Häufig inspirieren gekaufte Rosen als Geschenk mit ihrer Schönheit, und viele Besitzer von Gartengrundstücken möchten das Fest fortsetzen, das heißt, sich ebenfalls solche zuzulegen, aber dann selbst gezüchtet. Theoretisch ist das durchaus möglich. Aber — besonders unter Berücksichtigung des Herkunftslandes der Lieblingsblumen — wie realisierbar ist das in der Praxis?
Der Agronom antwortet:
— Tatsächlich — ist es realisierbar, aber man muss darauf gefasst sein, dass die Menge an lebensfähigem Pflanzmaterial am Ende sehr gering sein wird. Im Groben gesagt: Von jeweils 10 Stecklingen werden tatsächlich nur 3-4 anwachsen, nicht mehr. Wenn Ihnen das ausreicht, dann hier eine Schritt-für-Schritt-Anleitung.
Je früher die Rosen in Ihrem gekauften Strauß geschnitten wurden — desto besser. Mit jedem weiteren Tag sinken die Chancen. Wenn Ihnen also eine bestimmte Rose gefällt, stellen Sie sie nicht in eine Vase, sondern beginnen Sie sofort mit der Arbeit. Es werden Blumen mit einem dicken, kräftigen Stiel benötigt, ohne Beschädigungen und ohne Anzeichen von Krankheiten.
Markieren Sie dann an der ausgewählten Rose den Bereich für den Schnitt. Es sollten mindestens drei Knospen vorhanden sein, besser — 4-6. Schneiden Sie die Rose mit einer scharfen und in einer dunklen Kaliumpermanganatlösung desinfizierten Schere schräg direkt über der Knospe ab — das ist der untere Schnitt. Oben — etwa 5 cm über der oberen vorgesehenen Knospe machen Sie einen waagerechten Schnitt, ohne Schräge. Jetzt machen Sie am unteren Schnitt zwei senkrechte — kreuzweise — Einschnitte von 5 mm. Der Steckling ist fertig. Denken Sie daran: Seine Länge sollte mindestens 15 cm, aber nicht mehr als 30 cm betragen.
Nehmen Sie für jeden Steckling ein Gefäß — Glas, Becher, Vase usw. Die Stecklinge sollten nicht zusammen aufbewahrt werden, damit sie nicht um Nährstoffe konkurrieren. Verdünnen Sie in dem Gefäß nach Anleitung einen beliebigen Bewurzelungsstimulator. In der Regel sind sie flüssig. Versuchen Sie, die in der Anleitung angegebenen Proportionen genau einzuhalten. Um das Abmessen zu erleichtern, verwende ich eine normale Plastikspritze, auf der die Skalierung deutlich angegeben ist.
Legen Sie den Steckling für 10-12 Stunden in das Gefäß mit der Stimulatorlösung. Einige empfehlen, gewöhnlichen Honig als Stimulator zu verwenden. Ich habe es einmal versucht, aber es hat nicht geklappt.
Während der Steckling in der Lösung steht, bereiten Sie die Gefäße mit Erde vor. Eine Drainage im Gefäß ist obligatorisch. Am besten verwendet man gewöhnlichen Blähton. Die Erde kaufe ich immer fertig, speziell für Rosen. Füllen Sie sie in das Gefäß mit der Drainage und setzen Sie dann den Steckling leicht schräg hinein. Er muss gründlich eingegraben werden: An der Oberfläche bleiben 1-2 Knospen. Gießen Sie und bedecken Sie es mit Folie. Stellen Sie es an einen warmen Ort. Lassen Sie die Folie so lange, bis die Blume zu wachsen beginnt. Lüften Sie täglich, indem Sie die Folie abnehmen, und gießen Sie.
Wenn die Rose angewachsen ist und zu wachsen beginnt, kann man sie ins Blumenbeet setzen. In der ersten Saison schenken Sie ihr bei der Anpassung etwas mehr Aufmerksamkeit und beachten Sie — das Überwintern wird für sie schwieriger sein als für andere, daher muss eine gute Abdeckung gewährleistet sein.