Inhaltsverzeichnis:
Kumquat zu Hause: Besonderheiten des Anbaus und der Vermehrung
Beschreibung der Pflanze
Der Kumquat trat erstmals in China auf und verbreitete sich später in Europa und Amerika. In der freien Natur erreicht das Bäumchen eine Höhe von 4,5 m, in Innenräumen höchstens 1,5 m.
Die dichte Krone verzweigt sich stark, die Zweige sind dicht mit kleinen, glatten, dunkelgrünen Blättern bedeckt. Beim Anbau von Kumquat im Haushalt beginnt die Blütezeit im April oder Ende Mai und dauert bis zu 50 Tage. Die Blüten haben einen angenehmen Duft, sind weiß mit einem zartrosa Farbton und können sowohl in Blütenständen als auch einzeln stehen.
60 bis 90 Tage nach der Blüte beginnen die Pflanzen Früchte zu tragen. Die vollständige Reife der Früchte erfolgt zu Frühlingsbeginn. In dieser Zeit sieht das Bäumchen besonders attraktiv aus. Die Früchte ähneln kleinen Orangen mit einem Gewicht von bis zu 30 g, die Schale ist dünn und leuchtend orange. Das Fruchtfleisch schmeckt säuerlich, die Schale hingegen süß, sodass sie nicht entfernt werden muss.
Kumquat-Sorten, die sich für den Anbau zu Hause eignen
Fast alle in der Natur vorkommenden Kinkan-Arten eignen sich auch für den Eigenanbau. Besonders beliebt bei Fachleuten und Liebhabern sind einige Sorten.
Nagami
Die am weitesten verbreitete Art, die häufig von Designern und Gärtnern verwendet wird. Sie bringt süße Früchte hervor, die in Größe und Form an Oliven erinnern. Nagami hat mehrere Unterarten:
- Variegatum. Zeichnet sich durch originelle Streifen auf den Früchten aus; nach der Reife verschwindet der dekorative Effekt.
- Nordmann. Eine samenlose Sorte der Pflanze.
Häufig wird Nagami in der Bonsai-Kunst verwendet.
Marumi
Eine japanische Kumquat-Sorte, ein kleiner dorniger Strauch. Die Früchte sind oval und goldorange gefärbt. Sie haben einen edlen, süßen Geschmack. Marumi verträgt Frost recht gut, sodass sie in südlichen Regionen im Freien angebaut werden kann.
Meiwa
Eine Zwergsorte mit hohem Zierwert. Die ziemlich großen gelb-orangen Früchte ähneln Zitronen, der Geschmack ist leicht säuerlich. Die Pflanze ist niedrig, hat ovale Blätter und eine dichte Krone, die jeden Innenraum schmücken können.
Fukushi
Diese Sorte zeichnet sich durch die größten und süßesten Früchte mit einer dünnen Schale aus. Die dichte, verzweigte Krone ist eine ausgezeichnete Wahl für die Verwendung in Gewächshäusern und Wintergärten.
Bevor Sie ein Bäumchen kaufen, müssen Sie wissen, wie man eine Kumquat pflegt. Für den Anbau im Zimmer eignen sich nicht nur Sorten des Kinkan, sondern auch verschiedene Hybriden aus Zitrusfrüchten und Kumquat: mit Mandarine (Calamondin), Zitrone (Lemonquat), Limette (Limequat) und anderen.
Kumquat im Haus: Anbau und Pflege
Die richtige Pflege der Pflanze erfordert Aufmerksamkeit und Mühe. Wie alle Zitrusfrüchte reagiert sie sehr empfindlich auf ungünstige Bedingungen und benötigt daher besondere Aufmerksamkeit und regelmäßige Pflege. Der anspruchsvolle Kinkan ist attraktiv und bringt viele Früchte hervor. Trotz aller Schwierigkeiten wird der Anbau von Kumquats im Haus zu einer spannenden und angenehmen Beschäftigung.
Standort und Beleuchtung
Für den Standort des Pflanzgefäßes wählen Sie den sonnigsten Platz in der Wohnung – Fensterbänke an der West- oder Südseite. Wenn das Bäumchen an einem nach Osten ausgerichteten Fenster steht, wird es zwar leben, aber langsam wachsen und wenig Früchte tragen. Im Sommer benötigt die Pflanze diffuses Licht und Schutz vor direkter Sonneneinstrahlung. Sie können es auf den Balkon oder nach draußen stellen.
Die geeigneten Temperaturen betragen im Sommer 25 bis 28 Grad, im Winter +10 bis +12 Grad. Starke Hitze oder Unterkühlung dürfen Sie nicht zulassen. In der kalten Jahreszeit sollte der Pflanze eine Ruhephase gewährt werden. Dazu wird sie an einen kühlen Ort gestellt und die Bewässerung reduziert. Dies hilft, die Hauspflanze Kumquat auf die weitere Entwicklung, Blüte und Fruchtbildung vorzubereiten.
Wenn der Winterstandort warm ist, benötigt das Bäumchen mehr Licht. Ein warmes Mikroklima in Verbindung mit schlechter Beleuchtung führt zum Blattfall. Danach ist die Pflanze schwer zu erholen.
Luftfeuchtigkeit und Bewässerung
Das Bäumchen liebt hohe Luftfeuchtigkeit, wächst schneller und trägt besser unter günstigen Bedingungen. Es reicht aus, es in eine breite Schale mit feuchtem Blähton zu stellen, mit Wasser zu besprühen oder spezielle Luftbefeuchter zu verwenden. Erwachsenen Pflanzen tut es gut, von Zeit zu Zeit ein Bad unter der Dusche zu nehmen und die Blätter mit einem feuchten Schwamm abzuwischen.
Die Pflege einer Kumquat im Haushalt kommt nicht ohne regelmäßiges, reichliches Gießen aus. Das Wasser sollte abgestanden und weich sein. Hartes Leitungswasser muss 1-2 Tage vor dem Gießen leicht angesäuert werden, damit schädliche Salze ausfallen. Es ist wichtig, den Säuregehalt des Bodens im Auge zu behalten, der nahezu neutral sein sollte.
Die Häufigkeit des Gießens hängt von der Jahreszeit ab: Im Sommer benötigt die Pflanze häufiger Feuchtigkeit, im Winter deutlich seltener. Die Notwendigkeit des Gießens erkennt man am Zustand der Erde. Wenn sie mehr als 4 cm tief ausgetrocknet ist, sollte man weiches oder angesäuertes Wasser verwenden. Bei Kälte mit Temperaturen bis zu +10 Grad wird einmal im Monat gegossen.
Das Bäumchen verträgt weder Feuchtigkeitsmangel noch -überschuss gut. Übermäßig gegossene Wurzeln neigen zur Fäulnis, zu trockene Erde führt zum Absterben der Kumquat. Überschüssiges Wasser, das in den Untersetzer gelaufen ist, wird nach einer halben Stunde vollständig abgegossen.
Schnitt und Umtopfen
Aus Samen gezogene Bäumchen und Sträucher sind mitunter hoch und verzweigt. Um eine schöne Krone zu formen und ihr ein gepflegtes Aussehen zu verleihen, wird ein Rückschnitt der Kumquat durchgeführt. Der Vorgang wird jährlich im Frühjahr wiederholt. Die Triebspitzen werden vorsichtig entfernt, damit die Krone eine halbrunde Form erhält. Der Schnitt dient nicht nur ästhetischen Zwecken, sondern regt auch das Wachstum neuer Zweige an, was sich positiv auf den Ertrag auswirkt.
Eine fruchttragende Kumquat muss alle 2-3 Jahre umgetopft werden. Dies sollte vor dem Austrieb neuer Triebe erfolgen – Ende Winter oder ganz zu Beginn des Frühlings. Der Vorgang besteht im Umtopfen der Pflanze samt Erdballen, wobei darauf zu achten ist, das empfindliche Wurzelsystem nicht zu beschädigen.
Nach dem Umtopfen wird der Topf an einen vor Sonnenstrahlen geschützten Ort gestellt. Die Kumquat wird täglich mit Wasser besprüht.
Düngung
Ohne regelmäßige Nährstoffzufuhr wird die Pflanze keine Früchte tragen, daher ist dieser Pflegeaspekt wichtig. Die Häufigkeit der Düngung richtet sich nach mehreren Faktoren:
- Alter und Zustand der Kumquat;
- Eigenschaften des Bodens, in dem das Bäumchen wächst;
- Größe des Topfes.
Wenn der Topf klein ist, müssen die Düngemittel häufiger angewendet werden. Während des aktiven Wachstums werden alle 10 Tage Kalium- und Phosphordünger zugegeben. Im Winter wird der Vorgang auf einmal im Monat reduziert.
Dünger sind für die normale Entwicklung der Kumquat und für einen hohen Ertrag wichtig. Als geeignete Menge pro 1 Liter Wasser gelten:
- Kaliumchlorid – 1/8 TL;
- Ammoniumnitrat – ¼ TL;
- einfaches Superphosphat – 0,5 TL.
Einige Hobbygärtner, die sich mit dem Anbau von Kumquats zu Hause befassen, berichten von einer positiven Wirkung nach der Zugabe eines Aufgusses aus Holzasche.
Vermehrung der Pflanze
Die Vermehrung der Kumquat erfolgt auf verschiedene Weise:
- durch Kerne;
- durch Stecklinge;
- durch Ringeln von Trieben;
- durch Veredelung.
Die beiden letzten Methoden sind schwer durchzuführen und daher nur für erfahrene Gärtner geeignet. Anfängern wird empfohlen, sich auf die beiden anderen Methoden zu konzentrieren. Betrachten wir jede davon im Detail.
Vermehrung durch den Kern
Es gilt als die zugänglichste und beliebteste Methode. Einen Kumquat aus einem Samen zu Hause zu ziehen ist durchaus machbar, aber der Baum wird lange wachsen und die ersten Früchte erscheinen erst im 10. Jahr.
Das frische Samen wird mehrere Tage in einer Wurzelstimulatorlösung eingeweicht, dann in die Mitte des Topfes in einer Tiefe von 1,5 – 2 cm gepflanzt. Für die Pflanzung eignet sich Universalerde, bestehend aus Sand und Schwarzerde. Der Samen wird mit reichlich Wasser gegossen, der Überschuss wird aus dem Untersetzer abgelassen. Der Topf wird mit einem Stück Glas oder einer Plastikfolie abgedeckt und dann an einen gut beleuchteten kühlen Ort gestellt.
Nach ein paar Monaten erscheinen Keimlinge mit 4 – 5 Blättern. Danach erfolgt das Umpflanzen in einen größeren Topf. Die citrus kumquat muss wie ausgewachsene Bäume gepflegt werden.
Stecklingsvermehrung
Für den Vorgang wird ein 10 Zentimeter langer Zweig einer gesunden Pflanze benötigt. Der Steckling sollte mehrere Blätter haben, der Schnitt erfolgt von oben nach unten in einer schrägen Linie. Dies sollte im April erfolgen, bevor die Blüten erscheinen. Andernfalls wird der Setzling lange anwachsen und krank sein.
Zur effektiven Vermehrung des Kumquats durch Stecklinge wird der Zweig mit einem speziellen Wachstumsstimulator bedeckt. Die Fläche des unteren Schnitts wird mit Holzasche bestreut, dann wird der Steckling in ein geeignetes Gefäß mit Erde gepflanzt und mit einem Glasgefäß abgedeckt. Der Topf wird an einen gut beleuchteten Ort gestellt, es wird regelmäßig gelüftet und gegossen. Nach 2 Monaten ist die Pflanze vollständig zur Bewurzelung bereit.
Ableger
Um einen Absenker beim Anbau von Kumquat zu Hause zu erstellen, muss man an der erwachsenen Pflanze einen Trieb von bis zu 20 cm Länge auswählen. In der Mitte des Triebes werden zwei Rindeneinschnitte im Abstand von 1 cm voneinander gemacht. Die Rinde wird vorsichtig entfernt, sodass auf dem Zweig eine kahle Stelle in runder Form entsteht. Das Laub unterhalb des Rings wird entfernt und ein Stück Rinde wird in die Erde gelegt.
Für den Absenker wird eine Plastikflasche oder eine Papiertüte benötigt. Der Behälter sollte in zwei Teile geschnitten werden und am Boden ein Loch, das dem Durchmesser des Triebes entspricht, ausgeschnitten werden. Der Zweig wird in die Flasche gelegt und beide Teile werden mit Klebeband zusammengehalten. In den Behälter wird eine feuchte Mischung aus Torf und Sand gefüllt. Es ist wichtig darauf zu achten, dass die Erde nicht austrocknet.
Mit der Zeit bildet sich am Zweig ein neues Wurzelwerk, und nach ein paar Monaten kann der Trieb abgeschnitten und die Flasche entfernt werden. Der Kumquat wird in einen neuen Topf umgetopft.
Veredelung
Für diese Methode werden Setzlinge der Pflanze benötigt, die eine Dicke von 1 cm erreicht haben. Experten empfehlen, den Kumquat auf eine Unterlage von Poncirus oder Grapefruit zu veredeln.
Der Vorgang wird in der Phase des aktiven Wachstums und der Saftbewegung in den Trieben durchgeführt. Nach 1,5 Monaten bewurzeln sich die Augen, und die oberhalb der Veredelung befindlichen Triebe werden für die vollständige Kronenbildung abgeschnitten.
Ein auf diese Weise gezogener Kumquat beginnt etwas später Früchte zu tragen, aber die Entwicklung des Bäumchens erfolgt deutlich schneller. Veredelte Pflanzen weisen eine hohe Widerstandsfähigkeit gegenüber verschiedenen negativen Faktoren auf.
Schädlinge und Krankheiten
Für den Kumquat sind die gleichen Krankheiten charakteristisch wie für alle Zitrusfrüchte. Zu den wichtigsten krankhaften Anzeichen gehören:
- Auftreten von Flecken auf den Blättern;
- Besenwuchs der Triebe;
- Veränderung der Farbe und Form des Laubs;
- Bildung von Auswüchsen;
- Vertrocknen.
Die Pflanze leidet nicht selten unter einer bakteriellen oder pilzlichen Infektion, aber es ist durchaus möglich, sie zu heilen. Vorhandene Früchte und Knospen werden entfernt, damit der Kumquat keine Kräfte verliert. Danach erfolgt eine mehrmalige Behandlung mit fungiziden Präparaten. In der Behandlungsphase ist es wichtig, der Pflanze eine umfassende Pflege und Fürsorge zukommen zu lassen, damit sie ihre Lebenskräfte so schnell wie möglich wiederherstellt.
Die Viren Tristeza, Xyloporose und einige andere können nicht geheilt werden. Bei ungünstigem Mikroklima wird das Bäumchen von Spinnmilben, Blattläusen, Schildläusen und anderen Schädlingen befallen. Bekämpfen kann man sie mit Hilfe spezieller Mittel.
Der Kumquat ist eine attraktive Pflanze, die sich für den Anbau im Haus eignet. Bei entsprechender Pflege wird sie das Auge erfreuen und nützliche Früchte mit erlesenem Geschmack hervorbringen.
Kumquat: Wie pflegt man sie zu Hause?
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Kurz: Veredelte Pflanzen im aktiven Wachstum. Sie werden in der Saison blühen und Früchte tragen. Beschreibung Kumquat Kukle — eine Sorte, die von Designern und Gärtnern aktiv genutzt wird. Sie bringt süße Früchte hervor, die in Größe und Form Oliven ähneln.
Kukle — ist eine Hybride aus Kumquat Margarita und Clementine (Kumquat Margarita x Clementine). Daher stammt auch der Name der Pflanze: Ku — Kumquat; Kle — Clementine. Kukle hat sich als Topfpflanze gut bewährt. Das Laub ist länglich-schmal, dunkelgrün gefärbt. Die Fruchtform ist birnenförmig, leuchtend orange. Die Früchte sind etwa doppelt so groß wie eine Kumquat. Das Fruchtfleisch ist süß-sauer, im Geschmack an Mandarine mit einer angenehmen Säure erinnernd.
Kumquat, «goldene Orange» oder Kinkan – eine attraktive Zimmerpflanze mit tropischen orangefarbenen Früchten. Kumquat zu Hause sieht ästhetisch ansprechend aus und erinnert an ein kleines Bäumchen oder einen Bonsai mit immergrüner Krone. Die gesundheitlichen Vorteile und geschmacklichen Qualitäten der Früchte stehen bekannten Zitrusfrüchten in nichts nach. Bei Bedarf kann der Pflanze eine Strauchform gegeben werden, deren Höhe von der Größe des Topfes abhängt. Zu Hause wird das exotische Bäumchen eine Augenweide sein, wenn man ihm geeignete Bedingungen bietet.
Kumquat. Pflege und Haltung:
Für den Standort des Topfes wählen Sie den sonnigsten Platz in der Wohnung – Fensterbänke an der West- oder Südseite. Bei Platzierung an einem nach Osten gerichteten Fenster wird das Bäumchen zwar überleben, sich aber langsam entwickeln und wenig Früchte tragen. Im Sommer benötigt die Pflanze diffuses Licht und Schutz vor direkter Sonneneinstrahlung. Sie können sie auf den Balkon oder nach draußen stellen. Geeignete Temperaturen betragen im Sommer 25–28 Grad, im Winter +10 bis +12 Grad. Starke Hitze oder umgekehrt Unterkühlung sind zu vermeiden. In der kalten Jahreszeit sollte die Pflanze eine Ruhephase erhalten. Dazu wird sie an einen kühlen Ort gestellt und die Bewässerung reduziert. Dies hilft, die Hauspflanze Kumquat auf die weitere Entwicklung, Blüte und Fruchtbildung vorzubereiten.
Das Bäumchen liebt eine hohe Luftfeuchtigkeit. Es wächst schneller und trägt besser Früchte, wenn die Bedingungen günstig sind. Es reicht aus, wenn Sie es in eine breite Schale mit feuchtem Blähton stellen, mit Wasser besprühen oder spezielle Luftbefeuchter verwenden. Bei älteren Pflanzen ist es sinnvoll, sie gelegentlich unter der Dusche zu baden und die Blätter mit einem feuchten Schwamm abzuwischen.
Die Pflege des Kumquats zu Hause erfordert regelmäßiges, reichliches Gießen. Das Wasser sollte abgestanden und weich sein. Hartes Leitungswasser müssen Sie ein bis zwei Tage vor dem Gießen leicht ansäuern, damit alle schädlichen Salze ausfallen. Achten Sie darauf, dass der pH-Wert des Bodens nahezu neutral ist. Die Häufigkeit des Gießens hängt von der Jahreszeit ab: Im Sommer benötigt die Pflanze häufiger Feuchtigkeit, im Winter deutlich seltener. Ob gegossen werden muss, erkennen Sie am Zustand der Erde. Wenn sie mehr als 4 cm tief ausgetrocknet ist, ist es Zeit, weiches oder angesäuertes Wasser zu verwenden. In der Kälte bei Temperaturen bis zu +10 Grad wird einmal im Monat gegossen.
Ein Kumquat, das Früchte trägt, muss alle zwei bis drei Jahre umgetopft werden. Dies sollte vor dem Austrieb neuer Triebe erfolgen – Ende des Winters oder ganz zu Beginn des Frühlings. Dabei wird die Pflanze mit dem Erdballen umgesetzt, wobei das empfindliche Wurzelsystem nicht beschädigt werden darf. Nach dem Umtopfen stellen Sie den Topf an einen vor Sonnenstrahlen geschützten Ort. Das Kumquat wird täglich mit Wasser besprüht.
Ohne regelmäßige Nährstoffzufuhr wird die Pflanze keine Früchte tragen. Daher ist dieser Pflegeaspekt wichtig. Die Häufigkeit der Düngung ergibt sich aus mehreren Faktoren: Alter und Zustand des Kinkans, Beschaffenheit des Bodens, in dem das Bäumchen wächst, sowie Größe des Topfes.
Wenn der Topf klein ist, müssen Sie häufiger düngen. In der aktiven Wachstumsphase werden alle zehn Tage Kalium- und Phosphordünger verabreicht. Im Winter reduziert sich die Anwendung auf einmal im Monat. Düngemittel sind wichtig für die normale Entwicklung des Kinkans und für einen hohen Ertrag. Eine geeignete Menge auf einen Liter Wasser ist: Kaliumchlorid – 1/8 Teelöffel; Ammoniumnitrat – 1/4 Teelöffel; einfaches Superphosphat – 1/2 Teelöffel. Manche Pflanzenliebhaber, die sich mit dem Anbau von Kumquats zu Hause befassen, berichten von einer positiven Wirkung nach der Anwendung eines Aufgusses aus Holzasche.
ACHTUNG: Die Pflanzen werden nur gegen Vorkasse versendet! Transport im Container. Für Nowosibirsk: Die Pflanze wird in einem Container mit guter frischer Erde geliefert und benötigt kein Umtopfen.
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Kumquat (Kinkan): Haltungsbedingungen, Düngung, Umtopfen, Vermehrung
Veröffentlicht in der Kategorie Zimmerpflanzen
Am häufigsten wird bei uns als Zimmerpflanze die ovale Kumquat, auch Goldorange genannt (Fortunella margarita), angebaut.
Kumquat kann an jedem Fenster außer Nordfenstern wachsen. Im Sommer mag sie es recht warm – bis zu 25–30 °C. Es ist gut, sie in den Garten oder auf die Loggia zu stellen und dabei für diffuses Sonnenlicht zu sorgen. Um eine Überhitzung der Wurzeln zu vermeiden, kann man den Topf in die Erde eingraben. Im Winter bevorzugt sie relative Kühle – 10–15 °C. Wenn diese Temperatur nicht gewährleistet werden kann, sollte man sie ab Herbst mit zusätzlichem Licht versorgen und die Beleuchtung im Winter maximieren. In der kalten Jahreszeit sollte man gelegentlich die
Temperatur auf der Fensterbank überprüfen. Sie kann sich erheblich von der Raumtemperatur unterscheiden, und bei einem großen Unterschied dieser Werte vergilben und fallen die Blätter der Pflanze ab.
Wie alle Zitruspflanzen mag die Kumquat eine ausreichend feuchte Luft. Andernfalls beginnt sie, Blätter abzuwerfen und wird von Spinnmilben und Schildläusen befallen. Regelmäßiges Besprühen löst das Problem nicht. Stellen Sie Schalen mit Wasser in der Nähe auf, oder noch besser: Schaffen Sie sich ein automatisches Befeuchtungssystem an.
Die Erde wird in einem mäßig feuchten Zustand gehalten, weder übernässt noch austrocknen lassend. Wenn die Pflanze in einem kleinen Topf steht, wird gegossen, wenn die oberste Erdschicht angetrocknet ist. Große Exemplare in großen Behältern werden gegossen, nachdem die Erde mindestens 5–7 cm tief abgetrocknet ist. Verwenden Sie abgestandenes Wasser mit Raumtemperatur. Wenn das Wasser sehr hart ist, geben Sie auf einen 8-Liter-Kunststoffeimer 1/4 TL Oxalsäure hinzu: überschüssige Magnesium- und Calciumsalze setzen sich am Boden und an den Wänden des Behälters ab. Nach einem Tag kann es verwendet werden.
Während der Ruhezeit – von Mitte Oktober bis Februar – düngen Sie die Pflanzen nicht. Während der Wachstumszeit – von März bis Ende September – düngen Sie mindestens einmal im Monat «gedüngt» (im Frühling und in der ersten Sommerhälfte häufiger, mit leicht erhöhtem Stickstoffgehalt, und am Ende der Vegetationsperiode seltener und mit reduziertem Stickstoff). Es ist wünschenswert, dass die Mineraldünger kein Chlor enthalten. Auch regelmäßige organische Düngergaben sind nötig. Beide Düngerarten wechseln Sie ab. Um die Arbeit zu vereinfachen, verwenden Sie sogenannte Langzeitdüngerstäbchen. Die Düngerstäbchen werden nur beim Umtopfen in den Topf gegeben, platziert am Rand des Topfes.
Ausgewachsene, und besonders fruchttragende, Pflanzen werden alle zwei bis drei Jahre Ende Februar bis Anfang März umgetopft. Junge Pflanzen – nach Bedarf, wenn die Topfgröße merklich der Kronengröße nachsteht. Verwenden Sie am besten die Umsetzmethode, bei der die Wurzeln nicht vom Substrat befreit werden und der Erdballen maximal erhalten bleibt. Dabei versuchen Sie, die obere Erdschicht vorsichtig zu ersetzen. Sie können fertige Erdmischungen für Zitruspflanzen verwenden oder diese selbst herstellen aus Rasenerde, nährstoffreicher Gartenerde, gut verrottetem Mist oder Laubhumus und grobkörnigem Sand oder Vermiculit (2:1:1:1). Als Drainage eignet sich gewaschener Blähton oder Kies. Letzterer ist schwerer und verleiht dem Topf mehr Stabilität.
Das umgetopfte Bäumchen wird reichlich gegossen und für ein paar Wochen an einen mäßig warmen Ort gestellt. Dabei besprühen Sie die Krone regelmäßig mit warmem Wasser.
Um eine gleichmäßige Krone zu formen, drehen Sie die Pflanze langsam (etwa 10 Grad alle 10–11 Tage) um ihre Achse – Kumquats mögen keine abrupten Drehungen zur Lichtquelle. Vergessen Sie dies auch beim Umtopfen nicht: Markieren Sie die «Vorderseite» der Pflanze mit einem Bändchen, und stellen Sie den Topf nach dem Umtopfen genauso hin. Sonst führt dies zum plötzlichen Abfallen der meisten Blätter.
Vermehren Sie Kumquats durch Ableger, Veredelung, Stecklinge und Samen. Die letzte Methode ist die einfachste, aber Sie müssen mehr als 7–8 Jahre auf die Früchte warten. Außerdem können bei den Nachkommen die Sortenmerkmale verloren gehen.
Kumquat-Anbau auf der Fensterbank

Immergrünes Bäumchen der Gattung Fortunella, von den Chinesen „Kumquat“ genannt, was „goldener Apfel“ bedeutet. Die Japaner nennen es „Kinkan“, was übersetzt „goldene Orange“ bedeutet.
Klein, aber fein
Die Pflanze wurde im 19. Jahrhundert nach Europa gebracht. Heute kann man diese wegen der Fülle kleiner oranger Früchte attraktive Pflanze in den Häusern von Liebhabern pflanzlicher Exotik antreffen. Es gibt auch viele natürlich und künstlich gezüchtete Hybriden mit anderen Zitrusfrüchten – Limette, Mandarine, Orange. Die Früchte der Kumquat sind die kleinsten unter allen Zitrusfrüchten.
Der Kumquatbaum besitzt viele Vorzüge: Er ist recht kompakt und klein für die Zimmerkultur, hat eine dekorative dichte Krone mit kleinen Blättern, blüht wunderschön weiß-rosa und trägt aktiv Früchte. Wie kann man eine solche Pflanze nicht lieben!
Die Früchte des Kumquat sind sehr lecker und duftend, sie enthalten viele Vitamine und ätherische Öle. Der Nutzen dieser Pflanze liegt also auf der Hand.

Weniger, aber besser
In Innenräumen kann der Kumquatbaum eine Höhe von 1,5 m erreichen. Damit die Pflanze kompakt bleibt, sollte die Containergröße begrenzt werden. In der Zimmerkultur können alle Sorten der Pflanze angebaut werden, auch eine Hybride mit der Mandarine. Am häufigsten sind die Sorten Nagami, Meiwa und Marumi. Diese Sorten vertragen Temperaturen bis -12 °C.
Blüte „Zugabe“
Die Blüte des Kumquat fällt in den Juli-August und dauert bis zu 7 Tage. Eine erneute Blüte kann nach 2-3 Wochen eintreten.
Die Blüte des Kumquat, wie auch bei anderen Zitruspflanzen, sollte reguliert werden. Die Früchte reifen im Winter, bis Januar.
Beleuchtung
Im Sommer sollte der Kumquatbaum vor aktiver und direkter Sonneneinstrahlung geschützt werden. Im Winter hingegen sollte man auf maximale natürliche Beleuchtung und direkte Sonnenstrahlen achten.
Der Topf mit der Pflanze wird an ein Südfenster gestellt. Auch künstliche Beleuchtung ist sinnvoll.
Temperatur
Die bevorzugte Temperatur des Kumquat schwankt von sehr warm im Sommer bis kühl im Winter. Dennoch sollte man ihn tagsüber vor starker Überhitzung und nachts vor Unterkühlung schützen. Im Sommer wird der Kumquat oft in den Garten gebracht und an der frischen Luft gehalten.
Zum Schutz vor Überhitzung wird der Topf in die Erde eingegraben, mit Gras, Torf oder Mist gemulcht oder Isoliermaterial verwendet.
Luftfeuchtigkeit
Der Kumquat bevorzugt feuchte Luft. Bei übermäßiger Trockenheit kann er Blätter abwerfen oder krank werden. Die Luftfeuchtigkeit wird durch regelmäßiges Besprühen der Krone mit Wasser von Zimmertemperatur, das Aufstellen von Wasserbehältern in der Nähe von Heizkörpern oder die Verwendung eines Luftbefeuchters aufrechterhalten.
Bewässerung
Die Bewässerung sollte regelmäßig erfolgen, um die Bodenfeuchtigkeit zu halten: im Frühjahr alle zwei Tage, im Sommer täglich und im Winter sehr mäßig, einmal pro Woche. Nur mit warmem Wasser gießen. Andernfalls werden die Blätter gelb und können abfallen.
Düngung
Die Pflanze sollte von Frühjahr bis Herbst 2-3 Mal im Monat gedüngt werden, im Winter reicht einmal. Allerdings sollten die Düngeintervalle an die Größe des Containers, die Größe und das Alter des Bäumchens angepasst werden. Zum Düngen verwendet man eine Lösung aus Mineraldünger, Holzasche und im Sommer, wenn die Pflanze im Garten steht, auch eine Lösung aus Jauche.
Umtopfen
Den Kumquat topfen Sie alle 2-3 Jahre um, und zwar durch Umsetzen in einen größeren Topf. Eine Drainageschicht ist obligatorisch. Nach dem Umtopfen wird kräftig gegossen und die Pflanze an einen warmen, leicht schattigen Ort gestellt. Die Erdmischung für den Kumquat besteht aus Rasenerde, nährstoffreicher Gartenerde, verrottetem Mist oder Laubhumus und Sand. Für junge Pflanzen verwendet man eine leichtere Erdmischung, für fruchttragende eine schwerere.
Vermehrung
Der Kumquat wird durch Absenker, Stecklinge und Veredlung vermehrt.
Kumquat — Erfolgsgeheimnisse der «Goldorange»
Goldorange, Zwergorange, Japanische Orange, Goldapfel, Kumquat, Kinkan – all dies sind verschiedene Bezeichnungen für dieselbe attraktive, immergrüne Zitruspflanze aus der Untergattung Fortunella. Sie ist der kleinste Vertreter der Zitrusgewächse, sowohl in Bezug auf die Fruchtgröße als auch auf die Größe der Krone des Bäumchens oder Strauches. Das leuchtende und muntere Aussehen dieser knallorangen Frucht hat sie in vielen Ländern des asiatischen Kontinents zu einem sehr beliebten gastronomischen und dekorativen Element gemacht.
Man gibt ihn zu Fleisch, Fisch und vielen Salaten. Auf seiner Basis gibt es eine riesige Anzahl von Cocktails. Am häufigsten wird er jedoch roh samt der dünnen Schale gegessen, die dem Fruchtfleisch eine angenehme würzige Note verleiht. Kumquat kann frisch, kandiert, als Marmelade und als kandierte Früchte sowie in einer Soße aus dunkler Schokolade verzehrt werden.
Kumquat ist nicht nur lecker, sondern auch sehr gesund. In einigen asiatischen Ländern wird die Schale dieser Frucht am Feuer ausgelegt, da man glaubt, dass der von ihr ausgehende Duft Erkältungen und Husten heilt. Tatsächlich haben die in der Kumquat enthaltenen ätherischen Öle eine starke bakterizide Wirkung. Seit Jahrtausenden verwenden die Chinesen Kumquat zur Behandlung verschiedener Pilzinfektionen. Erst vor kurzem wurde diese Tatsache wissenschaftlich bestätigt und untermauert: Es stellt sich heraus, dass das Fruchtfleisch dieser Frucht große Mengen an Furocumarin enthält, das eine hohe antimykotische Aktivität aufweist. Darüber hinaus hat Kumquat eine sehr ausgeprägte anti-alkoholische Wirkung.
Die Heimat der Kumquat ist China; in der chinesischen Literatur wird sie bereits seit dem 12. Jahrhundert erwähnt. Sie wurde auch im mittelalterlichen Japan angebaut. Erstmals in Europa wurde die Kumquat im Jahr 1846 von Robert Fortune der London Horticultural Society vorgestellt. Heute sind fünf Arten bekannt: Japanische Kumquat, Hawaii-Kumquat, Malaiische Kumquat, Jiangsu und Meiwa.
Die Pflanze ist fast das ganze Jahr über sehr dekorativ. Zur Blütezeit bedeckt sich der Kumquat mit vielen kleinen, milchig-weißen, sehr duftenden Blüten, und während der Fruchtperiode ist das Bäumchen dicht mit kleinen, leuchtend orangefarbenen Früchten bedeckt. Die Früchte des Kumquat ähneln winzigen ovalen Orangen von 3 bis 5 cm Länge und bis zu 4 cm Durchmesser.
Das Kumquat-Bäumchen zeichnet sich durch eine kleine, kompakte, feinblättrige Krone aus, verzweigt sich gut und trägt reichlich Früchte. Daher wird es bei unseren Lesern immer beliebter und wird gerne als dekorative Zimmerpflanze gezogen. Es ist keineswegs überraschend, dass diese Zitrusart oft zur Gestaltung von Bonsai verwendet wird. In Innenräumen wächst das Kumquat-Bäumchen recht langsam und wird nicht höher als 1,5 m.
Wie bei den meisten Zitruspflanzen in Innenräumen kann die Vegetations- oder Wachstumsperiode des Kumquats je nach Haltungsbedingungen von Mitte März bis Mitte Mai einsetzen und dauert 5-7 Wochen. Eine zweite, aber kürzere Wachstumsperiode kann bei jungen Pflanzen Ende August bis September beginnen. Ausgewachsene Pflanzen beschränken sich oft auf einen einzigen Frühlingszuwachs, der im Durchschnitt bis zu 10 cm beträgt. Der Kumquat blüht normalerweise im späten Frühling oder Sommer, manchmal wiederholt sich die Blüte nach ein paar Wochen. Die Früchte reifen in der Regel im Winter.
Beleuchtung und Temperatur.
Im Sommer sollte das Kumquat-Bäumchen bei diffusem Sonnenlicht oder leichter Schattierung gehalten werden. Im Winter hingegen sollten Bedingungen für maximale natürliche Beleuchtung geschaffen werden. Es reagiert auch sehr gut auf regelmäßige künstliche Zusatzbeleuchtung in der dunklen Jahreszeit. Der Kumquat liebt einen recht warmen oder sogar mäßig heißen Sommer (25-30 Grad) und einen relativ kühlen Winter (10-15 Grad). Im Sommer reagiert die Pflanze gut auf einen Aufenthalt im Freien im Garten oder auf dem Balkon. Sie sollte jedoch vor übermäßig hohen oder übermäßig niedrigen Temperaturen am Tag und in der Nacht geschützt werden. Während der Knospenbildung und Blüte des Kumquats beträgt die optimale Boden- und Lufttemperatur 15-18 Grad.
Bewässerung und Luftfeuchtigkeit.
Wie alle Zitruspflanzen, also Bewohner der Subtropen, liebt der Kumquat eine ausreichend feuchte Luft und mäßig feuchte Erde. Bei hoher Lufttrockenheit (insbesondere im Herbst und Winter bei laufender Zentralheizung) verliert der Kumquat oft Blätter und wird von Schädlingen befallen — Spinnmilben und Schildläusen. Empfehlungen zur Erhöhung der Luftfeuchtigkeit durch regelmäßiges Besprühen sind wenig effektiv, wenn Sie nicht über ein automatisches Befeuchtungssystem verfügen. Sie können schließlich nicht rund um die Uhr am Fenster stehen und sprühen, zudem hinterlassen die trocknenden Wassertropfen recht unschöne Spuren auf Blättern und Fenstern. Etwas effektiver ist das Aufstellen von Wasserschalen neben dem Bäumchen. Aber auch das kann fehlschlagen, wenn Sie versehentlich vergessen, Wasser nachzufüllen. Aber alles ist nicht so kritisch. Wenn Sie genügend viele Blumen im Haus haben, wird es mit der Luftfeuchtigkeit in der Regel mehr oder weniger in Ordnung sein.
Was die Bewässerung betrifft, so sollte sie regelmäßig, aber nicht übermäßig sein. Auch dies hängt vom Alter und der Größe der Krone, der Umgebungstemperatur und dementsprechend von der Intensität der Feuchtigkeitsverdunstung der Pflanze, von der Größe und dem Material des Topfes und von seinem Standort in Bezug auf die Sonne usw. ab. Die grundlegenden Empfehlungen sind: Bei relativ niedrigen und gemäßigten Temperaturen sollte die Bewässerung relativ selten erfolgen, einmal alle paar Tage, und bei Temperaturen über +22-23°C sollten die Pflanzen häufiger gegossen werden, proportional zur Erhöhung der Lufttemperatur und umgekehrt proportional zur Größe des Topfes.
In der kalten Jahreszeit sollte man gelegentlich die Temperatur auf der Fensterbank überprüfen, da diese oft erheblich von der Raumtemperatur abweichen kann und ein großer Unterschied dieser Werte bei Kumquat (und auch bei vielen anderen Pflanzen) zu gelben Blättern und Blattfall führen kann. Zum Gießen sollte man abgestandenes Wasser mit Raumtemperatur verwenden. Wenn das Wasser sehr hart ist, kann man die Härte deutlich reduzieren, indem man einen Viertel- oder Fünftel-Teelöffel Oxalsäure auf einen 8-Liter-Kunststoffeimer gibt. Mit diesem Wasser kann man die Pflanzen erst nach etwa einem Tag gießen, wenn die Reaktion stattgefunden hat und die überschüssigen Magnesium- und Calciumsalze auf den Boden und die Wände des Wasserbehälters abgesunken sind.
Düngung und Umtopfen.
Die Menge und der Zeitpunkt der Düngergabe, das Verhältnis der Hauptelemente — Stickstoff, Phosphor und Kalium hängen von der Größe des Behälters, von der Bodenbeschaffenheit, vom Alter und Zustand der Pflanze und vor allem von der Jahreszeit ab. Für einen Anfänger im Pflanzenbau ist es in dieser Situation einfacher, sogenannte Langzeitdüngerstäbchen zu verwenden. Während der Ruheperiode (von Mitte Oktober bis Februar) werden die Pflanzen sehr sparsam gegossen und nicht gedüngt. Von März bis Ende September wird der Kumquat 2-3 Mal im Monat gedüngt, im Frühjahr und in der ersten Sommerhälfte häufiger, mit leicht erhöhtem Stickstoffgehalt, gegen Ende der Vegetationsperiode seltener, wobei der prozentuale Stickstoffanteil verringert wird. Es ist sehr wünschenswert, dass die Mineraldünger kein Chlor enthalten. Alle Zitruspflanzen reagieren sehr gut auf gelegentliche organische Düngungen. Daher können und sollten organische und mineralische Düngungen abgewechselt werden.
Junge Pflanzen werden häufiger umgetopft (umgesetzt), sobald der Topf merklich kleiner wird als die Krone. Ausgewachsene und insbesondere fruchttragende Pflanzen werden am Ende der Ruheperiode umgetopft, d.h. Ende Februar bis Anfang März, und höchstens alle 2-3 Jahre. Als Drainage kann man gewaschenen Blähton oder Kies verwenden. Letzterer ist schwerer, was dem Topf mehr Stabilität gegen Umkippen verleiht. Dabei versucht man auch, die obere Erdschicht zu ersetzen, ohne den Wurzelballen zu beschädigen. Das umgetopfte Bäumchen wird reichlich gegossen und für etwa zwei Wochen an einen mäßig warmen Ort gestellt, aber fern von direkter Sonne und anderen Wärmequellen. In dieser Zeit ist auch ein gelegentliches Besprühen der Krone mit warmem Wasser sinnvoll.
Beleuchtung.
Die meisten Pflanzen, insbesondere Zitrusgewächse, mögen keine abrupten Drehungen in Bezug auf die Sonne. Um eine gleichmäßige Krone zu formen, sollte man die Pflanze daher allmählich um ihre Achse drehen, etwa um 10 Grad alle 10-11 Tage. Einfache Berechnungen zeigen, dass Ihre Pflanze in einem Jahr eine volle Umdrehung um ihre Achse macht. Auch beim Umtopfen sollte man auf die Position der Krone der umzutopfenden Pflanze im Verhältnis zu ihrer gewohnten Tageslichtquelle achten. Die Nichtbeachtung dieser Regel kann zu einem abrupten Abfallen des Großteils der Blätter führen. Die übrigen Empfehlungen sind traditionell – diffuses Tageslicht (oder sogar Schatten vor der prallen Sonne) im Sommer und an klaren Wintertagen sowie moderate Zusatzbeleuchtung mit Leuchtstofflampen im zeitigen Frühjahr und in der Herbst-Winter-Periode.
Bodenbeschaffenheit.
Für den Anbau von Kumquat kann man in erster Näherung eine spezielle Erdmischung für Zitruspflanzen verwenden. Fortgeschrittene Gärtner stellen ihre Mischungen selbst her, bestehend aus Rasenerde, fruchtbarer Gartenerde, gut verrottetem Mist oder Laubhumus und grobem Sand oder Vermiculit im Verhältnis (2:1:1:1). Für Jungpflanzen benötigt man eine leichtere Erdmischung, für ausgewachsene fruchttragende Bäume eine etwas schwerere. Dies lässt sich leicht durch die Menge an Rasen- und Gartenerde sowie durch die Menge an auflockernden Zusätzen – Sand und Vermiculit – regulieren.
Vermehrung.
Kumquat wird, wie alle Obstpflanzen, durch Samen, Absenker, Veredelung und Stecklinge vermehrt. Bei der Samenvermehrung muss man lange auf Früchte warten, wahrscheinlich mehr als 7-8 Jahre. Zudem ist nicht sicher, ob die Nachkommen alle gewünschten Sortenmerkmale der Mutterpflanze beibehalten, da es dabei zu einer genetischen Aufspaltung in mütterliche und väterliche Merkmale kommen kann.
Der Kumquat hat zahlreiche Hybriden — Calamondin (Mandarine x Kumquat), Limequat (Limette x Kumquat), Orangequat (Orange x Kumquat) und noch viele, viele andere mit komplizierteren Namen. Aber die meisten von ihnen haben nicht so schmackhafte Früchte wie der Kumquat und sind nicht immer ebenso dekorativ.
