Wie unterscheidet man die Dreifarbige Ipomoea von anderen Kletterpflanzen?

Da Hobbygärtner nun für den Anbau von Ipomoea tricolor mit schweren Strafen rechnen müssen, ist es äußerst wichtig, sie von anderen Ipomoea-Arten sowie von Kletterpflanzen im Allgemeinen unterscheiden zu können. Welche Merkmale sind als ausschließlich dieser kriminellen Blume zugehörig anzusehen, um sich bei der Bestimmung und der Entscheidung 'Säen oder nicht säen?' rechtzeitig darauf stützen zu können?

Antwortet Agronom Peter Sinkowski:

— Schauen wir uns zunächst die Blütephase an. Hier ist es nicht allzu schwierig, Ipomoea tricolor zu unterscheiden. Die Blüten sind groß, haben einen Durchmesser von bis zu 10 cm, aber im Gegensatz zu anderen Ipomoea-Arten sind sie in Büscheln von 3-4 Stück angeordnet. Achten Sie dabei nicht auf die Bezeichnung «dreifarbig» — bei der nun verbotenen Ipomoea sind sie immer hellblau gefärbt, und die Mitte sowie die Blütenröhre sind strikt weiß.

Ein wichtiger Indikator — die erwähnte Röhre. Nachdem die Pflanze verblüht ist, nimmt sie einen purpurnen Farbton an, und dies ist nur Ipomoea tricolor eigen.

Arten anderer Ipomoea, die nicht unter das Verbot fallen, können ebenfalls blaue Blüten hervorbringen, jedoch sind bei ihnen diese Blüten stets mit Blüten anderer Farben kombiniert — von weiß bis bordeauxrot, ohne dass sie vorherrschend sind.

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Aber diese Bestimmung ist sozusagen im Nachhinein. Und wie erkennt man die verbotene Pflanze beim Kauf von Samen?

Hier wird alles komplizierter. Allerdings erinnern sich viele erfahrene Hobbygärtner wahrscheinlich an die Geschichte mit Salbei, von dem eine Art bereits im Jahr 2010 auf die Verbotsliste gesetzt wurde. Die Vorgehensweise war damals in etwa die folgende.

Zunächst sollte man die Liste der Saatgutproduzenten und Vertriebsnetze überprüfen. Seriöse, um ihren Ruf besorgte Hersteller geben auf der Verpackung auf jeden Fall den lateinischen botanischen Namen an. In diesem Fall — Ipomoea tricolor. Und das sogar beim Verkauf einer Mischung von Samen verschiedener Arten. Darüber hinaus muss auf der Verpackung von Samen einer bestimmten Sorte ein solcher Name ebenfalls vorhanden sein. Folglich sollte man Samen, auf deren Verpackung solche Informationen fehlen, besser nicht kaufen. Gleichermaßen gilt natürlich für diejenigen, bei denen dieser Name vorhanden ist — da der Prozess der Rücknahme aus dem Verkauf gerade erst begonnen hat und nur schwer vorherzusagen ist, wie lange er dauern wird. Überprüfen Sie zuvor gekaufte Samen, und falls Sie verbotene finden, entsorgen Sie sie.

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