Spathiphyllum floribundum: Pflanzenbeschreibung, Pflanzung und Pflege

Unter allen Zimmerpflanzen zeichnet sich das Spathiphyllum floribundum durch seine bescheidene Schlichtheit aus. Sein Erscheinungsbild fügt sich hervorragend in nahezu jedes Interieur ein. Wenn man der Pflanze Bedingungen schafft, die denen in der freien Natur ähneln, ist es selbst für einen Anfänger im Gartenbau möglich, sie mit etwas Mühe zu kultivieren.

Spathiphyllum floribundum, botanische Beschreibung der Blüte

In der freien Natur ist das Hauptverbreitungsgebiet des Spathiphyllums die Tropen Süd- und Mittelamerikas. Vorwiegend ist die Pflanze in Ländern wie anzutreffen:

  • Mexiko
  • Peru
  • Brasilien
  • Kolumbien
  • Venezuela

Darüber hinaus kommt die Blume in feuchten Wäldern tropischer Inselstaaten wie den Philippinen, Sulawesi und den Salomonen vor. Der Name Spathiphyllum bezieht sich auf das Aussehen des Blütenstandes. Da das Wort aus dem Griechischen mit 'Blatt' und 'Decke' übersetzt wird, kann man annehmen, dass ein blattförmiges Deckblatt den Blütenstand des Spathiphyllums umhüllt.

Die Pflanze gehört zur Gattung Spathiphyllum aus der Familie der Aronstabgewächse (Araceae). Die Lebensform sind mehrjährige blühende Kräuter. In der freien Natur besiedelt sie bevorzugt feuchte und sogar sumpfige Standorte sowie Ufer von Gewässern. Die Pflanze zählt zu den Epiphyten, hat ein kurzes Rhizom und keinen Stängel.

Die Blätter wachsen an langen Blattstielen büschelartig direkt aus dem Rhizom. Die Blattstiele sind verlängert, die Blätter oval, die Blattspreiten ganzrandig mit deutlich sichtbarer Nervatur.

Der Blütenstiel ist in der Länge fast immer gleich lang wie die Blattstiele. Der Blütenstand als Kolben ist von einer langen, ovalen, weißen Spatha umhüllt. Die Pflanze wurde im 19. Jahrhundert von dem deutschen Botaniker Gustav Wallis entdeckt und beschrieben.

Später wurde eine Art ihm zu Ehren benannt – Spathiphyllum wallisii. In Europa erschien die Blume im Jahr 1824. Der Höhepunkt der Beliebtheit der Pflanze begann jedoch erst in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Man begann, die Pflanze als Topfkultur zu kultivieren. Aufgrund der weißen Spatha wurde sie Friedenslilie genannt. In Russland erhielt sie den volkstümlichen Namen 'Frauenglück'.

Wie man die Blume 'Frauenglück' zu Hause pflanzt und kultiviert

Da Spathiphyllum in der freien Natur an recht feuchten Standorten wächst, benötigt es auch im Innenbereich eine hohe Luftfeuchtigkeit. Die Temperaturbedingungen für diese Pflanze lassen sich mit einem einzigen Wort beschreiben — Wärme. Die Pflanze fühlt sich bei Temperaturen von +20 bis +24 Grad wohl. Im Winter kann sie auch bei +16 bis +18 Grad wachsen. Bei Temperaturen unter +15 Grad kann die Pflanze jedoch krank werden und sogar eingehen.

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In dem Raum, in dem der Topf mit dem Frauenglück stehen wird, darf es keine Zugluft geben. Direkte Sonneneinstrahlung verträgt die Pflanze nicht, ihre Blätter verbrennen. Daher wählen Sie besser einen Ort, an dem das Licht diffus ist. Die Erde für Spathiphyllum kann man selbst zusammenstellen. Dazu müssen Sie zu gleichen Teilen mischen:

  • Sand
  • Humus
  • Torf
  • Laub-Erde
  • Rasenerde

Der Erde kann man eine kleine Menge Holzkohle hinzufügen. Zum Einpflanzen und Kultivieren eignet sich ein Setzling, der durch Teilung des Busches gewonnen wurde, oder eine junge Pflanze. Diese kann man in einem Blumenladen kaufen. Der Topf sollte der Größe der Pflanze entsprechen. Am Boden des Gefäßes müssen Löcher vorgesehen und jegliches Drainagematerial platziert werden.

Geeignet sind Ziegelbruch oder Blähton. Die Drainageschicht wird mit der Hälfte der vorbereiteten Erde bedeckt. Der Setzling wird eingesetzt und die restliche Erde so hinzugegeben, dass das Rhizom mit Erde bedeckt ist. Alles wird leicht angedrückt. Danach wird die Blume gegossen. Im weiteren Verlauf erfordert das «Frauenglück» eine einfache, aber regelmäßige Pflege.

Wie pflegt man das reichblühende Spathiphyllum

Gießen und Düngen

Die Pflanze verträgt keinesfalls ein vollständiges Austrocknen des Wurzelballens, aber auch eine ständige Überwässerung ist ihr abträglich. Im Sommer kann man die Pflanze nicht nur mit lauwarmem Wasser gießen, sondern auch gelegentlich in einen Untersetzer mit Wasser stellen. Die Pflanze reagiert gut auf eine warme Dusche.

Wenn die Blätter der Pflanze hängen, deutet dies auf einen Mangel an Feuchtigkeit hin. Manchmal können Gelbfärbung und Austrocknung der Blattränder ein Zeichen für Überwässerung sein. In diesem Fall sollte die Bewässerung seltener erfolgen. Das gilt auch für den Winter. Im Winter kann die Bewässerung reduziert werden. Wenn im Winter ein Teil der Blätter vertrocknet ist, müssen sie einfach entfernt werden.

Spathiphyllum floribundum: Pflanzenbeschreibung, Pflanzung und Pflege

Eine erwachsene Pflanze kann nach dem Gießen mit einem beliebigen Dünger für blühende Zimmerpflanzen gedüngt werden. Die Düngung erfolgt in der warmen Jahreszeit alle 10 Tage. Bei guter Pflege durchwurzelt die Pflanze den Topf schnell und benötigt eine Umpflanzung.

Umpflanzung der Pflanze

Die Umpflanzung sollte sinnvollerweise im Frühjahr durchgeführt werden. Wenn bei der Umpflanzung keine Teilung des Busches geplant ist, sollte der Topf ein solches Volumen haben, dass er nicht nur dem unterirdischen, sondern auch dem oberirdischen Teil der Pflanze entspricht. Das Gefäß wird zuerst mit Drainagematerial befüllt, dann wird Erde hinzugegeben, die Pflanze eingesetzt und der unterirdische Teil mit der restlichen Erde bedeckt.

Wichtig! Der reich blühende Spathiphyllum reinigt die Luft in Wohnräumen gut. Wenn die Pflege des «Frauenglücks» richtig organisiert ist, blüht diese Pflanze mehrere Monate lang üppig.

Pflege des Spathiphyllums und seine Vermehrung auf Video:

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