Ficus vermehren, richtige Pflege und Umtopfen

Genügsamkeit, die Fähigkeit, die Luft aktiv mit Sauerstoff anzureichern, die große Artenvielfalt (über 900) haben den Ficus nicht unbeachtet von Zimmerpflanzenliebhabern gelassen. Aufgrund seiner Eigenschaften findet man den Ficus häufig auch in Büroräumen.

Vermehren oder nicht vermehren?

Studien haben gezeigt, dass ein Vertreter der Maulbeergewächse in der Lage ist, giftige Stoffe in der Luft in Zucker und Aminosäuren umzuwandeln. Die östliche Medizin nutzt den Ficus für ihre Zwecke: Behandlung von Darm-, Haut- und Krebserkrankungen. Eine eigenständige Behandlung sollte nicht durchgeführt werden, der Saft des Ficus ist giftig.

Asthmatiker sollten von der Vermehrung dieser Pflanze absehen, da die Blüte Kautschuk absondert. Einer Überlieferung zufolge fördert der Ficus die Empfängnis eines Kindes, wenn man ihn im Schlafzimmer aufstellt. Dies wird durch die Fähigkeit erklärt, Substanzen zu produzieren, die bei der Behandlung von Frauenkrankheiten helfen. Darüber hinaus reinigt der Ficus im Schlafzimmer die Luft und verbessert so den Schlaf.

Vermehrung des Ficus: wann und wie

Der Zimmerficus blüht nicht, daher wird er vegetativ vermehrt. April und Mai sind die günstigste Zeit dafür, da die Pflanzen in dieser Zeit am aktivsten Wurzeln schlagen. Sie mögen Wärme, aber keine direkte Sonneneinstrahlung. Drei Methoden zur Vermehrung von Ficus:

  • Durch Stecklinge
  • Durch Absenker
  • Blattsteckling

Ficus Benjamini. Um die bessere Bewurzelung der neuen Pflanze zu fördern, wird der Ficus einen Tag vor dem Schneiden des Stecklings reichlich gegossen. Dies hilft später, besser Wurzeln zu schlagen. Dazu wird ein oberer oder seitlicher Trieb von 10-15 cm Länge ausgewählt. Der Schnittwinkel beträgt etwa 45 Grad.

Am besten verwendet man eine scharfe Klinge, um die Pflanzengewebe nicht zu beschädigen und den Wurzelbildungsprozess nicht zu verlangsamen. Sobald der Steckling geschnitten ist, wird er in Wasser gelegt, da der Ficus an der Schnittstelle Milchsaft zur Wundheilung absondert und dieser abgewaschen werden muss. Die Basis des Schnitts kann eingeschnitten werden.

Ein junger Trieb wird quer eingeschnitten, ein verholzter – kreuzweise. Nach 2-4 Wochen erscheinen Wurzeln und der Steckling kann in Erde gepflanzt werden. Man kann auch sofort nach dem Schneiden pflanzen. In diesem Fall muss der Schnitt gewaschen und getrocknet werden. Aber die Kontrolle über die Wurzelbildung oder mögliche Fäulnis ist nicht möglich.

Mit der Geigenfeige werden die gleichen Handlungen durchgeführt, aber beim Einlegen des Stecklings ins Wasser kann man Aktivkohle oder Holzkohle hinzufügen. Die unteren Blätter sollten nicht im Wasser sein. Wurzeln erscheinen nach einem Monat. Zur besseren Bewurzelung kann man für den Ficus einen Treibhauseffekt erzeugen. Der Gummibaum kann sich verzweigen oder in die Länge wachsen. Im zweiten Fall wird die Spitze analog zu den vorherigen Varianten abgeschnitten.

Der Steckling wird sofort in die Erde gepflanzt. Zuvor wird die gewaschene Schnittstelle mit Holzkohle bestäubt. Über dem Steckling sollte ein kleines Gewächshaus (Abdecken mit einem Glas) geschaffen werden. Wenn die Blume groß genug gewachsen ist, sollte man sie durch Absenker vermehren. Erstens eignet sich diese Methode für alte Pflanzen, deren Stecklinge keine Wurzeln bilden. Zweitens verleiht dies der Pflanze ein dekorativeres Aussehen.

Mit einem scharfen Messer wird ein schräger Einschnitt von unten an der ausgewählten Zweigstelle vorgenommen. In den Einschnitt wird ein Streichholz gesteckt und der Milchsaft abgewischt.

Aus Plastik wird ein Beutel an der Einschnittstelle geformt. In diesen Beutel wird Torfmoos (feuchtes Moos) gegeben. Dies dient dazu, eine Fäulnis der Pflanze zu verhindern. Nach einem Monat erscheinen an der Einschnittstelle Wurzeln. Der Beutel sollte frühestens zwei bis drei Monate nach der Wurzelbildung von der Pflanze entfernt werden. Dann wird der Trieb abgeschnitten und in die Erde gepflanzt.

Siehe auch:
Anbau, Pflege und Vermehrung von Sidalcea

Es ist wichtig, anfangs eine hohe Luftfeuchtigkeit aufrechtzuerhalten. Vermehrung durch Blatt. Im Grunde ist dies die gleiche Vermehrung wie durch Stecklinge, aber der Schnitt erfolgt ohne Abstand vom Knoten, sondern direkt entlang des Knotens, sodass ein Stück davon übrig bleibt. Wenn man einfach ein Blatt abschneidet, kann es zwar Wurzeln bilden, aber daraus wird keine vollwertige Pflanze.

Notwendige Pflege

Ficus mögen keine direkte Sonneneinstrahlung. Bei unzureichendem Licht wächst die Pflanze in die Höhe und bildet weniger Blätter. Sie mögen keine Zugluft. Sie lieben tägliches Besprühen mit warmem Wasser. Wenn möglich, kann man sie unter der Dusche abbrausen. Die Bewässerungsintensität ändert sich mit den Jahreszeiten nicht wesentlich. Während der Wachstumsphase oder bei Hitze sollte man etwas mehr gießen, im Herbst — reduzieren.

Ficus vermehren, richtige Pflege und Umtopfen

Mit leicht warmem, abgestandenem Wasser gießen. Der Ficus benötigt einen Rückschnitt, um die Krone zu formen. Dadurch wird die Verzweigung gefördert und die Knospen werden angeregt. Der Rückschnitt sollte jährlich zur Formgebung erfolgen. Die Spitze der Pflanze wird nur einmal in ihrem Leben geschnitten. Das Kürzen der Seitenzweige erfolgt einmal alle paar Jahre. Eineinhalb Wochen nach dem Rückschnitt sollte die Pflanze gedüngt werden. Die Schnittstelle wird mit einem weichen Tuch abgetupft.

Einpflanzen und Umtopfen

Der Topf wird etwas größer als die Wurzeln gewählt. Man sollte keinen zu großen Topf kaufen. Der Ficus wird darin nur schwer wachsen. Das Wurzelsystem der Pflanze neigt aufgrund der hohen Feuchtigkeit zur Fäulnis, daher sollte man für eine gute Drainage sorgen.

Hierfür eignen sich Ziegelbruch oder kleine Steinchen. Birkenholzkohle hilft, die Fäulnis der Wurzeln im Boden zu verhindern. Die beste Zeit zum Ein- und Umtopfen ist das Frühjahr, aber nach dem Kauf der Pflanze sollte man sofort umtopfen. Die Erde für den Ficus wird aus zwei Teilen Laub- oder Blumenerde und je einem Teil Torf und Kompost oder Humus gemischt. Oder man gibt statt Humus Rasenerde und Sand hinzu.

Alles wird zu gleichen Teilen gemischt. Der Ficus benötigt nach ein oder zwei Jahren eine Umtopfung, vorausgesetzt der Topf ist richtig ausgewählt. Ein ausgewachsener Ficus wird höchstens alle 5 Jahre umgetopft. Die oberste Erdschicht wird jährlich ausgetauscht. Wenn sich ein weißer Salzbelag bildet, kann die Schicht früher gewechselt werden. Die richtige Pflege des Ficus sorgt für ein langes Leben des grünen Haustiers. Und seinem Besitzer bringt er nicht nur eine schöne Zierpflanze, sondern auch Nutzen.

Video über verschiedene Methoden zur Vermehrung des Ficus:

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