Vorbereitung für die neue Saison. Wie man Samen für die zukünftige Aussaat sammelt und lagert

Von der Sammlung und Lagerung der Samen aus Ihrem eigenen Beet hängt die Ernte der nächsten Saison ab. Wichtig ist, nur die Pflanzen auszuwählen, die geschmacklich und von der Erntemenge her überzeugt haben, und darauf zu achten, dass sie nicht zu den Hybridsorten mit der Kennzeichnung «F1» gehören. Solche Samen bringen keine Nachkommen hervor und werden nur in Zuchtlaboren entwickelt. Falls Sie Tomatensamen sammeln möchten, lautet der Aktionsablauf wie folgt.

«Zunächst wählen Sie eine Sorte aus, die Ihnen gefällt. Schneiden Sie die Tomate und probieren Sie eine Hälfte. Wenn alles in Ordnung ist, lohnt es sich, sie als Samenspender zu nehmen. Dazu entnehmen Sie mit einem Teelöffel die Flüssigkeit mit den Samen aus der Samenkammer und legen sie auf eine Untertasse. Wichtig ist, dass die Frucht unbedingt reif ist — davon hängt die Keimfähigkeit ab, — erzählt die Agrarwissenschaftlerin Irina Kolesowa. — Danach müssen 2-3 Tropfen Wasser hinzugefügt und für 1-2 Tage zur Fermentation stehen gelassen werden. Dieser Vorgang ist nötig, damit sich die Hülle von den Samen löst. Denken Sie daran, dass nicht zu viel Wasser vorhanden sein darf, sonst können die Samen zu keimen beginnen».

Danach müssen Sie sie unter fließendem Wasser abspülen, sicherstellen, dass die Hülle abgelöst ist und die Samen sich nicht glitschig anfühlen. Und legen Sie sie zum Trocknen aus. Die Expertin betont, dass die Samen am besten auf Vliestüchern ausgelegt werden, da sie an Papier haften bleiben. Der Ort sollte trocken sein, idealerweise ohne direkte Sonneneinstrahlung. Ein nach Norden ausgerichtetes Fensterbrett ist perfekt.

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«Nach ein bis zwei Tagen sind die Samen zur Lagerung bereit. Beachten Sie: Sie sollten weiß geworden sein, — fährt Irina Kolesowa fort. — Die Samen werden am besten in Papiertüten verpackt. Die Lagerung in Plastik verringert die Haltbarkeit und Keimfähigkeit. Notieren Sie die Sorte und das Datum der Samenernte. Um die Samen zu wecken, reicht es aus, sie über Nacht in einem Stimulator wie „Epin“ oder Wasserstoffperoxid einzuweichen (ich verwende einen natürlichen Extrakt aus Wurmhumus). Richtig gesammelte Tomatensamen können 3-5 Jahre lang gesät werden».

Die allgemeinen Regeln für alle Kulturen sind einfach. «Die Samen werden an einem trockenen, klaren Tag in der zweiten Tageshälfte gesammelt, wenn der Tau bereits abgetrocknet ist. Dies vermeidet übermäßige Feuchtigkeit und Schimmel, — erklärt die Gärtnerin Larisa Mikallef. — Bei Pflanzen, die Kapseln oder Schoten bilden, erfolgt die Ernte, wenn sie reif sind, aber noch nicht aufgeplatzt sind und sich verteilt haben. Nach der Ernte werden die Samen dünn auf einem Tuch in einem gut belüfteten Raum ohne direkte Sonneneinstrahlung getrocknet. Dabei werden sie gewendet, damit sie gleichmäßig trocknen und nicht verkleben. Anschließend erfolgt die Reinigung: Verunreinigungen werden durch Sieben, Worfeln oder leichtes Schütteln entfernt.»

Für die Langzeitlagerung können Trockenmittel wie Silikagelbeutel verwendet werden. Wichtig ist, verschiedene Sorten nicht zu mischen und vor der Aussaat die Keimfähigkeit zu überprüfen, indem ein kleiner Teil der Samen vorgekeimt wird.»

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