Wohl oder übel, aber auf der Datscha mit Insekten — der zahlreichsten Klasse von Lebewesen auf der Erde — müssen wir die ganze Saison auskommen. Und leider ist diese Nachbarschaft — nicht die angenehmste. Zumindest neutral, aber in der Regel ist es Krieg. Und zwar gibt es zwei Kategorien von Gegnern. Das sind, eigentlich, die Schädlinge des Gartens und des Gemüsebeets, und außerdem die Sechsbeiner, die uns das Leben in den Ruhepausen verderben: Fliegen, Bremsen, Pferdebremsen und das übrige lästige Heer. Kann man sie in den Griff bekommen, ohne auf Chemie zurückzugreifen?
Es antwortet Agronom Wassili Jakowlew:
— Wenn man sich an eine Klassifizierung dessen macht, was heute als «Hausmittel» bezeichnet wird, dann kann man sehen, dass die Bekämpfung von Schädlingen im Garten und im Gemüsebeet mit einer begrenzten Anzahl von Top-«Produkten» erfolgt. Die Methode ist in der Regel eine — das Besprühen. Die Grundlagen der Sprühlösungen wurden wirklich von unseren Großmüttern und Großvätern und anderen Vorfahren diktiert, denn eine andere «Waffe» hatten sie aus objektiven Gründen nicht in ihrem Arsenal — die Agrarwissenschaft war damals noch nicht so weit fortgeschritten.
Zu der genannten Mischung gehören Zwiebelschalen, Knoblauch, Brennnessel, Wermut, Rainfarn, Tabakstaub und/oder Machorka.Zeitlich später kommen Seife — Teerseife oder Kernseife, Kaliumpermanganat, Ammoniak — als Zutaten derselben Lösungen.
Zweifellos kann dieses gesamte Arsenal eine gewisse abschreckende Wirkung erzielen, aber leider nur sehr kurzfristig. Die heutigen Schädlinge sind bereits an so starke synthetische Gifte angepasst, dass Knoblauch oder Tabakstaub bei ihnen ein homerisches Gelächter hervorrufen würden, könnten sie lachen.
Im Kampf gegen Fliegen, Pferdebremsen, Mücken und Ameisen nutzten unsere aufmerksamen Großmütter seit jeher die Abneigung dieser Plagegeister gegen bestimmte Gerüche. Deshalb wurden Geranien, Minze, Melisse, Zitronengras, Lavendel und derselbe Wermut gepflanzt. Diese Pflanzen verwendeten sie auch in getrockneter Form. Auf diesem Gebiet konnte man etwas weiter vorankommen — die genannten Pflanzen können tatsächlich ziemlich effektiv abschrecken, besonders wenn man diese Mittel nicht einzeln, sondern in Kombination anwendet.