Die Blüte der Obstbäume — das ist nicht nur ein schöner Anblick, sondern auch ein kritischer Zeitraum für die zukünftige Ernte. In dieser Zeit sind die Pflanzen besonders anfällig für Temperaturschwankungen, und selbst leichte Fröste können die Blüten und Fruchtansätze zerstören. Aber welchen Frost genau blühende Obstkulturen überstehen können — lesen Sie im Leitfaden.
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Welchen Frost können blühende Obstbäume vertragen?
«Die Frostresistenz hängt von der Baumart und der Entwicklungsphase ab — sagte Kandidat der Agrarwissenschaften, Dozent und Direktor des Botanischen Gartens Stawropol, Wladimir Koschewnikow. — Geschwollene Knospen halten bis zu minus 5 Grad aus, Knospen werden bei minus 3 bis 4 Grad beschädigt, Blüten sterben bereits bei minus 2 bis 3 Grad und junge Fruchtansätze vertragen keine negative Temperatur. Je empfindlicher das Entwicklungsstadium, desto gefährlicher ist selbst ein leichter Frost für den Baum. Beispielsweise verlieren Aprikosen und Pfirsiche ihre Blüten bei −1°C, während Äpfel einen kurzzeitigen Temperaturabfall auf −3°C überstehen können.»
Was sind Spätfröste?
Spätfröste — das sind plötzliche Kälteperioden nach einer stabilen Erwärmung, wenn die Temperatur unter null Grad fällt. Sie sind besonders gefährlich im Frühjahr, wenn die Bäume bereits aus der Ruhephase erwacht sind und zu blühen begonnen haben.
Solche Fröste entstehen durch das Eindringen arktischer Luftmassen oder nächtliche Auskühlung bei klarem Wetter. Selbst wenn es tagsüber +10…+15°C war, kann die Temperatur nachts auf −3…-5°C fallen, was für die Blüten verheerend ist.
Wie schützen Sie Obstbäume vor Frost?
Wie der Experte anmerkt, können Sie, wenn die Wetterdienste vor einer Abkühlung warnen, Maßnahmen ergreifen:
— Räuchern (Rauchvorhang). Das Anzünden von Rauchfeuern aus feuchtem Stroh, Sägespänen oder Laub erzeugt einen dichten Vorhang, der die Wärme am Boden hält. Diese Methode ist bei Frösten bis zu minus drei Grad wirksam. Die Brandschutzbestimmungen sind inzwischen strenger geworden, und Nachbarn könnten sich beschweren. Um Bußgelder zu vermeiden, informieren Sie sich über die aktuellen Anforderungen für die Räucherbehandlung des Gartens.
— Beregnung. Das Besprühen der Bäume mit Wasser vor dem Frost erzeugt eine dünne Eisschicht, die Knospen und Blüten vor Unterkühlung schützt. Das Wasser gibt beim Gefrieren Wärme ab und rettet die Pflanze.
— Abdeckmaterialien. Junge Bäume können Sie mit Agrofaser, Sackleinen oder Folie abdecken. Wichtig ist, dass das Material die Blüten nicht berührt, da sie sonst anfrieren.
— Düngung vor Frost. Das Besprühen mit Phosphor-Kalium-Düngern (z. B. Kaliummonophosphat) 1-2 Tage vor der Abkühlung erhöht die Widerstandsfähigkeit der Pflanzen.
— Bewässerung des Bodens. Feuchte Erde kühlt langsamer ab, daher kann kräftiges Gießen am Vorabend von Frost das Risiko von Schäden an den Wurzeln und der bodennahen Luftschicht verringern.