Wie man Riesen-Tomaten anbaut? Boris Sonin verrät seine Geheimnisse

Den Namen Boris Sonin aus Minussinsk kennen viele, die sich für Tomaten begeistern. Von Beruf Arzt, fand er schon als Kind seine zweite Leidenschaft — Tomaten. Die ersten Versuche begannen bereits in der Schulzeit, als der junge Boris herausfinden wollte, warum die Minussinsker Tomaten so besonders sind. Seitdem sind 15 Jahre vergangen — und heute ist sein Hobby zu einer Sache geworden, von der das ganze Land weiß.

Die Rekordtomate selbst — «Bifsteak Albi» — erschien nicht sofort auf dem Grundstück der Sonins. Im letzten Jahr überschritten die ersten Früchte gerade einmal ein Kilogramm, aber in dieser Saison hat sich alles geändert.

Das Geheimnis, wie man Riesentomaten züchtet, verrät Boris nicht. Es sind drei Bestandteile:

  • fachgerechte Auswahl der Samen;
  • strenge Agrartechnik;
  • die Fähigkeit, Weniges für Vieles zu opfern: von 15 Fruchtansätzen an der Pflanze ließ man nur 5 übrig. Dafür floss die gesamte Energie der Pflanze in genau diese Riesenfrucht.

«Wir haben sogar eine Hängematte für ihn gebaut, die die riesige Frucht festhielt“, lächelt Boris und zeigt Fotos. — Sonst hätte die Tomate ihr eigenes Gewicht nicht ausgehalten».

Gigantomanie auf Minussinsker Art

«Ich liebe großfruchtige Tomaten. Gigantomanie ist meine Leidenschaft», gesteht Boris. Auf seinem Grundstück gibt es übrigens viele andere schwere Gemüse. Auch wenn sie nicht knapp 3 Kilo wiegen, sind sie dennoch beeindruckend. Hauptsächlich Tomaten. Die Minussinsker begegnen ihnen generell mit besonderer Aufmerksamkeit. Für sie ist es nicht einfach nur ein Gemüse — es ist ein Teil der Geschichte, Stolz und Tradition.

Wie die Dekabristen Tomaten nach Sibirien «brachten»

Nur wenige erinnern sich, dass alles mit politischen Verbannten begann. Im Jahr 1840 brachte der Dekabrist Nikolai Mosgalewski erstmals Tomaten- und Wassermelonensamen in das Minussinsker Becken. Das Klima war gnädig: warme Tage, kühle Nächte und fruchtbarer Boden schufen ideale Bedingungen für die damals exotische Kultur.

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Bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts züchteten örtliche Züchter die ersten einzigartigen Sorten — «Champion», «Minussinskij Krupny» und dann auch das berühmte «Bulle Herz». Seitdem ist das Wort «minusinskij» zu einer Marke geworden und die Stadt selbst zum Symbol des Tomatenwunders.

Das Festival, das alle vereinte

Heute haben sich die Traditionen in einem großen Fest gefestigt — dem Tag der Minussinsker Tomate. Erstmals wurde es im Jahr 2004 durchgeführt, und damals schien die Idee seltsam. Doch schon nach einigen Jahren verschwand die Skepsis: Das Festival wurde zu einem regionalen Ereignis und zum Aushängeschild der Region.

Hier treten alle gegeneinander an — von Jugendlichen bis zu Rentnern. Die Kategorien überraschen: «Der ertragreichste Strauch», «Kulinarische Geheimnisse», «Die Vogelscheuche im Garten». Aber die Hauptspannung ist immer dieselbe — wer bringt den «Tomaten-Champion»?

Und im Jahr 2025 wurde die Frucht von Boris und Natalja Sonin zum Champion.

Was kommt als Nächstes?

Boris selbst lächelt philosophisch: «Es gibt keine Grenzen. Vielleicht wird nächstes Jahr jemand eine größere Tomate als unsere anbauen. Wir wissen noch wenig über sie, und das macht Tomaten besonders interessant.»

Wenn man ihm zuhört, versteht man: In diesen Worten — der Geist von Minussinsk. Hier sind Tomaten — nicht nur ein Gemüse, sie sind ein Symbol für Ausdauer, Respekt vor der Erde und den Glauben daran, dass Wunder selbst im rauen Sibirien möglich sind.

Und wenn Sie auf dem Markt die Aufschrift «Minussinski» sehen, wissen Sie — vor Ihnen liegt nicht einfach ein Produkt, vor Ihnen liegt — ein Teil der Geschichte, die von der Zeit geprüft und mit Liebe angebaut wurde.

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