Geheimnisse eines Agronomen. Warum Auberginen Jod brauchen und welche Dünger Paprika benötigt

Nicht selten sieht man im August auf den Verkaufsständen hellviolette Auberginen. Von einem solchen Kauf sollte man besser absehen — meistens sind sie ein Zeichen von Überreife: Im Inneren haben sich bereits Samen gebildet, und das Fruchtfleisch hat seine Zartheit verloren und ist grob geworden. Ein Agronom erzählte von diesem und anderen Geheimnissen: wie man erkennt, dass es Zeit ist, die Paprika- und Auberginenernte einzubringen.

Zunächst schaut man auf das äußere Erscheinungsbild. Als am qualitativ hochwertigsten gelten Früchte mit einem glänzenden Schale in jedem für die Sorte typischen Farbton — violett, weiß, grün, rot oder sogar gestreift. Bei leichtem Druck sind diese Gemüse elastisch und frisch. Wenn man jedoch mit der Ernte zu lange wartet, werden die Auberginen zäh, ihre Schale und ihr Fruchtfleisch werden hart und der Geschmack wird bitter.

Schneiden sollte man sowohl Paprika als auch Auberginen besser zusammen mit dem Stiel ab, so halten sie sich länger. Am Ende der Saison, wenn noch grüne Früchte an den Sträuchern hängen, sollte man sie nicht einzeln abpflücken. Optimal ist es, die Pflanze komplett auszugraben, sie mit den Wurzeln nach oben an einem warmen Ort aufzuhängen — dann reifen die Früchte auf natürliche Weise nach.

Viele bemerken, dass Paprika im August im Wachstum zu stagnieren scheinen. Abhilfe schaffen Düngungen. In dieser Zeit benötigen die Pflanzen besonders Kalium, Magnesium und Phosphor, die die Sträucher stärken und die Fruchtbildung anregen. Dazu verwendet man beispielsweise eine Lösung von Calciumchelat (50 ml pro Eimer Wasser) oder Calciumnitrat (20 g pro 10 l Wasser). Vor dem Ausbringen der Düngemittel müssen die Sträucher gut gewässert werden, und die Lösung gründlich umrühren, damit alle Kristalle sich auflösen.

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Auberginen — eine anspruchsvolle Kultur, die besondere Aufmerksamkeit erfordert. Die wichtigste Düngung für sie ist Holzasche. Diese wird einzeln oder als Bestandteil von Mehrnährstoffdüngern angewendet. Für eine Aschelösung verdünnt man ein 0,5-Liter-Glas gesiebte Holzasche in einem Eimer warmem Wasser, lässt einen Tag ziehen und gießt jeden Strauch mit einem Liter. Wenn sich lange keine Fruchtansätze bilden und die Triebe leer bleiben, sollte man Borsäure verwenden: 10 ml in einem Glas warmem Wasser lösen, dann in einem Eimer verdünnen und unter die Sträucher gießen. Dieses Mittel fördert schnell die Bildung von Fruchtansätzen.

Eine weitere wirksame Methode, Auberginen zu düngen, ist Jod. Für die Lösung werden 3-4 Tropfen Jod in drei Litern Wasser verdünnt und je ein halber Liter unter jeden Strauch gegossen. Man kann die Pflanzen auch über die Blätter besprühen. Jod beschleunigt nicht nur das Wachstum der Früchte, sondern schützt die Kultur auch vor Krankheiten und Schädlingen, indem es als Antiseptikum wirkt. Die Hauptsache ist, die Dosierung nicht zu überschreiten, um Verbrennungen der Blätter und des Wurzelsystems zu vermeiden.

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