Himbeeren werden von Gärtnern einerseits als eine Art Unkraut wahrgenommen und erzeugen bei Anfängern einige Illusionen. Insbesondere die, dass man sie im Prinzip nicht besonders pflegen müsse: sie wächst einfach so. In Wirklichkeit ist das aber ganz anders. Damit die Himbeeren erwidern, also eine reiche und schmackhafte Ernte bringen, muss man sie regelmäßig und pünktlich pflegen. Beginnend mit dem frühen Frühling. Worin genau besteht die Frühjahrspflege?
Es antwortet Agronom Wassili Jakowlew:
— Zunächst einmal benötigen Himbeeren Anfang März einen Rückschnitt. Der optimale Zeitpunkt dafür ist, wenn der Schnee im Himbeerbeet fast vollständig geschmolzen ist, der Boden aber noch nicht aufgetaut ist. Entfernen Sie alle beschädigten, vertrockneten und erfrorenen Triebe. Die verbleibenden kürzen Sie bis zur ersten gesunden Knospe ein. Übrigens, bei genau diesem Vorgang können Sie den Zeitpunkt der Ernte planen. Bei gewöhnlichen Himbeeren sieht das so aus. Wenn Sie möchten, dass die Beeren nicht gleichzeitig, sondern nach und nach im Laufe der Saison reifen, dann schneiden Sie die Sträucher auf unterschiedliche Höhen. Einen Teil der Sträucher um 15 cm, einen Teil auf die Hälfte der Höhe und einen Teil so, dass Triebe von 20-25 cm Länge übrig bleiben. Was remontierende Sorten betrifft, entscheiden Sie, wie es Ihnen lieber ist — eine, aber reichliche Ernte pro Saison oder zwei, aber mit geringerem Volumen. Für die erste Variante entfernen Sie alle Zweige, lassen Sie nicht einmal Stümpfe stehen, und für die zweite schneiden Sie alle abgetragenen Triebe heraus (leicht zu erkennen an der intensiv braunen Färbung), entfernen Sie Wurzelausläufer (falls vorhanden), schneiden Sie bei einjährigen Trieben die Spitze um 15 cm ab.
Die zweite Maßnahme ist die Düngung. Wenn Sie im Herbst gedüngt haben, können Sie diese auslassen. Wenn nicht, geben Sie Ihrem Himbeerbeet Humus oder Hühnermist hinzu. Humus geben Sie in einer Menge von 5-6 Eimern pro Quadratmeter, Hühnermist muss in Wasser verdünnt werden (1:20) und 4-5 Liter pro Quadratmeter Himbeerbeet gießen. Sie können Mineraldünger hinzufügen: am besten Superphosphat (80 g pro 1 qm) und Kaliumsulfat (40 g pro 1 qm)
Danach wäre es gut, den Boden unter den Himbeeren zu mulchen. Ihr Wurzelsystem ist flach, und eine zusätzliche fruchtbar-schützende Schicht schadet nicht, zumal im Frühjahr ein Teil des Bodens durch Schmelzwasser weggespült wurde. Als Mulch eignet sich am besten Humus, Torf oder Holzspäne.
Und schließlich die Behandlung des Himbeerbeets gegen Krankheiten und Schädlinge. Anfang März reicht das Besprühen mit gewöhnlicher einprozentiger Bordeauxbrühe völlig aus. Behandeln Sie dabei nicht nur die Triebe, sondern auch die verborgenen Teile des Strauches, indem Sie 10 cm tief eindringen, aber nicht mehr.