Ein normales Feuchtigkeitsniveau — ist der Schlüssel für eine lange und qualitativ hochwertige Lagerung der Ernte. Das ist ein Axiom. Aber längst nicht alle Hobbygärtner halten es dafür. Dabei ist vor dem Einlagern von Obst und Gemüse für den Winter ein Vorgang wie das Trocknen des Kellers (Kellerraums) zwingend erforderlich, und man sollte ihn keinesfalls vernachlässigen. Wir erklären, wie man diese Trocknung richtig durchführt.
Es antwortet Agronom Wassili Jakowlew:
— Um dem Lager die nötige Trockenheit zu verleihen, sollte man zwei bis drei sonnige Tage abpassen. Wenn sie auch noch etwas windig sind, ist das ein gutes Zeichen: Das Wetter begünstigt die Lagerung Ihrer Ernte.
Zuerst müssen alle Behälter, Kisten, Gefäße und Regale aus dem Keller gebracht werden. Sie sollten in der Sonne aufgestellt werden; das Trocknen wird ihnen ebenfalls nicht schaden.
Danach werden im Lager alle Fenster (falls vorhanden), Türen und Lüftungsklappen geöffnet — für einen leichten, die überschüssige Feuchtigkeit entfernenden Durchzug.
Gegen Abend des ersten Tages sollten Wände, Decke und Boden des Kellers mit einem beliebigen Antipilzmittel behandelt (abgewischt) werden. Gleiches ist mit den Lagerbehältern und Regalen zu tun. Wenn möglich, stellen Sie am Nachmittag in dem Raum eine ultraviolette antibakterielle Lampe auf — das kann nicht schaden.
Nach dem Lüften messen Sie mit einem Hygrometer die Luftfeuchtigkeit. Für Obst- und Gemüselager sollte sie 40-60 Prozent betragen. Ist sie höher — setzen Sie das Lüften fort, bis der erforderliche Wert erreicht ist.
Wenn die richtige Luftfeuchtigkeit hergestellt ist, bringen Sie die zuvor herausgebrachten Gegenstände zurück und lagern Sie alles, was Sie benötigen. Um die notwendige Luftfeuchtigkeit im Lager zu halten, können Sie Behälter (z. B. einen Eimer) mit Holzkohle oder Kalk aufstellen. Diese hygroskopischen Materialien nehmen überschüssige Feuchtigkeit gut auf.
Während der gesamten Lagerzeit achten Sie auf das Auftreten von Feuchtigkeitstropfen. Wenn dies geschieht, merken Sie sich zuerst, wo genau sie erschienen sind. Das hilft, die Ursache der Feuchtigkeitszunahme sofort zu erkennen und zu beseitigen.
1. Wenn sich Kondenswassertropfen gleichzeitig an Wänden und Decke bilden — dann haben Sie Probleme mit der Belüftung: Spalten, Defekte an Lüftungsrohren usw.
2. Wenn Tropfen nur an den Wänden sind — dann ist es Zeit, die Abdichtung zu überprüfen und zu reparieren, oder sogar zu erneuern.
3. Wenn sich Feuchtigkeit auf dem Boden sammelt — ist das Grundwasser nahe herangekommen. Man sollte sich um die Wasserableitung und die Abdichtung des Bodens kümmern.