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Anbau von Obstbäumen an Spalieren
Wenn Sie in Ihrem Garten etwas Ungewöhnliches anbauen möchten, verpflanzen Sie Apfel- und Birnbäume auf Spaliere. Es erfordert einige Mühe, aber das Ergebnis wird außergewöhnlich beeindruckend sein. Im Frühling versinken die Fassaden mit den Gitterkonstruktionen an den Wänden in einem Meer von Blüten, und im Sommer schauen die reifen Früchte verlockend durch das dunkelgrüne Laub.
An Spalieren bestimmter Form können sogar wärmeliebende Früchte wie Aprikosen oder Pfirsiche angebaut werden. Sie reifen an der Sonnenseite des Hauses auch an Orten gut, an denen das Klima recht rau und für den Anbau solcher Kulturen wenig geeignet ist.
Robustere Apfel- und Birnensorten werden bei richtigem Schnitt kompakter und liefern auch an der Ost- und Westseite des Hauses, die normalerweise nicht für solche Zwecke genutzt werden, eine Ernte aromatischer Früchte.
Stellen Sie sich vor: Sie verlassen das Haus und pflücken einen reifen Apfel, der direkt an der Wand wächst.
Die Steinmauer speichert Wärme und schafft günstige Bedingungen für die Pflanzen. Obstbäume an Wandspalieren schmücken nicht nur das Haus, sondern schützen es auch an besonders heißen Tagen vor Überhitzung.
Hecke aus aufgereihten Apfel- oder Birnbäumen in vertikaler Linie – eine weitere interessante Anwendungsmöglichkeit für Spaliere. Sie unterteilt den Garten in Zonen.
Eine lichtdurchlässige Hecke aus kunstvoll geschnittenen Obstbäumen wird zu einer echten Gartendekoration.
Alles an die Spaliere!
Es ist wichtig, dass das Spalier – eine Konstruktion aus Holz oder Draht – stabil und fest im Boden verankert ist und das Gewicht der Pflanze tragen kann. Überlegen Sie, wie Sie es reparieren werden, denn Obstbäume leben lange. Der Schnitt, um den Bäumen die gewünschte Form zu geben, erfordert zwar gewisse Fähigkeiten, ist aber nicht übermäßig aufwendig, wenn man geeignete Arten und Sorten wählt.
Der Spalierdraht verformt sich leicht, daher muss er vor dem Anbinden der Triebe zusätzlich nachgespannt werden.

Weidenruten sind ein natürliches Bindematerial. Mit der Zeit lässt ihre Bindungskraft nach, sodass keine Gefahr besteht, dass die Ruten in die Rinde der wachsenden Äste einwachsen.

Spalierformen
Horizontaler zweischenkliger Kordon — Zwei Zweige werden waagerecht in entgegengesetzte Richtungen geführt und an den straff gespannten Draht gebunden. Die anschließend erscheinenden Seitentriebe werden eingekürzt.
Fächerpalmette — die Seitentriebe werden waagerecht nach rechts und links vom Stamm oder diagonal nach oben geführt.

Senkrechte Palmette — der Mindestabstand zwischen den einzelnen „Etagen“ sollte 30 cm betragen.
Die am besten geeignete Form der Spaliere für Aprikosen, Pfirsiche sowie Sauerkirschen und Süßkirschen ist die Fächerpalmette.
Steinobst für Fächerspaliere
1. Zu den Flachpfirsichen gehört die Sorte ‘Nikitski ploski’. So werden sie wegen der charakteristischen Form der Früchte genannt. Das saftige Fruchtfleisch löst sich leicht vom Stein und verliert beim Anbeißen fast keinen Saft.

2. ‘Trjumf severny’ – eine der zuverlässigsten Aprikosensorten für die Nichtschwarzerdezone: winterhart, resistent gegen Frühjahrsfröste und verschiedene Krankheiten, zudem selbstbestäubend. Im Frühling blüht der Baum schön, und gegen Ende des Sommers reifen saftige und aromatische Früchte heran, die auch bei starkem Wind fest an den Zweigen halten.)
3. Süßkirsche ‘Owstuschenka’ gehört zu den bedingt selbstfruchtbaren Sorten. Die Blüten sind widerstandsfähig gegen Frühjahrsfröste.

4. Die dunkelroten Früchte der Sauerkirsche ‘Schokoladniza’ sind süß mit einer leichten Säure, in Aussehen und Geschmack erinnern sie an eine südliche Süßkirsche.
Alle klassischen und modernen künstlichen Kronenformen wurden hauptsächlich für Apfel- und Birnbäume entwickelt. Auf der Fächerpalmette können auch Steinobst – Aprikosen, Sauerkirschen, Pfirsiche und einige Beerensträucher, zum Beispiel Johannisbeeren – angebaut werden. Aber nicht alle Sorten von Obstbäumen eignen sich für die Formgebung:
- Manche Apfelbäume mit sehr starkem Verzweigen (Anisäpfel, Pepins, Chinesische Äpfel) und solche, bei denen die Hauptmasse der Früchte an langen einjährigen Zweigen gebildet wird, lassen sich nur schwer figurativ schneiden.
- Die Verwendung von Sommerobstsorten ist nicht immer erfolgreich. Sie geben sehr früh ihre Äpfel ab, verlieren die Blätter und verlieren jegliche dekorative Wirkung.
- Ebenso ungeeignet für die Schaffung künstlicher Formen sind Bäume mit kleinen, unscheinbaren Früchten.
- Apfelbäume spätreifender Sorten mit leuchtend auffälligen Früchten erfreuen das Auge bis in den späten Herbst.
Apfelsorten, die wenig Pflege benötigen
1. 'Schelannoje' — eine Apfelsorte mit spätsommerlich reifenden Früchten, winterhart und schorfresistent. Geeignet für den Anbau auf schwachwachsenden Unterlagen.
2. Die Sorte 'Gala Schniga' stammt aus Südtirol. Die leuchtend gefärbten Früchte mit süß-säuerlichem Geschmack reifen im September. Die Bäume dieser Sorte lassen sich nach den modernsten Erziehungsformen formen und eignen sich ideal für den Spalieranbau.
3. 'Roschdestwenskoje' — eine Sorte mit frühwinterlich reifenden Früchten, absolut schorfresistent. Die attraktiven Äpfel mit Dessertgeschmack können bis Neujahr und länger gelagert werden.
4. Die amerikanische Sorte 'Uelsi' ist in Russland seit dem Ende des 19. Jahrhunderts bekannt. Sie wird geschätzt für ihre hohen Erträge und den ausgezeichneten Gescmack der großen, schönen Früchte mit Winterkonsum. Aufgrund des Wachstums der Hauptäste eignet sie sich für fächerförmige Spaliere.
Birnensorten für das Wandspalier
1. Die Birnensorte 'Tschischowskaja' ist bei den Gärtnern im Moskauer Umland am beliebtesten, sie wurde an der Timirjasew-Akademie für Landwirtsschaft in Moskau gezüchtet. Die Früchte dieser sommerlichen und sehr winterharten Sorte sind süß-säuerlich, mit einem zarten Aroma, können lange am Baum hängen, ohne abzufallen.
2. 'Kafedralnaja' — ebenfals eine sommerliche und winterharte Sorte, gezüchtet in der Timirjasew-Akademie und für die mittlere Zone Russlands geeignet. Die Früchte reifen in der zweiten Augusthälfte und eignen sich zum Trocknen.

3. Die Sorte 'Otradnenskaja' hat zwar nicht die besten Früchte, aber dafür sehr leuchtende, lange haltbare und lagerfähige — bis zu 120 Tagen (bei 0°C). Die Pflanzen selbst sind resistent gegen extreme Umweldbedingungen und Krankheiten.

4. 'Narjadnaja Jefimowa' — eine frühe Herbstbirnensorte, die bereit 1936 gezüchtet wurde. Die Früchte müssen zwar für den Verzehr etwass unreif gepflückt werden und dann 2-3 Wochen nachreifen.
Der Vorteil von Obstbäumen mit künstlich geformten Kronen liegt nicht nur in der dekorativen Wirkung:
- Erstens sind sie kompakt (das ist praktisch für kleine Gärten).
- Zweitens werden solce Kronen besser von der Sone beleuchtet und durchlüftet, was das Risiko von Pilzkrankheiten verringert. Dadurch werden die Früchte größer und haben einen reichhaltigen (sortentypischen) Geschmack.
- Und drittens sind solche Bäume viel pflegeleichter und die Früchte lassen sich bequemer ernten: Vom Boden aus kann man jeden Zweig erreichen.
Was die Sorten betrifft, sollte man für die Region zugelassenen und zudem auf schwachwachsende, vorzugsweise zwergwüchsige Unterlagen veredelte bevorzugen.
Spalierbäume: Ideen für die Gartengestaltung
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Einfallsreiche Gärtner lernten bereits im 17. Jahrhundert, Äste von Bäumen an einem Gestell festzubinden, um der Krone eine flache Form zu geben. So entstand die Spalier-Methode für den Anbau von Gehölzen, die später zur Gartendekoration eingesetzt wurde.
Spalierbäume sind ein Glücksgriff für Besitzer kleiner Grundstücke
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Was ist ein Spalierbaum
Als Spalierbäume bezeichnet man Bäume mit künstlich geformter flacher Krone. Der Setzling wird gezielt so angebunden, dass sich seine Zweige in einer Ebene entwickeln.
Als Stütze dient ein Spalier – eine Konstruktion aus Pfosten und dazwischen gespannten Drahtreihen. Anstelle von Pfosten kann der Draht auch an einem Zaun oder einer Hauswand befestigt werden.
Für den Anbau am Spalier wählt man Bäume auf schwachwüchsigen Unterlagen, sodass sie eher in die Breite als in die Höhe wachsen. Wie die Krone eines ausgewachsenen Baumes aussieht, hängt von der Art ihrer Formung ab.
Möglichkeiten der Kronenformung
Es gibt mehrere gängige Methoden zur Formung der Krone von Spalierbäumen.
Gitterkordon
Wird meistens zur Anlage von Hecken verwendet – daher der Name.
Die Setzlinge werden in einer Reihe im Abstand von 25–30 cm gepflanzt. Der Mitteltrieb wird auf 10 cm über dem Wurzelhals gekappt. Im Frühjahr, wenn die Triebe zu wachsen beginnen, werden sie entfernt, wobei pro Pflanze zwei Seitentriebe stehen bleiben. Dann werden die benachbarten Triebe kreuzweise verbunden und oberhalb der Verbindungsstelle abgeschnitten. Über mehrere Jahre wird dieser Vorgang wiederholt, wobei man ein Netz flechtet.
Wenn man an den Verbindungsstellen der Zweige die Rinde abschneidet, wachsen sie mit der Zeit zusammen und bilden eine feste lebende Wand.
Spalierbäume in Form eines Gitterkordons
Horizontaler Kordon
Um eine Krone in Form eines horizontalen Kordons zu formen, werden die Pflanzen im Abstand von 4–5 m zueinander gesetzt. Wie beim Gitterkordon lässt man nach dem Frühjahrsschnitt zwei Seitentriebe (Schultern) stehen, verfl icht diese jedoch nicht, sondern bindet sie horizontal an.
Normalerweise hat ein horizontaler Kordon 1–2 Etagen. Die erste wird in 20–30 cm Höhe über dem Boden angelegt, die zweite weitere 50–60 cm darüber.
So sieht ein Apfelbaum aus, der als zweietagiger Kordon geformt wurde
U-förmiger Kordon
Zunächst wird der Setzling wie für einen horizontalen Kordon geformt. Wenn die Schultern auf 45–50 cm herangewachsen sind, werden sie senkrecht geführt. Es entsteht ein kronenähnliches Gerüst, das an einen Kerzenständer erinnert.
Nach einem Jahr können die senkrecht wachsenden Zweige ebenfalls gespalten werden.
Hecke aus Spalierbäumen mit U-förmiger Krone
Palmette
Eine verbreitete Methode der Kronenformung ist die fächerförmige Anordnung der Zweige, die gleichmäßig vom Mittelstamm abgehen. Die Kontur der Krone erinnert an ein Palmblatt, daher nannte man die Form Palmette.
Die Zweige können auf unterschiedliche Weise geführt werden:
- horizontal, mit 4–6 Etagen;
- im 45°-Winkel – fächerförmig;
- in Form eines Kandelabers – auf jedem horizontalen Arm werden 4–6 vertikale Zweige ausgeführt;
- in Form eines einstöckigen horizontalen Kordons, von dem die Zweige frei nach oben geführt werden.
Apfelbäume in Palmettenform
Den Bäumen an der Spalierwand kann jede andere Form gegeben werden: Kreis, Quadrat, Oval, Pyramide – alles hängt von der Fantasie und dem Können des Gärtners ab. Ausführlichere Informationen zu Formschnittgärten finden Sie im Video.
Welche Bäume eignen sich für den Anbau am Spalier
Traditionell werden an Spalieren Obst- und Beerenpflanzen in Zwergform angebaut: Apfelbäume, Birnen, Quitten, Pflaumen, Pfirsiche, Aprikosen.
Für die Anlage von flachen Hecken eignen sich Zierbäume und Sträucher mit starken und flexiblen Zweigen: Weißdorn, Ahorn, Actinidia, Sumpfeiche, Hainbuche.
In den Niederlanden werden an Spalieren oft Linden und Buchen angebaut.
So sieht eine Spalierlinde aus
Vorteile der Spaliermethode
Der Hauptvorteil von Spalierpflanzungen ist ihre Kompaktheit. Die Krone solcher Bäume ist nur 25–30 cm breit, und unter Berücksichtigung der Zugänge nicht mehr als einen Meter. Dadurch kann selbst auf sehr kleinen Grundstücken ein vollwertiger Obstgarten angelegt werden.
Die Spaliermethode hat auch weitere Vorteile.
- Die Zweige werden besser belichtet und belüftet, was das Risiko von Pilzkrankheiten verringert.
- Die Früchte sind nicht beschattet, und obwohl es weniger sind, sind sie von besserer Qualität, größer und reifen gleichmäßig.
- Die geringe Höhe und der freie Zugang zu jedem Zweig erleichtern die Pflege der Bäume – Schnitt, Spritzen, Ernte.
- Solche Bäume können an der Grundstücksgrenze angebaut werden, ohne Unmut der Nachbarn befürchten zu müssen.
- Spaliere sehen ungewöhnlich aus und dienen als Gartenschmuck.
Mit Hilfe von Spalierpflanzen kann man ein unansehnliches Gebäude verschönern.
Standort der Spaliere
Je nach dekorativer Aufgabe und Baumart richtet sich ihre Platzierung auf dem Grundstück.
An der Südwand eines Hauses oder eines anderen Gebäudes fühlen sich wärmeliebende Obstbäume – Pfirsiche, Aprikosen, Quitten – wohl. Stein- oder Ziegelmauerwerk schützt nicht nur vor kalten Nordwinden, sondern speichert auch Sonnenwärme, die nachts an die Pflanzen abgegeben wird.
Südwest- und Westwände eignen sich für Apfel- und Birnbäume – sie vertragen volle Sonne weniger gut und bevorzugen Halbschatten.
Oft werden Spaliere am Zaun befestigt, wobei die Grünpflanzen sowohl als Hecke als auch als Dekorationselement dienen.
Flache lebende Wände sind eine ideale Möglichkeit zur Zonierung des Grundstücks. Mit ihnen kann man den Ziergarten vom Nutzgarten abtrennen, eine Ruhezone abgrenzen oder einen Pavillon beschatten.
Statt Rosen – Apfelbäume: eine Variante des Spaliergartens am Bogen
Besonderheiten der Pflege von Spalierbäumen
In vielerlei Hinsicht ist die Anbautechnik der Pflanzen am Spalier dieselbe wie bei der normalen Pflanzung. Es gibt jedoch auch Besonderheiten.
Da für solche Pflanzungen Zwergunterlagen gewählt werden, liegt das Wurzelsystem flach und ist empfindlicher gegen Feuchtigkeitsmangel. Spalierbäume werden häufiger als üblich gegossen – etwa einmal alle 10 Tage, wobei unter jeden Baum 3–4 Eimer Wasser gegossen werden. Um die Feuchtigkeit länger zu halten, sollte der Boden am besten gemulcht werden.
Das Beschneiden und Anbinden von Ästen erfordert bestimmte Fähigkeiten und Geduld. Es ähnelt der Kunst des Bonsai, besonders wenn Sie eine komplexe Form schaffen möchten. Aus agrotechnischer Sicht ist alles viel einfacher. Bäume werden zweimal im Jahr beschnitten – im Frühjahr und im Spätsommer, indem Triebe entfernt werden, die über die vorgesehene Kontur hinauswachsen.
Viele Baumschulen verkaufen mittlerweile fertige Formbäume mit Stütze, und Sie müssen nur noch ihre Form erhalten. Sie können sich auch an ein Unternehmen wenden, das sich mit Landschaftsgestaltung befasst. Wir zeigen Ihnen, wo Sie Spaliere am besten platzieren, entwerfen sie, pflanzen sie und helfen Ihnen, die Bäume zu formen.

Wir haben gelernt, das Wachstum von Laubbäumen und Sträuchern zu steuern, indem wir sie durch Schnitt formen. Kann man das Gleiche auch mit Nadelgehölzen machen?

Es gibt eine große Vielfalt an Pfingstrosensorten. Es gibt Riesen und Zwerge, gefüllte und einfache Blüten, prächtige Straußsorten und Pflanzen mit natürlichem Aussehen. Heute erzählen wir Ihnen, wie Sie aus dieser Fülle diejenigen auswählen, die Ihnen sicher gefallen und keine Pflegeprobleme bereiten.

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Das Jäten von Blumenbeeten und das Lockern des Bodens sind für Gartenpflanzen notwendig. Aber wie viel Zeit und Mühe kostet diese Arbeit!

Wir haben bereits darüber geschrieben, wie man das Grundstück mit Hecken zonieren kann. Aber wenn Sie nicht warten möchten, bis sie gewachsen sind, oder dies für Ihren Garten eine zu aufwendige Variante ist, können Sie eine andere Methode der Raumteilung nutzen – die vertikale Begrünung.

Als Bodendecker bezeichnet man Pflanzen, die die Fähigkeit haben, sich als dichter Teppich auszubreiten und das gesamte ihnen zugewiesene Gebiet zu bedecken.
Apfelbäume: Pflanzung und Pflege. Pflege des Apfelbaums: jung und alt
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- Pflege des Apfelbaums in Sibirien. Pflanzung und Pflege des Apfelbaums in Sibirien, Besonderheiten des Anbaus und beste Sorten
- Eigenschaften von Apfelbäumen für Sibirien
- Pflanzung eines jungen Apfelbaums. Technik der Apfelbaumpflanzung im Frühjahr
- Spalierapfelbäume pflanzen und pflegen. Wie man einen Baum am Spalier zieht
- Höhe der Apfelbäume. Papierapfel
- Video: Pflanzung und Pflege des Apfelbaums
Apfelbäume: Pflanzung und Pflege. Pflege des Apfelbaums: jung und alt
Die Hauptaufgabe bei der Pflege eines jungen Apfelgartens ist in erster Linie die Pflege der Apfelsetzlinge und die Sicherstellung einer hohen Anwachsrate, die Kronenformung und die Vorbereitung der Bäume auf eine lang anhaltende und reiche Fruchtbildung durch Düngung und chemischen Schutz.
Weitere Details zur Pflege von Apfelsetzlingen im ersten Jahr finden Sie hier.
Auch können Sie sich das Video ansehen, in dem Oktjabrina Ganitschkina über die Pflege junger Apfelbäume spricht:
Und wie pflegt man einen alten Apfelbaum? Bei der Pflege eines fruchttragenden Apfelgartens bestehen die Hauptaufgaben in einem guten Zuwachs junger Triebe, der Regelmäßigkeit der Ernten in Verbindung mit hoher Qualität der geernteten Früchte. Dabei werden die Bäume mit Wasser und Dünger versorgt.
Die Pflege des Stammes eines alten Apfelbaums umfasst den entsprechenden Schnitt und die Behandlung gegen Schadinsekten, Schimmel und Fäulnis.
Wichtig! Die Prinzipien der Pflege sind die Schaffung und Aufrechterhaltung eines Systems, das die Gesundheit und Fruchtbildung der Apfelbäume fördert.
Apfelgarten. Apfelbaum – Pflanzung
Die richtige Pflanzung ist der Schlüssel zu erfolgreichem Wachstum und einer guten Ernte in der Zukunft. Diese allgemeine Regel gilt natürlich auch für den Apfelbaum. Die Beachtung einiger einfacher Regeln bei der Pflanzung ermöglicht es der Pflanze, gut Wurzeln zu schlagen und sich weiterzuentwickeln. Andernfalls könnten Sie die gewünschte Apfelernte möglicherweise nie erhalten.
Der Apfelbaum bevorzugt gut beleuchtete Standorte. Es ist wünschenswert, dass sich in der Nähe keine großen Bäume befinden.
Bodenauswahl. Der Boden sollte fruchtbar, locker und neutral sein. Der Apfelbaum mag keine Standorte mit hohem Grundwasserstand (mindestens 1,5 m, bei hochwüchsigen Sorten mindestens 3 m). Das Wurzelsystem des Apfelbaums ist kräftig und faserig. Die Tiefe der Wurzeln hängt von der Sorte und der Anbauregion ab. Auf jeden Fall mag diese Pflanze keine Staunässe. Die Bildung des Wurzelsystems kann bis zu 20 Jahre dauern.
Pflege des Apfelbaums in Sibirien. Pflanzung und Pflege des Apfelbaums in Sibirien, Besonderheiten des Anbaus und die besten Sorten
Beim Anbau von Apfelbäumen in Sibirien ist es wichtig, den Grad der Frosthärte und die Baumhöhe zu berücksichtigen. Angesichts der rauen klimatischen Bedingungen, bei denen die Temperaturen auf unter -35 Grad sinken, sollten Pflanzen nicht nur mit hoher Immunität, sondern auch mit ausreichender Winterhärte gepflanzt werden.
Darüber hinaus ist es besser, niedrigwüchsige Sorten zu wählen, die weniger anfällig für Kälte und Frost sind.
Eigenschaften von Apfelbäumen für Sibirien
Um in Sibirien nicht nur eine qualitative, sondern auch eine quantitative Ernte zu erzielen, muss der Apfelbaum die folgenden Kriterien erfüllen:
- sich schnell an die Wachstumsbedingungen anpassen;
- ein starkes Wurzelsystem ausbilden;
- sich nach Krankheiten in kürzester Zeit erholen;
- starke Fröste aushalten.
Es gibt drei Pflanzengruppen, die nach dem Grad der Winterhärte unterteilt werden:
- Sehr winterhart, die Temperaturen von -40 Grad standhalten können. Diese Sorten gelten als recht ertragreich mit kleinen Äpfeln. Die Reife erfolgt hauptsächlich im Herbst, die Früchte eignen sich für den Frischverzehr und zur Herstellung von Vorräten.
- Mäßig winterhart, zeichnen sich durch mittlere Fruchtgrößen, ausgezeichnete Geschmackseigenschaften und die Fähigkeit aus, Temperaturen um -35 Grad standzuhalten.
- Schwach winterhart, Pflanzen können nur Temperaturen bis zu -25 Grad widerstehen. Die Äpfel bestechen durch ihre große Größe.
Pflanzung eines jungen Apfelbaums. Technologie der Apfelbaumpflanzung im Frühjahr
Zwei Varianten der Pflanzung junger Apfelbäume sind richtig: einjährige und zweijährige Setzlinge. Die zweite Methode ist gefragter, obwohl Bäume im Alter von einem Jahr leichter und schneller anwachsen.
Pflanzung einjähriger Setzlinge. Diese sollten direkt nach der Frühjahrspflanzung beschnitten werden. Es müssen 5-6 gut entwickelte Knospen (Äste haben einjährige Bäume noch nicht) belassen werden.
Pflanzung zweijähriger Setzlinge. Wählen Sie Setzlinge mit mindestens drei gut abstehenden Trieben von 50 cm Länge. Der Stamm sollte eine Verlängerung haben.
Algorithmus der Apfelbaumpflanzung im Frühjahr:
1. Untersuchen Sie die Wurzeln des jungen Apfelbaums und entfernen Sie alle beschädigten Teile. Tauchen Sie sie in einen Brei aus Erde, Lehm und Kuhdung, damit sie nicht austrocknen.
2. Füllen Sie 75 % des Lochs mit einer Mischung aus Erde (vorher von Unkraut befreit), Humus (15-20 kg) und Mineraldünger (Superphosphat – bis zu 500 g, Kaliumsulfat – bis zu 100 g). Sie können Asche hinzufügen. Auf den Boden des Lochs sollte die Erde gegeben werden, die vor dem Umgraben oben war.
3. Stecken Sie einen hohen Pfahl in die Mitte des Lochs, dann stampfen Sie die aufgeschüttete Erde mit den Füßen fest.
4. Platzieren Sie die Wurzeln des jungen Apfelbäumchens auf der Nordseite des herausragenden Pfahls. Um alles richtig zu machen, ist es besser, dies zu zweit zu tun. Beim Auffüllen der Wurzeln sollte jede Schicht mit den Füßen festgestampft werden. Im letzten Schritt sollten alle Teile der Wurzel dicht mit Erde umhüllt sein. Der Wurzelhals des Bäumchens sollte nach der Pflanzung auf Bodenhöhe oder 10-12 cm darunter liegen.
Spalierapfelbäume: Pflanzung und Pflege. Wie man einen Baum am Spalier zieht
Beim Anbau von Bäumen in Spalierform werden sie auf einer Stütze in einer Ebene angeordnet. Die Hauptvorteile dieser Methode:
- maximale Lichtmenge;
- geringeres Krankheitsrisiko durch gute Luftzirkulation;
- effizientere Bewässerung im Vergleich zu normalen Obstbäumen;
- gute Erträge;
- geeignet für alle Baum- und Straucharten.
Wählen Sie möglichst kleine Bäume, die langsam wachsen und nicht zu hoch werden. Fragen Sie beim Kauf eines Setzlings in der Baumschule unbedingt den Verkäufer, welche Unterlage verwendet wurde. Die Veredelung reguliert das Wachstum des Wurzelsystems und fördert zudem den Ertrag. Die Unterlage kann auch die Höhe des Baumes begrenzen. Nehmen wir zum Beispiel zwei Apfelbäume derselben Sorte. Der eine erreicht eine Höhe von 9 Metern, während das Wachstum des anderen bei 2 Metern stehen bleibt. Dies ist der Einfluss der Unterlage.
Verwenden Sie für den Anbau an Spalieren Pflanzen auf einer Unterlage, die das Baumwachstum auf eine zwerg- oder halbzwergartige Stufe begrenzt. Ein ausgewachsener Baum sollte eine Höhe von 3,5 Metern nicht überschreiten.
Höhe der Apfelbäume. Papirowka
Dies ist eine frühsommerliche Apfelsorte, die durch natürliche Bestäubung entstanden ist. Man nimmt an, dass ihre Heimat das Baltikum ist, wo die Sorte Anfang des 19. Jahrhunderts auftauchte.
Die Höhe der Apfelbäume erreicht mittlere Größen. Junge Pflanzen haben eine breite, pyramidenförmige Krone, die mit zunehmendem Alter des Baumes rund wird. Die Rinde ist grau. Die Triebe sind verlängert. Die Blätter sind graugrün, leicht abgeflacht, flach.
Die Früchte sind mittelgroß, wiegen 80 bis 100 g, manchmal bis zu 180 g. Die Äpfel sind leicht abgeflacht, rund-konisch. Die Oberfläche ist gerippt, die Schale blass, grünlich-gelb, ohne Röte. Die Schale ist zart und dünn, das Fruchtfleisch saftig und aromatisch.
Die Früchte reifen früh: in Regionen der mittleren russischen Zone erscheinen die Äpfel Anfang bis Mitte August, in südlichen Regionen Ende Juli. Nach der Ernte können die Früchte in einem kühlen Raum nicht länger als 2-3 Wochen gelagert werden.
Video: Pflanzung und Pflege von Apfelbäumen
2>Besonderheiten des Anbaus von Spalierapfelbäumen
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Der Anbau von Bäumen an Spalieren wird seit geraumer Zeit praktiziert, um auf einer relativ kleinen Fläche einen ganzen Garten unterzubringen. Wie Sie diese Methode bei Apfelbäumen anwenden, lesen Sie unten.
- Was sind Spalierapfelbäume?
- Wie erfolgt die Montage des Spaliers an Apfelbäume?
- Besonderheiten der Pflanzung und des Anbaus von Spalierapfelbäumen in Eigenregie
- Feinheiten der Pflege
- Bewässerung und Düngung
- Schnitt und Kronenformung
- Horizontaler Kordon
- Fächerspalier
- Palmette
- Tipps erfahrener Gärtner
Was sind Spalierapfelbäume?
Spalierapfelbäume sind keine eigene Sorte. Der Name bezeichnet eine spezielle Anbautechnik unter Verwendung von Spalieren, die denen ähneln, die beim Anbau von Tomaten und Gurken verwendet werden, jedoch für Bäume bestimmt sind. Diese Methode wurde vor etwa 200 Jahren in der Schweiz und in Frankreich angewandt, von wo aus sie sich in andere Länder verbreitete.
Für den Spalieranbau eignen sich nur Sorten auf Zwergunterlage mit schwachem Triebwachstum oder Zwerg- und Säulenformen. Der Baum wird zunächst an einer Stütze platziert, von der seitlich Spaliere abgehen. An diesen werden die Skelettäste befestigt.
Mit Hilfe solcher Vorrichtungen können Sie eine ganze Spalierreihe schaffen, die nicht nur eine praktische, sondern auch eine ästhetische Rolle spielt. Sie haben auch die Möglichkeit, Apfelbäume in unmittelbarer Nähe von Wänden von Wirtschaftsgebäuden, Zäunen und Häusern zu ziehen. Bei diesem Ansatz werden die Zweige der Pflanzen direkt an der Wand befestigt.
Wie erfolgt die Installation eines Spaliers an Apfelbäumen
Ein Spalier besteht aus Eisen- oder Holzpfosten mit einem Rahmen, an dem Drahtgeflecht oder Latten (Holz, Metall) befestigt sind. Der Setzling wird sofort in unmittelbarer Nähe des Hauptpfostens des Spaliers gepflanzt. Während der Entwicklung, im Zuge des jährlichen Rückschnitts, werden die Zweige in eine für sie günstige Form gebracht und an den Latten oder dem Drahtgeflecht befestigt.
Spaliere können vertikal und horizontal sein. Der Unterschied zwischen ihnen besteht in der Anordnung der Stützvorrichtungen für die Zweige. In der ersten Variante werden Drahtgeflecht oder Latten von unten nach oben angebracht, in der zweiten horizontal. Die Stützen selbst werden im Abstand von 15–20 cm angebracht. Für Obstkulturen ist die zweite Variante bequemer, daher wird sie häufiger verwendet.
Ein vertikales Spalier eignet sich zur Formierung von Zierbäumen, von denen Sie keine Ernte erwarten. Der Grund ist, dass bei Apfelbäumen nur die horizontal verlaufenden Zweige Früchte tragen, die in einem Winkel von 70–90° zum Stamm stehen, während vertikale Triebe keine Fruchtansätze bilden.
Besonderheiten beim Pflanzen und Ziehen von Spalierapfelbäumen in Eigenregie
Die Pflanzung eines Spalierapfelbaums unterscheidet sich praktisch nicht von der eines normalen Baums. Diese Methode impliziert eine enge Anordnung der Bäume zueinander und in der Reihe. Für die Kultivierung müssen Sie zunächst den hellsten Platz auf dem Grundstück wählen, mit einem Grundwasserstand nicht näher als 2 m. Die Pflanzung führen Sie am besten im Frühjahr vor dem Austreiben der Knospen durch, von Mitte April bis Ende Mai (die Pflanzzeit variiert je nach Region in Abhängigkeit von den Wetterbedingungen).
Eine Herbstpflanzung ist für Spalierapfelbäume nicht sinnvoll, da Sie unmittelbar nach diesem Vorgang einen Rückschnitt durchführen müssen, der dem Baum viel Kraft für die Erholung nimmt, was die Anwachsrate der Wurzeln verringert. Für den Anbau an Spalieren eignen sich ein-, zwei- oder dreijährige Setzlinge. Die beste Anwachsrate weisen jedoch einjährige Exemplare auf, und sie lassen sich zudem leichter formen.
Das Pflanzareal sollten Sie ein halbes Jahr vorher vorbereiten. Zuerst müssen Sie es freimachen. Dann graben Sie den Boden bis zu einer Tiefe von 30 cm um und desinfizieren ihn mit einer 3%igen Kupfersulfatlösung. Nach 10 Tagen müssen Sie eine erneute Umgrabung auf die gleiche Tiefe durchführen, wobei Sie zuvor pro 1 m² Folgendes einarbeiten:
- 10 kg Sand und Torf;
- 20 kg Mist;
- 300 g Superphosphat.
Nach weiteren 10 Tagen montieren Sie die Hauptpfosten des Spaliers. Das sieht ungefähr wie folgt aus:
Pfosten sollten besser aus Holz gefertigt werden. Wenn Bäume gezüchtet werden sollen, die im ausgewachsenen Zustand eine Höhe von 2–3 m erreichen, wird zwischen den Pfosten ein Abstand von 1,5 m gelassen, für Zwerg-Exemplare genügt 1 m, und für Säulenbäume sogar 60 cm. Direkt neben diesen Pfählen werden die Bäumchen gepflanzt.
Wenn die Pfosten aufgestellt sind, werden daran Schirme befestigt, von denen mehrere Drahtreihen gespannt oder Holzbalken angenagelt werden. Die Höhe der Stützpfosten hängt von der Sorte der zu züchtenden Bäume ab. Für Zwerg-Exemplare reicht eine Höhe von 1,5–2 m, für größere Exemplare 3 m, für Säulenbäume 0,8–1 m. Diese Höhe müssen die Pfosten über dem Boden haben, und in die Tiefe müssen sie 1 m eingegraben werden.
Vorrichtungen zum Spannen des Drahtes beim Aufstellen des Spaliers: a — Maschine «Gripp»; b und g — Hebel zum Spannen des Drahtes; w — Gerät zum Nachspannen des Drahtes; d — Blöcke mit Schraubstock zum Spannen des Drahtes; e — Ratschenspanner
Damit ist der herbstliche Vorbereitungsprozess abgeschlossen. Im Frühjahr, etwa einen Monat vor der Pflanzung, beginnt die zweite Phase der Vorbereitungsarbeiten auf dem Grundstück. Der Boden wird erneut kultiviert und desinfiziert. Im Frühjahr kann man anstelle von Kupfersulfat eine Lösung von «Fitosporin» (5:10) verwenden. Eine Woche später werden bei erneutem Umgraben 20 kg Kompost oder verrotteter Mist + 10 kg Torf-Sand-Gemisch + 500 g Holzasche eingebracht.
Nach dem Umgraben wird die Fläche eingeebnet, um die Feuchtigkeit im Boden zu erhalten.
Eine Woche vor der Pflanzung werden Pflanzlöcher gegraben. Diese werden 60 cm tief angelegt. Die Hauptaufgabe: das Loch so ausheben, dass der Stützpfosten in der Mitte liegt. Die oberen 30 cm Erde werden separat beiseite gelegt, die unteren auf einen anderen Teil des Geländes gebracht. Die vorbereitete obere Erdschicht wird gemischt mit:
- 10 kg Kompost;
- 10 kg Sand;
- 100 g Superphosphat;
- 100 g Kaliumsulfat.
Mit dieser Mischung wird das Loch zu einem Drittel gefüllt, dann werden 20 l Wasser eingegossen. Nach einer Woche wird die Pflanzung auf die Standardweise durchgeführt:
- In der Mitte des Lochs, auf der Südseite des Stützpfostens, wird ein Hügel errichtet.
- Die Wurzeln der Pflanzen werden bis auf gesundes Gewebe zurückgeschnitten (weiß auf dem Schnitt).
- Die Wurzeln der Setzlinge werden für 2 Stunden in eine Lösung von «Fitosporin» getaucht (auf 5 l Wasser werden 10 g Pulver gegeben).
- Die Wurzeln der Pflanze werden in das Loch gesetzt, dann vorsichtig ausgebreitet und der Setzling am Wurzelhals ausgerichtet (nach dem Füllen der Grube sollte dieser sich 5 cm über dem Bodenniveau befinden).
- Das Wurzelwerk des Bäumchens wird mit Erde bedeckt, der Stammbereich wird verdichtet und mit 20 l Wasser gegossen.
- Nach dem Absetzen des Bodens wird die fehlende Schicht ergänzt und ihre Oberfläche mit Kompost oder frischem Gras in einer Höhe von 5 cm gemulcht.
- Der Stamm wird sofort mit einem weichen Tuch oder Weidenzweigen am Pfosten befestigt.
- Der Mitteltrieb wird auf 60 cm gekürzt, wenn eine einjährige Pflanze gesetzt wird. Bei zwei- und dreijährigen Exemplaren werden alle Äste entfernt, die sich in einer Höhe von bis zu 60 cm befinden. Von den Skelettästen bleiben 2 bis 5 der kräftigsten Triebe übrig und werden am Schirm (Draht oder Holzlatten) befestigt.
Pflegehinweise
Die grundlegende Pflege von Pflanzen, die an Spalieren kultiviert werden, unterscheidet sich nicht von der bei Standardanbau. Sie umfasst die üblichen Maßnahmen:
- Bewässerung;
- Düngen;
- Lockern und Mulchen des Bodens;
- Schnitt und Kronenformung.
Bewässerung und Düngung
Die Bewässerung nach der Pflanzung erfolgt jeden Monat. Pro Pflanze werden durchschnittlich 10 bis 20 Liter Wasser auf einmal benötigt. Dieses Bewässerungsschema wird in den ersten 3 Lebensjahren des Bäumchens auf dem Grundstück eingehalten, wenn ein einjähriges Exemplar gepflanzt wurde.
Fruchttragende Bäume werden nach folgendem Schema bewässert:
- sofort nach der Blüte;
- Mitte des Sommers;
- eine Woche nach der Ernte.
Der Wasserverbrauch für fruchttragende Bäume beträgt etwa 50 Liter, für Säulen- und Zwergbäume 30 Liter.
In den ersten 3 Lebensjahren der Pflanze werden Düngungen nur im Frühjahr durchgeführt, um den Triebwuchs anzuregen. Dies erleichtert die Arbeit bei der Kronenformung. In dieser Zeit sind Stickstoffdünger erforderlich. Am besten wechselt man jährlich zwischen mineralischen und organischen Düngern. So werden im ersten Jahr nach der Pflanzung 6 Esslöffel Harnstoff oder Nitrophoska auf 30 Liter Wasser gegeben, in der folgenden Saison verwendet man eine Mistlösung – auf 10 Liter Wasser gibt man 300 g getrockneten Hühnermist oder 5 Liter flüssigen Kuhmist, dann werden dem bereits erhaltenen Konzentrat weitere 20 Liter Wasser hinzugefügt.
Ab dem 3.–4. Lebensjahr des Baumes auf dem Grundstück werden im Frühjahr weiterhin Stickstoffdünger ausgebracht. Unmittelbar nach der Blüte wird ein Kompost-Asche-Aufguss verwendet. Auf 20 Liter Wasser gibt man 5 kg Kräuter (Schöllkraut, Brennnessel) und 1 kg Holzasche. Die Mischung wird 3 Tage lang angesetzt, dann abgeseiht und mit 10 Litern Wasser vermischt. Diese Mischung wird nicht nur zum Gießen, sondern auch zum Sprühen verwendet. Sie kann alle 14 Tage angewendet werden.
Im Herbst, Mitte bis Ende Oktober, wird die letzte Düngung durchgeführt. In diesem Stadium werden 90 g Superphosphat pro 1 m² der Baumscheibe untergegraben.
Schnitt und Kronenformung
Die Kronenformung beim Spalieranbau ist die wichtigste agrotechnische Maßnahme. Sie kann auf verschiedene Arten durchgeführt werden, je nach Ihren eigenen Vorlieben:
- horizontaler Kordon;
- Fächerspalier;
- Palmette.
Horizontaler Kordon
Diese Formierung lässt sich am einfachsten beim Einpflanzen einjähriger Setzlinge durchführen. Gleich nach der Pflanzung wird der Stamm auf 60 cm gekürzt. Dies regt das seitliche Triebwachstum an. Im zweiten Jahr, im Frühjahr, lässt man die beiden stärksten Skelettäste, die in entgegengesetzte Richtungen wachsen, stehen. Diese werden im 90°-Winkel zum Stamm an einen straff gespannten Draht gebunden.
In den folgenden Jahren werden alle Triebe, die an diesen Ästen erscheinen, auf 15 cm gekürzt.
Fächerspalier
Wenn Sie diese Art der Formierung planen, sollten Sie vorher die entsprechende Spalierkonstruktion installieren. Diese besteht aus einem Stützpfosten, von dem in zwei verschiedene Richtungen in einer Höhe von 60 cm Leisten abgehen, ähnlich wie bei der Variante mit horizontalem Kordon. Im Abstand von 40–50 cm zur ersten Leistenebene wird eine zweite Ebene am Pfosten befestigt. Die Leisten selbst werden jedoch in einem Winkel von 70° zum Mittelpfosten angebracht.
Unmittelbar nach der Pflanzung wird der Mitteltrieb auf die erforderliche Höhe eingekürzt. Ein Jahr nach der Pflanzung werden zwei Triebe, die in einer Höhe von 50–60 cm wachsen, im 90°-Winkel an der unteren Spalierebene befestigt. Später werden alle daran wachsenden Triebe auf 15 cm eingekürzt. Nach einem weiteren Jahr wird die zweite Triebebene ausgebildet und am entsprechenden Spalierabschnitt befestigt. Alle anderen Triebe außer den vier belassenen und dem Mitteltrieb werden auf Astring geschnitten.
Palmette
Diese Form ähnelt dem horizontalen Kordon, weist jedoch mehrere Ebenen auf, nicht nur eine. Der Abstand zwischen den Ebenen sollte mindestens 30 cm betragen.
Tipps erfahrener Gärtner
Hier sind einige nützliche Tipps von erfahrenen Gärtnern für Einsteiger in den Spalieranbau von Apfelbäumen:
- Schneiden und formen Sie die Kronen nur vor dem Aufbrechen der Knospen.
- Biegen Sie sofort nach dem Entfernen der überflüssigen Triebe diejenigen, die am Spalier befestigt werden sollen, vorsichtig an und fixieren Sie sie. Erst Ende Juni können Sie beginnen, den Ästen die gewünschte Form zu geben, da sonst die Gefahr besteht, die Pflanze zu brechen.
- Eine einfachere Variante des Spalieranbaus von Apfelbäumen ist die Nutzung von Hauswänden – sie speichern Wärme, was auch in Regionen mit riskantem Ackerbau eine gute Ernte ermöglicht.
- Achten Sie unbedingt darauf, dass auf dem Grundstück mehrere verschiedene Apfelsorten zur Fremdbestäubung vorhanden sind.
Der Spalieranbau von Apfelbäumen eröffnet Landwirten mehr Möglichkeiten. Mit dieser Methode können Bäume auf kleinen Flächen intensiv kultiviert werden. Darüber hinaus haben Spalierobstbäume einen ästhetischen Wert und zeichnen sich durch höhere Erträge aus, da die Äste in einem 90°-Winkel zum Stamm angeordnet sind.
Kniffe beim Anbau von Bäumen am Spalier
Wie viele Arten von Obstbäumen gibt es, ganz zu schweigen von den zahlreichen Sorten, die man in seinem Garten anbauen möchte: Äpfel, Kirschen, Birnen, Pflaumen usw. Es entsteht sogar das Interesse, etwas Exotisches zu pflanzen. Aber wo findet man Platz dafür? Wie so oft ist der Platz für alles Geplante auf dem Grundstück nicht so groß. Dicht pflanzen kann man die Bäume nicht: Sie würden in die Höhe schießen und ihre Äste würden sich wild ausbreiten und sich gegenseitig beschatten. Einen gepflegten und lichten Garten kann man das dann nicht mehr nennen. Daher muss man sich mit wenigem begnügen: pro Art ein paar Sorten pflanzen.
Als im 17. Jahrhundert französische und schweizerische Gärtner auf ein ähnliches Problem stießen, waren sie einfallsreich und beschlossen, die Zweige der Setzlinge an horizontalen Holzlatten – Spalieren – festzubinden. Auf diese Weise begannen sie, sozusagen flache Bäume zu ziehen. Die Spalier-Methode sparte Platz, verlieh dem Garten ein gepflegtes und dekoratives Aussehen und erleichterte die Obsternte. Später verbreitete sich diese Technik in ganz Europa. An den Spalieren wurden nicht nur Obstbäume, sondern auch Zierpflanzen und Sträucher befestigt.
Vorteile und Nachteile der Methode
Die Methode basiert auf dem Anbinden der Äste an ein Spalier mit anschließendem regelmäßigen Beschneiden.
Vorteile des Anbaus von Obstkulturen an Spalieren:
Erhöhung der Anzahl von Bäumen und Sträuchern, die auf einer kleinen Fläche angebaut werden;
Steigerung des Ertrags durch gleichmäßige Verteilung des Sonnenlichts auf die Triebe;
gute Luftzirkulation verringert die Wahrscheinlichkeit von Pilzkrankheiten;
Möglichkeit, Bäume an Spalieren als natürliche Einfriedung zu nutzen;
Erzeugung verschiedener Formen aus den Baumkronen;
Die beschriebene Methode erleichtert die Pflege der Bäume und die Obsternte.
Als Hauptnachteil der Spalier-Methode gilt ihr hoher Arbeitsaufwand. Alle oben beschriebenen Vorteile sind erst nach Jahren sichtbar. Mit jungen Bäumen muss ständig gearbeitet werden: An manchen Stellen muss das Wachstum durch Beschneiden gehemmt werden, an anderen im Gegenteil angeregt werden. Dabei wird 30-50 % mehr Dünger als üblich verbraucht, und die Bewässerung muss streng nach Zeitplan erfolgen. Pro Jahr sind bis zu 5 verschiedene Eingriffe erforderlich, wobei jede Sorte ihren eigenen Zeitplan hat.
Auswahl von Obstbäumen für die Spalier-Methode
Für die Spalier-Methode eignen sich alle Baumarten, jedoch ausschließlich Zwerg- oder langsam wachsende Sorten, die nicht zu groß werden. Bitte berücksichtigen Sie dies beim Kauf von Setzlingen.
Wie die Erfahrung von Baumschulen zeigt, können das Wurzelwachstum begrenzt und die Fruchtbildung verbessert werden, indem sortenreine Bäume auf das Wurzelsystem von halbzwerg- oder zwergwüchsigen Sorten veredelt werden. Was bringt diese Methode? Die Höhe der normalen Kultur wird auf zwei Meter statt acht Meter reduziert. Hinzu kommt ein hoher Ertrag an hochwertigen Früchten.
Herstellung und Installation von Spalieren
Ein Spalier ist eine sogenannte Stütze, die selbst eine dekorative Konstruktion für den Garten darstellt und aus Holz, Metall oder gespannter Draht bestehen kann.
Eine mögliche Lösung ist die Herstellung von Holzgittern aus dünnen Latten, die zur Steifigkeit und gleichzeitig zur Dekoration mit einem Rahmen aus dickeren Leisten umgeben werden. Gleichzeitig muss der Einfluss des Windes auf die Konstruktion berücksichtigt werden, weshalb die Holzrahmen mit den Gittern an vorab installierten Stützen befestigt werden sollten. Zu den beliebten Lösungen gehören auch ein straff gespannter Draht zwischen fest installierten Pfosten sowie ein flacher Schirm aus Latten oder Brettern.
Wenn Sie ein Spalier an einem Zaun oder an einer Hauswand anbringen möchten, können Sie sich auf eine leichtere Konstruktion beschränken. Wichtig ist, dass sie das Gewicht der Äste mit Laub trägt und nicht deformiert wird. In der Praxis werden verschiedene Konstruktionen verwendet. Alles hängt von Ihrer Fantasie ab!
Methoden der Kronenformung
Die erstellten Spaliere werden an gut sonnenbelichteten Standorten aufgestellt. Der Setzling wird nach den üblichen Regeln für das Pflanzen von Bäumen eingepflanzt, wobei eine ideale Bodenbeschaffenheit erhalten bleibt. Sein Stamm wird an einen Pfosten gebunden, und die Zweige werden je nach gewählter Methode der Kronenformung an den Spalieren befestigt. Die gängigsten Methoden zur Formung einer flachen Krone für die Spaliererziehung sind:
Zweiarmiger horizontaler Kordon. Der Stamm des Obstbaums hat eine Höhe von 30 Zentimetern und geht in zwei Hauptäste über. Diese Äste werden in verschiedene Richtungen gelenkt und an einem gespannten Seil horizontal fixiert. Die daraus wachsenden Seitentriebe werden eingekürzt. Dies ist eine der besten Methoden zur Kronenformung für Birnen, Pflaumen und Äpfel.
Fächerpalmette. Der Stamm des Baumes wird eingekürzt, und die Äste werden strahlenförmig in verschiedene Richtungen gelenkt. Nach rechts, nach links, in einem 45-Grad-Winkel – es entsteht die Form eines üppigen Fächers. Der üppige Fächer entsteht durch die Seitentriebe, die häufig wachsen und dem Baum Volumen verleihen. Diese Form des Spaliersystems eignet sich am besten für Kirschen, Aprikosen, Pfirsiche, Süßkirschen und bestimmte Apfelsorten.
Palmette mit horizontalen Ästen. Die Krone wird in vier bis fünf Etagen geformt. Jede Etage besteht aus zwei horizontalen Zweigen. Der Abstand zwischen den Etagen sollte je nach Art und Unterlage 50–70 cm betragen. Zuerst wird die unterste Etage angelegt, und erst nach deren Formung beginnt man mit der Anlage der darüberliegenden Etage usw. Starke Verzweigungen der Äste werden in Richtung der Reihenzwischenräume geneigt.
Pflege von Spalierbäumen und ihr Schnitt
Wenn Sie Bäume nach allen Regeln an Spalieren ziehen, werden Ihre Mühen voll und ganz belohnt. Spalierbäume tragen wesentlich früher Früchte als andere, der Ertrag steigt um etwa 35 %, und die Qualität der Früchte verbessert sich merklich.
Da beim Spalierverfahren schwachwüchsige Zwerg- und Halbzwergsorten verwendet werden und deren Wurzelsystem flach liegt, ist es wichtig darauf zu achten, dass die obere Erdschicht nicht trocken wird. Das Prinzip der Nährstoffzufuhr bei Spalierbäumen ähnelt dem beim Anbau üblicher Bäume, nur die Düngermenge wird je nach Bodenfruchtbarkeit um durchschnittlich 40 % erhöht.
Der regelmäßige Schnitt ist der wichtigste Schritt, um die Krone richtig zu formen und den besten Zugang zu Sauerstoff und Sonnenlicht zu gewährleisten. Für den Schnitt benötigen Sie eine scharfe Gartenschere und Baumwachs. Alle Schnitte müssen schräg ausgeführt werden.
In den ersten ein bis zwei Jahren des Wachstums des Obstbaums wird jeder Frühling ein Schnitt durchgeführt. Dies gilt nicht für Pflaumen und Kirschen. Diese werden von Mai bis September geschnitten. Beim Schnitt wird die erforderliche Länge von Stamm und Ästen festgelegt. Wichtig ist, eine gleichmäßige Verteilung der fruchttragenden Knospen zu erreichen.
Nach zwei bis drei Jahren, wenn der Baum bereit ist, Früchte zu tragen, wird im Sommer, wenn die Früchte reifen, ein zusätzlicher Schnitt durchgeführt. Wenn Sie auf diesen Vorgang verzichten, wird der Baum hungern. Zuerst werden ungesunde und beschädigte Zweige entfernt, dann wird das neue Grün gekürzt.
Zusammen mit dem Schnitt müssen bei großfruchtigen Sorten (Birnen, Pflaumen, Äpfel) ein Teil der kranken Früchte sowie kleine und schwache Früchte aus jeder Traube entfernt werden. Dies trägt zur Verbesserung der Qualität der verbleibenden Früchte bei, da diese in deutlich größerem Maße Nährstoffe erhalten.