Man sollte meinen, was ist schon schwer daran, Rosen für den Winter abzudecken? Aber es ist wichtig, den Pflanzen komfortable Bedingungen zu bieten, damit sie die Kälte erfolgreich überstehen und im Frühjahr wieder mit ihrer Blüte erfreuen. Sonst können die Blumen bei jeder ungeschickten Bewegung eingehen. Agronomin Irina Radischewskaja erklärte die Einzelheiten.
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Zu spät abgedeckt
Einer der häufigsten Fehler ist die vorzeitige Abdeckung. Man sollte nicht überstürzen, denn leichte erste Fröste (bis −5 Grad) härten die Pflanzen nur ab. Der optimale Zeitpunkt für die Abdeckung ist, wenn der Boden gefriert und beim Klopfen ein klingendes Geräusch von sich gibt.
Normalerweise sollte man dies tun, wenn die Thermometerwerte nachts stabil bei −6…-7 Grad liegen und tagsüber bei −2…-5 Grad. Das heißt, warten Sie, bis die Pflanze «einschläft» und alle Lebensprozesse abgeschlossen hat, und beginnen Sie erst dann.
Wenn die Rosen jedoch bei stabilen −10 Grad und darunter ohne Abdeckung bleiben, riskieren Sie, sie zu vernichten.
Feuchter Boden
Im Herbst, wenn strömende Regen den Boden mit Feuchtigkeit durchtränken, bereiten viele Gärtner Abdeckungen für ihre geliebten Rosen vor. Aber wenn Sie anfangen, Pflanzen abzudecken, die in feuchter Erde stehen, kann das in einer Katastrophe enden.
Rosen haben viel mehr Angst vor Fäulnis als vor Frost. Daher ist es wichtig, sie vor Feuchtigkeit zu schützen. Bereits im September bündeln Sie die Zweige der Kletterrosen und biegen Sie sie zum Boden. Andere Rosensorten schneiden Sie zurück und bedecken Sie sie mit einer provisorischen Plastikfolienabdeckung.
Decken Sie die Rosen nicht dicht ab. Die Folie sollte sie vor Regen und Schnee schützen, aber genügend Öffnungen für Belüftung und Trocknung des Bodens lassen. So überwintern Ihre Rosen erfolgreich, ohne Fäulnis oder Ausfaulen ausgesetzt zu sein. Sonst, Sie verstehen selbst, was passieren wird…
Falsch geschnitten
Viele Gärtner empfehlen, Blüten, Früchte und sogar Blätter der Rosen vor dem Abdecken für den Winter zu schneiden. Dies kann jedoch der Überwinterung der Pflanzen schaden.
Ein Strauch mit erhaltenen Früchten denkt, dass alles nach Plan läuft: Er hat geblüht, Früchte angesetzt, die jetzt reifen. Das bedeutet, der Prozess verläuft richtig, und die Pflanze bereitet sich auf die Ruhephase vor. Indem wir Blüten und Früchte abschneiden, stimulieren wir das Wachstum neuer Triebe, was am Ende der Saison völlig unnötig ist. Es reicht, einfach die Blütenblätter an den aufgeblühten Blüten abzupflücken.
Nicht gegen Krankheiten und Schädlinge behandelt
Gegen Ende der Saison können Rosen geschwächt sein und gesundheitliche Probleme haben. Daher sollten sie vor dem Abdecken mit einem Fungizid behandelt werden. Geeignet sind beispielsweise Präparate wie «Skor», «Chom», «Topas», «Previkur» oder eine Lösung von Eisen- oder Kupfervitriol (3% Bordeaux-Mischung). Besprühen Sie die Blätter, Triebe und den Boden um die Büsche.
Das falsche Material
Bei der Vorbereitung der Rosen auf den Winter ist es wichtig, das richtige Abdeckmaterial zu wählen. Viele Gärtner verwenden Haushaltsgegenstände wie Kartons oder Eimer, aber das ist nicht immer die beste Wahl.
Und zwar, weil der Karton schnell nass wird und sich in eine eisige Gruft verwandelt, die der Pflanze den Zugang zur Luft entzieht. Plastikeimer sind luftdicht, was zur Bildung von Kondenswasser führt, das den Rosen schadet. Auch Metalleimer sind ungeeignet, da sie schnell gefrieren und sich erwärmen, was starke Temperaturschwankungen verursacht.
Für einzelne Rosen ist es besser, spezielle Abdeckungen wie den «Simni Domik» zu verwenden. Sie bestehen aus einem Metallgestell und zwei Bezügen aus Spinnvlies unterschiedlicher Dichte. Diese Abdeckungen lassen sich leicht auf- und abbauen und platzsparend verstauen.
Verwenden Sie keine abgeschnittenen Pflanzen zur Isolierung, da sie nass werden und zu faulen beginnen. Auch das Bedecken der Rosen mit Sägespänen oder Mist wird nicht empfohlen, da dies einen eisigen Kokon bilden oder zu einer Schwärzung der Triebe führen kann.
Auch sollte man den Strauch nicht einfach mit Abdeckmaterial umwickeln, da dies keine ausreichende Isolierung bietet. Unser Experte empfiehlt, die Rosen gemeinsam abzudecken, da dies ein günstigeres Mikroklima schafft.