Spurenelementen gedüngt. Nach 10–11 Wochen blühen die Jungpflanzen und sind bereit für die Auspflanzung ins Freiland. Das Umpflanzen vertragen sie ausgezeichnet.

Stiefmütterchen im Garten
Stiefmütterchen als Zweijährige
Wenn Stiefmütterchen als Zweijährige kultiviert werden, sät man die Samen Ende Juni bis Anfang Juli ins Freiland. Die nach 6–12 Tagen erscheinenden Sämlinge werden pikiert. Ende August werden die Pflanzen an ihren endgültigen Standort im Abstand von 25 x 25 cm gepflanzt und für den Winter gemulcht. Im folgenden Jahr blühen sie Mitte Mai.
Können Stiefmütterchen in der Mittelzone mehrjährig sein?
Im Prinzip ja. ABER. Normalerweise stirbt ein Teil der Pflanzen nach der zweiten Überwinterung ab, und die dekorative Wirkung der übrigen nimmt stark ab: Es bilden sich lange, kriechende Stiele, die Blüten werden kleiner. Wenn Sie im Oktober die Blütentriebe abschneiden und nur dichte Rosetten stehen lassen, überwintern die Pflanzen besser und erfreuen wieder mit früher Blüte, aber diese wird nicht mehr so üppig sein, daher ist es sinnvoll, neue Setzlinge bereitzuhalten.