Die Zeit vom Spätherbst bis zum beginnenden Winter verursacht in uns flüchtige Traurigkeit — es ist lediglich eine Ruhephase, die wir und die Natur benötigen. Alles hat seine Vorteile — endlich kann man an langen Winterabenden ausruhen. Schließlich ist der Frühling nicht mehr fern, und der Kreislauf von Arbeit und Mühen beginnt von Neuem.
Den Garten haben wir bereits auf den Winter vorbereitet. Es gibt jedoch noch jene Aufgaben, die unbedingt abgeschlossen werden müssen, und jene, die sich «auf Geheiß» der Launen des wechselhaften Spätherbstwetters ergeben.
Es mag scheinen, dass die Bezeichnung «sanitär» nicht auf Gartenarbeiten zutrifft, aber das ist ein Irrglaube. Hygiene — bedeutet Gesundheit. Und nicht nur des Menschen, sondern auch der Umwelt.
Daher ist es vorrangig notwendig, den Garten zu reinigen. Wir entfernen den im Garten verbliebenen Fall: abgefallene trockene Blätter, durch Schädlinge und Krankheiten beschädigte und befallene Früchte. Das Entfernen muss gründlich erfolgen, um kein gemütliches «Heim» für Bakterien und Pilze, keinen komfortablen Unterschlupf für die Überwinterung von Schädlingen zu schaffen. Der Abfall, der schädlich ist, sollte beseitigt werden, der nützliche — angewendet. Das abgefallene Laub dient dem Wohl der Gartengesundheit, es kann beispielsweise als Mulch verwendet werden.
In der Natur bedecken genau die abgefallenen Blätter den Boden um Bäume und Sträucher und dienen als hervorragendes Material zum Mulchen. Das Herbstmulchen ist wichtig für Gartenpflanzen — es hält Feuchtigkeit und Wärme im Boden, schützt vor Schädlingen und Krankheiten. Mittels Mulch gelangen Nährstoffe in den Boden, die den Gartenpflanzen helfen, die Winterstürme schmerzfrei zu überstehen, um im Frühling schneller zu erwachen und aktiver zu wachsen. Obstbäume und Beerensträucher werden am besten mit trockenen Blättern von Apfel, Birne, Kirsche, Linde, Birke gemulcht.
Mumifizierte Früchte, die an den Zweigen hängen geblieben sind, sollten unbedingt entfernt werden — sie sind eine Infektionsquelle. Fallobst und verfaulte Früchte sollte man nicht wegwerfen, sondern besser in den Zwischenräumen der Bäume eingraben. Im Winter verrotten sie und dienen als hervorragender organischer Dünger.
Wenn Sie auf dem Grundstück die Sträucher und Bäume mit Anzeichen von Krankheiten nicht rechtzeitig entfernt haben, schneiden Sie unbedingt die befallenen Zweige ab. Wenn der Befall stark ausgebreitet ist, lohnt es sich, den Baum oder Strauch auszugraben. So verhindern Sie die Ausbreitung der Infektion und retten die übrigen Pflanzen im Garten. Vertrocknete, kranke, abgebrochene Zweige sollten Sie am besten verbrennen. Sie können zum Unterschlupf für die Überwinterung von Schädlingen und zum Ort für die Reifung von Unkrautsamen werden.
Untersuchen Sie die Baumrinde. Selbst kleinste Risse sollten Sie besser sofort sorgfältig mit einem Schaber reinigen und die Wunde behandeln. Entfernen Sie abgestorbene Rinde und Flechten an alten Bäumen, alles Gesammelte wird verbrannt. Die behandelten Bäume müssen unbedingt gekalkt werden. Der Anstrich wird mit einer Kalklösung hergestellt, die aus 2 kg Kalk und 10 l Wasser zubereitet wird. Damit der Anstrich besser an den Stämmen haftet, geben Sie je ein halbes Kilo Ton und Mist oder 200 g Mehlkleister hinzu. Denken Sie daran, dass der Anstrich — ein Schutz vor Schädlingen und Sonnenbrand ist.
Manche Obstbäume treiben nach dem Schnitt viele Wildtriebe — Wurzelschösslinge. Sie werden auch als «wilde» Triebe bezeichnet, sie bringen keinen Nutzen, sondern eher Schaden, solche Triebe entziehen der Pflanze Nährstoffe und Feuchtigkeit. Schneiden Sie unnötige Triebe an der Stelle ab, wo sie von der Wurzel abgehen. Graben Sie also die Erde an der Basis jedes Triebes aus und entfernen Sie ihn.
Die Stützen, die zur Unterstützung der fruchtbeladenen Äste aufgestellt wurden, müssen entfernt und eingelagert werden. Aber vorher müssen sie desinfiziert werden — zum Beispiel in einer zweiprozentigen Lösung von Kupfersulfat.