Inhaltsverzeichnis:
Hopfenanbau auf dem eigenen Grundstück – vertikale oder horizontale Dekoration
- Pflege und Standort
- Vermehrung des Hopfens
- Vermehrung des Gemeinen Hopfens
- Vermehrung des Japanischen Hopfens
- Pflanzung und Umpflanzung von Hopfen
- Partnerpflanzen für Hopfen
- Krankheiten und Schädlinge des Hopfens
Hopfen ist eine krautige Pflanze mit kletterndem Stängel aus der Familie der Hanfgewächse. Er wird wegen seiner Dolden angebaut sowie zur dekorativen Begrünung des Grundstücks.
Pflege und Standort
Hopfen ist eine lichtliebende Pflanze, fürchtet jedoch direkte Sonneneinstrahlung. Daher sollte die Pflanze im Halbschatten oder an einem Standort gepflanzt werden, der nur die Hälfte des Tages Sonne erhält – an der West- oder Ostseite des Grundstücks. Es ist sehr wichtig, die Pflanze vor Zugluft zu schützen – diese wirkt sich negativ auf das Wachstum und die Entwicklung der Pflanze aus.
Für die Pflanzung von Hopfen wählt man am besten Standorte mit nährstoffreichen, lockeren, gut durchlässigen, lehmigen oder sandigen Lehmböden mit neutralem pH-Wert (6-7).
Hopfen ist eine feuchtigkeitsliebende Pflanze, fürchtet jedoch Staunässe im Boden. Daher ist es bei der Pflanzung sehr wichtig, eine Drainageschicht aus Kies, Blähton oder Ziegelbruch nicht zu vergessen – sie leitet überschüssiges Wasser ab und verhindert dessen Stau.
Das Mulchen des Bodens mit Torf oder Holzspänen ist eine hervorragende Methode, um die kostbare Feuchtigkeit im Boden zu bewahren, das Austrocknen der oberen Schicht zu verhindern und den Luftzugang zu den Wurzeln zu gewährleisten. Darüber hinaus bekämpft Mulch effektiv Unkraut, das die Entwicklung der Rhizome junger Setzlinge beeinträchtigt.
Für eine normale Entwicklung der Pflanze sind regelmäßige Düngungen erforderlich. Als Dünger eignen sich am besten Phosphor-, Kalium- und Stickstoffkomplexe. Sie können direkt in den Boden eingebracht werden oder man besprüht die oberirdischen Pflanzenteile mit einer schwachen Düngerlösung.
Bewässerung ist ein sehr wichtiger Bestandteil der Hopfenpflege, da die grüne Masse der Pflanze sehr groß ist. Beim Gießen (höchstens zweimal pro Woche) ist es sehr wichtig, die goldene Mitte zu finden – den Wurzelballen weder austrocknen zu lassen noch zu stark zu befeuchten.
Beim dekorativen Anbau der Pflanze ist es sehr wichtig, regelmäßig und rechtzeitig zu beschneiden. Jeden Sommer müssen die Seitentriebe der Pflanze beschnitten werden, um ihr eine Entwicklungsrichtung vorzugeben. Wenn dies nicht geschieht, wird das kräftige Rhizom des Hopfens in alle Richtungen wuchern und nach und nach alle Pflanzen auf seinem Weg ersticken (vernichten). Darüber hinaus sollten trockene und beschädigte Äste beschnitten werden – dies hilft, die Bildung von Zapfen am Strauch anzuregen.
Hopfen ist eine Kletterpflanze, daher benötigt er unbedingt verschiedene Stützen. Das können Pergolen, Pavillons, Zäune oder Gebäudewände sein. Ohne Stütze breitet sich der Hopfen jedoch als leichter Teppich auf dem Boden aus und schafft ein grünes Blättermeer an Hängen.

Vermehrung des Hopfens
Hopfen vermehrt sich durch Samen und vegetativ. Bemerkenswerterweise ist die erste Vermehrungsmethode nur für den Japanischen Hopfen geeignet, die zweite für den Gemeinen Hopfen.
Vermehrung des Gemeinen Hopfens
Die Vermehrung des Gemeinen Hopfens erfolgt ausschließlich durch Teilung des Rhizoms. Dazu wird im zeitigen Frühjahr das Rhizom einer ein- oder zweijährigen Pflanze vollständig aus der Erde ausgegraben und in mehrere Teile geteilt, sodass jedes Teilstück 3–4 Knospen aufweist. Anschließend werden die Pflanzenteile zur Bewurzelung in feuchten Sand gelegt. Bis zum Erscheinen von Seitenwurzeln und jungen Trieben wird das Gefäß mit der Pflanze regelmäßig gegossen. Um die Bewässerungshäufigkeit (und damit den Aufwand bei der Pflanzenvermehrung) zu verringern, kann der Sandboden mit Moos gemulcht werden – es hilft, die Feuchtigkeit über mehrere Tage zu bewahren.
Vermehrung des Japanischen Hopfens
Der Japanische Hopfen ist eine einjährige Pflanze, daher erfolgt seine Vermehrung ausschließlich durch Samen. Dies kann direkt ins Freiland oder durch Vorkultur geschehen. Zur Gewinnung von Setzlingen wird das Saatgut in eine universelle Erdmischung bis zu einer geringen Tiefe von 15 mm gesät und reichlich gegossen. Nach einigen Wochen, nachdem die Keimlinge erschienen sind, sollten sie pikiert und an ihren endgültigen Standort gepflanzt werden.
Der Anbau von Hopfen ist keine leichte Aufgabe, denn um ein gutes Ergebnis zu erzielen, muss man sich ein wenig mit Stützen, dem Beschneiden und dem Gießen befassen. Letztendlich können Sie jedoch hinter grünen Hopfenwänden alle unansehnlichen (oder einfach alten) Gebäude auf dem Grundstück verbergen und auch eine hervorragende Ernte nützlicher, aromatischer Zapfen erhalten.
Pflanzen und Umpflanzen von Hopfen
Der Gemeine Hopfen kann bis zu 15 Jahre an einem Ort leben, jedoch wächst sein Rhizom in dieser Zeit stark und kann alle Pflanzen in der Nähe vernichten. Daher wird empfohlen, die Pflanze mindestens alle 3–4 Jahre zu teilen und umzupflanzen.
Das Einpflanzen der Setzlinge erfolgt in einen gut gelockerten und gedüngten Boden. Ist der Boden recht schwer oder liegt der Grundwasserspiegel nahe der Oberfläche, muss am Boden des Pflanzlochs eine Drainageschicht aus Ziegelbruch, Kies und Sand angelegt werden. Anschließend wird der Setzling hineingesetzt, mit vorbereiteter Erde bedeckt, die Erde leicht verdichtet und reichlich gewässert. Die weitere Pflege der Setzlinge unterscheidet sich nicht von der Pflege einer ausgewachsenen Pflanze.

Partnerpflanzen für Hopfen
Hopfen ist eine sehr eigenständige Pflanze und wirkt auch ohne Partnerpflanzen einfach großartig. Um jedoch eine vollkommene Harmonie der Gartengestaltung zu erreichen, kann man ihn mit anderen hochwüchsigen oder kletternden Pflanzen wie Kletterrosen und Glyzinien kombinieren. Auch mit blühenden Pflanzen wie Blutweiderich und Heidekraut sehen die grünen Hopfenranken gut aus.
Krankheiten und Schädlinge des Hopfens
Unter günstigen Bedingungen wird Hopfen fast nie krank. Bei Staunässe oder Schädlingsbefall treten jedoch Pilzkrankheiten wie Echter und Falscher Mehltau, Mosaikvirus, Kräuselkrankheit und Fusarium auf. Diese lassen sich leicht bekämpfen – es genügt, die befallenen Triebe zu entfernen und die Pflanze mit einem geeigneten Fungizid zu behandeln.
Die Schädlinge des Hopfens sind nicht allzu zahlreich – es sind Nematoden, die gefährliche Blattlaus und die Blattwicklerraupe. Bei ihrem Auftreten wird die Pflanze mit einer Seifenlösung (gegen Blattläuse) oder mit einem chemischen Insektizid behandelt.
Wie baut man Hopfen im Garten an – eine dekorative Hecke mit duftenden Zapfen gestalten
Botanische Beschreibung und besondere Merkmale des Hopfens
Bevor man Hopfen im Garten anbaut, sollte man sich mit den wichtigsten botanischen Eigenschaften dieser Kulturpflanze vertraut machen. Es handelt sich um eine mehrjährige, krautige, zweihäusige Pflanze aus der Familie der Hanfgewächse, die bis zu 20 Jahre am selben Standort wachsen kann.
Wesentliche Merkmale des Hopfens:
- Hopfen hat ein kräftiges Wurzelsystem; zahlreiche Wurzeln befinden sich in den oberen Bodenschichten.
- Die Pflanze hat kletternde Stängel, die eine Länge von 6–12 m erreichen können. Die Stängel sind hellrot oder grün und mit feinen, dichten Härchen bedeckt.
- Die Blätter sind herzförmig, groß, dunkelgrün und besitzen dicke, ausgeprägte Blattadern.
- Blütenstände bilden sich nur an weiblichen Pflanzen. Sie bestehen aus 40–50 kleinen Blüten. Je nach Sorte blüht Hopfen von Juni bis Juli.
- Nach der Blüte bilden sich am Hopfen Früchte – kleine, braune Nüsschen mit Samen, die von Ende Juli bis Anfang September reifen.
- Die Lebensdauer der Pflanze beträgt bis zu 25–30 Jahre.
Eine der wichtigsten Eigenschaften der Pflanze ist, wie schnell Hopfen wächst. Diese Kletterpflanze zeichnet sich durch ein schnelles Wachstum aus – in nur einem Monat kann sie bis zu 5-8 m hoch wachsen und dabei einen Bogen, eine Veranda, eine Terrasse oder einen Pavillon umranken. Aufgrund des extrem schnellen Wachstums benötigt Hopfen unbedingt eine stabile Stütze.
Wie man Hopfen im Garten anbaut
Es gibt zwei Methoden, Hopfen im Garten anzubauen – durch Samen oder vegetativ. Manche Gärtner ziehen es vor, junge Triebe der Pflanze zu verwenden, die im Frühling reichlich erscheinen.
Als einfachste und effektivste Methode gilt die Vermehrung der Hopfenpflanze durch Stecklinge oder junge Triebe. Falls diese nicht verfügbar sind, können Samen verwendet werden. Meist wird die Samenmethode dann angewendet, wenn der Gärtner eine neue und ungewöhnliche Sorte erhalten möchte.
Für die Pflanzung von Hopfen wählt man am besten ein Grundstück mit lehmigem, grasbewachsenem Boden, der gut drainiert ist. Das Grundwasser sollte nicht nahe an der Bodenoberfläche liegen. Das Areal sollte abgesondert sein, da die Kletterpflanze extrem schnell wuchert und andere Pflanzen auf dem Grundstück beeinträchtigen kann.
Das Wurzelsystem des Hopfens neigt zu sehr schneller Ausbreitung, daher werden beim Anbau unbedingt spezielle Begrenzer verwendet. Dies können Metall- oder Schieferplatten sein, die 50-70 cm tief in die Erde eingegraben werden.
Pflanzung durch Samen
Die Pflanzung von Hopfen im Frühjahr erfolgt in der zweiten Aprilhälfte oder Anfang Mai, wenn stabil warmes Wetter herrscht und die Frostgefahr vorüber ist. Hopfensamen können selbst gesammelt werden – nach der Blüte der Kletterpflanze – oder in einem Gartengeschäft gekauft werden. Sie können zur Anzucht von Setzlingen verwendet oder direkt ins Freiland gesät werden.
Die wichtigsten Schritte zur Anzucht von Hopfensetzlingen aus Samen:
- Zunächst erfolgt die Stratifikation der Hopfensamen. Dazu wird das bei Raumtemperatur gelagerte Saatgut 10-14 Tage vor der Aussaat bei einer Temperatur von 7-8° C abgehärtet.
- Bereiten Sie die Erde vor – hierfür können Sie ein fertiges Substrat aus dem Handel verwenden oder eine selbst hergestellte Mischung aus Gartenerde, Lauberde und Humus zu gleichen Teilen.
- Füllen Sie das Substrat in Torftöpfe und säen Sie die Samen bis zu einer Tiefe von 0,6-0,7 cm aus.
- Bedecken Sie das Gefäß mit den Samen mit einer Polyethylenfolie oder einer Glasscheibe und lassen Sie es an einem gut beleuchteten Ort, jedoch nicht in direkter Sonneneinstrahlung, stehen.
- Gießen Sie die Samen regelmäßig.
- Nach dem Erscheinen der ersten Keimlinge entfernen Sie die Folienabdeckung oder das Glas täglich für 3-4 Stunden.
Sobald an den Keimlingen echte grüne Blätter erscheinen, entfernen Sie die Folie oder das Glas. Sobald die Setzlinge eine Höhe von 4-6 cm erreicht haben, können sie pikiert und ins Freiland umgepflanzt werden (etwa im Juni). Die Anzucht von Hopfen aus Samen zu Hause mit Setzlingen gewährleistet eine gute Keimung und ausgezeichnete Bewurzelung der Pflanzen.
Aussaat der Samen ins Freiland
Eine Möglichkeit, Hopfen im Garten zu pflanzen, ist die Aussaat der Samen direkt ins Freiland, ohne vorherige Anzucht von Setzlingen.
Technologie der Aussaat:
- Bereiten Sie ab Herbst das Grundstück für den Hopfenanbau vor. Beachten Sie, dass diese Pflanze Halbschatten bevorzugt und weder Zugluft noch durchdringenden Wind verträgt.
- Hopfen wächst am besten auf Böden mit lehmigem und feuchtem Untergrund.
- Graben Sie das Grundstück um und bringen Sie komplexe mineralische oder organische Düngemittel (verrotteter Mist) aus.
- Bereiten Sie Gräben oder Pflanzlöcher für den Hopfen mit einer Tiefe von 40-60 cm vor.
- Lockern Sie bei Frühlingsbeginn den Boden erneut auf und säen Sie die Samen aus.
Bestreuen Sie die Hopfensamen nach der Aussaat mit einer dünnen Erdschicht und gießen Sie sie reichlich. Mulchen Sie die oberste Erdschicht mit Sägemehl oder gehäckseltem Stroh. Hopfen wurzelt gut – bereits nach 14-18 Tagen erscheinen die ersten kräftigen Triebe.
Wie man Hopfen im Garten aus Stecklingen zieht
Die Vermehrung von Hopfen durch Stecklinge gilt als eine der einfachsten und effektivsten Methoden, die Pflanze zu züchten. Sie erfordert nicht viel Mühe und Zeit und gewährleistet eine gute Bewurzelung der Kletterpflanze. Für die Vorbereitung der Stecklinge verwendet man am besten eine Pflanze, die älter als 3-4 Jahre ist.
Die Stecklinge sollten im Zeitraum von Ende März bis Mai vorbereitet werden. Teilen Sie die Wurzel zusammen mit den Keimlingen und pflanzen Sie sie in die vorbereiteten Pflanzlöcher. Achten Sie beim Einpflanzen der Stecklinge darauf, dass der Abstand zwischen den Löchern mindestens 100-120 cm beträgt.
Beim Pflanzen und Pflegen von Hopfen im Garten muss unbedingt eine Stütze für die schnell wachsende Kletterpflanze angebracht werden. Als Stütze kann man eine Gebäudewand mit einem gespannten Seil, einen Zaun oder einen dekorativen Bogen verwenden.
Die schönen und ordentlichen Klettertriebe des Hopfens können sowohl horizontal als auch diagonal geführt werden. Dies erweitert die Einsatzmöglichkeiten der Pflanze in der Landschaftsgestaltung erheblich.
Pflege des Hopfens
Die richtige Pflege des Hopfens umfasst das rechtzeitige Gießen der Pflanze, das Ausgeizen und Entfernen überflüssiger Triebe sowie die Vorbeugung und Bekämpfung von Krankheiten und Schädlingen. Nachdem die Triebe der Kletterpflanze eine Länge von 20-25 cm erreicht haben, erfolgt ihr Rückschnitt.
Während des Vorgangs sollten an jeder Pflanze bis zu 4-6 kräftige und starke Triebe belassen werden. Nachdem ihre Länge 40-60 cm erreicht hat, können die Triebe an der Stütze angebracht werden. An jede Stütze sollten nicht mehr als 3-4 Stängel geführt werden.
Damit die Hopfenpflanzungen nicht zu dichten, undurchdringlichen Dickichten werden, muss das Wachstum der Kletterpflanze ständig kontrolliert und überflüssige, schnell wachsende Triebe entfernt werden.
Ebenso ist es ratsam, das Ausgeizen – das Kürzen der Seitentriebe – nicht zu vergessen. Dieser Vorgang wird unbedingt durchgeführt, um den Ertrag der Kultur zu steigern.
Hopfen gehört zu den feuchtigkeitsliebenden Pflanzen und benötigt daher häufiges Gießen. Optimal wäre ein automatisches Bewässerungssystem. Es muss jedoch darauf geachtet werden, dass in den Pflanzlöchern keine Staunässe entsteht – dies könnte zur Fäulnis des Wurzelsystems des Hopfens führen.
Hopfendüngung
Eine regelmäßige Düngung des Hopfens gewährleistet ein optimales Wachstum, eine gute Entwicklung und einen hohen Ertrag. Die Düngung erfolgt sowohl im Frühjahr als auch im Herbst. In den Frühlingsmonaten düngt man die Pflanze am besten mit komplexen Mineraldüngern, im Herbst mit organischen Düngern, Kompost oder verrottetem Mist. Die organische Substanz sollte bis zu einer Tiefe von 15 cm eingearbeitet werden, damit sie über den Winter vollständig verrotten kann.
Düngemittel für Hopfen:
- stickstoffhaltige – Ammoniumnitrat, Ammoniumsulfat, Harnstoff;
- phosphorhaltige – Superphosphat, Phosphatmehl;
- kaliumhaltige – Kaliumchlorid und Kaliumsulfat, Kaliumsalz.
Hopfen benötigt keine häufige Düngung; es reicht völlig aus, im Frühjahr und im Herbst zu düngen. Eine übermäßige Menge an Spurenelementen schwächt die Immunität der Pflanze und macht sie anfällig für Pilze, Krankheiten und Schädlinge.
Hopfen ist eine schöne und anspruchslose Pflanze, die eine hervorragende Dekoration für jeden Garten darstellen kann. Die rankenden Reben werden als originelle Hecke, zur Dekoration von Pavillons, Zäunen, Wirtschaftsgebäuden und Veranden verwendet. Hopfen zeichnet sich durch eine gute Resistenz gegen Krankheiten und Pflegeleichtigkeit aus, sodass auch Anfänger ihn kultivieren können.
Vermehrung von Hopfen
Hopfen gilt als eine der vielseitigsten Pflanzen; aus ihm wird das gleichnamige alkoholische Getränk hergestellt, was ihn sehr bekannt macht. Die Pflanze wird auch in der Kosmetik, Küche und Medizin verwendet. Darüber hinaus kann Hopfen Ihren Garten wunderbar schmücken. Hopfen hat mehrere Sorten. Er wird in die Gruppen „Gemeiner Hopfen“ und „Kletterhopfen“ unterteilt. Sein Stängel windet sich im Uhrzeigersinn und ist mit scharfen Stacheln bedeckt. Hopfen hat unterschiedliche Blattformen. Die Pflanze selbst kann eine Höhe von bis zu sieben Metern erreichen. Die Vermehrung von Hopfen sollte je nach Sorte erfolgen. Meistens geschieht dies von Ende April bis Mitte Mai. Die Vermehrung kann auf verschiedene Weise erfolgen: durch Samen, Wurzelstücke oder Stecklinge.
Hopfen kann auf jedem Boden gepflanzt werden, da dies für ihn keine große Rolle spielt. Hopfen bevorzugt Wärme und Feuchtigkeit; es darf jedoch keine Staunässe um die Pflanze herum geben, da er dies nicht mag und nicht verträgt, was schnell zum Absterben der Pflanze führen kann. Es ist nicht ratsam, Blumen in seiner Nähe zu pflanzen, da er rankend ist und alle Blumen und Pflanzen in seiner Umgebung umschlingen kann. Wichtig ist auch zu wissen, dass man ihn nicht an einem Ort mit anhaltender Hitze pflanzen sollte; Trockenheit verträgt er ebenfalls nicht, und er wird dann von Schädlingen befallen, und die Blätter beginnen zu faulen. Außerdem sammeln Bienen Pollen vom Hopfen, der gut für die Honigproduktion ist; die Menschen verwenden ihn traditionell zum Färben von Stoffen. Der Stängel ist auch zur Herstellung von festen Säcken geeignet.
Vermehrung
Um den Hopfen zu vermehren, müssen Sie zunächst ein mäßig feuchtes Klima mit ausreichend Feuchtigkeit und Wärme sicherstellen. Vor der Vermehrung des Hopfens sollten Sie den Boden gut bearbeiten und düngen, damit er besser anwächst und in guter Erde gedeiht. Wenn Sie mit Wurzelstecklingen vermehren, können Sie mehrere Rillen im Abstand von einem Meter anlegen. Vor der Vermehrung müssen Sie für jede Pflanze eine Stütze vorbereiten, damit sie beim Wachsen nicht bricht. Die Stütze ist für den Hopfen sehr wichtig. Sie schneiden Stecklinge von Pflanzen, die älter als drei Jahre sind. Die Pflanze selbst kann etwa 20 Jahre lang am selben Standort wachsen. Wenn Sie Samen aussäen, müssen Sie sofort den fruchtbarsten Boden finden, damit die Samen gut keimen. Diese Methode gilt als die bekannteste Vermehrungsmethode. Der aus Samen gewachsene Hopfen wird „Japanischer Hopfen“ genannt. Sie müssen ihn zwischen Anfang April und Ende Mai pflanzen, nicht früher und nicht später. Der Boden sollte mit Humus oder Blättern gemischt werden. Die Samen werden nicht tief gepflanzt, etwa 1 bis 1,5 cm tief. Eine Woche nach der Aussaat zeigen sich bereits die ersten Keimlinge. Sie müssen regelmäßig gegossen werden. In den ersten 2–3 Wochen nach dem Pflanzen darf die Pflanze nicht ständiger Hitze ausgesetzt sein; sie braucht unbedingt Schatten. Sobald die Keimlinge 5 cm groß sind, sollten Sie sie sofort in separate Töpfe umpflanzen. Beim Umpflanzen ist es wichtig, die Wurzeln nicht zu beschädigen und sie vorsichtig zusammen mit der Erde zu trennen. Die Erde wird nicht abgeschüttelt.
Sobald das Wetter warm ist, werden die Setzlinge ins Freiland gepflanzt, damit sie sich schneller eingewöhnen. Der Boden wird gedüngt. Danach kann die Pflanze ungestört weiterwachsen. Sie verträgt kalte Winter und starken Frost, sodass sie im Winter keine besondere Pflege benötigt. Die Setzlinge müssen regelmäßig gegossen werden, aber es darf keine Staunässe geben. Sobald der Hopfen eine Höhe von einem Meter erreicht hat, muss sofort eine Stütze angebracht werden, damit er nicht bricht. Im ersten Herbst bei Frost muss der Hopfen abgedeckt werden, damit er nicht erfriert, da er noch jung ist und starken Frost möglicherweise nicht übersteht. Die Hopfenzapfen werden in der Medizin verwendet. Sie helfen bei Nieren- und Herzerkrankungen und wirken beruhigend. Die Hopfenzapfen können geerntet werden, wenn sie voll ausgereift sind. Reife Zapfen erkennt man daran, dass sie klebrig werden und einen scharfen, nicht sehr angenehmen Geruch haben. Wenn Sie sich entscheiden, Hopfen zu pflanzen, werden Sie es nicht bereuen, denn er sieht als Dekoration sehr schön aus und benötigt nicht viel Pflege.
Hopfen





nährstoffarm, fruchtbar, mittlere Fruchtbarkeit
direkte Sonne, Halbschatten, gefiltertes Sonnenlicht
Stecklinge, Samen, Ableger
«Erdwolf» – so wird der Name dieser Pflanze aus dem Lateinischen übersetzt. Wie ein Raubtier kriecht der Hopfen über den Boden, schleicht sich an und erfasst dann schnell seine Beute, indem er sie mit Ranken umschlingt.
Dies ist die höchste krautige Pflanze im europäischen Teil Russlands. Im Sommer wachsen die Stängel des Echten Hopfens (Humulus lupulus) bis zu 7–8 Meter, und die Liane selbst verliert über zwanzig bis dreißig Jahre nicht an dekorativem Wert, obwohl auf den Hopfenplantagen Bayerns Exemplare bekannt sind, die erfolgreich mehr als siebzig Jahre wachsen und Früchte tragen.
Hopfen ist eine zweihäusige Pflanze, das heißt, es gibt männliche und weibliche Exemplare. An den männlichen bilden sich Staubblüten, die in lockeren Rispen angeordnet sind. Sie sind kurzlebig und welken bereits 10–15 Tage nach dem Aufblühen.
Die weiblichen Blütenstände bestehen aus einem Büschel von 40–60 Blüten. Im Laufe des Wachstums ähneln die Blütenstände Zapfen, in denen die Rolle der «Schuppen» von Nebenblättern übernommen wird. Gegen Ende des Sommers bilden sich in den Hopfenzapfen spezielle Drüsen, die eine harzartige und aromatische Substanz produzieren – Lupulin. Die weiblichen Blütenstände des Hopfens sind einer der Hauptbestandteile bei der Bierherstellung, und genau das Lupulin verleiht dem schaumigen Getränk seinen charakteristischen Geschmack und sein Aroma.
Weltweit sind mehr als hundert Hopfensorten bekannt. Sie wurden jedoch ausschließlich nach den Interessen der Bierbrauer entwickelt. Daher unterscheiden sich die Varietäten dieser Pflanze hauptsächlich im chemischen Aufbau der Blütenstände.
Bierbrauer und Gärtner sind sich in einem Punkt einig: Es sollten nur weibliche Hopfenexemplare angebaut werden. Die «Zapfen» bleiben im Gegensatz zu den männlichen Blüten bis zum Spätherbst an der Pflanze, und die mit grünlich-gelben Trauben behangene Liane erhält eine besondere dekorative Wirkung. Übrigens können sie, wenn sie noch nicht vollständig vergilbt sind und eine grüne Farbe haben, abgeschnitten und getrocknet werden. Solche Blütenzapfen zerfallen nicht und schmücken Wintersträuße.
Man sollte auch die nützlichen Eigenschaften der weiblichen Blütenstände nicht vergessen. Sie werden nicht nur in der Bierbrauerei verwendet. Das in den Blütenständen enthaltene ätherische Öl und spezielle Harze wirken sanft beruhigend. Hopfenextrakte sind Bestandteil vieler pflanzlicher Beruhigungsmittel, die bekanntesten darunter sind Valocordin, Sedavit, Urolesan. Ein mit «Zapfen» gefülltes Kräuterkissen ist ein hervorragendes Mittel gegen Schlaflosigkeit, und ein Sud aus den «Zapfen» wurde seit jeher zur Stärkung der Haare verwendet.
PFLEGEHINWEISE
Zu Beginn des Sommers, in der Zeit des aktiven Wachstums, benötigt er reichliches Gießen und nährstoffreiche Düngergaben.
Hopfen: Anbau und Vermehrung
Der bekannte russische Gärtner Steinberg widmete dem Hopfen ebenfalls seine Aufmerksamkeit: «Die Hopfensprossen erscheinen gewöhnlich recht früh aus dem Boden, bereits im April und Mai, daher kann man in der genannten gemüsefreien Zeit die als sehr schmackhaft geltenden Hopfensprossen auf den Tisch bringen. Da der Hopfen in freier Wildbahn nicht selten vorkommt, gewinnt dieser Umstand besondere Bedeutung, obwohl der Hopfen angesichts des genannten Wertes der Hopfensprossen in jedem Garten- und Gemüsebaubetrieb im kleinen Maßstab angebaut werden sollte. Im Frühjahr lässt man die Hopfensprossen etwas aus der Erde treten, dann bricht man sie ab und verwendet sie wie Spargel.»
Weitere Informationen — auf der Seite Hopfen.
Die Pflege dieser Pflanze ist nicht besonders schwierig. Ein halbschattiger oder heller Standort ist geeignet, jedoch nicht in der prallen Sonne. Bevorzugt wird lehmiger, neutraler, schwach alkalischer oder schwach saurer Boden. Fruchtbare Böden helfen der Pflanze, zu einem wahren Prachtexemplar heranzuwachsen. Hopfen liebt Feuchtigkeit, daher ist eine Bewässerung notwendig, jedoch ohne Übermaß. Auch Jäten, gelegentliches Lockern und Düngen sind erforderlich.
Die Pflanze ist ausreichend frosthart. Die Rhizome des Gemeinen Hopfens vertragen Winter mit Temperaturen bis zu -30 Grad hervorragend.
Wie alle Kletterpflanzen benötigt auch der Hopfen eine Stütze, wenn er abseits von solchen gepflanzt wird.
Das Pflanzen und Pflegen von Hopfen ist selbst für Anfänger im Gartenbau machbar. Diese Pflanze ist so anspruchslos, dass sie sogar ganz ohne Pflege wachsen kann. Die einzige Schwierigkeit beim Anbau von Hopfen im Garten — ist die Notwendigkeit, das Ausbreiten seiner Rhizome zu kontrollieren. Dazu müssen Sie mit Hilfe von verfügbaren Materialien (einem speziellen Wurzelsperrnetz, Schieferstücken, Ziegeln) eine Barriere im Boden für seine Wurzeln errichten.
Vermehrung von Hopfen
Auch die Vermehrung von Hopfen ist nicht schwierig. Meistens wird er vegetativ vermehrt. Fragmente der Rhizome mit lebenden, gesunden Knospen werden abgetrennt, ohne die Mutterpflanze aus dem Boden zu graben. Im Frühjahr, sobald die ersten Triebe aus der Erde erscheinen, werden mit einem Spaten vorsichtig kleine Stücke abgetrennt und an der vorbereiteten Stelle eingepflanzt.
Rhizomstecklinge werden vor dem Beginn des Saftflusses geschnitten. Dazu wird das Rhizom ausgegraben, in Fragmente mit lebenden Knospen geteilt und an einem neuen Standort eingepflanzt. Solche Stecklinge können in einem separaten Beet angezogen und im Herbst an ihren endgültigen Standort umgesetzt werden. Übrigens wird Hopfen etwa 30 Jahre alt.
Für die Vermehrung durch Absenker wird die ausgewählte Rankpflanze im Hochsommer zum Boden geneigt, festgesteckt und mit Erde bedeckt. In dieser Position bleibt die Pflanze bis zum Frühjahr, wenn das entstandene neue Rhizom ausgegraben und an einem neuen Ort eingepflanzt werden kann.
Im Herbst wird der Standort für die zukünftigen Pflanzungen vorbereitet. Es werden Löcher von bis zu 50 cm Tiefe gegraben, zur Hälfte mit verrottetem organischem Material (am besten Mist) gefüllt, darüber Erde gegeben und bis zum Frühjahr belassen.
Beim Pflanzen im Frühjahr wird der Setzling in die vorbereiteten Löcher gesetzt, mit Erde bedeckt, gut festgedrückt und bewässert. Wenn es keine Rolle spielt, ob männliche oder weibliche Pflanzen benötigt werden, und sobald das 'Geschlecht' des Setzlings bekannt ist, werden sie in einem Abstand von etwa 1 Meter zueinander gesetzt, und die Reihenabstände sollten etwa 3 Meter betragen. Wenn jedoch ein Ausdünnen der Pflanzungen geplant ist, können die Löcher auch häufiger gesetzt werden.
In den ersten drei Jahren nach der Pflanzung sollten die jungen Pflanzen regelmäßig bewässert und mit einer Lösung eines komplexen Mineraldüngers gefüttert werden, um ihre Gesundheit und ein schnelles Wachstum zu gewährleisten. Die Düngungen sollten abgewechselt werden: einmal wird der Dünger in den Boden eingebracht, danach erfolgt eine Blattdüngung über Stängel und Blätter mit der halben Konzentration des Düngers.
Schon im ersten Lebensjahr kann der Gemeine Hopfen viele Triebe hervorbringen – schwache sollten Sie sofort abschneiden, um die Pflanze nicht zu erschöpfen. Dann sind es im zweiten Jahr weniger Triebe, aber die Blüte ist üppiger. Im dritten bis vierten Jahr breiten sich die Rhizome aus, ab diesem Zeitpunkt ist eine ständige Kontrolle der Liane erforderlich, damit sie nicht zu einer echten Plage für Ihren Garten wird.
Die Vermehrung des Hopfens durch Samen wird üblicherweise angewandt, wenn eine ungewöhnliche Sorte gezüchtet werden soll oder gleichzeitig große Flächen bepflanzt werden.
Bei der Samenvermehrung werden Container oder Kisten mit vorbereiteter Erde gefüllt und gut gewässert. Dann werden die Samen ausgesät. Die Setzlinge werden ins Freiland gesetzt und die jungen Pflanzen wie erwachsener Hopfen gepflegt. Das schnelle Wachstum des Hopfens beginnt im zweiten Jahr, und die Dolden erscheinen noch ein paar Jahre später. Eine nicht ganz bequeme Besonderheit der Samenvermehrung ist, dass man am Ende zu viele männliche Pflanzen erhalten kann, also ohne Dolden dasteht. Daher pflanzen erfahrene Hopfenbauern die Setzlinge näher zusammen und entfernen später die überflüssigen unfruchtbaren Pflanzen.
Schädlinge und Krankheiten des Hopfens
Der Gemeine Hopfen leidet unter einigen Schädlingen: Blattläusen, Nematoden und Blattfressern, die am besten mit speziellen Insektiziden bekämpft werden.
Hopfen wird manchmal von Pilzkrankheiten befallen: Mehltau, Fusarium, Wurzelfäule, Kräuselkrankheit und einigen anderen. Die Bekämpfung der Krankheiten sollte mit entsprechenden chemischen Präparaten erfolgen, außerdem müssen alle Pflegeregeln streng eingehalten werden.