Im Bemühen, Schädlinge und Unkraut zu bekämpfen, graben viele Hobbygärtner ihre Beete in beträchtlicher Tiefe um. Die Agronomin und Landschaftsarchitektin Anastassija Kowrischnych rät davon ab, insbesondere auf sandigen und leichten Böden. Statt des Umgrabens empfiehlt die Expertin, sie zu lockern.
Wie die Agronomin erklärt, verarmen die Hobbygärtner den Boden, wenn sie die Erde im Winter an die Oberfläche drehen. Zudem überwintern unter den umgedrehten Erdschichten oft Unkraut und Schädlinge. Zu den Nachteilen des herbstlichen Umgrabens gehört auch, dass an der Oberfläche weniger nährstoffreicher Boden zum Vorschein kommen kann.
Die Expertin empfiehlt jedoch, bei schwerem und lehmigem Boden umzugraben und die Beete nicht bis zum Frühjahr stehen zu lassen. Ihrer Aussage nach werden sich organische Düngemittel, wenn der Garten im Herbst umgegraben und gleichzeitig eingearbeitet wird, bis zum Frühjahr zersetzen und dem Boden nützliche Nährstoffe zuführen.
Was sollte man beim Umgraben des Gartens noch nicht tun?
Hobbygärtner sollten die Erdklumpen nicht mit der Schaufel zerschlagen, da sich die lockere Erde unter dem Einfluss von Regen wieder verdichtet und alle Mühen zunichtemacht.
Die Klumpen werden im Winter und Frühjahr durch Schnee und Regen zerfallen, und zur neuen Saison wird der Boden leicht und locker sein.
Das Umgraben sollte man besser im Oktober oder Anfang November durchführen, nicht im September, solange das Wetter angenehm ist. Bei zu frühem Umgraben verdichtet sich der Boden, und im Frühjahr muss der Vorgang wiederholt werden.
Damit der Boden Nährstoffe erhält und eine gute Struktur behält, kann man Gründüngung aussäen. Diese wird gesät, kurz wachsen gelassen und anschließend in den Boden eingearbeitet.
Ausgezeichnete Vorfrüchte für Gemüse sind Winterroggen, Buchweizen, Hafer, Raps, Rettich und Senf.