Klein, aber oho. 4 Stile für kleine Gärten

Was tun, wenn Ihr Garten klein ist, aber Sie ihn genauso schön gestalten möchten wie in den Hochglanzmagazinen? Denken Sie, das sei eine unlösbare Aufgabe? Weit gefehlt. Tatsächlich hat die Landschaftsgestaltung ihre eigenen Geheimnisse. Und eines davon ist: Die Größe spielt keine Rolle! Selbst wenn Ihnen nur ein freies Ar zur Verfügung steht, erzielen Sie mit der richtigen Herangehensweise ein wunderbares Ergebnis. Wir erklären, wie Sie das in der Praxis umsetzen.

1. Französischer Garten

Dieser Gartenstil wird für Grundstücke von 1 bis 4 Ar empfohlen.

Der französische Garten hat einen unverwechselbaren Charme und ist von seiner Wesensart her immer ein Garten der Ruhe – sehr gemütlich und intim. Hier gibt es Romantik und Eleganz. Das Motto dieses Stils: makelloser Geschmack. Vor allem müssen alle Gestaltungselemente eine gewisse 'Patina der Zeit' tragen; offensichtliche Nachbauten würden den Eindruck dieses Stils zerstören.

Grundelemente

  • Eine kleine gepflasterte Terrasse neben dem Haus.
  • Ein kleiner Rasen in einfacher Form.
  • Obst- oder Zierbäume in geringer Anzahl.
  • Das wichtigste 'Baumaterial' ist Sandstein oder roter Backstein.
  • Alles natürlich.
  • Niedrige Randsteine entlang der Wege.
  • Es gibt keine Teiche als solche, dafür kleine Springbrunnen.
  • Ein dekorativer Minigarten auf einem erhöhten 'Beet', das mit Holzklötzen oder Weidenruten eingefasst ist.
  • Ein Kräuterbeet.
  • Ein Zaun aus altem Backstein oder mit ähnlichen Elementen.

Besonderheiten der Planung

  • Das Haus befindet sich in der Regel im hinteren Teil des Grundstücks.
  • Der Weg zum Haus führt über den Rasen, auch wenn dieser winzig ist.
  • Der Rasen wird von bunten Blumen eingerahmt.
  • Die schönsten Blumen finden ihren Platz direkt am Haus im Vorgarten, während im übrigen Bereich eher ruhige Töne und dekoratives Laub bevorzugt werden.
  • Die Sitzecke befindet sich direkt am Hauseingang.
  • Gravelinseln und Töpfe mit Gewürzen werden an sichtbaren Stellen platziert.
  • Rankgerüste mit Kletterpflanzen entlang des Grundstücksumfangs.

Farbgestaltung

Grau – Blau, Dunkelgrün – Violett, Gelb – Blaugrau. Rote Farbtupfer auf einer großen Fläche mit 'verschiedenen Texturen' von Grün.

Pflanzen des Stils

Bäume: Obstgehölze, Zierapfel, Thuja.

Sträucher: Berberitze Thunbergs, Clematis, Geißblatt (Lonicera caprifolium).

Stauden und Blumen: Salbei, Wermut, Bart-Iris in großen Gruppen, Lilien, Fingerhut, Stockrose, Farne, Kletterrosen, Lavendel, verschiedene Geranienarten.

Accessoires

  • Einfache Holzbänke oder mit Schmiedearbeiten verzierte Bänke.
  • Gartenfiguren: Zwerge, Tierfiguren.
  • Geflochtene Möbel.
  • Zimmerpflanzen im Sommer auf der Veranda.
  • Schaukelstuhl.
  • Tragbarer oder kleiner stationärer Grill.

2. Mittelmeerstil

Dieser Gartenstil eignet sich für Grundstücke von 1 bis 6 Ar.

Dieser Garten ist sehr sommerlich, südländisch, farbenfroh, lebensfroh und «gesellig». Er wird bei uns immer mit Sommerurlaub assoziiert, und nicht ohne Grund: Zur Entspannung ist er auch einer der besten.

Schlüsselelemente

  • Ein Innenhof — Patio — ist obligatorisch.
  • Viele farbenfrohe Pflanzen.
  • Nur natürliche Materialien, hauptsächlich Kalkstein und Keramik.
  • Viele Pflasterungen.
  • Verwendung von weißem Kies.
  • Handarbeit.
  • Viele Gartenmöbel.
  • Wasser wird in der Gestaltung selten verwendet, hauptsächlich kleine Brunnen.
  • Keine Rasenflächen.

Besonderheiten der Planung

  • Die Bereiche werden durch geschwungene Wege miteinander verbunden.
  • Ein Springbrunnen in der Mitte des Innenhofs.
  • Malerische Gruppen von Pflanzentöpfen auf «Lichtungen» aus weißem Kies.
  • Blumen und Bäume entlang des Grundstücksrandes.
  • Die Gartenbereiche werden optisch durch zahlreiche Pergolen und Spaliere getrennt, am besten aus Holz.

Farbgebung

Hauptfarben: Beige, Sand, Weiß, Terrakotta, Rötlich, keine dunklen Farben und Schattierungen.

Ergänzend: Azurblau, Blau, Sonnengelb, Orange, Leuchtendrot. Kontrastkombinationen sind beliebt.

Pflanzen des Stils

Bäume: Pflaume, Birne, Kirsche, Apfel und Säulenapfel, Aprikose, Felsenbirne, Süßkirsche, Edelsorbus, Kastanie, Lebensbaum (Thuja occidentalis).

Sträucher: Weigelie, Schneeball, Ziergeißblätter, Kultur- oder Zierrebe.

Stauden und Blumen: Clematis (alle), Duftwicke und Hopfen, Prunkwinde, Feuerbohne, Schwertlilien, Dahlien, verschiedene Margeriten, Koreopsis, Rudbeckie, Sonnenhut, Thymian, Dufttabak, Edelringelblume, Studentenblumen, Ageratum, Zinnie, Petunie. 

Accessoires des Stils

  • Geometrisches Ornament.
  • Terrakotta-Container und Pflanzentöpfe.
  • Pavillons in Form von Pergolen mit Vordach.
  • Mosaik in jeder Ausführung.
  • Meeresmuscheln.
  • Bänke aus lackiertem Holz.
  • Hängematten.
  • Fensterläden zur Dekoration von Fenstern.
  • Weißer Putz.
  • Wege mit Ornament.
  • Dekorative Kugeln aus Terrakotta.

3. Japanischer Garten

Dieser Gartenstil eignet sich für Grundstücke von 1 bis 8 Ar.

Der japanische Garten beschränkt sich nicht nur auf einen Stil, sondern ist auch eine besondere Philosophie. Bei der Stressbewältigung und dem Finden innerer Harmonie ist dieser Garten unübertroffen. Trotz der scheinbaren Einfachheit erfordert die Schaffung eines japanischen Gartens handwerkliches Können, Augenmaß und Geschmack. Daher sollten Sie nicht einfach alle Elemente eines japanischen Gartens wörtlich kopieren und versuchen, ihn genau so nachzubilden, wie er traditionell in Japan aussieht, sondern Motive, Techniken und Symbolik verwenden und dabei eigene gestalterische Mittel einsetzen. Denn das Konzept des Stils ist ein Modell der Sie umgebenden Natur, und die Interpretation sollte Ihre eigene sein. Es muss einen inneren Sinn geben — dann wird der Garten «sprechen». Die Hauptbestandteile des japanischen Stils sind Wasser, Steine und Pflanzen, Lakonie und Schlichtheit.

Ihr japanischer Garten wird schön sein, wenn:

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1. Alle seine Elemente ausgewogen sind (es gibt wenige, zusammen bilden sie eine Komposition, und jedes ist an seinem Platz).

2. Wenn Sie, soweit möglich, lokale Materialien für seine Gestaltung auswählen (z. B. die Steine und Pflanzen, die in Ihrer Region verbreitet sind). So erleichtern Sie sich die Arbeit um die Hälfte, denn die Natur selbst hat für eine harmonische Kombination gesorgt. Dies stellt sicher, dass der Garten vollständig zu seiner Umgebung passt.

3. Wenn Sie das Prinzip der Asymmetrie einhalten. Es betrifft sowohl die Anordnung der Elemente als auch die Tatsache, dass keines von ihnen in Größe, Farbe oder Textur wiederholt werden sollte. Das ist wie in der Natur — dort finden wir nirgendwo Symmetrie.

4. Sie müssen sehr genau darauf achten, dass der Garten zum Stil Ihres Hauses passt.

Basiselemente

  • Wasser in jeglicher Form.
  • Kombination von Steinen und Pflanzen.
  • Lokale Materialien.
  • Asymmetrie in Anordnung, Farbe, Textur und Größe.
  • Wege aus einzelnen Steinplatten mit Abständen.
  • Steinplatten oder Baumscheiben auf Kiesuntergrund.
  • Kombinierte Pflasterungen.
  • Steingärten.
  • Trockener Bach.
  • Einfache geometrische Formen von Bauwerken.

Planungsbesonderheiten

  • Ausgewogenheit aller Elemente.
  • Geschwungene Wege.
  • Zonen haben freie Konturen.
  • In jeder Zone eine eigene Komposition.
  • Übergänge zwischen den Gartenteilen werden visuell durch Pflanzen, Materialien und Accessoires verbunden.
  • Kombination von Geometrie und Landschaftlichkeit.
  • Versteckte Plätze.

    Farbgebung

  • Zurückhaltende Farbpalette, sanfte Übergänge, Halbtöne.
  • Verwendung zahlreicher Schattierungen einer Farbe.
  • Grundfarben: Grau, Grün, Braun, Weiß.
  • Gedämpfte Farben, wobei ein oder zwei helle Farbakzente zulässig sind.

Pflanzen dieses Stils

Bäume: allerlei Kiefern und Wacholder, Thuja, Fichte, Scheinzypressen, Kirschen und Pflaumen, Zierapfelbäume, Ahorne — Fluss-Ahorn und Tatarischer Ahorn.

Sträucher: Schwarzerle 'Imperialis' (ähnelt Bambus), Japanischer und Grauer Spierstrauch, Rhododendren (nicht alle wachsen und blühen bei uns – wählen Sie Rhododendron Smirnowii, Japanischer, Kamtschatka-, Dichtblättriger, Kanadischer, Kurzfrüchtiger), Japanische Quitte, Forsythie, bei entsprechendem Schnitt — Apfelbeere­, Wilder Wein.

Stauden und Blumen: Funkien in allen Farben, alle Farne, Rhabarber, Rodgersien, verschiedene Gräser und Seggen, Brunnera, darunter die weiße, Astilben, Taglilien, Mädesüß, Ligularia, Berg-Clematis, Wilder Wein, Pfingstrosen, Schwertlilien, verschiedene Chrysanthemen.

Zwiebelpflanzen: nicht sortenrein, darunter Zierlauch, Maiglöckchen, Bärlauch.

Stil-Accessoires

  • Brücken über Wasser und trockenen Bachläufen.
  • Brücken aus flachen Steinen.
  • Steinerne oder hölzerne Bänke in schlichtester Form.
  • Japanische Steinlaternen.
  • Stein als Sitzbank.
  • Bambusgegenstände.
  • Gartenschirme.
  • Pavillons in Form einer Pagode, eines Würfels oder «Teehauses».
  • Ein kleiner gepflegter Nutzgarten.
  • Seile.
  • Weiße Keramik.
  • Geschwungene Treibhölzer und Wurzeln.

4. Arts and Crafts

Dieser Gartenstil eignet sich für Grundstücke von 4 bis 8 Ar.

Wörtlich übersetzt bedeutet dieser Ausdruck «Handwerk und Kunst». Und tatsächlich ist es ein «handgefertigter Garten». Die Hand des Besitzers ist buchstäblich in jedem Element spürbar, sei es eine Pflanzenkomposition oder ein Gartenbauwerk. Dieser Garten erinnert ein wenig an eine kunstvoll geschnitzte Schatulle. Der Garten ist ungewöhnlich warm, gemütlich und entspannend. Er ist nicht landschaftlich, alles ist hier vom Hausherrn «inszeniert». Der Arts-and-Crafts-Garten ist voller interessanter Bepflanzungen, Pflanzen, Kombinationen, leuchtender Farben und handgefertigter Gegenstände. Man kann sagen, dass ein solcher Garten eine persönliche kreative Ausstellung seiner Besitzer ist.

Grundelemente

  • Oft ist der Garten halb Wald oder es sind Waldbäume vorhanden.
  • Rasen mit betont dekorativer Einfassung.
  • Gartenmodule — «Bilder».
  • Natürliche Materialien: Holz, Stein, Gusseisen, Keramik.
  • Handarbeit.
  • Alle Gegenstände sind zu einer Komposition verbunden.
  • Viel Dekoration.
  • Leuchtende Farbe.
  • Viele Pflanzen.
  • Zimmerpflanzen in den Beeten im Sommer.
  • Mehrere Pavillons.
  • Garten und Nutzgarten.
  • Dekorative Brunnen.
  • Gewässer — Teiche und Springbrunnen mit dekorativen Elementen.
  • Gartenbauten sind mit Elementen der Hobbys der Besitzer verziert.

    Besonderheiten der Planung

  • Geschwungene Wege.
  • Kombinationen verschiedener Materialien in einem Weg oder einer Pflasterung.
  • Runde und wellenförmige Pflasterungen.
  • Viele Gartenperspektiven.
  • Landschaftliche Planung.
  • Klare Zonierung.
  • Freistehende Sommerküche.

Farbgestaltung

Ein Feuerwerk leuchtender Farben: Rot, Gelb, Orange, Himbeerrot, Blau, Hellblau, Flieder in Kombination mit verschiedenen Grüntönen.

Außerdem die Farbe von unbehandeltem Holz, Weiß, Sand, Terrakotta, Kirschrot, Rosa, Goldmetallic.

Pflanzen des Stils

Bäume: Obstgehölze, alle Nadelgehölze, Eberesche, Gewöhnlicher Schneeball und Kugel-Schneeball, Ulme, Linde, Ahorn, Erle, Birke, Pappel, Eiche, Kastanie.

Originelle Bäume: Blaufichte, Hänge-Birke oder Trauerweide, künstlich geformte Bäume.

Sträucher: Flieder, Pfeifenstrauch, Geißblatt, Heckenrose, Hochstamm-Johannisbeere (als Bäumchen), rosa und weiße Schneebeere, Dreilappige Mandel.

Stauden und Blumen: Sonnenblumen, Malven, Del­phinien, Rosen, „Alpenpflanzen“, Gemüsepflanzen, Hortensien, Phlox, Margeriten, Kosmeen, Tagetes, Löwenmäuler, Ringelblumen, Salvien, Glockenblumen, Geranien, Frauenmantel, Sommerastern, Lein, Dufttabak, Petunien, Lupinen, Lavatera, alle Zwiebelblumen, Violen, Ageratum, Dahlien, Gladiolen, Matricaria, Pyrethrum.

Für die vertikale Begrünung: Duftwicke, Prunkwinde, Hopfen, Feuerbohne und Gemüsebohne, Zierkürbis oder Gartenkürbis, Wilder Wein, Kübel mit Ampelbegonien, Geranien und Petunien.

Accessoires des Stils

  • Schnitzerei und Bemalung.
  • Viele Gartenfiguren und Skulpturen.
  • Verschiedene Gegenstände als Pflanzgefäße.
  • Makramee.
  • Garten-Découpage (Découpage-Technik im Freien).
  • Gartenkamine mit angebauten Accessoires und Figuren.
  • Flechtzäune, originelle Zäune und Trennwände.
  • „Mehrschichtige“ Trennwände.
  • Kompositionen am Zaun.
  • Vogelhäuschen.
  • Konstruktionen aus Baumscheiben und Baumstümpfen.

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