In den letzten Jahren kann man in jedem Park, auf jedem Platz oder in jedem Stadtgarten auf den Beeten von Frühling bis Herbst eine mit Blüten übersäte Pflanze mit grünen oder grün-bordotfarbenen Blättern sehen. Diese Blütenpflanze heißt Begonie immerblühend, und genau wegen dieser Eigenschaft ist sie gleichermaßen bei den städtischen Grünflächenämtern und Hobbygärtnern beliebt.
Inhaltsverzeichnis:
Was stellt die Pflanze dar
Ursprünglich war die Begonie eine Zimmerpflanze, aber durch Züchtungsarbeit unter Beteiligung mehrerer Hybriden dieser Pflanze wurde die immerblühende Begonie entwickelt. Wie der Name schon sagt, hat sich diese Pflanze bei vielen Menschen beliebt gemacht, weil man an ihr fast das ganze Jahr über Blüten beobachten kann! Und das ist in unseren Breiten doch eher selten, oder?
Die Begonie ist eine mehrjährige Pflanze, aber unter den Bedingungen unseres Klimas wird sie im Freiland dennoch einjährig kultiviert, da sie die winterliche Kälte nicht überstehen kann.
Die Pflänzchen sind niedrig: etwa 20-30 cm, kompakt, sodass man sie sowohl in Beeten im Freien als auch in Blumentöpfen als Zimmerpflanze kultivieren kann.
Die Stängel und Blätter der Begonien sind sehr saftig. Sie blüht in rosa, weißen, roten Blüten, aber es gibt auch Sorten mit mehrfarbigen Blütenblättern. Die Samen der Begonien sind sehr, sehr klein: In einem Gramm können bis zu 90.000 Samen gezählt werden!
Vorlieben der Pflanze bei Pflege und Haltung
Die Begonie ist eine sehr feuchtigkeitsliebende Pflanze. Sie bevorzugt es, nicht in direkter Sonne, sondern im Halbschatten zu wachsen. Allerdings kann man heutzutage Sorten finden, die sowohl hohe Temperaturen als auch niedrige Luftfeuchtigkeit vertragen und sogar Frost bis null Grad überstehen. Gewöhnliche Begonien sind zu solchen Leistungen natürlich nicht fähig.

Damit Begonien gut wachsen und blühen, benötigen sie:
- Böden mit neutralem pH-Wert sind optimal, aber sie kann auf allen anderen Böden wachsen, außer auf lehmigen und sehr schweren;
- Wenn der Boden schwer ist, kann man ihn für die Bepflanzung mit Begonien durch Zugabe von Torf, Sand oder Humus verbessern, wodurch der Boden nährstoffreicher und leichter wird;
- Für in Containern oder Töpfen gezogene Pflanzen ist es notwendig, auf den Boden eine Drainageschicht zu legen;
- Eine ausreichende Menge an indirektem Sonnenlicht ermöglicht es den Pflanzen, kompakte Büsche zu bilden, anstatt in die Länge zu wachsen;
- Bei sehr feuchtem Boden müssen die Beete für die Pflanzung der immerblühenden Begonien angehoben werden.
Vermehrung der Begonie
Obwohl die Samen der Begonie sehr klein sind, vermehren sich die Pflanzen dennoch erfolgreich durch Samen. Aber diese Methode ist vor allem dann praktisch, wenn man Gewächshäuser zur Verfügung hat. Wenn Sie Begonien zu Hause ziehen, ist es einfacher und zuverlässiger, die Pflanzen durch Stecklinge zu vermehren.
Zum Beispiel müssen gefüllte Begonien-Sorten grundsätzlich nur durch Stecklinge vermehrt werden, da bei der Samenvermehrung die Füllung nicht erhalten bleibt.
Falls Sie dennoch Samen verwenden möchten, müssen diese bereits im Januar ausgesät werden. Dann können Sie bereits im Mai nach dem Einpflanzen in die Erde die Blüte der Pflanzen bewundern. Für den Hausgebrauch als Topfpflanze können die Samen im Februar-März ausgesät werden, wenn es mehr natürliches Licht gibt.
Auspflanzen der Setzlinge ins Freiland
- Wie viele andere Blumenkulturen kann die Begonien-Setzlinge ins Freiland gesetzt werden, wenn die Natur keine Überraschungen in Form von Nachtfrösten bereithält, also etwa Mai-Juni.
- Vor dem Umpflanzen in die Beete müssen die Behälter mit den Setzlingen gut gewässert werden. Dadurch wird der Erdballen weicher und die empfindlichen Wurzeln der jungen Pflanzen werden nicht beschädigt.
- Länglich gewachsene Setzlinge sollten zurückgeschnitten werden, um ein schnelles Verblühen und eine Verschlechterung des Erscheinungsbildes des Blumenbeets zu verhindern.
- Es wird empfohlen, die Setzlinge etwa 1-2 cm tiefer zu pflanzen, als sie im Anzuchtgefäß standen. Diese Pflanzmethode fördert ein gutes Wachstum neuer Wurzeln.
- Setzlinge für Töpfe und Balkonkästen werden dicht gepflanzt, benachbarte Pflanzen sollen sich mit den Blättern berühren.
- Eine Woche nach dem Auspflanzen müssen die Pflanzen reichlich gegossen und in den ersten zwei Wochen am endgültigen Standort ein paar Mal mit Stickstoffdünger versorgt werden.
Wenn Sie schnell ein blühendes Beet erhalten möchten, können Sie die Setzlingsbüsche dicht nebeneinander pflanzen — 8-10 cm zwischen jedem benachbarten. Wenn Sie jedoch etwas warten und die Begonie sich ausbreiten lassen möchten, können Sie den Abstand vergrößern — von 15 bis 30 cm.
Wenn im Innenraum Platz vorhanden ist, können die immerblühenden Begonien im Winter ausgegraben, in Container umgesetzt und bis zum Frühjahr als Zimmerpflanze kultiviert werden. Im Frühjahr werden die Pflanzen dann wieder ins Freilandbeet gesetzt.
Zu den häufigen Schädlingen der Begonien zählen Blattläuse, Thripse, Weiße Fliegen, Nematoden, Schildläuse und Napfschildläuse.